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Der öffentliche Diskurs um die Ergebnisse des G8-Gipfels von Heiligendamm im Spiegel der These der „Mediendemokratie“

Wandel politischer Kommunikation?

Title: Der öffentliche Diskurs um die  Ergebnisse des G8-Gipfels von Heiligendamm im Spiegel der These der „Mediendemokratie“

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jens Marquardt (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Im Mittelpunkt der folgenden Seiten steht das diffuse und oft nur sehr schwer greifbare Verhältnis zwischen dem medialen System auf der einen und den Entscheidungen der politischen Akteure in Heiligendamm auf der anderen Seite. Wurden die Medien ihrer Stellung als Vermittler im intermediären System zwischen Politik und Bevölkerung gerecht? Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus dem öffentlichen Diskurs rund um die Ergebnisse des Gipfeltreffens in Heiligendamm für das Rollenverständnis der Medien in unserer modernen Massendemokratie ableiten? In dieser Hausarbeit soll es konkret um die Beantwortung der folgenden zentralen Fragestellung gehen: Welches Beziehungsgefüge zwischen medialem und politischem System lässt sich aus der Darstellung der Ergebnisse des G8-Gipfels 2007 im Spiegel der These der Mediendemokratie ableiten und was bedeutet dies letztlich für den öffentlichen Diskurs? Bereits der Begriff des öffentlichen Diskurses ist sehr breit interpretierbar. In diesem Falle jedoch soll er sich auf die in den Medien stattfindende Debatte und den Austausch von Informationen und Meinungen beschränken – auch wenn „Öffentlichkeit“ bereits weit unter der Ebene der Massenmedien etwa bei zufälligen Aufeinandertreffen oder Veranstaltungen stattfindet. Das Konzept der Mediendemokratie wird im ersten Teil der Hausarbeit näher zu erläutern sein. Die Arbeit ist im Wesentlichen in drei Teile untergliedert: Zunächst soll das Verhältnis von Medien und Politik in allgemeiner Form und sollen die Grundlagen der These der Mediendemokratie rekapituliert und einige für diese Arbeit zentrale Punkte herausgestellt werden. In einem zweiten Schritt folgt dann eine (empirische) Analyse zur medialen Darstellung der durch die politischen Entscheidungsträger vermittelten Ergebnisse. Dieser Ausschnitt wird er die wesentlichen Grundlinien aufzeigen, in denen sich Medien und Politik zum Gipfeltreffen 2007 bewegten. In einem abschließenden Teil wird es dann darum gehen, die Ergebnisse der beiden analytischen Untersuchungen zusammenfassen, um zu einer fundierten Bewertung des Ganzen und letztlich einer Beantwortung der eingangs formulierten Fragestellung zu gelangen. Ziel der Arbeit ist es, die These der Mediendemokratie kritisch zu hinterfragen und mit den realen Geschehnissen des G8-Gipfels von Heiligendamm zu konfrontieren, um wichtige Fragen zu diskutieren und letztlich das Beziehungsgefüge von Medien und Politik besser zu verstehen.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

1.1 Einführung, Problemdefinition

1.2 Fragestellung, Aufbau und Ziel der Arbeit

2 Hauptteil

2.1 Medien und Politik

2.1.1 System wechselseitiger Abhängigkeit

2.1.2 Medien als Instrument und Akteur

2.2 Zwischen Parteien- und Mediendemokratie

2.2.1 Zum Begriff der Mediendemokratie

2.2.2 Wandel der Parteiendemokratie?

2.2.3 Spannungsfelder zwischen Medien und Politik

2.2.4 Folgen für Bürger und Politik

2.3 G8-Gipfel: Politik und Medien in Heiligendamm

2.3.1 Politische Agenda und Bilanz der Bundesregierung

2.3.2 Heiligendamm: Politische Kontrolle der Presse?

2.3.3 Gipfelbilanz im Spiegel der Medien

2.3.4 Nachlese: Selbstreflexion der Medien

3 Schlussbetrachtung

3.1 Zusammenfassung

3.2 Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Beziehungsgefüge zwischen Medien und Politik anhand des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm, um die Stichhaltigkeit der These der Mediendemokratie zu prüfen und deren Auswirkungen auf den öffentlichen Diskurs zu analysieren.

  • Wechselseitige Abhängigkeit von Politik und Medien
  • Entwicklung von der Parteien- zur Mediendemokratie
  • Konfliktfelder zwischen medialer und politischer Logik
  • Analyse der medialen Berichterstattung über den G8-Gipfel
  • Bedeutung von Inszenierungen in der politischen Kommunikation

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Medien als Instrument und Akteur

Politische Entscheidungsträger sind als Träger politischer Macht und Legitimation im klassischen Sinne die zentralen Akteure bei der tatsächlichen Entscheidungsfindung. Zwar mögen auch die Medien als solche Druck auf die politisch Verantwortlichen ausüben; und doch gelingt es der Politik oft wesentlich einfacher, das Mediensystem in ihrem Sinne zu instrumentalisieren als umgekehrt –so das klassische Verständnis. Von anderen Prämissen geht die These der Mediendemokratie aus, mit der „ein politisches System [gemeint ist], in dem allein den Medien als Akteur und Instrument die zentrale Rolle in der öffentlichen Meinungsbildung zukommt. […] Die Medien agieren nicht mehr nur als Beobachter der Politik, sondern werden zunehmend von den politischen Akteuren beobachtet und instrumentalisiert.“ Die Folge, so heißt es, sei eine „problematische Symbiose“ von Medien und Politik.

Die entscheidende Frage, die sich dabei stellt, ist, ob dadurch eine einseitige Abhängigkeitsbeziehung dokumentiert ist. „Man kann genauso berechtigt argumentieren, dass die Politik die Medien für ihre Zwecke instrumentalisiert – etwa wenn Wahlparteitage wie eine Mischung aus ‚Oskar’-Filmpreisverleihung und Boxkampf inszeniert werden, damit sie Medienaufmerksamkeit erlangen.“ Damit wird einerseits die Politik abhängig von den Medien, andererseits ließen sich auch die Medien von den politischen Akteuren instrumentalisieren, weshalb die Beziehung zwischen beiden Systemen als (symbiotisches) „Austausch auf Gegenseitigkeit begriffen [wird], die auf jeder Seite sowohl Dominanzen als auch Abhängigkeiten aufweist.“

Die Medien können damit zum aktiven Akteur im politischen Prozess avancieren, gleichzeitig durch ihre Berichterstattung jedoch auch als (instrumentalisierbare) Politikvermittlungsinstanz wirken. Schließlich wird auch die politische Agenda des Publikums weitestgehend von der Agenda der Medien bestimmt. Dass eine derartige Abbildung nur eines geringen Teils des Weltgeschehens und damit die Medienrealität immer auch konstruiert sein muss, steht wohl außer Frage.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definition des Forschungsgegenstandes, Formulierung der zentralen Fragestellung und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.

2 Hauptteil: Theoretische Herleitung der Mediendemokratie und empirische Analyse der Berichterstattung zum G8-Gipfel in Heiligendamm hinsichtlich ihrer medialen Darstellung.

3 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion des Beziehungsgefüges von Medien und Politik.

Schlüsselwörter

Mediendemokratie, Politikvermittlung, G8-Gipfel, Heiligendamm, Politische Kommunikation, Medienlogik, Agenda-Setting, Politainment, Inszenierung, Parteiendemokratie, Öffentlicher Diskurs, Massenmedien, Journalismus, Macht, Politik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die veränderten Kommunikationsbeziehungen zwischen Politik und Medien, insbesondere unter dem Aspekt der "Mediendemokratie" am Beispiel des G8-Gipfels 2007.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen das Wechselspiel von Politik und Medien, den Wandel von Parteien- zur Mediendemokratie sowie die mediale Aufbereitung politischer Gipfeltreffen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, welches Beziehungsgefüge sich aus der Berichterstattung über die Ergebnisse des G8-Gipfels 2007 im Spiegel der Mediendemokratie-These ableiten lässt und was dies für den öffentlichen Diskurs bedeutet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung der Mediendemokratie-These, ergänzt durch eine schlaglichtartige empirische Analyse der medialen Berichterstattung (Printmedien, Fernsehen, Internet) zum G8-Gipfel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert das theoretische Verhältnis von Medien und Politik, analysiert die Merkmale der Mediendemokratie und untersucht spezifisch das Medienereignis Heiligendamm im Hinblick auf Agenda-Setting und politische Kontrolle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mediendemokratie, Politikvermittlung, G8-Gipfel, Inszenierung, Agenda-Setting und der Wandel der politischen Kommunikation.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Medien bei dem G8-Gipfel?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Medien bei dem Gipfel weniger als unabhängige vierte Gewalt agierten, sondern primär als Instrumente fungierten, die die von der Bundesregierung gesetzte Agenda übernahmen.

Was ist das zentrale Fazit zur "Mediendemokratie"?

Die These der Mediendemokratie wird kritisch hinterfragt: Während eine Angleichung der Politik an mediale Logiken (Inszenierung) feststellbar ist, bleibt die eigentliche Herstellung von Politik dennoch eigenständig.

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Details

Title
Der öffentliche Diskurs um die Ergebnisse des G8-Gipfels von Heiligendamm im Spiegel der These der „Mediendemokratie“
Subtitle
Wandel politischer Kommunikation?
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
Hauptseminar - Medialisierung der Politik
Grade
1,0
Author
Jens Marquardt (Author)
Publication Year
2008
Pages
36
Catalog Number
V118776
ISBN (eBook)
9783640221219
ISBN (Book)
9783640223220
Language
German
Tags
Diskurs Ergebnisse G8-Gipfels Heiligendamm Spiegel These Hauptseminar Medialisierung Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Marquardt (Author), 2008, Der öffentliche Diskurs um die Ergebnisse des G8-Gipfels von Heiligendamm im Spiegel der These der „Mediendemokratie“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118776
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