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Risiken und Chancen der Generation @. Jugend zwischen medialer Verwahrlosung und medialem Kompetenzzuwachs

Title: Risiken und Chancen der Generation @. Jugend zwischen medialer Verwahrlosung und medialem Kompetenzzuwachs

Diploma Thesis , 2008 , 145 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Steffen Otto (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit stellt die Chancen und Risiken der Generation @ gegenüber. Das Internet als der Ausdruck der Generation @ wird vor allem als Informations- und Kommunikationsmedium verstanden, so wie es von vorn herein erdacht war.
Gerade im Web 2.0 stehen heute unendlich viele interaktive Möglichkeiten, die sich täglich erweitern, zur Verfügung. Jugendliche nutzen das Internet vor allem zur Teilhabe an der virtuellen Gemeinschaft, die heute einen Teil des gesellschaftlichen Lebens ausmacht. In Blogs, Foren und Chats tauschen sie sich nicht nur über Banalitäten des Alltags aus, sondern nutzen diese auch als Ratgeber. Die Nutzung der Möglichkeiten der neuen Medien lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: fast alle nutzen, fast alles, zu fast jeder Tageszeit. Die Funktionen der neuen Medien und die Beschäftigung mit diesen ermöglichen der Generation@ im Laufe ihrer Entwicklung Kompetenzen zu erwerben die einen schnellen, internalisierten Umgang mit den neuen Medien gewährleisten. Dieser ist in der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts von größter Bedeutung.
Doch, und auch das muss festgestellt werden, ist die Generation @ einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die deren Entwicklung negativ beeinflussen können. So lassen sich Anhaltspunkte für die negative Wirkung z.B. von Gewalt in den Medien finden. Auch Schulversagen und die Ausbildung von AD(H)S werden von Forschern als Folge übermäßigen Medienkonsums gesehen. Festzustellen ist aber auch, dass diese Korrelationen von klassischen Faktoren wie Geschlecht, Bildung, familiärem Hintergrund und sozialer Schicht beeinflusst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Medien – Kommunikationsmittel der Menschen

2.1.1 Bedeutung von Medien für die Demokratie

2.1.2 Neue Medien

2.1.3 Medienkompetenz

2.2 Exkurs: Kindheit und Jugend

2.2.1 Kindheit und Jugend im geschichtlichen Kontext

2.2.2 Bunter Vogel Jugend

2.2.3 Das Verschwinden der Kindheit

2.3 Generation @ in Zahlen

2.3.1 Verfügbarkeit neuer Medien

2.3.2 Nutzung neuer Medien

2.3.3 Einstellungen zu neuen Medien

3 Risiken

3.1 Gefahren durch Gewalt

3.1.1 Definition

3.1.2 Wirkungstheorien

3.1.3 Gewalt in den verschiedenen Medien

3.1.4 Fazit

3.2 Gefahren durch Pornographie

3.2.1 Definition

3.2.2 Zugang

3.2.3 Wirkungsweise

3.2.4 Fazit

3.3 Medienkonsum als Ursache für Schulversagen

3.4 AD(H)S als Ausdruck einer medialen Gesellschaft

3.4.1 Definition

3.4.2 Ursachen

3.5 Second Life – Multiple Identität- Entfremdung

3.5.1 Gesellschaftliche Hintergründe

3.5.2 Psychologische Sichtweise

3.5.3 Fazit

3.6 Die ewig neuen Neuen Medien – Resümee Risiken

4 Chancen

4.1 Exkurs: Wissensgesellschaft

4.1.1 Wissensmanagement

4.1.2 Neue Kompetenzen

4.2 Lernen im Netz

4.2.1 E-Learning

4.2.2 Schule

4.3 Wissen im Netz

4.3.1 Jedermann-Enzyklopädie

4.3.2 Wikis überall

4.4 Leben im Netz

4.4.1 Soziale Netzwerke

4.4.2 Chat

4.4.3 Shopping

4.5 Leben im Web 2.0

4.5.1 Online-Software

4.5.2 GoogleEarth

4.5.3 Geocaching

4.5.4 Blogs

4.6 Chancengleichheit im Netz

4.7 Resümee Chancen

5 Empfehlungen

5.1 0-3 Jahre

5.2 4-6 Jahre

5.3 7-11 Jahre

5.4 12-15 Jahre

5.5 16-18 Jahre

6 Schluss

Zielsetzung und Themen

Diese Diplomarbeit untersucht die ambivalente Rolle neuer Medien für die sogenannte Generation @. Das primäre Ziel ist es, sowohl die Gefahren einer medialen Verwahrlosung als auch die Potenziale eines massiven Kompetenzzuwachses wissenschaftlich fundiert gegenüberzustellen und daraus praxisorientierte Empfehlungen für verschiedene Altersstufen abzuleiten.

