Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Política - Filosofía política e historia de las ideas

Die Rolle der Ungerechtigkeit innerhalb der Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Nancy Fraser

Título: Die Rolle der Ungerechtigkeit innerhalb der Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Nancy Fraser

Trabajo Escrito , 2020 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Valerie Sy (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In Auseinandersetzung mit den beiden Philosoph*innen untersucht die vorliegende Arbeit, welche Vorstellung von Gesellschaft den jeweiligen Theorien zugrunde liegt und welche Aussagen sie über den Gerechtigkeitsbegriff treffen. Ebenfalls wird betrachtet, wie die Theorien in der Wissenschaft rezipiert werden, wofür einschlägige Theoretiker*innen zu Rate gezogen werden. Die zentrale Fragestellung untersucht, welche Rolle die Ungerechtigkeit innerhalb der beiden Gerechtigkeitstheorien einnimmt.

Für die umfassende Analyse wird dazu in dem ersten Kapitel die Rawls‘sche "Theorie der Gerechtigkeit" näher beleuchtet. Es wird zunächst der grundlegende Gesellschaftsbegriff untersucht. Dann wird erklärt, was er unter den Begriffen des Urzustandes sowie des "veil of ignorance" versteht und wie für ihn eine gerechte Güterverteilung stattfinden muss, um zu fairen gesellschaftlichen Lebensbedingungen zu gelangen. Das zweite Kapitel der Arbeit umreißt die Antwort und Kritik der US-amerikanischen Anhängerin der Frankfurter Schule Nancy Fraser auf die vorherrschende liberalistisch geprägte Gerechtigkeitstheorie. Hier wird zunächst ihr Verständnis von Gesellschaft dargestellt und dann in einem zweiten Schritt das Statusmodell erklärt, welches sie entwickelt, um eine Antwort zu liefern, was sie unter dem Begriff der Gerechtigkeit versteht. Das dritte Kapitel beantwortet die zentrale Fragestellung der Arbeit und analysiert, wie beide Theorien mit dem Begriff der Ungerechtigkeit umgehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. John Rawls’ „Theorie der Gerechtigkeit”

2.1 Gesellschaft

2.2 Gerechtigkeit

3. Nancy Frasers „Statusmodell”

3.1 Gesellschaft

3.2 Gerechtigkeit

4. Ungerechtigkeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Nancy Fraser mit dem Ziel, ihre jeweilige Vorstellung von Gesellschaft zu analysieren und zu ergründen, welche spezifische Rolle der Begriff der Ungerechtigkeit in diesen Theorien einnimmt. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern ökonomische Verteilung und soziale Anerkennung für ein Verständnis von Gerechtigkeit in modernen, komplexen Gesellschaften erforderlich sind.

  • Vergleich liberalistischer Vertragstheorie und kritischer Gesellschaftstheorie
  • Die Rolle des Urzustands und des „Schleiers des Nichtwissens“ bei Rawls
  • Kritik an der rein distributiven Betrachtung von Gerechtigkeit
  • Das Statusmodell als zweidimensionaler Ansatz für gesellschaftliche Gerechtigkeit
  • Interdependenz von Umverteilung und Anerkennung zur Bekämpfung von Ungerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

3. Nancy Frasers „Statusmodell”

Die US-amerikanische Politikphilosophin und Anhängerin der Frankfurter Schule Nancy Fraser übt direkte Kritik am zeitgenössischen Kapitalismus und den damit einhergehenden liberalistischen Auffassungen. Sie selbst nimmt mit ihrer Theorie indirekt Bezug auf Rawls Ansatz, Gerechtigkeit allein durch Umverteilungsmaßnahmen herzustellen, und stellt seine Annahme als unvollständig und einseitig dar. Sie fordert die Hinzunahme einer weiteren Dimension - Anerkennung. Was bedeutet das?

3.1 Gesellschaft

Frasers Vorstellung von einer funktionierenden Gesellschaft ist, anders als bei Rawls, eng verknüpft mit dem Gedanken der individuellen und kollektiven Anerkennung. Der Begriff wird in der hegelianischen Tradition als „eine ideale reziproke Beziehung zwischen Subjekten, in der jeder den anderen als seinesgleichen und zugleich als von sich getrennt sieht“33, bezeichnet. Das bedeutet, Anerkennung findet auf der Beziehungsebene zwischen mindestens zwei Gesellschaftsmitgliedern statt. Durch eine dialogische Interaktion mit dem anderen* und dessen Bejahung des eigenen Subjekts entsteht das individuelle Selbst. Die Soziologinnen Mechthild Bereswill, Christine Burmeister und Claudia Equit ergänzen, dass Anerkennung eine fundamentale Dimension in der Gesellschaft einnimmt, da sie den Gesellschaftsmitgliedern erlaubt, „soziale Identitäten auszuhandeln, sich zugehörig zu fühlen und andere als zugehörig anzuerkennen“34. Außerdem erklären sie, dass Anerkennung eine Grundkonstante in der Gesellschaft ausmacht und die (Inter-) Subjektivierung erst durch deren Erfolg möglich gemacht wird35. Alle Menschen sind also auf eine gegenseitige Anerkennung angewiesen, wobei sie gleichzeitig auch anderen Anerkennung entgegenbringen müssen, um eine persönliche Identität zu entwickeln, so der deutsche Philosoph Wolfgang Ranke36.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Gerechtigkeitsdebatte ein und skizziert die methodische Auseinandersetzung mit den Theorien von Rawls und Fraser.

2. John Rawls’ „Theorie der Gerechtigkeit”: Das Kapitel analysiert Rawls’ liberales Gesellschaftsmodell, basierend auf dem Urzustand und dem veil of ignorance, sowie seine Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit.

3. Nancy Frasers „Statusmodell”: Hier wird Frasers Kritik an der bloßen Umverteilung diskutiert und ihr Konzept der Anerkennung als notwendige Dimension für gesellschaftliche Gerechtigkeit erläutert.

4. Ungerechtigkeit: Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen Konzeptionen von Ungerechtigkeit bei Rawls und Fraser gegenüber und diskutiert die Möglichkeiten ihrer Überwindung.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine zweidimensionale Betrachtung von Verteilung und Anerkennung für das Verständnis moderner Ungerechtigkeiten unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit, John Rawls, Nancy Fraser, Verteilungsgerechtigkeit, Anerkennung, Statusmodell, Umverteilung, Gesellschaftsmodell, Urzustand, veil of ignorance, politische Philosophie, Identitätspolitik, soziale Gerechtigkeit, Kapitalismuskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit im Vergleich zwischen den Ansätzen von John Rawls und Nancy Fraser.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Theorien zur gesellschaftlichen Grundstruktur, das Konzept der Verteilungsgerechtigkeit und die Bedeutung von sozialer Anerkennung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche Rolle Ungerechtigkeit in den beiden Modellen spielt und wie diese effizient bekämpft werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine analytische Gegenüberstellung und philosophische Kritik der Theorien von Rawls und Fraser durchgeführt, unterstützt durch aktuelle politikphilosophische Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Rawls’ Theorie der Gerechtigkeit (Urzustand, Verteilungsgrundsätze) und Frasers Statusmodell (Anerkennung, zweidimensionale Gerechtigkeit) detailliert dargestellt und hinsichtlich ihres Umgangs mit Ungerechtigkeit verglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Gerechtigkeit, Verteilung, Anerkennung, Statusmodell, Rawls, Fraser, Ungerechtigkeit und politische Philosophie.

Warum hält die Autorin/der Autor Rawls’ Ansatz für unvollständig?

Da Rawls den Fokus primär auf wirtschaftliche Faktoren legt, vernachlässigt er soziale Dimensionen wie kulturelle Anerkennung, die zur Überwindung komplexer Ungerechtigkeiten notwendig sind.

Was ist das „Statusmodell“ bei Nancy Fraser?

Das Statusmodell ist ein zweidimensionaler Ansatz, der Gerechtigkeit sowohl als Frage der ökonomischen Umverteilung als auch als Frage der sozialen Anerkennung betrachtet, um Über- und Unterordnungsverhältnisse abzubauen.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rolle der Ungerechtigkeit innerhalb der Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Nancy Fraser
Universidad
University of Bonn
Calificación
1,0
Autor
Valerie Sy (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
17
No. de catálogo
V1185642
ISBN (PDF)
9783346615299
ISBN (Libro)
9783346615305
Idioma
Alemán
Etiqueta
rolle ungerechtigkeit gerechtigkeitstheorien john rawls nancy fraser
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Valerie Sy (Autor), 2020, Die Rolle der Ungerechtigkeit innerhalb der Gerechtigkeitstheorien von John Rawls und Nancy Fraser, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185642
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  17  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint