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Welches Frauenbild hatte Goethe?

Título: Welches Frauenbild hatte Goethe?

Trabajo , 2021 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nicole Janowitz (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Ziel dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung ist eine Einschätzung zu Goethes Frauenbild. Sein Frauenbild ist in den Kontext des 18. Jahrhunderts zu setzen, einer Zeit des Wandels, in der die moralische, rechtliche und ideologische Einstellung von der Liebe, der Ehe und der Familie unterschiedlich war.

Beleuchtet wird daher in diesem Kontext das allgemeine Frauenbild im 18. Jahrhundert, in welchem Goethe selbst gelebt hat. Zur Bearbeitung dieser Thematik wird auf die genannten Gegebenheiten der Frauen eingegangen, wobei in diesem Zuge auch auf das 19. Jahrhundert eingegangen wird.

Zur weiteren Beantwortung der Forschungsfrage ist die Betrachtung von Goethes intensivsten Beziehungen notwendig. Daher wird versucht, die Beziehung zu seiner Ehefrau, Johanna Christiana Sophie Vulpius darzustellen sowie einen Blick auf die Beziehung zwischen ihm unter seiner Mutter zu werfen.

Im weiteren Verlauf ist es zielführend, die Konstruktion weiblicher Hauptfiguren in den Werken von Goethe zu analysieren. Hierzu werden Hinweise auf Goethes Charakterisierung gesucht. Betrachtet werden Lotte, aus dem Werk “Die Leiden des jungen Werther“ sowie Gretchen aus dem Werk “Faust I“.

Auf Grundlage der bearbeiteten Thematiken wird abschließend die Ausgangsfrage beantwortet, welches Frauenbild Goethe hatte.

Ausschlaggebend für die Bearbeitung ist Goethes Gedicht und Volksliedton “Heideröslein“, welches im Jahre 1770 entstand. Zwar ist der Hintergrund des Gedichts nicht aufgedeckt, dennoch wird es gesellschaftlich als negativ bewertet. Aus diesem Grunde führte eine Frankfurter Schule 2019 eine Protestaktion gegen den Dichter durch. Speziell ging es bei der Protestaktion um Goethes Frauenbild und seinen Machtmissbrauch.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Das Frauenbild im 18. Jahrhundert – Stellung und Bildung der Frau

2. Frauen in Goethes Leben – Eine Rekonstruktion der wichtigsten Beziehungen

2.1. Johanna Christiana Sophie Vulpius – Ehefrau

2.2. Catharina Elisabeth Goethe – Mutter

2.3. Goethes Beziehungen und das Rollenverhältnis

3. Goethes Werke – Die Konstruktion weiblicher Figuren

3.1. Lotte – Die Leiden des jungen Werthers

3.2. Gretchen – Faust I

3.3. Goethes Werke und das Rollenverhältnis

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Frauenbild von Johann Wolfgang von Goethe, indem sie zeitgenössische gesellschaftliche Normen des 18. Jahrhunderts mit Goethes persönlichen Beziehungen und der literarischen Darstellung weiblicher Figuren vergleicht. Das primäre Ziel ist es, ein differenziertes Bild seiner Einstellung zu Frauen zu erarbeiten und zu klären, inwieweit er den gesellschaftlichen Idealen seiner Zeit folgte oder diese kritisch hinterfragte.

  • Analyse des zeitgenössischen Frauenbildes und der Bildungsmöglichkeiten im 18. Jahrhundert.
  • Rekonstruktion der Beziehungen zu seiner Ehefrau Christiane Vulpius und seiner Mutter.
  • Untersuchung der weiblichen Figurenkonstruktion in den Werken "Die Leiden des jungen Werthers" und "Faust I".
  • Vergleichende Synthese zwischen persönlichem Verhalten, literarischem Schaffen und gesellschaftlichen Erwartungen.

Auszug aus dem Buch

1. Das Frauenbild im 18. Jahrhundert – Stellung und Bildung der Frau

Für den thematischen Einstieg der Ausgangsfrage ist zunächst die Stellung der Frau im 18. Jahrhundert zu betrachten, da dieses unter den gesellschaftlichen und sozialen Aspekten, Goethe beeinflusst haben könnte. Daher wird auf die allgemeine Stellung der Frau und ihre schulische Bildung im 18. Jahrhundert eingegangen.

Die Stellung der Frau basierte auf dem gesellschaftlichen Konstrukt der Ehe. Eine glückliche Ehe, bestehend aus Liebe, war nicht die Regel. Dieser Zeitgeist veränderte sich im Laufe des 18. Jahrhunderts nicht essenziell. Die Einstellung zur Ehe blieb unverändert, denn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erlaubten keinen Wandel hinsichtlich der Ehevorstellung. Vorab ist festzuhalten, dass noch im 19. und 20. Jahrhundert die ehe staatlich und kirchlich eine Ideologie darstellte, die sanktioniert werden konnte. Diese erlaubte keine individuelle Entfaltung einer Ehe (vgl. Lorey, 1995, S. 1 - 6).

Im 18. Jahrhundert wurden Geschlechter klar voneinander getrennt und dementsprechend wurden dem jeweiligen Geschlecht verschiedene Eigenschaften zugeschrieben. Das soziale Konstrukt des 18. Jahrhunderts schrieb der Frau insbesondere die Zuständigkeit für den Bereich der Kinder und der Familie zu (vgl. Felden, 2001, S. 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Frauenbild im 18. Jahrhundert – Stellung und Bildung der Frau: Dieses Kapitel skizziert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des 18. Jahrhunderts, die durch eine klare Geschlechtertrennung und die Unterordnung der Frau unter die häusliche Sphäre geprägt waren.

