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Schulische und Außerschulische Begabtenförderung in Deutschland

Título: Schulische und Außerschulische Begabtenförderung in Deutschland

Trabajo , 2005 , 12 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Frank Stüdemann (Autor)

Psicología - Inteligencia y Psicología del aprendizaje
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„Nichts ist ungerechter als die gleiche Behandlung Ungleicher.“ Für war, dieser Satz hat seine Berechtigung. Wir leben in einer Zeit voller Veränderung. Der allmächtige und alles überwachende Staat verwandelt sich durch Reformen und Gesetze langsam in einen Nachtwächterstaat. Die Möglichkeiten für den Einzelnen seine besonderen Fähigkeiten, sofern er welche besitzt, gewinnbringend bzw. zu seinem Vorteil zu nutzen, sind enorm. Dieser Aspekt hat auch in unserem Schul –und Bildungssystem Einzug gehalten. Durch die Chancengleichheit im Bildungssystem, die sowohl in der Bundesverfassung als auch in den Länderverfassungen geregelt ist, ist jedem frei gestellt eine Schulart zu wählen. Rechtlich gesehen betrifft das alle sich im Bildungsprozess befindlichen Schüler, die damit ein Recht auf die Förderung ihrer individuellen Leistungsvoraussetzungen haben. Gerade die Problematik der Begabtenförderung kann die Schule und somit der Staat nicht mehr ausreichend bedienen. Begabte, deren Eltern es sich leisten können, werden auf Spezialschulen geschickt oder noch viel folgenschwerer ihre Begabung wird von den Lehrern nicht erkannt. Doch trotz externer Bemühungen gibt es noch keinen rechtlichen Anspruch auf Begabtenförderung. Lediglich die Bundesländer Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Sachsen- Anhalt haben spezielle Maßnahmen zur Förderung begabter Schüler in ihre Länderverfassungen aufgenommen. Die Förderung von Begabungen aller Art, auch der nichtkognitiven, darf nicht nur eine beiläufige Aufgabe der Schule sein. Denn die Verantwortung gegenüber den Schülern bzw. das Verbauen ihrer Zukunft durch das Nichterkennen einer Begabung kann schwerwiegende Folgen für den Einzelnen haben. Nichterkannte Begabungen können verkümmern oder oftmals werden Hochbegabte aggressiv und verhaltensauffällig. So kann im schlimmsten Fall aus einem vielleicht überlegenen Intellekt ein kranker Mensch werden.
Doch wächst gerade durch den öffentlichen Druck die Bereitschaft in der Schule neue Fördermöglichkeiten für Schüler einzurichten. Ein weltweites Vorantreiben der Begabtenförderung durch die Bildung von Arbeitskreisen und Körperschaften unterstützt diesen Druck zusätzlich. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begabtenförderung in Europa

3 Außerschulische Formen der Begabtenförderung in Deutschland

4 Begabtenförderung in der Schule

4.1 Anforderungen an die Begabtenförderung im Unterricht

4.2 Integrative und differenzierende Begabtenförderung

5 Abschließende Betrachtung

6 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stand der schulischen und außerschulischen Begabtenförderung in Deutschland vor dem Hintergrund des bildungspolitischen Anspruchs auf Chancengleichheit. Sie analysiert, inwiefern bestehende Strukturen die individuellen Leistungsvoraussetzungen begabter Schüler berücksichtigen und welche pädagogischen Ansätze zur Optimierung der Förderung beitragen können.

  • Vergleich der Begabtenförderung in europäischen Ländern
  • Struktur und Bedeutung außerschulischer Beratungs- und Wettbewerbsangebote
  • Anforderungen an die didaktische Unterrichtsgestaltung für Hochbegabte
  • Gegenüberstellung von Integrations- und Differenzierungsansätzen im Schulsystem
  • Rolle der Bildungshoheit der Bundesländer bei der Reform des Bildungswesens

Auszug aus dem Buch

Anforderungen an die Begabtenförderung im Unterricht

Eine wichtige Anforderung an den Unterricht für Begabte ergibt sich aus deren Natur. Denn es kann davon ausgegangen werden, dass Begabte besonders wissbegierig und erkenntnishungrig sind. Begabte ziehen ihre Lernmotivation aus dem Gegenstand der Betrachtung selbst und lernen dadurch sehr stark sachbezogen. Im Allgemeinen wird diese sachbezogene, durch Neugier und Interesse hervorgerufene Motivation auch „Primäre Motivation“ genannt. Die Freude am Denken und Erfahren wirk zusätzlich positiv auf die Lernbereitschaft ein. Die Motivation Begabter lässt sich in diesen drei Kategorien erschließen und fördern: 1. objektbezogene Eigenaktivität 2. persönliche Sinngebung 3. Selbstregulierung und Selbstbekräftigung

