„Nutzen Sie unsere Frühbucherangebote und buchen Sie schon jetzt Ihren Sommerurlaub
2007!“ Kennen Sie Werbesprüche wie diesen aus der Reisebranche? Haben Sie auch schon
häufiger davon geträumt wie es jetzt - da es in Deutschland unangenehm kalt ist - wäre an
einem Strand der italienischen Adria zu liegen oder eine Fahrt entlang der Amalfiküste zu
machen? Vielleicht haben Sie ja auch schon des Öfteren von solch speziellen Angeboten
Gebrauch gemacht. Meist handelt es sich um Angebote für Ferienhäuser oder Bungalow-
Anlagen in Südeuropa und vor allem in Italien. Die deutschen Feriengäste reisen vorwiegend
mit dem eigenen Fahrzeug an. Doch der Weg zur Sonne und zum Meer ist nicht gerade kurz
und häufig steht man im Stau. Mal von den üblichen Staus in Einzugsgebieten der Großstädte
abgesehen, stockt der Verkehr üblicherweise in der Ferienzeit vor Tunnels bzw. Mautstationen.
Wer stand nicht schon mal an einer der zahlreichen Ampeln vor dem Tauerntunnel
oder am Brenner? Gerade letzterer stellt die wohl am häufigsten gewählte Reiseroute von
Deutschland nach Italien dar. Kann man also von der europäischen Nord-Süd-Achse sprechen?
Dieser Frage möchte ich in dieser Arbeit auf den Grund gehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Urlaub 2007
2 Der Brenner
2.1 Die Gemeinde Brenner
2.2 Der Brennerpass
2.3 Die Brennerroute
3 Die Brennerverkehrswege – vom Saumpfad zur Autobahn
3.1 Die Brennerstraße
3.1.1 Entwicklung – von den Römern bis heute
3.1.2 Straßenverlauf – von Innsbruck nach Bozen
3.1.3 Eignung für den Straßenbau und den Verkehr
3.1.2.1 Straßenbau
3.1.2.2 Verkehr
3.1.2.3 Leistungsfähigkeit
3.2 Brennerbahn
3.2.1 Entwicklung – Karl von Etzels genialer Entwurf
3.2.2 Streckenverlauf - von München nach Verona
3.2.3 Leistungsfähigkeit
3.3 Brennerautobahn – erste alpenquerende Vollautobahn
3.3.1 Notwendigkeit - Dauerstau Ende der 50er/Anfang der 60er
3.3.2 Entwicklung
3.3.3 Eckdaten
3.3.4 Finanzierung und PKW-Maut
3.3.4.1 Österreich
3.3.4.2 Italien
3.3.5 Hauptverbindungen und transportierte Güter
4 Probleme der Brennerverkehrswege und Abhilfemaßnahmen
4.1 Natur
4.1.1 Streusalzausbreitung
4.1.2 Luftverschmutzung
4.2 Gesundheit
4.2.1 Lärmbelästigung
4.2.2 Luftverschmutzung
4.3 Schwerverkehr
4.4 Abhilfemaßnahmen – Wie kann man den Verkehr auf die Schiene holen?
4.4.1 RoLa – Die Rollende Landstraße
4.4.2 UKV
5 BBT – Der Brennerbasistunnel
5.1 Notwendigkeit
5.2 Positive Effekte
5.3 Von der Idee zur Realisierung
5.4 Phasen
5.5 Das Projekt
5.6 Finanzierung
5.7 Gegenstimmen
6 Die Brennerroute im Vergleich mit anderen alpenquerenden Routen
6.1 Österreich im Vergleich mit der Schweiz und Frankreich
6.2 Der Brenner im Vergleich mit alpenquerenden Routen durch die Schweiz und Frankreich
6.2.1 Vergleich der Mautgebühren
6.3 Der Brenner im österreichischen Vergleich
7 Fazit
8 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die historische und aktuelle Bedeutung der Brennerroute als zentrale europäische Nord-Süd-Achse. Im Fokus steht dabei die Analyse der verschiedenen Verkehrswege – Straße, Bahn und Autobahn – sowie die damit verbundenen ökologischen und gesundheitlichen Herausforderungen für den Alpenraum, insbesondere durch den zunehmenden Schwerverkehr.
- Historische Entwicklung der Brennerverkehrswege vom Saumpfad zur Autobahn.
- Analyse der infrastrukturellen Leistungsfähigkeit und Verkehrsbelastung.
- Ökologische und gesundheitliche Auswirkungen des Transits auf die Alpenregion.
- Abhilfemaßnahmen und verkehrspolitische Strategien (RoLa, UKV).
- Das Großprojekt Brennerbasistunnel (BBT) als zukunftsweisende Lösung.
- Vergleichende Betrachtung der Brennerroute mit anderen alpenquerenden Routen.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Entwicklung – von den Römern bis heute
„Von einer Straße im heutigen Sinne kann man erstmals in der Römerzeit sprechen.“ Denn während der Herrschaft Kaiser Augustus und der Eroberung des Alpenraumes 15 vor Christus durch die Römer, wurde der Saumpfad zu einer Straße ausgebaut. Kaiser Septimus Severus baute den Brennerweg im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus schließlich zu einer Heeresstraße aus.
Nach dem Untergang des Römischen Reichs 476 nach Christus folgte eine etwa 500 Jahre andauernde Periode des Stillstandes am Brenner aus straßenbaulicher Sicht.
Unter der Herrschaft Karl des Großen (*742, † 814) wurde der Brennerweg verbessert und zur Kaiserstraße umbenannt. Mit der Krönung Ottos des Ersten 962 nach Christus erlangte die Brennerstraße zusätzliche Bedeutung. Da nun die germanischen Könige wie zum Beispiel später auch Friedrich der Erste (König Barbarossa) nach Rom reisen mussten um sich dort zum Kaiser krönen zu lassen. Insgesamt fanden 140 Züge deutscher Kaiser nach Rom statt, immerhin 66 davon gingen über den Brenner.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Urlaub 2007: Einführung in die Thematik der Urlaubsreisen nach Italien und die Rolle des Brenners als häufig gewählte Reiseroute.
2 Der Brenner: Definition des geographischen Raumes und Vorstellung der Gemeinde Brenner sowie des Brennerpasses als niedrigstem Alpenübergang.
3 Die Brennerverkehrswege – vom Saumpfad zur Autobahn: Chronologische Darstellung der Entwicklung der Brennerstraße, der Brennerbahn und der Brennerautobahn sowie deren technische Merkmale.
4 Probleme der Brennerverkehrswege und Abhilfemaßnahmen: Erläuterung der negativen Auswirkungen auf Natur und Gesundheit durch das hohe Verkehrsaufkommen und Vorstellung von Verlagerungsmaßnahmen auf die Schiene.
5 BBT – Der Brennerbasistunnel: Detaillierte Betrachtung des Großprojekts zur Kapazitätserweiterung und Verlagerung des Güterverkehrs durch einen Basistunnel.
6 Die Brennerroute im Vergleich mit anderen alpenquerenden Routen: Analyse der Wettbewerbsfähigkeit und des Verkehrsaufkommens im Vergleich zu schweizerischen und französischen Transitrouten.
7 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Brennerroute als europäische Nord-Süd-Achse und Ausblick auf die Bedeutung des Brennerbasistunnels.
8 Ausblick: Kritische Reflexion der Zukunftsfähigkeit der Brennerroute unter Berücksichtigung von Mautgebühren, Benzinpreisen und Umweltaspekten.
Schlüsselwörter
Brennerroute, Brennerpass, Transitverkehr, Schwerverkehr, Brennerautobahn, Brennerbahn, Brennerbasistunnel, Alpenraum, Umweltschutz, Güterverkehr, Schienengüterverkehr, Infrastruktur, RoLa, Transitpolitik, Nord-Süd-Achse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Brennerroute als eine der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindungen im alpenquerenden Transitverkehr.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Infrastruktur, die Verkehrsbelastung, die Auswirkungen auf die Alpenregion sowie Lösungsansätze zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Rolle des Brenners als zentrale Verkehrsachse zu beleuchten und zu hinterfragen, ob zukünftige Großprojekte wie der Brennerbasistunnel die notwendige Entlastung bringen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer deskriptiven Auswertung aktueller Verkehrsdaten und statistischer Prognosen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technikhistorische Entwicklung der Verkehrswege, die Problemfelder (Natur, Gesundheit, Stau) und die infrastrukturellen Lösungsstrategien wie die RoLa, UKV und den Brennerbasistunnel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Brennerroute, Transit, Schwerverkehr, Schienengüterverkehr, Brennerbasistunnel, Infrastruktur und Alpenraum.
Welche Rolle spielen der Brennerbasistunnel für die Zukunft?
Er soll durch seine baulichen Vorteile, insbesondere den Flachbahncharakter und die höhere Tonnagekapazität, maßgeblich dazu beitragen, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Warum gibt es Gegenstimmen zum Brennerbasistunnel?
Kritiker führen die extrem hohen Baukosten, die noch nicht voll ausgeschöpfte Kapazität der bestehenden Bahnstrecke und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Luft- und Straßenverkehr ins Feld.
- Citar trabajo
- Sandra Holte (Autor), 2007, Die Brennerroute - Eine regionale Geographie der europäischen Nord-Süd-Achse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118858