2. Frauen in Goethes Leben – Eine Rekonstruktion der wichtigsten Beziehungen: Hier wird Goethes Privatleben analysiert, wobei besonders die Dynamik seiner Ehe mit Christiane Vulpius und der Einfluss seiner Mutter auf sein Frauenbild untersucht werden.

2.1. Johanna Christiana Sophie Vulpius – Ehefrau: Der Abschnitt beleuchtet die langjährige Partnerschaft mit Christiane Vulpius und diskutiert die gesellschaftliche Kritik an dieser Verbindung sowie Goethes eigene Haltung zu ihrer Bildung und seinen Erwartungen an sie.

2.2. Catharina Elisabeth Goethe – Mutter: Dieses Kapitel betrachtet das Leben und die Persönlichkeit von Goethes Mutter und deren Einfluss auf die Prägung des Bildes der „Hausfrau und Mutter“ in Goethes Kontext.

2.3. Goethes Beziehungen und das Rollenverhältnis: Es erfolgt eine Synthese der Erkenntnisse aus den persönlichen Beziehungen, um auf Goethes allgemeine Einstellung zur Geschlechterrolle und seine ambivalente Haltung gegenüber weiblicher Bildung zurückzuschließen.

3. Goethes Werke – Die Konstruktion weiblicher Figuren: In diesem Kapitel wird analysiert, wie Goethe Frauenfiguren literarisch entwirft und inwieweit diese Charaktere gesellschaftliche Stereotype widerspiegeln oder durchbrechen.

3.1. Lotte – Die Leiden des jungen Werthers: Die Untersuchung dieser zentralen Frauenfigur zeigt auf, wie Goethe durch die Darstellung Lottes sowohl das Ideal der häuslichen Fürsorge als auch die objektifizierende Perspektive der Männerwelt thematisiert.

3.2. Gretchen – Faust I: Dieses Kapitel beleuchtet das Schicksal von Gretchen, deren soziale Rolle und moralische Reinheit sie zur Projektionsfläche für gesellschaftliche Probleme und Männlichkeitsvorstellungen macht.

3.3. Goethes Werke und das Rollenverhältnis: Abschließend werden die literarischen Befunde zusammengeführt, um aufzuzeigen, dass Goethes Frauenfiguren meist in einer patriarchalen Ordnung verhaftet bleiben und oft als Nutzobjekte männlicher Begierden dargestellt werden.

4. Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Goethes Frauenbild ambivalent ist: Einerseits tief in der patriarchalen Rollenverteilung des 18. Jahrhunderts verwurzelt, andererseits individuell durch seine persönlichen, oft unkonventionellen Lebensumstände herausgefordert.

Schlüsselwörter

Goethe, Frauenbild, 18. Jahrhundert, Geschlechterrollen, Christiane Vulpius, Faust I, Lotte, Die Leiden des jungen Werthers, Ehe, Patriarchat, Sozialkonstruktivismus, Literaturwissenschaft, Frauenbildung, Geschlechterforschung, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Frauenbild von Johann Wolfgang von Goethe und untersucht, wie dieses durch seine Zeit, sein persönliches Umfeld und seine literarischen Werke geprägt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die gesellschaftliche Stellung der Frau im 18. Jahrhundert, Goethes reale Beziehungen zu Frauen (Ehefrau und Mutter) sowie die literarische Darstellung weiblicher Figuren in seinen bedeutendsten Werken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Goethes Einstellung zu Frauen zu rekonstruieren und zu prüfen, ob sein Handeln und seine literarischen Entwürfe den normativen Erwartungen seiner Zeit entsprachen oder von diesen abwichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse von Fachliteratur, Biografien und der werkimmanenten Interpretation der untersuchten Texte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-gesellschaftliche Einordnung, die Rekonstruktion Goethes privater Frauenbeziehungen sowie die literarische Analyse von Lotte (Werther) und Gretchen (Faust).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Frauenbild, 18. Jahrhundert, Geschlechterrollen, Christiane Vulpius, Literaturwissenschaft sowie die spezifischen literarischen Charaktere Lotte und Gretchen.

Inwiefern beeinflusste die Ehe mit Christiane Vulpius Goethes Bild von Frauen?

Die Ehe zeigt Goethes Ambivalenz: Obwohl er sie in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter schätzte und ihr mehr Verantwortung übertrug, als es für die Zeit üblich war, hielt er dennoch an traditionellen Rollenbildern fest und förderte ihre Bildung nicht aktiv.

Welche Rolle spielt die Figur des Gretchen für das Verständnis von Goethes Frauenbild?

Gretchen dient in "Faust I" als Beispiel für eine Frau, die durch gesellschaftliche Zwänge und männliche Begehren in den Untergang getrieben wird, was Goethes ambivalente Darstellung weiblicher Abhängigkeit verdeutlicht.

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Detalles

Título
Welches Frauenbild hatte Goethe?
Universidad
University of Kassel
Calificación
1,3
Autor
Nicole Janowitz (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
17
No. de catálogo
V1187640
ISBN (PDF)
9783346626462
ISBN (Libro)
9783346626479
Idioma
Alemán
Etiqueta
Goethe Frauenbild Frauen Emanzipation Dichter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nicole Janowitz (Autor), 2021, Welches Frauenbild hatte Goethe?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1187640
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