Diese Hausarbeit zum Thema "Philosophieren mit Kindern als Chance in der mathematischen Bildung" gibt Aufschluss darüber, wie Kinder sich die Welt durch philosophisches Denken und Hinterfragen aneignen und wie Kinder durch Philosophie die Welt der Zahlen kennenlernen können. Um eine Einführung in dieses Thema zu geben, geht es im ersten Schritt darum, den Begriff des Philosophierens näher zu erläutern und einen kurzen Einblick in die Geschichte der Philosophie zu geben. Als nächstes werden die 4 grundlegenden Ziele des philosophieren mit Kindern erläutert und es wird über die entscheidende Fähigkeit des Unbefangenen Fragens bei Kindern gesprochen.
Im nächsten Kapitel geht es um die Vorteile des Philosophierens und was Kinder mit dieser Methode lernen können. Die Rolle der pädagogischen Fachkraft wird im nächsten Kapitel angesprochen, denn es gibt einige Dinge, die es zu beachten gibt, wenn Kinder mit großen Fragen auf uns zukommen, oder wenn die Fachkraft von sich aus einen Philosophiekurs mit den Kindern einführen möchte. Im letzten Kapitel geht es um ein konkretes Beispielthema zum Philosophieren in der Welt der Zahlen, denn auch in der Mathematik muss nicht alles aus einer rein wissenschaftlichen Perspektive betrachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Begriffsklärung: Was bedeutet Philosophie?
Ziele in der Philosophie mit Kindern
1. Bewahren des Unbefangenen Fragens bei Kindern:
2. Die Fähigkeit des Unbefangenen Fragens bei den Erwachsenen wieder wecken:
3. Selbstständige Normreflexion:
4. Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit:
Philosophieren mit Kindern als Chance
Rolle der pädagogischen Fachkraft
Philosophieren mit Kindern in der Welt der Zahlen – ein Beispiel
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Potenzial des Philosophierens mit Kindern als methodischen Zugang zur mathematischen Bildung. Das zentrale Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch philosophisches Hinterfragen die kindliche Welterschließung gefördert und ein natürlicherer Zugang zu mathematischen Konzepten wie Relationen und Maßen geschaffen werden kann, abseits rein formaler wissenschaftlicher Vorgaben.
- Bedeutung und Geschichte des Philosophierens
- Ziele des Philosophierens in der kindlichen Entwicklung
- Rolle und Haltung der pädagogischen Fachkraft
- Verbindung von philosophischem Denken und mathematischer Bildung
- Einsatz von Gedankenexperimenten im pädagogischen Alltag
Auszug aus dem Buch
Philosophieren mit Kindern in der Welt der Zahlen – ein Beispiel
Philosophieren eignet sich auch als Methode in der Mathematik, der Welt der Zahlen und stellt ein Tor in die mathematische Welt dar. Denn nicht alle Naturprozesse lassen sich wissenschaftlich begründen. Eine Möglichkeit ist es, mit Kindern Gedankenexperimente zu machen und sie durch „Verfremdung gewohnter Szenen zum Nach- und Neudenken zu animieren“ (Lengnink 2016). Hierbei wird die vermeintlich bekannte Sache in einen anderen Kontext gerückt, um anders dargestellt zu werden. Das Ziel ist es Staunen und Verwunderung auszulösen, um so zum Nachdenken anzuregen. Das Staunen und das Fragen werden als Ausgangspunkt für einen Bildungsprozess verstanden.
Ein Beispiel für ein Gedankenexperiments ist es, die Kinder zu bitten, sich in eine Ameise hineinzuversetzen und in eine andere Welt zu tauchen. „Stell dir vor, du wärst so klein wie eine Ameise“. Hierzu ist es ratsam den Kindern einige Fragen zu stellen, wie zum Beispiel: „Wie würde die Welt aus dieser Perspektive für dich aussehen?“, „Was könntest du erleben?“, „Was wäre leicht, was wäre schwer?“, „Was würde für dich groß und was würde für dich klein aussehen?“ Größe wird für die Kinder relativ.
Eine Möglichkeit ist immer das freie Philosophieren, also den Kindern eine Idee zugeben und als pädagogische Fachkraft nicht einzugreifen, sondern nur zu beobachten, in welche Richtung sich das Gespräch entwickelt. Gerät das Gespräch ins Stocken und erscheint das freie Philosophieren in einer Situation schwieriger, ist es ratsam in 5 Schritten vorzugehen. Für das aufgeführte Beispiel bedeutet dies wie folgt:
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des kindlichen Fragens und führt in die Thematik ein, wie Philosophieren als Chance in der mathematischen Bildung genutzt werden kann.
Begriffsklärung: Was bedeutet Philosophie?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Philosophie, ordnet ihn historisch ein und differenziert zwischen theoretischen und praktischen Ansätzen.
Ziele in der Philosophie mit Kindern: Hier werden die vier Kernziele – das Bewahren kindlicher Neugier, die Reflexion bei Erwachsenen, die Normreflexion und die Kommunikationsfähigkeit – detailliert erläutert.
Philosophieren mit Kindern als Chance: Das Kapitel behandelt die Vorteile des Philosophierens, insbesondere die Überwindung des Egozentrismus und die Stärkung der Empathie.
Rolle der pädagogischen Fachkraft: Hier wird betont, dass die Fachkraft als Begleiter und aktiver Zuhörer agiert und durch Flexibilität sowie Regeln den philosophischen Prozess unterstützt.
Philosophieren mit Kindern in der Welt der Zahlen – ein Beispiel: Das letzte Kapitel illustriert anhand von Gedankenexperimenten, wie durch Perspektivwechsel mathematische Grundideen wie Messen und Relationen spielerisch erkundet werden.
Schlüsselwörter
Philosophieren mit Kindern, Mathematische Bildung, Unbefangenes Fragen, Pädagogische Fachkraft, Gedankenexperiment, Relationales Denken, Werte und Normen, Kommunikationsfähigkeit, Erkenntnisgewinn, Sinnfragen, Perspektivwechsel, Bildungsprozesse, Philosophische Haltung, Logisches Denken, Staunen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration des Philosophierens als pädagogische Methode, um die kindliche Welterkundung zu fördern und eine Brücke zur mathematischen Bildung zu schlagen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die kindliche Entwicklung durch Philosophieren, die methodische Rolle der Fachkraft sowie die Verknüpfung von philosophischem Denken mit mathematischen Konzepten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu zeigen, dass Philosophieren Kindern hilft, ihre eigene Weltsicht zu hinterfragen und mathematische Strukturen wie Relationen durch kreative Gedankenexperimente besser zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Darstellung bewährter pädagogischer Ansätze und Grundregeln, ergänzt durch ein praktisches Beispiel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Ziele des Philosophierens, die Anforderungen an die pädagogische Fachkraft und ein konkretes Beispiel für die mathematische Anwendung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Philosophieren mit Kindern, Mathematische Bildung, Gedankenexperiment, Perspektivwechsel und pädagogische Haltung.
Wie gehen pädagogische Fachkräfte mit schwierigen Kinderfragen um?
Die Fachkraft sollte nicht monologisieren oder sofort Antworten vorgeben, sondern die Kinder durch Nachfragen zum weiteren Überlegen anregen und den Prozess des Suchens begleiten.
Warum ist das Ameisen-Beispiel für die Mathematik sinnvoll?
Das Gedankenexperiment zur Ameise dient dazu, Größenverhältnisse relativ zu machen und das relationale Denken zu schulen, was eine zentrale Voraussetzung für mathematische Messkonzepte ist.
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- Sina Schumacher (Autor), 2022, Philosophieren mit Kindern als Chance in der mathematischen Bildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188063