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Politische Konformität. Der Einfluss sozialer Normen auf das Wahlverhalten

Título: Politische Konformität. Der Einfluss sozialer Normen auf das Wahlverhalten

Trabajo Escrito , 2022 , 11 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nicole Spielbauer (Autor)

Psicología - Psicología social
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In Demokratien spielt das Wahlrecht eine zentrale Rolle. Wer wählt, nimmt aktiv Einfluss auf die Politik seines Landes. Dabei ist es den Einzelnen oft nicht bewusst, welchen Einfluss das eigene Umfeld auf die individuelle Wahlentscheidung und Partizipation hat.

Die experimentelle Sozialpsychologie befasst nun schon seit mehr als 50 Jahren mit diesem Phänomen, dass allgemeinhin als Konformität bekannt ist. Konformität bezeichnet das Anpassen des Denkens oder Verhaltens des Einzelnen an eine gruppenspezifische Norm. In der Literatur zeigt sich, dass dieses Verhalten auch bei Wahlen auftritt, wobei noch wenig über die Mechanismen, die der politischen Konformität zugrunde liegen, bekannt ist. Ein Einflussfaktor, der in diesem Zusammenhang zunehmend mehr Beachtung findet, ist die Theorie der sozialen Identität.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich diese Arbeit mit folgender zentraler Fragestellung: Inwiefern wirkt sich des normativen Einflusses einer Identitätsgruppe auf das Wahlverhalten aus? Ziel dieser Hausarbeit ist es, durch drei zentrale Aussagen aus der sozialpsychologischen Forschung den Einfluss von sozialen Normen auf das Wahlverhalten aufzuzeigen und zu diskutieren.

Zunächst wird in Kapitel zwei der Überbegriff der Konformität näher erläutert. Darauf aufbauend werden in Kapitel drei soziale Normen als Ursprung konformen Handelns innerhalb der Gruppe diskutiert. Anschließend werden in Kapitel vier der Ansatz der sozialen Identität als Erklärungsansatz für normkonformes Verhalten dargestellt. Die Arbeit endet mit einer Diskussion, die Schlussfolgerungen für Praxis und Forschung beinhaltet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Soziale Konformität

3 Soziale Normen

4 Theorie der sozialen Identität

5 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den normativen Einfluss von Identitätsgruppen auf das Wahlverhalten und die politische Meinungsbildung des Einzelnen unter besonderer Berücksichtigung sozialpsychologischer Mechanismen.

  • Grundlagen der sozialen Konformität
  • Differenzierung zwischen deskriptiven und injunktiven sozialen Normen
  • Die Rolle der sozialen Identität bei der Gruppenbildung
  • Konfliktpotenzial zwischen Gruppennormen und individuellen Präferenzen
  • Implikationen für politisches Handeln und demokratische Prozesse

Auszug aus dem Buch

3 Soziale Normen

Soziale Normen können definiert werden als „rules and standards that are understood by members of a group, and that guide and/or constrain human behaviour without the force of laws” (Cialdini & Trost, 1998, S. 152). Folglich sind soziale Normen vom Verhalten anderer abhängig. Hierbei unterscheiden Cialdini, Kallgren und Reno (1991, S. 202f) zwischen deskriptiven Normen und injunktiven Normen.

Deskriptive Normen beschreiben das Verhalten, das die meisten Menschen in bestimmten Situationen zeigen, d. h. eine deskriptive Norm bezieht sich auf die Wahrnehmung der Gruppenmitglieder, wie sich die Menschen gewöhnlich Verhalten (Cialdini et al., 1991, S. 202f). In Bezug auf politisches Verhalten würde dies bedeuten, dass ein Bürger wählen geht, wenn er denkt, dass andere Menschen in seiner sozialen Gruppe auch wählen gehen ("Wenn alle wählen gehen, wir es seine Richtigkeit haben").

Injunktive Normen beschreiben das Verhalten, welches erwünscht ist, d. h. Injunktive Norm bezieht sich auf die Wahrnehmung, welches Verhalten von der sozialen Gruppe gebilligt wird (Cialdini et al., 1991, S. 203f). Im politischen Kontext bedeutet dies, dass ein Bürger wählen geht, wenn er der Meinung ist, sein soziales Netzwerk erwartet, dass man wählen geht. ("Du solltest wählen").

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der sozialen Konformität bei Wahlentscheidungen ein und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich des Einflusses von Identitätsgruppen.

2 Soziale Konformität: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Begriff der Konformität sowie die Unterscheidung zwischen informativem und normativem sozialem Einfluss.

3 Soziale Normen: Hier werden deskriptive und injunktive Normen definiert und ihr Einfluss auf die Wahlbeteiligung anhand aktueller Forschungsergebnisse analysiert.

4 Theorie der sozialen Identität: Dieses Kapitel beleuchtet, wie die Kategorisierung in In-Groups und Out-Groups das Verhalten und die politische Einstellung des Einzelnen maßgeblich beeinflusst.

5 Diskussion: Die Diskussion fasst die Erkenntnisse zusammen und erörtert die Bedeutung der Ergebnisse für die politische Praxis sowie die Notwendigkeit weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

Soziale Konformität, Soziale Normen, Theorie der sozialen Identität, Wahlverhalten, Wahlbeteiligung, Deskriptive Normen, Injunktive Normen, In-Group, Out-Group, Politischer Einfluss, Gruppenidentität, Politisches Handeln, Normativer Einfluss, Identitätsgruppe, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den sozialpsychologischen Mechanismen, durch die soziale Gruppen das Wahlverhalten und die politische Meinung ihrer Mitglieder beeinflussen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Konformität, die Differenzierung von sozialen Normen und die Theorie der sozialen Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie normativer Gruppendruck und die Identifikation mit einer sozialen Gruppe die Wahlentscheidung und Partizipation des Einzelnen prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender sozialpsychologischer Theorien und empirischer Studien zum politischen Verhalten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen der Konformität, verschiedene Arten sozialer Normen sowie die identitätstheoretische Begründung für normkonformes politisches Verhalten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Konformität, Soziale Normen, Theorie der sozialen Identität und Wahlverhalten beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen deskriptiven und injunktiven Normen eine Rolle?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da deskriptive Normen auf das beobachtete Verhalten der Gruppe hinweisen, während injunktive Normen das moralisch erwartete Verhalten betonen – beide haben unterschiedliche Effekte auf die Motivation zur Wahl.

Wie beeinflusst die Theorie der sozialen Identität das politische Verhalten?

Die Theorie erklärt, dass Individuen dazu neigen, sich den Normen ihrer Gruppe anzupassen, um dem Idealbild eines Gruppenmitglieds zu entsprechen und die Zugehörigkeit zur Gruppe zu sichern.

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Detalles

Título
Politische Konformität. Der Einfluss sozialer Normen auf das Wahlverhalten
Universidad
University of Applied Sciences Hamburg
Calificación
1,3
Autor
Nicole Spielbauer (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
11
No. de catálogo
V1185906
ISBN (PDF)
9783346614001
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialpsychologie Konformität Politik Soziale Konformität Wahlverhalten soziale Normen Theorie der sozialen Identität soziale Identität politische Konformität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nicole Spielbauer (Autor), 2022, Politische Konformität. Der Einfluss sozialer Normen auf das Wahlverhalten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1185906
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