In diesem Werk ist die geplante und durchgeführte Familientherapie zu finden. Auf die Beschreibung des Anlasses und der Problemsituation folgt die Erläuterung der situationseinschätzenden Maßnahmen. Zudem wird der Bedarf an psychosozialer Unterstützung eingeschätzt. Als Beratungsmodell wurde die systemische Beratung gewählt. Auch durchgeführte Verfahren und psychosoziale Maßnahmen werden erläutert. Zudem werden die sozialen Systeme und die Bezugspersonen der Zu-Beratenden einbezogen. Auch auf Umfang, Dauer und Ergebnis der unterstützenden Beratung und der psychosozialen Begleitung wird eingegangen. Abschließend erfolgt eine vorläufige Auswertung der durchgeführten psychosozialen Beratung und Begleitung.
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zum Fall
2. Beschreibung des Anlasses und der Problemsituation
3. Situationseinschätzende Maßnahmen
4. Einschätzung des Bedarfs an psychosozialer Unterstützung
5. Verwendete Beratungsmodelle, durchgeführte Verfahren und psychosoziale Maßnahmen
6. Einbeziehung der sozialen Systeme und der Bezugspersonen der Zu-Beratenden
7. Umfang, Dauer und Ergebnis der unterstützenden Beratung und psychosozialer Begleitung
8. Vorläufige Auswertung der durchgeführten psychosozialen Beratung und Begleitung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dokumentiert einen systemischen Beratungsprozess im Kontext familiärer Belastungen während der COVID-19-Pandemie, mit dem Ziel, durch gezielte methodische Interventionen ein harmonischeres Familienleben zu etablieren und die Erziehungskompetenzen der Eltern zu stärken.
- Systemische Familienberatung und Paartherapie
- Bewältigung von Erziehungsherausforderungen bei Schulschließungen
- Einsatz von Genogrammarbeit zur Reflexion familiärer Muster
- Methodik des "leeren Stuhls" zur Förderung der Empathie bei Kindern
- Interdisziplinäre Unterstützung durch Notbetreuungssysteme
Auszug aus dem Buch
3. Situationseinschätzende Maßnahmen
Als situationseinschätzende Maßnahmen dienten zum einen das erste Telefonat, sowie das Erstgespräch und die Schilderung der Problemlage durch alle Familienmitglieder. Hierbei kam heraus, dass das Ehepaar R. vermutlich schon vor der Corona-Zeit Uneinigkeiten bei der Erziehung der Kinder hatte und sich dies durch die Veränderung der familiären Situation zugespitzt hat. Das Paar benötigte hier ein Einzelgespräch ohne die Kinder.
Bei der zweiten Sitzung, an dem die komplette Familie teilnahm, wurde keine Sitzordnung vorgegeben. Die Familienmitglieder durften sich selbstständig im Raum einen Platz aussuchen. Im Nachfolgenden wird die Sitzposition der Familienmitglieder zum besseren Verständnis aufgezeigt. M steht dabei für Mutter, V für Vater und B für Beraterin. Die Punkte in unterschiedlichen Größen sind die Kinder nach Körpergröße.
Anhand dieser Wahl der Sitzordnung konnten weitere Erkenntnisse zur innerfamiliären Beziehung gewonnen werden. Der Vater sieht sich als außenstehender und nimmt Abstand von der Familie. Die Kinder wurden beide zwischen den Eltern platziert, was einen großen Abstand zwischen den Eltern erfordert.
Des Weiteren wurde in der dritten Sitzung, welche ein Einzelgespräch mit dem Paar enthielt ein Genogramm erstellt. Dieses Genogramm durfte das Ehepaar R., nach Einweisung durch mich, in Teamarbeit erstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Angaben zum Fall: Vorstellung der Ausgangssituation der Familie R. und der initialen Problematik durch die pandemiebedingte Doppelbelastung der Mutter.
2. Beschreibung des Anlasses und der Problemsituation: Detaillierte Schilderung der Erziehungsunsicherheiten und der Konflikte zwischen den Familienmitgliedern aus der Sicht der einzelnen Beteiligten.
3. Situationseinschätzende Maßnahmen: Beschreibung der diagnostischen Schritte, inklusive der Sitzordnung und der Genogrammarbeit zur Analyse familiärer Beziehungsstrukturen.
4. Einschätzung des Bedarfs an psychosozialer Unterstützung: Analyse der Notwendigkeit therapeutischer Interventionen aufgrund von partnerschaftlichen Defiziten und elterlicher Überforderung.
5. Verwendete Beratungsmodelle, durchgeführte Verfahren und psychosoziale Maßnahmen: Erläuterung des systemischen Beratungsansatzes und der spezifischen Methoden wie dem "leeren Stuhl".
6. Einbeziehung der sozialen Systeme und der Bezugspersonen der Zu-Beratenden: Darstellung der Bemühungen zur Entlastung der Familie durch externe Notbetreuungssysteme.
7. Umfang, Dauer und Ergebnis der unterstützenden Beratung und psychosozialer Begleitung: Zusammenfassung des zeitlichen Rahmens und der Kooperationsbereitschaft der beteiligten Akteure.
8. Vorläufige Auswertung der durchgeführten psychosozialen Beratung und Begleitung: Reflexion über die erzielten Fortschritte und die Wirksamkeit der gewählten therapeutischen Strategien.
Schlüsselwörter
Systemische Beratung, Familienberatung, Familientherapie, Paartherapie, Genogramm, Erziehung, Psychosoziale Begleitung, Resilienz, Notbetreuung, Schulschließung, Konfliktlösung, Kindeswohl, Systemtheorie, Elternschaft, Fallarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit dokumentiert den systemischen Beratungsprozess einer Familie in einer durch die Pandemie verursachten Krisensituation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die systemische Familientherapie, der Umgang mit häuslicher Belastung und die Reflexion von Erziehungsmustern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Stabilisierung des Familienlebens durch die Stärkung der elterlichen Kooperation und die Lösung aktueller Erziehungskonflikte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden systemische Fragetechniken, die Genogrammarbeit und die Methode des "leeren Stuhls" angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage, diagnostische Maßnahmen, die durchgeführten therapeutischen Verfahren sowie deren Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Systemische Beratung, Familienberatung, Erziehung, Genogrammarbeit und Konfliktlösung sind die zentralen Begriffe.
Welche Rolle spielt das Genogramm für die Familie R.?
Das Genogramm diente dazu, die problematische Herkunftsgeschichte des Vaters aufzuarbeiten und das Verständnis für sein aktuelles Erziehungsverhalten zu fördern.
Warum wurde die Methode des "leeren Stuhls" bei dem Kind L. eingesetzt?
Diese Methode wurde genutzt, um L. einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und ihn empathisch mit den Gefühlen seiner Mutter zu konfrontieren.
- Citar trabajo
- Beatrix Albrecht (Autor), 2020, Falldokumentation einer Familientherapie. Gestaltung von systemischen Prozessen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188109