Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Region: Africa

Der Fall Simbabwe: Gescheiterte Demokratie als Folge gescheiterter Dekolonisierung?

(Anti-)demokratische Entwicklungen in Simbabwe und Botswana im Vergleich im Spiegel der Dekolonisierung

Title: Der Fall Simbabwe: Gescheiterte Demokratie als Folge gescheiterter Dekolonisierung?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jens Marquardt (Author)

Politics - Region: Africa
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

„Der Aufbau postkolonialer Staatlichkeit und der Versuch der Demokratisierung auf dem afrikanischen Kontinent ist gescheitert.“ Ist diese These berechtigt? In einem Vergleich zwischen Simbabwe mit Botswana sollen einmal zwei afrikanische Staaten gegenübergestellt werden, deren demokratische Entwicklung kaum verschiedener hätte verlaufen können. Die Arbeit setzt dabei einen deutlichen Fokus auf den gescheiterten Demokratisierungsprozess in Simbabwe und setzt dies mit dem Prozess der Dekolonisierung in Zusammenhang. Statistiken, und Karten bilden den Anhang der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung, Problemdefinition

1.2 Fragestellung, Aufbau und Ziel der Arbeit

2 Hauptteil

2.1 Hintergrund: Dekolonisierung und Demokratisierung in Afrika

2.1.1 Prozess der Dekolonisierung

2.1.2 Demokratisierung nach europäischem Vorbild

2.1.3 Afrikanische Konzeptionen von Demokratie

2.1.4 Parteien und Parteiensysteme in Afrika

2.2 Fallbeispiel: Postkoloniale Staatlichkeit in Simbabwe

2.2.1 Dekolonisierung und Demokratisierung

2.2.2 Wirtschaftliche Reformierung und Landreform

2.2.3 Medien, Zivilgesellschaft, politische Partizipation

2.3 Vergleich: Botswanas Weg zur Demokratie

2.3.1 Botswana von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart

2.3.2 Politische Unabhängigkeit und nachkoloniale Zeit

2.3.3 Wirtschaftlicher Aufschwung und Demokratisierung

3 Schlussbetrachtung

3.1 Demokratisierung in Simbabwe und Botswana im Vergleich

3.2 Konklusion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die politisch-gesellschaftliche Transformation und das Scheitern der Demokratisierung in Simbabwe nach dem Ende der Kolonialzeit. Dabei wird primär die Frage beantwortet, wie sich dieses Scheitern und die heutige politische Situation des Landes im Vergleich zur erfolgreicheren Entwicklung des Nachbarlandes Botswana aus dem unterschiedlichen Prozess der Dekolonisierung heraus erklären lassen.

  • Analyse der Dekolonisierung und ihrer Auswirkungen auf die postkoloniale Staatlichkeit in Afrika.
  • Untersuchung des Demokratisierungsprozesses in Simbabwe unter Berücksichtigung von Pfadabhängigkeiten.
  • Vergleichende Analyse der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung von Botswana.
  • Betrachtung von Strukturmerkmalen der Regierungs- und Wahlsysteme in beiden Ländern.
  • Diskussion des Einflusses historischer Kontextvariablen auf moderne demokratische Systeme.

Auszug aus dem Buch

1.1 | Einführung, Problemdefinition

„Die südafrikanischen Nachbarländer Simbabwes sind aufgerufen, Robert Mugabe endlich in aller Deutlichkeit klar zu machen, dass eine neue Regierung in Simbabwe notwendig ist, die den Willen der simbabwischen Bevölkerung zum Ausdruck bringen muss. Die Menschen in Simbabwe leiden unter der katastrophalen Versorgungslage, in die Mugabe das Land geführt hat.“

Noch Monate nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 29. März 2008 in Simbabwe herrschte große Unklarheit darüber, welche Regierung zukünftig die Geschicke des Landes leiten und welche Rolle dabei der derzeitige Machtinhaber Mugabe spielen wird. Die Darstellung in den Medien und das Urteil in politischen Kreisen ist eindeutig: In Simbabwe herrscht ein autokratischer Machthaber und der Weg zum demokratischen Rechtsstaat ist gescheitert. Politische Kontakte werden gemieden, und auch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hält sich in Simbabwe zurück.

