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Herausbildung des Universalbankensystems. Die „Zettelbanken“

Titel: Herausbildung des Universalbankensystems. Die „Zettelbanken“

Seminararbeit , 2020 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Dorn (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit bearbeitet die folgende Fragestellung: Was sind die Schlüsselereignisse vom Privatnotenbank hin
zum Zentralnotenbanksystem im Deutschland des 19ten Jahrhunderts? Die Beantwortung dieser Frage soll hierbei in drei Schritten erfolgen. Zunächst erfolgt ein kurzer Überblick über die Unzulänglichkeiten der Geld- und Währungsverhältnisse zu Beginn der industriellen Revolution in Deutschland. Das dient dazu, ein Verständnis für die Notwendigkeiten und die weitere Entwicklung hinsichtlich des Notenbanksystems zu schaffen. Im zweiten Schritt soll die Entstehung des Bankensystems und dabei insbesondere die der Notenbanken betrachtet werden.

Hier liegt der Fokus der Untersuchung schwerpunktmäßig auf dem Staat Preußen und der Etablierung der Preußischen Bank, weil aus dieser später die Reichsbank und damit die Zentralnotenbank des Deutschen Reiches hervorgehen sollte. Die Preußische Bank ist darüber hinaus deswegen von besonderer Bedeutung, weil sie über den genannten Zeitraum, gefördert durch die Gesetzgebung des preußischen Staates, die bedeutendste Notenbank nicht nur in Preußen, sondern unter allen deutschen Staaten darstellte. Im Rahmen dieser Arbeit soll deswegen zum einen die Organisationsstruktur der Bank und zum anderen deren Geldpolitik anhand der sogenannten „Preußischen Bankordnung“ nachvollzogen werden.

Im dritten und letzten Abschnitt soll der Schritt von der Preußischen Bank hin zur Zentralbank untersucht werden. Denn mit der Gründung des Deutschen Reiches und der Etablierung einer gesamtdeutschen Zentralbank wurden die Zettelbanken obsolet. Auch hier lohnt sich ein Blick in die institutionellen Rahmenbedingungen in Form des Statuts der Reichsbank, da sich diese in wesentlichen Teilen an denen der Preußischen Bank orientierten und sich somit die verschiedenen Entwicklungsstufen vergleichen lassen. Hier liegt der Fokus ebenfalls auf der Organisation der Reichsbank und darüber hinaus auf den gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der privaten Notenbanken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geld und Banken in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland

3. Die Gründung der Preußischen Bank

3.1 Aufbau und Organisation

3.2 Geldpolitik

4. Der Weg zur Zentralbank: Die Zettelbanken als Konkurrenz zur Preußischen Bank

4.1 Die Preußische Bank wird zur Reichsbank

4.2 Das preußische Modell als Vorbild für die Reichsbank

4.3 Das Ende der privaten Notenbanken

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des deutschen Bankwesens im 19. Jahrhundert, mit einem speziellen Fokus auf den Übergang vom zersplitterten Privatnotenbanksystem hin zur Etablierung eines zentralen Notenbanksystems. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Was sind die Schlüsselereignisse vom Privatnotenbank hin zum Zentralnotenbanksystem im Deutschland des 19. Jahrhunderts?

  • Analyse der Geld- und Währungsverhältnisse zu Beginn der industriellen Revolution.
  • Untersuchung der Preußischen Bank als zentralem Akteur und Vorbild für die Reichsbank.
  • Betrachtung der Konkurrenzsituation durch private „Zettelbanken“ und deren politische Ursachen.
  • Darstellung der legislativen Prozesse, die zur Verdrängung der privaten Notenbanken führten.

Auszug aus dem Buch

3. Die Gründung der Preußischen Bank

Die Preußische Bank wurde im Jahr 1846 gegründet und nahm am 01.01.1847 ihre Geschäfte auf. Als Nachfolgerin der Königlichen Giro- und Lehnbanco, die nicht mehr in der Lage gewesen war, den wachsenden Erforderlichkeiten gerecht zu werden, wurde diese von einer rein staatlichen in eine öffentlich-rechtliche Bank umgewandelt. Laut der Preußischen Bankordnung von 1846 sollte die Preußische Bank folgende Aufgaben übernehmen: „§. 1. (Zweck der Bank.) Die Bank ist bestimmt, den Geld-Umlauf des Landes zu befördern, Kapitalien nutzbar zu machen, Handel und Gewerbe zu unterstützen und einer übermäßigen Steigerung des Zinsfußes vorzubeugen.“ Um diese Aufgaben effektiv umsetzen zu können, musste die Bank mit einer entsprechend breiten Kapitalbasis ausgestattet sein.

Der Staat Preußen war jedoch nicht in der Lage, die enorme Geldmenge selbst bereitzustellen. Aus diesem Grund wurden bei der Neugründung der Bank private Investoren beteiligt. Zum Zweck der Kapitalbeschaffung wurden Anteile der Bank in Form von Aktien ausgegeben. Das Gesamtvolumen der ersten Aktienemission betrug dabei „zehn Millionen Thaler, welche in zehn Tausend Antheile, jeder zu Tausend Thaler eingeteilt und baar in preußischem Silbergelde […] zu den Kassen der Bank einzuzahlen sind.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die historische Transformation des deutschen Währungssystems und führt in die zentrale Fragestellung zur Entwicklung des Zentralnotenbanksystems ein.

2. Geld und Banken in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland: Das Kapitel beschreibt die durch Münzvielfalt und Zölle geprägte Ausgangslage sowie den Einfluss der einsetzenden industriellen Revolution auf das Geldwesen.

3. Die Gründung der Preußischen Bank: Hier werden die Entstehung, die Organisationsstruktur und die anfängliche Geldpolitik der Preußischen Bank als Antwort auf den steigenden Kapitalbedarf analysiert.

4. Der Weg zur Zentralbank: Die Zettelbanken als Konkurrenz zur Preußischen Bank: Dieses Kapitel erläutert, wie der Wettbewerb durch private Notenbanken in den Kleinstaaten Preußen zur Anpassung seiner Geldpolitik und schließlich zur Gründung der Reichsbank zwang.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Etappen der Zentralisierung zusammen, insbesondere die sukzessive Verdrängung privater Notenbanken durch regulative Maßnahmen wie das Banknotensperrgesetz.

Schlüsselwörter

Preußische Bank, Reichsbank, Notenbanken, Zettelbanken, Zentralnotenbanksystem, Industrielle Revolution, Geldpolitik, Notenemission, Banknote, Währungsunion, Bankgesetz, Kapitalbedarf, Deutschland, 19. Jahrhundert, Banknotensperrgesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den historischen Prozess, der in Deutschland während des 19. Jahrhunderts vom System privater Notenbanken hin zu einem zentralisierten Zentralnotenbanksystem unter der Reichsbank führte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle Preußens als Wegbereiter, die Entstehung und Verdrängung privater "Zettelbanken" sowie die institutionalisierte Entwicklung von der Preußischen Bank zur Reichsbank.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die entscheidenden Weichenstellungen und politischen sowie ökonomischen Schlüsselereignisse zu identifizieren, welche die Schaffung einer einheitlichen, zentralen Notenbank für das Deutsche Reich ermöglichten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die Primärquellen wie die „Preußische Bankordnung“ und das „Statut der Reichsbank“ sowie relevante fachhistorische Literatur auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des frühen Bankwesens, die Gründung und Struktur der Preußischen Bank sowie den detaillierten Vergleich und Übergang zum zentralen Reichsbankmodell.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Preußische Bank, Reichsbank, Notenemission, Zettelbanken und industrielle Entwicklung charakterisiert.

Warum galten die sogenannten „Zettelbanken“ als Gefahr für Preußen?

Sie stellten eine Konkurrenz dar, entzogen sich teilweise den preußischen Kontrollmechanismen und betrieben oft keine solide Geschäftspolitik, was bei einem Zusammenbruch die Wirtschaft in Preußen gefährdet hätte.

Welchen Einfluss hatte das „Banknotensperrgesetz“?

Es verbot die Gründung neuer Notenbanken in den betreffenden Gebieten und war ein entscheidendes Instrument, um die Macht der privaten Notenbanken schrittweise zu brechen und die Dominanz der Reichsbank zu festigen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Herausbildung des Universalbankensystems. Die „Zettelbanken“
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Industrialisierung und Banken in Europa
Note
1,0
Autor
Tobias Dorn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
25
Katalognummer
V1188089
ISBN (PDF)
9783346621078
ISBN (Buch)
9783346621085
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte Bank Geld Deutschland Zentralbank Geldpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Dorn (Autor:in), 2020, Herausbildung des Universalbankensystems. Die „Zettelbanken“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188089
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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