Die zunehmende Auseinandersetzung mit dem Gegenstand ist für den Begabten zugleich mit Kompetenzerwerb bzw. mit einer fortschreitenden Erschließung des Gegenstandes verbunden. Dieses Bedürfnis nach Wissen und Erkenntnis ist die unmittelbare Antriebskraft bei Begabten. Ebenso ist es das Leitmotiv für nachhaltiges Forschen und Nachdenken. Hieraus entwickeln sich volitive Eigenschaften wie Ausdauer, Hartnäckigkeit, Fleiß und Genauigkeit. Deshalb sollte die fast uneingeschränkte Lernmotivation die Didaktik und Methodik des Unterrichts beeinflussen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtet die rechtliche und gesellschaftliche Notwendigkeit der Begabtenförderung und identifiziert das Nichterkennen von Begabungen als zentrales Problem im deutschen Bildungssystem.

2 Begabtenförderung in Europa: Bietet einen tabellarischen Vergleich europäischer Fördermaßnahmen und arbeitet die Unterschiede zwischen östlichen und westlichen Bildungssystemen heraus.

3 Außerschulische Formen der Begabtenförderung in Deutschland: Beschreibt ergänzende Institutionen wie Beratungsstellen und Wettbewerbe, die für die Identifikation und Förderung von Begabungen eine wichtige Rolle spielen.

4 Begabtenförderung in der Schule: Analysiert die Herausforderungen innerhalb des gegliederten Schulsystems und bewertet verschiedene etablierte Förderkonzepte in der Unterrichtspraxis.

4.1 Anforderungen an die Begabtenförderung im Unterricht: Erläutert die psychologischen Grundlagen der Lernmotivation bei Begabten und leitet daraus notwendige didaktische Anpassungen ab.

4.2 Integrative und differenzierende Begabtenförderung: Diskutiert die Vor- und Nachteile der Integration Begabter in Regelklassen gegenüber einer Differenzierung durch spezielle Begabtenklassen.

5 Abschließende Betrachtung: Fasst die Hürden der aktuellen Bildungspolitik zusammen und plädiert für eine stärkere Sensibilisierung sowie eine einheitlichere Strategie zur Begabtenförderung.

6 Literatur: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen zur Vertiefung der Thematik auf.

Schlüsselwörter

Begabtenförderung, Hochbegabung, Schulsystem, Chancengleichheit, Primäre Motivation, Lernpsychologie, Didaktik, Bildungsreform, Differenzierung, Integration, Begabtenforschung, Pädagogische Psychologie, Fördermaßnahmen, Leistungsprinzip, Individuelle Förderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der Förderung begabter Kinder und Jugendlicher innerhalb und außerhalb des deutschen Schulsystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen der europäische Vergleich, außerschulische Beratungsangebote, die didaktische Gestaltung des Unterrichts sowie die strukturelle Debatte zwischen Integration und Differenzierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie trotz institutioneller Hürden und föderaler Strukturen eine effektive Förderung begabter Schüler realisiert werden kann, um deren Potenziale zu entfalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer und pädagogischer Konzepte sowie die Auswertung statistischer Daten zur Begabtenförderung in Europa.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle Situation in deutschen Schulen, spezifische Anforderungen an die Unterrichtsmethodik für Begabte sowie die Vor- und Nachteile verschiedener organisatorischer Fördermodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Begabtenförderung, Chancengleichheit, Primäre Motivation, schulische Integration und die notwendige Didaktik für leistungsstarke Schüler.

Welche Rolle spielt die Bildungshoheit der Bundesländer für die Förderung?

Die Bildungshoheit führt laut Autor zu einer gewissen "Kleinstaaterei", die reformorientierte, einheitliche Konzepte zur Begabtenförderung oft erschwert oder verzögert.

Wie unterscheidet sich die "Integrationsvariante" von der "Differenzierungsvariante"?

Die Integration zielt auf gemeinsames Lernen in heterogenen Gruppen zur Vermeidung von Ausgrenzung ab, während die Differenzierung auf leistungshomogene Gruppen setzt, um die Effektivität schulischer Bildung zu erhöhen.

Warum wird die "Primäre Motivation" als zentral für Begabte angesehen?

Sie ist eine sachbezogene Motivation, die aus Neugier und Interesse entspringt und das nachhaltige Forschen und Denken bei Begabten antreibt, was die didaktische Gestaltung des Unterrichts grundlegend beeinflussen sollte.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Schulische und Außerschulische Begabtenförderung in Deutschland
Universidad
University of Rostock  (Institut für pädagogische Psychologie)
Curso
Seminar der Lernpsychologie
Calificación
1,3
Autor
Frank Stüdemann (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
12
No. de catálogo
V118805
ISBN (Ebook)
9783640221318
ISBN (Libro)
9783640223299
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schulische Außerschulische Begabtenförderung Deutschland Seminar Lernpsychologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Frank Stüdemann (Autor), 2005, Schulische und Außerschulische Begabtenförderung in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118805
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