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Palmyra im Römischen Reich. Das Palmyrenische Sonderreich unter Septimius Odaenathus und Septimia Zenobia

Titel: Palmyra im Römischen Reich. Das Palmyrenische Sonderreich unter Septimius Odaenathus und Septimia Zenobia

Hausarbeit , 2021 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Niklas Gaede (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich vorrangig mit dem Zeitraum zwischen 260 und 272 nach Christus, in dem Palmyra einen Brennpunkt römischer Reichspolitik darstellte und das Schicksal des römischen Orients entschieden wurde. In diesen Jahren stieg Septimius Odaenathus, Familienoberhaupt der Septimii Odaenathi, zum unumschränkten Herrscher über Palmyra auf und avancierte gegen Ende seines Lebens im gesamten römischen Orient zu einer Rettergestalt von fast schon messianischer Statur. Es soll untersucht werden, welche Rolle Septimius Odaenathus und seine Frau Septimia Zenobia bei der Errichtung und dem Zerfall des sogenannten Palmyrenischen Sonderreiches spielten. Dafür soll zunächst die Geschichte der Stadt und der palmyrenischen Gesellschaft vor der Machtergreifung der Septimii Odaenathi betrachtet werden, um die Funktion der Stadt für das Römische Imperium als "Tor zum Orient" verständlich zu machen. Folglich soll der Aufstieg des Septimius Odaenathus zum "Exarchen von Palmyra" und die Herrschaftsübernahme der Septimia Zenobia nach seinem Tod dargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Palmyra vor der Machtergreifung des Septimius Odaenathus

3. Die Herrschaft des Septimius Odaenathus

4. Die Machtübernahme der Septimia Zenobia

5. Zusammenfassung und Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Septimius Odaenathus und Septimia Zenobia bei der Etablierung sowie dem anschließenden Zerfall des sogenannten Palmyrenischen Sonderreiches im dritten Jahrhundert nach Christus. Dabei wird insbesondere analysiert, wie Odaenathus durch ein Zusammenspiel aus charismatischer Führung, militärischem Geschick und der Nutzung lokaler Stammesstrukturen Palmyra zu einer bedeutenden Macht im römischen Orient führen konnte, und inwiefern der Kurswechsel unter Zenobia letztlich zum Zusammenbruch dieser Autonomie beitrug.

  • Historische Entwicklung Palmyras vor der Machtübernahme
  • Die gesellschaftliche Struktur: Polis-Modell versus Stammesgesellschaft
  • Aufstieg und Herrschaftspraxis des Septimius Odaenathus
  • Die Regentschaft der Septimia Zenobia und der Bruch mit Rom
  • Der Zerfall des Sonderreiches und die Integration in das römische Weltreich

Auszug aus dem Buch

3. Die Herrschaft des Septimius Odaenathus

Im dritten Jahrhundert nach Christus änderte sich die politische und wirtschaftliche Situation im römischen Orient und somit auch in Palmyra. Als die Hauptstadt der Parther, Ktesiphon, im Jahr 226 n. Chr. fiel, übernahm die neue Dynastie der persischen Sassaniden die Herrschaft über das ehemalige parthische Reich. Etliche palmyrenische Handelsrouten wurden blockiert, was die Wirtschaft der Karawanenstadt stark beeinträchtigte. Im Zuge der persischen Expansion verloren die Römer in den 240er bis 50er Jahren große Teile Mesopotamiens und Armeniens, und die Städte Hatra, Antiocheia und Dura-Europos an die Sassaniden. Die vielen Überfälle, Plünderungen und Brandschatzungen der Perser ließen „Rufe nach einem Retter laut werden“. Das 13. Sybillinische Orakel verkündete einen solchen messianischen Retter in Form eines sonnengesandten Löwen. M. Sommer zufolge war es „kein Zufall, daß der Retter aus Palmyra kam und Odaenathus hieß“ Dessen rascher Aufstieg erkläre sich „nur vor dem Hintergrund der exzeptionellen Situation, die in Vorderasien herrschte, nachdem das Partherreich von der politischen Bühne verschwunden war“. Er fiel „genau in jene Periode, als Roms äußere Macht in der Region einen ersten vorläufigen Tiefpunkt erreichte“. Der aristokratische Wettbewerb innerhalb der integrierten Stammesgesellschaft der Handelsmetropole musste „früher oder später charismatische Persönlichkeiten nach oben spülen“. Auf der „Prestigeskala der Oasenstadt [gingen] Charisma, militärische Führungsqualitäten und ostentatives Römischsein eine krude Mischung“ ein. Die erste nachweisliche Erwähnung von Odaenathus als Oberhaupt Palmyras stammt von einer Ehrinschrift an der großen Kolonnade aus dem Jahr 252.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Bedeutung Palmyras als Handelszentrum ein und definiert das Untersuchungsziel hinsichtlich der Rolle des Ehepaars Odaenathus und Zenobia.

2. Palmyra vor der Machtergreifung des Septimius Odaenathus: Hier werden die wirtschaftliche Entwicklung Palmyras, seine geografische Lage zwischen den Großmächten und die soziokulturelle Debatte zwischen Polis-Struktur und Stammesgesellschaft erörtert.

3. Die Herrschaft des Septimius Odaenathus: Der Abschnitt beleuchtet den Aufstieg des Odaenathus zum „König der Könige“ und seine symbiotische, militärische Zusammenarbeit mit dem römischen Kaiserreich.

4. Die Machtübernahme der Septimia Zenobia: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang der Macht auf Zenobia, ihre aggressive Ausweitung des Herrschaftsbereichs und den letztlichen Konflikt mit Kaiser Aurelian.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zieht eine Bilanz über die Ursachen für den Erfolg und den Untergang des Sonderreiches.

6. Literaturverzeichnis: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Palmyra, Septimius Odaenathus, Septimia Zenobia, Palmyrenisches Sonderreich, Sassaniden, Römische Geschichte, Karawanenhandel, Stammesgesellschaft, Orient, Antike, Kaiser Aurelian, Machtübernahme, Autonomie, Naher Osten, Wüstenstadt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Geschichte Palmyras im dritten Jahrhundert nach Christus, insbesondere den Aufstieg und Fall des sogenannten Palmyrenischen Sonderreiches unter der Führung von Septimius Odaenathus und Septimia Zenobia.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der gesellschaftlichen Organisation Palmyras, der wirtschaftlichen Bedeutung des Fernhandels sowie der militärischen und diplomatischen Wechselwirkung zwischen der Stadt Palmyra und dem Römischen Imperium.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die spezifische Rolle des Ehepaares Odaenathus und Zenobia dabei zu untersuchen, wie aus einer syrischen Karawanenstadt ein autonomes Sonderreich innerhalb der römischen Sphäre entstehen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, insbesondere die Monographien von Michael Sommer, sowie die Auswertung epigraphischer Befunde und archäologischer Grabungsberichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der soziokulturellen Grundlagen Palmyras, den Aufstieg des Odaenathus zum machtvollen Verbündeten Roms und die anschließende Radikalisierung der Außenpolitik unter Zenobia.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Palmyra, das Palmyrenische Sonderreich, Septimius Odaenathus, Septimia Zenobia, Sassaniden, Stammesgesellschaft und die Interaktion mit dem Römischen Reich.

Inwiefern beeinflussten die Sassaniden die Entwicklung Palmyras?

Der Druck durch die Sassaniden und die Schwäche des römischen Kaisers boten Odaenathus die Gelegenheit, militärisch aufzutreten und als „Retter“ des Orients eine autonome Stellung innerhalb der römischen Machtstruktur zu festigen.

Warum zerfiel das Palmyrenische Sonderreich nach dem Tod von Odaenathus so schnell?

Unter Zenobia änderte sich der Status von einer symbiotischen Autonomie hin zu einer offenen Usurpation, was den Bruch mit Rom provozierte und zu einer militärischen Intervention durch Aurelian führte, der die Ressourcen Palmyras schließlich überforderten.

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Details

Titel
Palmyra im Römischen Reich. Das Palmyrenische Sonderreich unter Septimius Odaenathus und Septimia Zenobia
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Veranstaltung
Die Östlichen Römischen Provinzen
Note
1,0
Autor
Niklas Gaede (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1187349
ISBN (PDF)
9783346617149
ISBN (Buch)
9783346617156
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Palmyra Palmyrenisches Sonderreich Römisches Reich Tadmor Septimius Odaenathus Septimia Zenobia Löwe von Tadmor Vaballathus Sassaniden Septimii Odaenathi Karawanenstadt Karawaneninschriften Dimorphe Stammesgesellschaft Integrierte Stammesgesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Gaede (Autor:in), 2021, Palmyra im Römischen Reich. Das Palmyrenische Sonderreich unter Septimius Odaenathus und Septimia Zenobia, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187349
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Leseprobe aus  12  Seiten
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