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Musikalische Vorkenntnisse im Musikunterricht

Eine empirische Studie

Title: Musikalische Vorkenntnisse im Musikunterricht

Master's Thesis , 2021 , 70 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Music education
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den musikalischen Vorkenntnissen von Schülern und Schülerinnen im Musikunterricht.

Es werden folgende Fragen beantwortet:
Stellen musikalische Vorkenntnisse im heutigen Musikunterricht einen Vorteil dar und kann ein solcher Schüler den Unterricht positiv oder gar negativ beeinflussen?
Welche Rolle schreiben sich die Schüler mit Vorkenntnissen im Musikunterricht zu?
Welche Vorteile bringen ihnen die privat angeeigneten Vorkenntnisse im schulischen Umfeld?

Im Fokus der Untersuchungen sollen nicht bloß die Schüler stehen, sondern auch die Lehrer, deren Verhalten gegenüber den Schülern mit Vorkenntnissen untersucht werden soll. Eine wichtige Frage entsteht in diesem Zusammenhang mit der Erwartungshaltung des Lehrers. Werden durch die Vorkenntnisse des Schülers die Erwartungen an ihn automatisch höher?

Möchte man die Fragestellungen und Themenfelder zusammenfassend zentralisieren, so geht es in dieser vorliegenden Arbeit um die Einflüsse der Schüler mit Vorkenntnissen im Musikunterricht. Um dieses Forschungsvorhaben umzusetzen, wird die Forschung in zwei Teilen entflochten. Im theoretischen Teil soll der aktuelle Forschungsstand erste Aufschlüsse zum Forschungsgegenstand geben. Einen wichtigen Aspekt bietet dabei die Heterogenitätsforschung. Welchen Einfluss haben die Vorkenntnisse auf die Heterogenität der Klassengemeinschaft? Welche Umgangsformen- und empfehlungen gibt es für Musiklehrende im Hinblick auf Schüler mit Vorkenntnissen?

Ein weiteres Forschungsfeld, welches zu betrachten ist, bietet die Kompetenzforschung. Um zu untersuchen, welchen Einfluss ein Schüler auf den Musikunterricht ausüben kann, muss geklärt werden, welche Kompetenzen im musikpädagogischen Kontext allgemein erwartet und gefördert werden. Durch verschiedene Kompetenzmodelle liegen interessante Ansätze vor, wie Kompetenz im Musikunterricht überhaupt zu erfassen ist. Kann auf diese Weise geklärt werden, an welcher Stelle eine Schnittmenge zwischen außerschulischem und schulischem Musikunterricht besteht?

Im zweiten Teil der Arbeit soll schließlich durch eine empirische Untersuchung versucht werden, die Lücken des aktuellen Forschungsstandes zu schließen und die bis dahin offen gebliebenen Fragen zu klären. Dafür wurde eine qualitative Studie im Rahmen eines eigeninitiierten Forschungsprojektes durchgeführt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Teil

2.1. Heterogenität

2.1.1. Begriffsimplikation

2.1.2. Heterogenität im Schulkontext

2.1.3. Leistungsheterogenität im Musikunterricht

2.1.3.1. Eigene Erfahrungen

2.1.3.2. Forschungsstand zum Vorwissen von Instrumentalisten

2.1.3.3. Der Umgang mit Heterogenität als Herausforderung für die Lehrenden

2.2. Kompetenzen und Einstellungen im Musikunterricht

2.2.1. Kompetenzen im pädagogischen Kontext (Begriffserläuterung)

2.2.2. Kompetenz in der Musikpädagogik

2.2.2.1. KoMus Kompetenzmodell

2.2.2.2. Das Fokusmodell

2.2.3. Einstellungen

2.2.3.1. Musikunterricht aus Schülersicht

2.2.3.2. Zielvorstellung von Musiklehrenden

2.2.4. Instrumentalisten im Schulkontext

2.2.4.1. Zahlen und Daten:

2.2.5. Einflüsse und Wirkung von Instrumentalunterricht

2.3. Zwischenfazit

3. Empirische Untersuchung

3.1. Fragestellung und Zielsetzung

3.2. Datenerhebung und Aufbereitung

3.2.1. Empirische Methode

3.2.2. Stichprobe

3.2.3. Wissenschaftliches Interview

3.2.4. Leitfaden

3.2.5. Transkription

3.3. Datenauswertung

3.3.1. Entwicklung eines Kategoriesystems

3.4. Ergebnisse

3.4.1. Darstellung nach Kategorie

3.4.2. Kritik & Reichweite

3.4.3. Diskussion & Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen musikalischen Vorkenntnissen von Schülern und dem schulischen Musikunterricht, um zu klären, welche Rolle diese Vorkenntnisse für die Leistungsheterogenität spielen und wie sie sich auf die Interaktion im Unterricht sowie die pädagogische Bewertung auswirken.

  • Heterogenitätsforschung im Kontext des schulischen Musikunterrichts
  • Analyse musikpädagogischer Kompetenzmodelle (KoMus und Fokusmodell)
  • Empirische qualitative Untersuchung der Lehrer-Schüler-Interaktion
  • Einfluss von außerschulischer instrumentaler Expertise auf die Unterrichtsbewertung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Seit vielen Jahren gebe ich selbst außerschulischen Gitarrenunterricht. Als Lehrer erlebt man in den Jahren gute wie auch weniger gute Schüler – musikalisch begabte und eben solche, denen man kein musikalisches „Talent“ zuschreiben würde. Einem sehr talentierten Schüler von mir brachte ich das nicht unbedingt notwendige Notenlesen für den Gitarrenunterricht bei. Als klassisch ausgebildeter Gitarrist ist mir dieser musiktheoretische Aspekt sehr wichtig. Meinen Schüler schätzte ich aufgrund meiner Erfahrung mit ihm als ebenso fleißigen und guten Schüler in seinem schulischen Musikunterricht ein. Als ich jedoch davon erfuhr, dass er von seinem Fachlehrer eine gegenteilige Bewertung erhielt und als musikalisch untalentiert bewertet wurde, zweifelte ich an meiner eigenen Urteilskompetenz. Schnell fing ich allerdings an, diese Diskrepanz zu hinterfragen und mich für die möglichen Ursachen dieser unterschiedlichen Bewertung zu interessieren.

Vermutlich mag es am unterschiedlichen Erwartungshorizont zwischen mir und dem Fachlehrer liegen. Eventuell gibt einen persönlichen Zusammenhang, oder der Schüler verhält sich im außerschulischen Unterricht anders als im schulischen Musikunterricht. Eine weitere These wäre, dass der Schüler im Unterricht keine Möglichkeit bekommt, sein musikalisches Talent und Können zu zeigen. Hat der Instrumentalunterricht so wenig mit dem schulischen Musikunterricht gemein, dass einem Schüler seine Vorkenntnisse nicht helfen?

Aufgrund dieser persönlichen Vorgeschichte habe ich ein ausgeprägtes Interesse an dem Verhältnis zwischen musikalischen Vorkenntnissen und dem schulischen Musikunterricht. Stellen musikalische Vorkenntnisse im heutigen Musikunterricht einen Vorteil dar und kann ein solcher Schüler den Unterricht positiv oder gar negativ beeinflussen? Da ich persönlich bereits vor der weiterführenden Schule mit meiner außerschulischen Instrumentalausbildung begonnen habe, war ich ständig einer der Schüler, der eigenes musikalisches Vorwissen in den Schulunterricht mitbrachte. Als Schüler konnte ich nicht beurteilen, ob der Lehrer dies bemerkte oder in seine Bewertung einfließen ließ. Damals hatte mich allerdings auch niemand dazu gefragt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation des Autors und der forschungsleitenden Fragen hinsichtlich des Einflusses von Vorkenntnissen auf den schulischen Musikunterricht.

2. Theoretischer Teil: Fundierte Auseinandersetzung mit den Themen Heterogenität, musikpädagogischen Kompetenzmodellen und dem aktuellen Forschungsstand zur Leistungsheterogenität.

3. Empirische Untersuchung: Methodische Beschreibung der qualitativen Studie mittels Experten- und Schülerinterviews sowie anschließende Darstellung und Diskussion der gewonnenen Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Musikunterricht, Heterogenität, Leistungsheterogenität, Vorkenntnisse, Instrumentalausbildung, Musikpädagogik, Kompetenzmodell, KoMus, Fokusmodell, Unterrichtsqualität, Leistungsbewertung, Qualitative Forschung, Schülersicht, Lehrererwartung, Musikpraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie sich außerschulische musikalische Vorkenntnisse von Schülern auf deren Leistung, die Einstellung zum Musikunterricht sowie die Interaktion mit Lehrkräften und Mitschülern auswirken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Heterogenitätsforschung, musikpädagogische Kompetenzmodelle (insbesondere das KoMus- und das Fokusmodell) sowie die Analyse der Lehrer-Schüler-Dynamik bei unterschiedlichen Leistungsniveaus.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen außerschulischer Expertise und schulischer Musikbewertung zu beleuchten und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit leistungsheterogenen Gruppen im Musikunterricht abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative empirische Methode, konkret problemzentrierte Leitfaden-Interviews mit einem Musiklehrer und mehreren Schülern unterschiedlicher Schulformen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes zur Heterogenität und Kompetenzorientierung sowie eine empirische Untersuchung, in der Interviews ausgewertet und nach Kategorien (z.B. Unterrichtsdarstellung, Leistungsbewertung) analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Musikunterricht, Heterogenität, Vorkenntnisse, Kompetenzmodell und Leistungsbewertung.

Wie unterscheidet sich der Musikunterricht an Realschulen von dem an Gymnasien laut Studie?

Die Studie deutet darauf hin, dass der Musikunterricht an Realschulen häufig als praxisnäher erlebt wird, während an Gymnasien ein stärkerer Schwerpunkt auf musiktheoretischen Inhalten liegt, was bei Schülern mit Vorkenntnissen teilweise zu Frustration führt.

Welche Rolle nehmen Schüler mit Vorkenntnissen im Unterricht ein?

Lehrkräfte sehen diese Schüler oft in einer Art „Hilfsarbeiter-Funktion“, um den Unterrichtsfluss zu unterstützen, während die Schüler selbst diese Rolle teils als Chance, teils als unbedeutend oder gar belastend empfinden.

Welche Rolle spielt die Notengebung im Kontext der Vorkenntnisse?

Die Notengebung ist ein Spannungsfeld: Während Engagement unabhängig von Talent gelobt wird, führen höhere Erwartungshaltungen an Instrumentalisten bei Nichterfüllung oft zu einer negativeren Bewertung, andererseits werden „Extraleistungen“ (z.B. Schulband) explizit positiv honoriert.

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Details

Title
Musikalische Vorkenntnisse im Musikunterricht
Subtitle
Eine empirische Studie
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
70
Catalog Number
V1185840
ISBN (eBook)
9783346661425
ISBN (Book)
9783346661432
Language
German
Tags
Schüler mit Vorkenntnissen Musikunterricht Empirische Studie zu Vorkenntnissen Musikalische Vorkenntnisse im Unterricht Musikalisches Vorwissen bei Schülern Heterogenität im Musikunterricht Instrumentalisten im Schulalltag Kompetenz in Musikpädagogik Musikpädagogik Musikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Musikalische Vorkenntnisse im Musikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185840
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