Doch was sind die Hintergründe zur Lage in Simbabwe? Lässt sich die Situation aus dem historischen Kontext der Dekolonisierung heraus erklären? Wie konnte sich der einstige Hoffnungsträger einer Demokratisierung des afrikanischen Kontinents in seine derzeitige Lage manövrieren? Will man die derzeitige politische Konstellation verstehen und sie in geeigneter Form bewerten, muss man das Erbe der Vergangenheit kennen. Und dabei gilt für Simbabwe ebenso wie für jedes andere afrikanische Land, dass sich die Geschichte und vor allem auch der Prozess der Dekolonisierung sehr komplex darstellt. Postkoloniale Staatlichkeit in Afrika hat viele Gesichter – jedes Land besitzt einen individuellen Hintergrund.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem des gescheiterten Demokratisierungsprozesses in Simbabwe und legt die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit fest.

2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert zunächst theoretisch den Prozess der Dekolonisierung in Afrika, bevor er detailliert die Entwicklungen in Simbabwe und im Vergleich dazu in Botswana untersucht.

3 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung vergleicht die Demokratisierungsindikatoren beider Länder und zieht eine Konklusion über die Ursachen der unterschiedlichen politischen Pfade.

Schlüsselwörter

Simbabwe, Botswana, Dekolonisierung, Demokratisierung, postkoloniale Staatlichkeit, ZANU-PF, Demokratie, Regierungsform, politische Transformation, Wahlsystem, Pfadabhängigkeit, Unabhängigkeit, Menschenrechte, autokratisches Regime, politische Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Gründen für das Scheitern der Demokratisierung im postkolonialen Simbabwe und stellt diese Entwicklung der erfolgreichen Demokratisierung im Nachbarland Botswana gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Prozess der Dekolonisierung, die Etablierung politischer Systeme in Afrika, wirtschaftliche Reformen sowie die Rolle von Wahlen und Parteien in der demokratischen Konsolidierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Scheitern der Demokratisierung in Simbabwe aus dem historischen Prozess der Dekolonisierung zu erklären und durch den Vergleich mit Botswana erklärende Variablen herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen vergleichenden politikwissenschaftlichen Ansatz, der Strukturmerkmale der Regierungs- und Wahlsysteme beider Länder analysiert und in den historischen Kontext der Dekolonisierung stellt.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Rahmenbedingungen der Dekolonisierung in Afrika, gefolgt von einer detaillierten Analyse der politischen Situation in Simbabwe und einem Vergleich mit Botswanas Weg zur Demokratie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Dekolonisierung, Demokratisierung, autokratisches Regime, postkoloniale Staatlichkeit und politische Pfadabhängigkeit.

Welche Rolle spielte der "Kompromiss von Lancaster House" für Simbabwe?

Dieser Kompromiss legte die Unabhängigkeitsverfassung fest, die eine Übergangsregelung enthielt, welche Enteignungen von Land bis 1990 unmöglich machte und somit die politische und ökonomische Entwicklung maßgeblich prägte.

Warum wird Botswana in der Arbeit als positives Fallbeispiel angeführt?

Botswana wird als Beispiel für eine erfolgreiche Demokratisierung nach der Unabhängigkeit angeführt, da es trotz vergleichbarer kolonialer Vergangenheit eine stabile parlamentarische Demokratie mit funktionierenden rechtsstaatlichen Strukturen entwickelte.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Bevölkerung in Simbabwe?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Bevölkerung nicht demokratie-unfähig ist, sondern dass das Scheitern der Demokratisierung primär auf eine nach Machterhalt strebende autokratische Regierung zurückzuführen ist.

Excerpt out of 39 pages  - scroll top

Details

Title
Der Fall Simbabwe: Gescheiterte Demokratie als Folge gescheiterter Dekolonisierung?
Subtitle
(Anti-)demokratische Entwicklungen in Simbabwe und Botswana im Vergleich im Spiegel der Dekolonisierung
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
Hauptseminar - Postkoloniale Staatlichkeit in Afrika
Grade
1,0
Author
Jens Marquardt (Author)
Publication Year
2008
Pages
39
Catalog Number
V118771
ISBN (eBook)
9783640221172
ISBN (Book)
9783640223206
Language
German
Tags
Fall Simbabwe Gescheiterte Demokratie Folge Dekolonisierung Hauptseminar Postkoloniale Staatlichkeit Afrika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Marquardt (Author), 2008, Der Fall Simbabwe: Gescheiterte Demokratie als Folge gescheiterter Dekolonisierung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118771
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  39  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint