Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización

Deutsche Kolonien in Georgien (1818-1914). Migrationsmotive, Diaspora-Merkmale und kulturelle Identität

Título: Deutsche Kolonien in Georgien (1818-1914). Migrationsmotive, Diaspora-Merkmale und kulturelle Identität

Trabajo , 2020 , 25 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Tamari Herding (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Der Fokus der schriftlichen Arbeit wird auf die Ansiedlung, Gründungen von Kolonien sowie auf die Entwicklung bzw. Beibehaltung der gemeinsamen kulturellen Identität von Deutschen in Georgien gelegt. Dabei sollen den Leitfragen nachgegangen werden: Was waren die Migrationsmotive der deutschen Auswanderer nach Südkaukasus? Welche Diaspora-Merkmale weisen die deutschen Kolonien in Georgien sowohl am Anfang ihrer Ansiedlung als auch am Vorabend des Ersten Weltkrieges auf? Was charakterisiert ihre kulturelle Identität in Abgrenzung zur Mehrheitsgesellschaft im Residenzland? Im ersten Kapitel werden die Gründe und Formen der Migration nach Hiebig skizziert. Darüber hinaus werden Diasporabegriff und -konzepte nach Mayer und Kokot, Diasporamerkmale nach Moosmüller sowie die Bedeutung der Ausbildung und Erhaltung von kultureller Identität in einer Diaspora nach Kokot, Moosmüller und Baumann untersucht.

Dabei werden die deutschen Kolonisten als eine diasporische Gemeinschaft verstanden, die die eigene kulturelle Identität als Symbol für die Repräsentation der Diaspora sowie für die Abgrenzung von kulturell Anderen ausbildet und pflegt. Das zweiten Kapitel wird die Geschichte der Aus- und Rückwanderung der Deutschen nach Russland und zurück skizzieren. Im Anschluss wird die Ansiedlung der Deutschen im Südkaukasus im Mittelpunkt gerückt und die Gründungen von Kolonien in Georgien aufgezeigt. Dabei wird der Fokus auf die Auswanderungsgründe sowie auf die Entwicklung von wirtschaftlichen-, sozialen-, gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Deutschen im 19ten Jahrhundert gelegt.

Das dritte Kapitel wird sich der, ab dem Jahr 1906 in Tiflis verlegten Zeitschrift „Kaukasische Post“ widmen, die auch als Quellenmaterial dienen wird. Nach einer kurzen geschichtlichen Vorstellung der Zeitung, wird anhand der Zeitungsbeiträge die Selbstwahrnehmung der Deutschen als Minderheitsgesellschaft in Georgien hinterfragt. Es soll aufgezeigt werden, welche kulturellen und religiösen Praxen in den Kolonien gelebt und welche sozialen Netzwerke aufrechterhalten wurden. Anhand der dargelegten Forschungsstande bezüglich der Migrations- und Diasporaforschung, mithilfe der Geschichte der deutschen Auswanderer in Russland und im Südkaukasus und nicht zuletzt mittels von Berichten aus der Kaukasischen Post soll im Anschluss ein zusammenfassendes Fazit im vierten Kapitel gezogen und die Leitfragen beantwortet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Migration und Diaspora

1.1. Migration: Formen und Motive

1.2. Diaspora: Begriffserklärung und Konzepte

2. Russlanddeutsche

2.1. Auswanderung der Deutschen nach Russland und die Rückwanderung nach Deutschland. Ein Exkurs.

2.1. Deutsche Kolonien in Georgien im 19. Jahrhundert

3. Die Kaukasische Post im Jahr 1914

3.1. Eine kurze Geschichte der Kaukasischen Post

3.2. Die Berichte aus der „Kaukasischen Post“ im Jahr 1914

4. Zusammenfassendes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen deutschen Kolonien in Georgien im Zeitraum von 1818 bis 1914. Im Fokus steht dabei die Analyse der Ansiedlungsgründe, der sozialen sowie kulturellen Identitätsentwicklung der deutschen Minderheit und deren Abgrenzung zur Mehrheitsgesellschaft im Residenzland Georgien, wobei insbesondere zeitgenössische Berichte aus der „Kaukasischen Post“ als Quelle dienen.

  • Analyse von Migrationsmotiven und -formen deutscher Auswanderer in den Südkaukasus.
  • Untersuchung der deutschen Kolonien als diasporische Gemeinschaft.
  • Rolle der Religion für den Gruppenzusammenhalt und die Identitätssicherung.
  • Bedeutung der „Kaukasischen Post“ als Identitätsanker und Informationsquelle.
  • Reflektion über Assimilationsprozesse und den Erhalt kultureller Eigenheiten.

Auszug aus dem Buch

2.1. Deutsche Kolonien in Georgien im 19. Jahrhundert

Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege wandten etwa 700 schwäbische Familien pietistischen Glaubens mit einem Schreiben an den russischen Zaren zu, mit der Bitte, eine neue Bleibe in Russland zu gewähren. Im Schreiben wurde ausdrücklich erklärt, dass die Schwaben nicht aus materiellen, sondern aus religiösen Gründen Deutschland verlassen wollten und gaben das Land Südkaukasus, „das für Obst und Weinbau geeignet wäre“ als das Wunschland an. Diese Bitte wurde vom Kaiser am 10. Mai 1817 genehmigt und die ersten Auswandere-Familien machten sich auf dem Weg Richtung Kaukasus.

