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Die Berufung Jesajas zum Propheten

Exegese zu Jesaja 6,1-8

Titre: Die Berufung Jesajas zum Propheten

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Christian Stepanczak (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Für mich ist ein Prophet ein weiser Mann, der zusammenhänge versteht und sie der Bevölkerung und der Welt mitteilt. Beim ersten Lesen ist mir aufgefallen, das ich mich gefragt habe, warum die Berufung Jesajas denn erst so spät aufgeführt wurde. Vergleicht man das Buch mit einem Jugendbuch oder einem Roman, so fällt auf, dass die Einleitung erst ziemlich spät eingeführt ist. Die Serafen haben mich stark an einen Film erinnert, in dem die Serafim als „Oberster Rang bei uns Engeln“ (Dogma 2001) beschrieben wurden. Dass Jesaja mit Kohle vom Thron „entsündigt“ wurde, weckte in mir zwei verschiedene Reaktionen. Auf der einen Seite eine medizinische Assoziation. Früher wurden mithilfe von Feuer Wunden ausgebrannt, die sich daraufhin schlossen und sämtliche Keime abtöteten. Auf der anderen Seite hat man die Menschen früher mit heißen Gegenständen geprüft, ob sie denn Hexen seien. Dazu wurde ihnen ein Glüheisen in die Handgegeben, an dem man sich verbrannte und wenn sich eine Weiße Schicht bildete, so waren sie als Hexe überführt.
Dass der Serafim ausgerechnet Kohle verwendet um die Schuld zu tilgen, hat mich beeindruckt. Ich komme aus dem Ruhrgebiet, dort wird seit langer Zeit Bergbau betrieben. Der Sänger Herbert Grönemeyer singt in seinem Lied Bochum vertretend für die ganze Region Ruhrgebiet:
Du hast'n Pulsschlag aus Stahl.
Man hört ihn Laut in der Nacht.
Bist einfach zu bescheiden!
Dein Grubengold* hat uns wieder hochgeholt,
du Blume im Revier!
*damit ist Kohle gemeint.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Die Vorbesinnung

2 Biografie und historische Hintergründe Jesajas

3 Übersetzungsvergleich

3.1 Bibel in gerechter Sprache (BigS)

3.1.1 Besonderheit Jesaja 6,1-8

3.2 Elberfelder Bibel 2006

3.2.1 Besonderheiten Jesaja

3.3 Luther, revidierte Fassung von 1984

3.3.1 Besonderheiten Jesaja

3.4 Auswahl

4 Literarkritik

5 Abgrenzung des Textes

6 Gliederung des Textabschnittes

7 Formkritik

7.1 Exkurs Berufungsschemata

7.1.1 Erster Typus

7.1.2 Zweiter Typus

7.2 Besonderheit Jesaja

8 Mündliche Überlieferungsgeschichte

9 Traditionsgeschichte

9.1 Exkurs Propheten

10 Religionsgeschichtlicher Vergleich

11 Begriffserklärung

12 Einzelexegese

13 Skopus

14 Verkündigungsansatz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit verfolgt das Ziel, eine tiefgehende exegetische Analyse der Bibelstelle Jesaja 6,1-8 durchzuführen. Dabei wird untersucht, wie die Berufungserzählung innerhalb des Jesajabuches eingebettet ist, welche Rolle die Vision der Herrlichkeit Gottes spielt und wie der Prozess der Reinigung und Beauftragung des Propheten zu verstehen ist.

  • Historische Kontextualisierung des Propheten Jesaja
  • Vergleichende Analyse verschiedener Bibelübersetzungen
  • Form- und traditionsgeschichtliche Einordnung des Visionsberichts
  • Religionsgeschichtlicher Vergleich der Götterversammlung
  • Praktische Übertragung für einen Verkündigungsansatz

Auszug aus dem Buch

12 Einzelexegese

V. 1 Im Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel

Jesaja sieht Gott im Tempel. Man kann davon ausgehen, dass Jesaja im Tempel in Jerusalem war, als er die Vision im Tempel hatte und nicht visionär in den Tempel entrückt wurde. Jesaja sieht den Herrn. Im Laufe des Berichts wird klar, dass Jesaja nur einen Ausschnitt der Herrlichkeit des Herrn gesehen hat, denn kein Mensch kann Gottes Anblick lebend ertragen. Im neuen Testament schreibt Johannes in Joh. 12, 41, dass Jesaja die Herrlichkeit Jesu sah. Dieses war Jesaja sicher nicht bewusst, zeigt uns aber die Präexistenz Christi und ist ein Beleg für die Trinität. Das "Sehen" Gottes ist kein einfacher Blickvorgang, sondern ein umfassender Eindruck.

V.2 Serafim standen über ihm. Jeder von ihnen hatte sechs Flügel: mit zweien bedeckte er sein Gesicht, mit zweien bedeckte er seine Füße, und mit zweien flog er.

Hier finden wir die einzige Stelle in der Bibel, wo die Serafen vorkommen. Würden wir nicht das Lied "Großer Gott wir lieben dich" singen, wäre uns dieser Begriff wahrscheinlich unbekannt. Das Wort Seraph kommt von brennen. Serafen sind also Feuerwesen, die mit der Heiligkeit Gottes in Verbindung stehen. Sie sind eine Art Mischwesen. Sie besitzen menschliche Hände und Köpfe, dazu einen Schlangenleib und mehrere Vogelflügel. die Serafim wurden in der alten Zeit weder zu den menschenähnlichen Wesen noch Engeln gezählt. Sie vereinigten in sich die Eigenschaften und Kräfte verschiedener Wesen. Die Serafen haben sechs Flügel. Zwei bedecken das Angesicht, evtl. drückt dies die Demut gegenüber Gott aus. Zwei Flügel bedecken ihre Füße (oder ihre Geschlechtsteile) und mit zwei Flügeln fliegen sie. Sie sind also dauernd unterwegs und verkündigen die Heiligkeit Gottes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Vorbesinnung: Eine persönliche Reflexion des Verfassers über die Berufung des Propheten Jesaja und seine Eindrücke bei der ersten Lektüre.

2 Biografie und historische Hintergründe Jesajas: Darstellung der Lebensdaten, des familiären Hintergrunds und des politischen Umfelds des Propheten in Jerusalem.

3 Übersetzungsvergleich: Gegenüberstellung und Analyse der Unterschiede zwischen der Bibel in gerechter Sprache, der Elberfelder Bibel und der Lutherbibel.

4 Literarkritik: Diskussion über die Entstehung des Textes und die Frage der Platzierung der Berufungserzählung im sechsten Kapitel.

5 Abgrenzung des Textes: Begründung, warum die Verse 1 bis 8 als in sich geschlossene Einheit betrachtet werden können.

6 Gliederung des Textabschnittes: Strukturierung des Visionsberichts in theologische Teilabschnitte.

7 Formkritik: Untersuchung der gattungskritischen Merkmale und Einordnung der Vision als Berufungs- oder Gerichtserzählung.

8 Mündliche Überlieferungsgeschichte: Erörterung der Herkunft des Ich-Berichts und der Echtheitsansprüche der Prophetentexte.

9 Traditionsgeschichte: Vergleich der Sendungsberichte und Analyse der Parallelen zu anderen prophetischen Traditionen.

10 Religionsgeschichtlicher Vergleich: Einordnung des Motivs der Götterversammlung in den altorientalischen Kontext.

11 Begriffserklärung: Definition zentraler Fachbegriffe wie Serafim und Heiligkeit im Kontext der Untersuchung.

12 Einzelexegese: Detaillierte versweise Auslegung des Textabschnittes Jesaja 6,1-8.

13 Skopus: Zusammenfassung der ursprünglichen Intention des biblischen Textes.

14 Verkündigungsansatz: Konkrete Empfehlung zur didaktischen Umsetzung der Textstelle in der Jugendarbeit.

Schlüsselwörter

Jesaja, Berufungserzählung, Theophanie, Serafim, Heiligkeit, JHWH, Exegese, Altes Testament, Prophetie, Götterversammlung, Schuldvergebung, Sendungsbericht, Liturgie, Gottesbegegnung, Sühne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit widmet sich einer wissenschaftlichen Exegese der biblischen Berufungserzählung Jesaja 6,1-8.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Analyse der Vision der Gottesherrlichkeit, die Bedeutung der Reinigung des Propheten und die historische sowie religionsgeschichtliche Verortung der Serafim.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Text exegetisch zu durchdringen, seine Struktur zu analysieren und eine Basis für einen praktischen Verkündigungsansatz zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Methoden der historisch-kritischen Exegese, einschließlich literarkritischer, formgeschichtlicher und traditionsgeschichtlicher Analysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst den Vergleich verschiedener Übersetzungen, die Strukturierung des Textes sowie eine detaillierte versweise Einzelexegese unter Einbeziehung theologischer Fachliteratur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Prophetie, Theophanie, Heiligkeit, Götterversammlung und Berufung.

Warum wird Jesaja erst im sechsten Kapitel berufen?

Der Verfasser thematisiert die literarkritische Beobachtung, dass die Berufung erst im sechsten Kapitel erscheint, und diskutiert Ansätze, dass das Jesajabuch aus mehreren kleineren Sammlungen entstanden ist.

Was hat das Ruhrgebiet mit dem Text zu tun?

Der Verfasser schlägt eine Brücke zwischen der in der Vision vorkommenden „Kohle“ und seiner eigenen Heimat, dem Ruhrgebiet, um eine persönliche Ebene zum Verständnis der „entsündigenden“ Wirkung des Feuers aufzubauen.

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Résumé des informations

Titre
Die Berufung Jesajas zum Propheten
Sous-titre
Exegese zu Jesaja 6,1-8
Université
CVJM-College Kassel  (CVJM Kolleg)
Cours
Einleitung ins Alte Testament
Note
1,3
Auteur
Christian Stepanczak (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
19
N° de catalogue
V118698
ISBN (ebook)
9783640220892
Langue
allemand
mots-clé
Berufung Jesajas Propheten Einleitung Alte Testament
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Stepanczak (Auteur), 2007, Die Berufung Jesajas zum Propheten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118698
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Extrait de  19  pages
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