  • Analyse der Mediennutzung und deren Auswirkung auf Entwicklung und Sozialisation.
  • Untersuchung spezifischer Risiken wie Gewaltkonsum, Pornographie, Internetsucht und Schulversagen.
  • Betrachtung der Chancen in der Wissensgesellschaft durch E-Learning, Web 2.0 und globale Vernetzung.
  • Erörterung der Bedeutung von Medienkompetenz in der modernen Informationsgesellschaft.
  • Entwicklung pädagogischer Empfehlungen für den Umgang mit Medien von der frühen Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1 Die Katharsisthese

Die Katharsisthese geht von der Existenz eines angeborenen Aggressionstriebes aus. Die Rezeption von Gewalt und aggressiven Handlungen kann zur Abfuhr des eigenen Aggressionstriebes führen. Folglich sinkt die Neigung, selbst aggressives Verhalten auszuführen, durch die Nutzung gewalthaltiger Medien. Auch wenn die Katharsisthese heute als widerlegt gilt, bleibt sie im historischen Kontext eine wichtige Theorie der Wirkungsforscher (Oppl 2006, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Informations- und Telekommunikationstechnik und stellt die Forschungsfrage nach den Risiken und Chancen für die Generation @.

2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden Begriffe wie Medien, Medienkompetenz und der soziologische Kontext von Kindheit und Jugend definiert, um die Grundlage für die Analyse der Generation @ zu schaffen.

3 Risiken: Dieser Hauptteil analysiert kritisch die negativen Auswirkungen medialer Einflüsse, darunter Gewalt, Pornographie, AD(H)S und Internetsucht, unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Studien.

4 Chancen: Hier werden die positiven Aspekte der Wissensgesellschaft und des Web 2.0 betrachtet, wobei der Fokus auf neuen Lernformen und globalen Kommunikationsmöglichkeiten liegt.

5 Empfehlungen: Basierend auf den Analysen werden konkrete pädagogische Handlungsempfehlungen für fünf verschiedene Altersabschnitte eines Kindes gegeben.

6 Schluss: Das Fazit resümiert, dass nicht das Medium an sich schädlich ist, sondern der unvernünftige Umgang damit, und unterstreicht die Notwendigkeit von Medienkompetenz.

Schlüsselwörter

Generation @, Medienkompetenz, Wissensgesellschaft, Medienerziehung, Internetnutzung, Jugendgewalt, Web 2.0, E-Learning, ADHS, Internetsucht, Sozialisationsinstanzen, Medienpädagogik, Medienkonsum, Identitätsbildung, digitale Transformation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld, in dem sich die junge "Generation @" bewegt, die durch die Allgegenwart digitaler Medien sowohl von Risiken wie Verwahrlosung als auch von neuen Möglichkeiten des Kompetenzzuwachses geprägt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die mediale Sozialisation, die gesundheitlichen und psychologischen Risiken von Medienkonsum (Gewalt, Pornographie, Sucht) sowie die Chancen der digitalen Wissensgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine differenzierte Argumentationskette zu den Auswirkungen neuer Medien auf Kinder und Jugendliche aufzubauen und daraus fundierte pädagogische Empfehlungen für verschiedene Altersgruppen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und Forschungsergebnisse zur Medienwirkungsforschung, Soziologie und Medienpädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden in den Kapiteln 3 und 4 detailliert die Risiken (wie Gewalt, Pornographie, Schulversagen) und die Chancen (wie Wissensmanagement, E-Learning, Web 2.0 Anwendungen) diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Generation @, Medienkompetenz, Wissensgesellschaft, digitale Medien, Medienerziehung und die Analyse von Chancen und Risiken.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Gewaltmedien?

Der Autor betont, dass zwar keine einfache Kausalität zwischen Gewaltmedien und Gewalttäterschaft besteht, aber Mediennutzung in Kombination mit anderen Faktoren (wie familiäres Umfeld) als deutlicher Belastungsfaktor für eine defizitäre Entwicklung fungieren kann.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der Schule bei?

Die Schule wird als zentrale Instanz gesehen, die in der Wissensgesellschaft ihr Wissensmonopol teilweise verloren hat und nun die Aufgabe übernehmen muss, Medienkompetenz aktiv und projektorientiert zu fördern.

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Details

Title
Risiken und Chancen der Generation @. Jugend zwischen medialer Verwahrlosung und medialem Kompetenzzuwachs
College
University of Applied Sciences Gera-Eisenach
Grade
1,3
Author
Steffen Otto (Author)
Publication Year
2008
Pages
145
Catalog Number
V118718
ISBN (eBook)
9783640220984
ISBN (Book)
9783640223077
Language
German
Tags
Risiken Chancen Generation IT Web2.0 Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Otto (Author), 2008, Risiken und Chancen der Generation @. Jugend zwischen medialer Verwahrlosung und medialem Kompetenzzuwachs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118718
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