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Ein Traum, was sonst? - Zur Identitätsproblematik in Kleists Prinz Friedrich von Homburg

Title: Ein Traum, was sonst? - Zur Identitätsproblematik in Kleists Prinz Friedrich von Homburg

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 25 Pages , Grade: 1

Autor:in: Jana Kullick (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" ist ein - auf den ersten Blick - ausschließlich politisches Schauspiel. Betrachtet man die einzelnen Figuren allerdings genauer, wird offenbar, daß sie nur zu einem eher geringen Teil anhand der politischen Ebene erklärbar sind. Welche Motive veranlassen beispielsweise Homburg, der noch im Gespräch mit der Kurfürstin von panischer Todesangst gequält wird , dazu, nach Erhalt des kurfürstlichen Briefes, nun seinerseits den Tod zu wählen ?
Dem globalen Aufbau des Stücks folgend fällt zunächst dessen Rahmung durch zwei Szenen, die sich personell als auch den Ort betreffend entsprechen, auf. Diese Konstellation legt es zum einen nahe nachzufragen, inwieweit Schluß- und Ausgangspunkt voneinander abweichen. Zum anderen kann der Verlauf des Geschehens auf dessen teleologischen Endpunkt bezogen und damit interpretierbar werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 VORBETRACHTUNG: VON TRAUM ZU TRAUM

1.1 EINLEITUNG

1.2 FIGURENKONSTELLATION

1.2.1 Räumliche Strukturierung

1.2.2 Hohenzollern

1.2.3 Die kurfürstliche Familie

1.2.4 Homburg

1.2.5 Kottwitz und Homburg

1.2.6 Resümee

2 IDENTITÄT ALS INTEGRATIONSVERSUCH

2.1 HOMBURGS ALS SOHN

2.1.1 Der Identitätsverlust: Homburgs Verurteilung

2.1.2 Homburgs Lösungsversuche

2.2 HOMBURG ALS ANERKANNTER STAATSBÜRGER

2.2.1 Kalkuliertes Risiko?

2.2.2 Eines Schuftes Fassung, keines Prinzen

3 SCHLUBBETRACHTUNG

4 LITERATUR

4.1 PRIMÄRLITERATUR

4.2 SEKUNDÄRLITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Identitätsproblematik des Prinzen Friedrich von Homburg in Kleists gleichnamigem Drama und analysiert, wie der Protagonist versucht, sein individuelles Begehren mit den Erfordernissen eines staatlichen Integrationsmodells in Einklang zu bringen. Dabei wird hinterfragt, inwiefern Homburgs Handlungen im Spannungsfeld zwischen Traumwelt und politischer Realität als bewusste Konstruktion seiner Identität zu verstehen sind.

  • Identitätskonstitution im Spannungsfeld von Traum und Wirklichkeit
  • Machtverhältnisse zwischen dem Kurfürsten und dem Prinzen
  • Die Rolle der kurfürstlichen Familie als Integrationsinstanz
  • Kottwitz und Homburg: Die Identität im Vergleich
  • Das Verhältnis von individuellem Recht und staatlicher Ordnung

Auszug aus dem Buch

Hohenzollern

Initiiert wurde dieses gespenstische Szenario von Hohenzollern, den Homburg seinen Freund nennt. Mit denunziatorischer Genauigkeit schildert jener dem Kurfürsten das eigentliche Skandalon, die Nicht-Ausführung eines kurfürstlichen Befehls (Befehl ward ihm von dir ... Fehlt - wer? der Prinz von Homburg noch). Der Text legt auch offen, daß sich Hohenzollerns Verrat in eine Reihe ähnliche Versuche eingliedert: Als ein Nachtwandler, schau, (...) wie du nie glauben wolltest. Hohenzollern zeichnet sich zudem durch Detailkenntnis des Homburg schen Somnambulismus aus. So prophezeit er, daß Feuerschein den Prinzen nicht beirren wird. Nenne man ihn hingegen beim Namen, so stürze er zusammen — beides Voraussagen, die sich im weiteren Verlauf bewahrheiten sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 VORBETRACHTUNG: VON TRAUM ZU TRAUM: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und analysiert die räumliche Strukturierung sowie die Konstellationen zwischen den zentralen Figuren, um den Ausgangspunkt von Homburgs Identitätsproblematik zu bestimmen.

2 IDENTITÄT ALS INTEGRATIONSVERSUCH: Hier wird untersucht, wie Homburg als Sohn und Staatsbürger versucht, seine widersprüchliche Identität durch die Integration in das bestehende staatliche System zu lösen.

3 SCHLUBBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung synthetisiert die Analyseergebnisse und zeigt die Unvereinbarkeit von individuellem Streben und staatlicher Ordnung als ein konstitutives Merkmal in Kleists Werken auf.

4 LITERATUR: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Primärquellen und die einschlägige wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Prinz Friedrich von Homburg, Identitätsproblematik, Integrationsversuch, Traum und Wirklichkeit, Staatsrecht, Machtverhältnis, Somnambulismus, Kurfürst, Individuum, Selbstkonzeption, Drama, Literaturwissenschaft, Identitätskonstitution, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Identitätsproblematik des Prinzen Friedrich von Homburg in Heinrich von Kleists Drama und untersucht dessen schwierige Integration in die staatliche Ordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören das Spannungsfeld zwischen Traum und Realität, das Machtverhältnis zwischen dem Prinzen und dem Kurfürsten sowie die Suche nach einer gefestigten Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie Homburg versucht, sein persönliches Begehren mit den Erfordernissen des Staates zu versöhnen und inwieweit sein Handeln eine gezielte Identitätskonstruktion darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die auf close-reading-Verfahren, der Untersuchung von Figurenkonstellationen und der Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorbetrachtung, die Figurenanalyse, die Untersuchung von Homburgs Integrationsbemühungen als Sohn sowie als Staatsbürger und deren Scheitern bzw. Transformation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identität, Integration, Macht, Traum, Kleist und die spezifische Figurenkonstellation zwischen Homburg, dem Kurfürsten und Hohenzollern.

Welche Rolle spielt Hohenzollern für den Prinzen?

Hohenzollern agiert als Vertrauter, nimmt aber gleichzeitig eine Rolle ein, die Homburgs Identitätsverlust durch die detaillierte Schilderung seines Somnambulismus gegenüber dem Kurfürsten initiiert.

Wie bewertet die Autorin Homburgs Lösungsversuche in Bezug auf das Todesurteil?

Die Autorin deutet Homburgs Akzeptanz des Todesurteils als einen Versuch, eine eigene Identität zu konstituieren, die sich im absoluten Gehorsam und der Identifikation mit dem staatlichen Gesetz manifestiert.

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Details

Title
Ein Traum, was sonst? - Zur Identitätsproblematik in Kleists Prinz Friedrich von Homburg
College
Technical University of Chemnitz  (Deutsche Literatur der Neuzeit)
Grade
1
Author
Jana Kullick (Author)
Publication Year
1999
Pages
25
Catalog Number
V11865
ISBN (eBook)
9783638179119
Language
German
Tags
Traum Identitätsproblematik Kleists Prinz Friedrich Homburg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Kullick (Author), 1999, Ein Traum, was sonst? - Zur Identitätsproblematik in Kleists Prinz Friedrich von Homburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11865
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