Nach Reitenbach kamen im Jahr 1818 (bei Auch im Jahr 1917) etwa 2000 Deutsche in Georgien an. Die Zahlen der deutschen Auswanderer variieren allerdings laut dem Autor in verschiedenen Quellen. Die Auswanderer kamen überwiegend aus Württemberg, die dort als verarmte Untertanen lebten. Die deutschen Kolonisten kamen „im November 1818 in der georgischen Hauptstadt Tiflis an und hatten somit das ersehnte und gelobte Land“ erreicht, wo sie um die Hauptstadt herum die Siedlungen bauen dürften. So wurden die ersten acht Kolonien Marienfeld, Katharinenfeld, Annenfeld, Alexandersdorf, Helenendorf, Petersdorf, Elisabeththal und Neu-Tiflis unweit von Tiflis gegründet. Später kamen die Grünthal, Alexanderhilf, Waldheim, Steinfeld und Traubenberg dazu. Die Namen der Kolonien bezogen sich überwiegend auf die Kaiserliche Familie, um die „Dankbarkeit an die allerhöchstens Schutzengel auf der Erde, dem Zar“ zum Ausdruck zu bringen. Diejenigen, die kein Land in Georgien bekamen, mussten weiter nach Aserbeidschan ziehen und dort die Kolonien gründen. Für die Verwaltung der deutschen Kolonien in Georgien wurde eine Kommission „Das Kontor zur Verwaltung der ausländischen Kolonisten in Georgien“ mit Sitz in Tiflis gegründet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Forschungsfeld der deutschen Kolonien im Südkaukasus sowie Darlegung der Leitfragen und der methodischen Vorgehensweise.

1. Migration und Diaspora: Theoretische Auseinandersetzung mit Migrationsbegriffen, Diasporakonzepten und der Bedeutung von Identität in einem fremden soziokulturellen Umfeld.

2. Russlanddeutsche: Historischer Überblick über die Auswanderung nach Russland und detaillierte Betrachtung der Ansiedlung und Lebensbedingungen der Kolonisten in Georgien.

3. Die Kaukasische Post im Jahr 1914: Vorstellung der Zeitung als zentrales Medium und Analyse ihrer Berichterstattung zur Identitätskonstruktion und zum Gemeinschaftsleben der Deutschen.

4. Zusammenfassendes Fazit: Synthese der Ergebnisse zur Identitätsbildung und Diaspora-Eigenschaft der deutschen Kolonisten unter Berücksichtigung der untersuchten Faktoren.

Schlüsselwörter

Deutsche Kolonien, Georgien, Diaspora, Migrationsgeschichte, Kaukasische Post, Kulturelle Identität, Religion, Südkaukasus, 19. Jahrhundert, Integration, Assimilation, Russlanddeutsche, Pietismus, Minderheitenforschung, Gemeinschaftsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte, Identität und Lebensweise deutscher Auswanderer, die sich im 19. Jahrhundert in Georgien niederließen und dort sogenannte deutsche Kolonien bildeten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Migrationsmotiven, der diasporischen Lebensform, der Rolle der Religion als identitätsstiftender Faktor sowie der kulturellen Abgrenzung zur georgischen Mehrheitsgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu ergründen, welche Merkmale die deutschen Kolonien als diasporische Gemeinschaft auszeichneten und wie diese ihre kulturelle Identität über einen Zeitraum von rund 100 Jahren bewahrten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Untersuchung erfolgt auf Basis einer Literaturanalyse zur Migrations- und Diasporaforschung sowie durch eine inhaltliche Auswertung historischer Quellen, insbesondere der Zeitschrift „Kaukasische Post“ aus dem Jahr 1914.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die historische Skizzierung der Russlanddeutschen, die spezifische Siedlungsgeschichte in Georgien und die quellenbasierte Analyse der „Kaukasischen Post“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Diaspora, deutsche Kolonien in Georgien, Migrationsgeschichte, kulturelle Identität, Religion und das deutschsprachige Pressewesen im Kaukasus.

Wie wichtig war die Religion für die deutschen Kolonisten in Georgien?

Die Religion war ein maßgeblicher Grundpfeiler des „Deutschtums“, diente als integrative Kraft innerhalb der Kolonien und als wichtiges Identitätsmerkmal gegenüber der christlich-orthodoxen georgischen Umwelt.

Welche Funktion erfüllte die Zeitung „Kaukasische Post“ für die Gemeinschaft?

Sie fungierte als zentrales Informationsorgan, das nicht nur Nachrichten aus der Heimat und dem Ausland vermittelte, sondern auch zur Vernetzung der Kolonisten beitrug und ihre kulturellen sowie religiösen Praktiken dokumentierte.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Deutsche Kolonien in Georgien (1818-1914). Migrationsmotive, Diaspora-Merkmale und kulturelle Identität
Universidad
University of Hagen
Calificación
1,7
Autor
Tamari Herding (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
25
No. de catálogo
V1188125
ISBN (PDF)
9783346624666
ISBN (Libro)
9783346624673
Idioma
Alemán
Etiqueta
Russlanddeutsche Kaukasusdeutsche Russisches Kaiserreich Georgien Migration Diaspora Globale Migration Diasporamerkmale kulturelle Identität Deutsche Kolonien Kaukasus Kaukasische Post
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tamari Herding (Autor), 2020, Deutsche Kolonien in Georgien (1818-1914). Migrationsmotive, Diaspora-Merkmale und kulturelle Identität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188125
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  25  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint