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Zum Bewegungsstatus von Primarstufenschülern

Vergleichende Erhebungen an Schülern aus Oberschwaben und Berlin

Title: Zum Bewegungsstatus von Primarstufenschülern

Examination Thesis , 2008 , 109 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Florian Goerigk (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Summary Excerpt Details

Immer wieder liest man in verschiedenen Medienberichten über den Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit deutscher Kinder und die daraus resultierenden gravierenden Folgen. So titelt zum Beispiel Klaus Bös (1998, S.326) „Unsere Kinder sind zu Sitzkindern geworden!“ Viele dieser Berichte sind sicherlich überspitzt, dennoch belegen verschiedene Studien, auf die ich in Kapitel 2.2.7 näher eingehen werde, dass ein Großteil unserer Kinder sich zu wenig bewegt. Auf die Folgen von zu wenig Bewegung für Kinder werde ich daher gleich im nächsten Kapitel näher eingehen.
Die Frage die sich mir in meiner Arbeit stellt ist nun: Wie steht es wirklich um den Bewegungsstatus unserer Kinder? Hierbei werde ich mein Augenmerk nur auf Primarstufenkinder, also Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren legen. Um einen wirklichen Einblick zu bekommen, wie es aktuell um die motorische Leistungsfähigkeit unserer Kinder steht, wie häufig sie sich bewegen und was sie sonst in ihrer Freizeit machen wurde von einer sechsköpfigen Projektgruppe, in der auch ich tätig war, eine Studie durchgeführt. Bei der Studie handelt es sich zum einen um den Münchner Fitnesstest mit Hilfe dessen wir die motorische Leistungsfähigkeit der Primarstufenschüler nach internationalen Standard bewerten konnten, zum anderen um einen Fragebogen, mit dem wir unter anderem die Mediennutzung der Kinder in Erfahrung brachten. Die Studie wurde sowohl in verschiedenen Schulen in Oberschwaben, als auch in einer Grundschule in Berlin durchgeführt. Dabei handelt es sich bei den Schülern aus Berlin um klassische „Großstadtkinder“ und bei den Schülern aus Oberschwaben um Kinder welche unter ländlichen Bedingungen aufgewachsen sind, deshalb werde ich die motorische Leistungsfähigkeit der Kinder aus Berlin und Oberschwaben zusätzlich vergleichen. Interessant ist dieser Vergleich unter anderem auch deshalb, da den „Stadtkindern“ durch die extremen Veränderungen ihrer Spielräume aufgrund von Bebauung weniger Bewegungsraum zur Verfügung steht und sie so eventuell mehr Zeit vor dem Fernseher, dem PC oder einem anderen Unterhaltungsmedium verbringen als ein Kind, welches auf dem Land wohnt. Umso intensiver die Medien genutzt werden, desto weniger Zeit bleibt für Bewegungsmöglichkeiten übrig. Ob sich intensive Nutzung von Medien schon in jungen Jahren auf den Bewegungsstatus der Kinder auswirkt möchte ich ebenfalls in meiner Arbeit untersuchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

1.1 Problemstellung der Arbeit

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

2.1.1 Definitionen

2.1.2 Stand der Forschung

2.1.3 Physische Bedeutung von Bewegung

2.1.4 Psychische Bedeutung von Bewegung

2.1.5 Bedeutung für die kindliche Entwicklung

2.1.6 Folgen von Bewegungsmangel

2.2 Veränderte Kindheit in Deutschland

2.2.1 Definition Kindheit und Geschichtliches

2.2.2 Gesellschaftliche Veränderungen

2.2.3 Veränderungen familiärer Situation

2.2.4 Erziehungsstile im Wandel

2.2.5 Veränderungen des Bewegungsraumes von Kindern

2.2.6 Einflüsse audiovisueller Medien

2.2.7 Kinder und Bewegung – aktuelle Studien

2.2.7.1 Die WIAD-Studie

2.2.7.2 Die KiGGS-Studie

3. Darstellung der Untersuchung

3.1 Fragestellungen

3.2 Die Untersuchungsschulen

3.2.1 Die Carl-Bolle-Grundschule in Berlin

3.2.2 Die Untersuchungsschulen aus Oberschwaben

3.2.2.1 Die Oberstadtschule Weingarten

3.2.2.2 Die Talschule Weingarten

3.2.2.3 Kindersportschule Weingarten

3.2.2.4 Neuwiesenschule Ravensburg

3.2.2.5 Freie Waldorfschule Ravensburg

3.2.3 Stichprobenbeschreibung

3.3 Sportmotorische Testung – Münchner Fitnesstest

3.3.1 Die Testorganisation

3.3.2 Die Testübungen

3.3.2.1 Testübung1 – Ballprellen

3.3.2.2 Testübung 2 - Zielwerfen

3.3.2.3 Testübung 3 - Rumpfbeugen/Hüftbeugen

3.3.2.4 Testübung 4 - Standhochsprung

3.3.2.5 Testübung 5 - Halten im Hang

3.3.2.6 Testübung 6 - Stufensteigen

3.4 Der Fragebogen

3.4.1 Der Aufbau des Fragebogens

3.4.2 Die Inhalte des Fragebogens

4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse

4.1 Motorische Leistungsfähigkeit aller untersuchten Schüler

4.1.1 Unterschiede zwischen den Geschlechtern

4.1.2 Unterschiede differenziert nach Alter, Herkunft und Region

4.1.3 Sportbetonter und nichtsportbetonter Zug

4.1.4 Mitgliedschaft in einem Sportverein

4.1.5 Unterschiede zwischen den verschiedenen Schulen Oberschwabens

4.2 Der Gewichtstatus der gesamten Untersuchungsgruppe

4.2.1 Zusammenhang von Gewichtstatus und der motorischen Gesamtleistungsfähigkeit

4.3 Medienverhalten bei den Kindern allgemein

4.3.1 Unterschiede aufgrund von Region und Herkunft und Schultyp

4.3.2 Zusammenhang zwischen Medienkonsum und der motorischen Leistungsfähigkeit

5. Zusammenfassung der Untersuchung

6. Schlussfolgerungen

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bewegungsstatus von Primarstufenschülern durch einen Vergleich zwischen Kindern aus Oberschwaben und Berlin. Ziel ist es, den Einfluss von sportlicher Betätigung, Medienkonsum, regionalen Faktoren und sozioökonomischem Hintergrund auf die motorische Leistungsfähigkeit zu analysieren.

  • Motorische Leistungsfähigkeit bei Kindern im Grundschulalter
  • Einfluss von Medienkonsum auf den Bewegungsstatus
  • Vergleich von Lebensräumen (Stadt vs. Land) und Schultypen
  • Bedeutung der Vereinsmitgliedschaft für sportliche Fitness
  • Präventive Wirkung von Bewegung auf Gesundheit und Wohlbefinden

Auszug aus dem Buch

2.1.6 Folgen von Bewegungsmangel

Unter Bewegungsmangel versteht man ein sich langsam entwickelndes Defizit an körperlicher Betätigung beziehungsweise körperlichem Training. In der Öffentlichkeit wird häufig davon ausgegangen, dass bei Bewegungsmangel automatisch der Kalorienverbrauch geringer ist als die Kalorienzufuhr, dies muss aber nicht zwingend sein, da in diesem Fall die Ernährung die noch höhere Einflussgröße ist. Bewegungsmangel kann die Vitalität des Körpers reduzieren und krank machende Prozesse auslösen, welche dass im Genauen sind möchte ich in diesem Kapitel erläutern.

Bewegungsmangel an sich ist also keine Erkrankung, sondern ein erwiesener gesundheitlicher Risikofaktor, der die Entstehung von verschiedenen Erkrankungen und Schwächen unseres Körpers fördert. Je früher Bewegungsmangel im Lebensalter einsetzt, desto stärker kann er die Entstehung von Krankheiten begünstigen, deshalb ist es besonders wichtig schon die Kinder zum Sporttreiben zu animieren. Auf die Ursachen von Bewegungsmangel bei Kindern möchte ich erst im nächsten Kapitel eingehen, der sich mit der veränderten Kindheit in Deutschland beschäftigt.

Die erste Auswirkung, mit der ich mich beschäftigen werde ist, dass Kinder durch zu wenig Bewegung übergewichtig beziehungsweise sogar fettleibig (adipös) werden. Diese Aussage wird so oder ähnlich von den Medien verbreitet und deshalb so auch von dem Großteil der Bevölkerung akzeptiert, mit einer großen Überschrift titelt zum Beispiel die Zeitschrift „Stern“ (05/04): „Dicke Kinder durch Bewegungsmangel!“ Weiter heißt es in dem Artikel: „Dass viele Kinder an Übergewicht leiden ist keine Folge von zu üppigem Essen, sondern von viel zu wenig Bewegung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation für diese wissenschaftliche Hausarbeit und definiert den Fokus auf den Bewegungsstatus von Primarstufenschülern in Oberschwaben und Berlin.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport für die Gesundheit, die veränderte Kindheit in Deutschland sowie aktuelle Studien wie die WIAD- und KiGGS-Studie.

3. Darstellung der Untersuchung: Hier werden das methodische Vorgehen, der Münchner Fitnesstest (MFT), die Auswahl der Schulen sowie der Aufbau des verwendeten Fragebogens im Detail beschrieben.

4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel wertet die erhobenen Daten aus, vergleicht motorische Leistungen nach Alter, Region, Geschlecht, Medienverhalten und Sportvereinsmitgliedschaft.

5. Zusammenfassung der Untersuchung: Der Autor fasst die Hauptergebnisse der Studie zusammen, darunter den regionalen Leistungsunterschied und den negativen Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Motorik.

6. Schlussfolgerungen: Hier werden abschließende Handlungsempfehlungen gegeben, insbesondere zur Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund und zur Bekämpfung von Bewegungsmangel.

Schlüsselwörter

Bewegungsstatus, Grundschüler, Motorik, Münchner Fitnesstest, Bewegungsmangel, Medienkonsum, Kindheit, Übergewicht, Sport, Prävention, Oberschwaben, Berlin, Schulsport, körperliche Leistungsfähigkeit, Sportverein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Bewegungsstatus von Grundschulkindern in Oberschwaben und Berlin unter Berücksichtigung verschiedener Lebensumstände.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung von Sport für die Gesundheit, die Auswirkungen von Bewegungsmangel, die veränderte Kindheit und den Einfluss von Medien auf die Motorik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, wie es um die motorische Leistungsfähigkeit unserer Kinder steht und welche Faktoren diese signifikant beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzte den Münchner Fitnesstest zur Erfassung der motorischen Leistungsfähigkeit sowie einen standardisierten Fragebogen zur Erhebung des Medienkonsums.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse der Untersuchungen, unterteilt in motorische Leistungen, Gewichtstatus, den Einfluss von Schultypen sowie den Zusammenhang von Mediennutzung und Fitness.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bewegungsstatus, Münchner Fitnesstest, Kindheit, Medienkonsum, Prävention und körperliche Leistungsfähigkeit.

Wie unterscheidet sich die motorische Leistung zwischen Berlin und Oberschwaben?

Schüler aus Oberschwaben zeigen signifikant bessere Ergebnisse beim MFT als die untersuchten Schüler aus der Carl-Bolle-Grundschule in Berlin.

Welche Auswirkung hat hoher Medienkonsum auf die Motorik?

Die Studie belegt, dass „Vielnutzer“ von Medien schlechtere Ergebnisse bei konditionellen Testübungen erzielen und signifikant motorische Defizite aufweisen.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der motorischen Leistung?

Insgesamt zeigen Jungen eine leicht bessere Gesamtleistung als Mädchen, wobei Mädchen in bestimmten Einzelübungen durchaus konkurrenzfähig sind.

Welchen Einfluss hat die Mitgliedschaft in einem Sportverein?

Kinder, die regelmäßig in einem Sportverein aktiv sind, weisen eine signifikant bessere motorische Leistungsfähigkeit auf, insbesondere im koordinativen Bereich.

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Details

Title
Zum Bewegungsstatus von Primarstufenschülern
Subtitle
Vergleichende Erhebungen an Schülern aus Oberschwaben und Berlin
College
University of Education Weingarten
Grade
1,0
Author
Florian Goerigk (Author)
Publication Year
2008
Pages
109
Catalog Number
V118719
ISBN (eBook)
9783656388982
ISBN (Book)
9783656389866
Language
German
Tags
Bewegungsstatus Primarstufenschülern Sport Fitness Gesundheit Medienkonsum Adipositas Migrationshintergrund Berlin Oberschwaben Studie Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Goerigk (Author), 2008, Zum Bewegungsstatus von Primarstufenschülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118719
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