Der Emissionshandel als klimapolitisches Instrument erscheint deshalb besonders attraktiv, da er gleichzeitig zwei wesentliche Anforderungen an die Klimapolitik zu erfüllen verspricht – ökonomische Effizienz und ökologische Treffsicherheit. Ferner sind die Systemgrenzen eines Emissionszertifikatehandelssystems variabel – Emissionshandel kann sowohl regional, national als auch global betrieben werden. Die aktuellen politischen Verhandlungen zum Emissionshandel bewegen sich denn auch im Spannungsfeld regionaler, nationaler, europäischer und globaler Politik.
Die Grundschwierigkeit beim Erstellen dieser Arbeit lag darin, dass die Verhandlungen zum Emissionshandel sowohl auf internationaler, europäischer als auch auf den diversen nationalen Ebenen in einem dynamischen und interdependenten Prozess begriffen sind. Die vorgelegte Untersuchung muss demzufolge eher als Augenblicksaufnahme denn als abgeschlossenes Gesamtbild der Debatte um den Emissionshandel bewertet werden.
Klimawandel, weltweit wachsende Gefahren für Leib und Leben, Schäden für die Wirtschaft, von Versicherungen kaum noch tragbar. Aber auch neue Chancen für das Weltklima und die Wirtschaft – durch Emissionshandel? Der Emissionshandel – ein Königsweg, der wichtige ökologische und ökonomische Herausforderungen zu bestehen im Stande ist? Und nach welchen Regeln?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zentrale Begriffsbestimmungen
- Emissionshandel
- Anthropogener Klimawandel
- Der Treibhauseffekt
- Die Ursachen des Treibhauseffekts
- Die Folgen des Treibhauseffekts
- Der Klimawandel im Modell der Natur- und Wirtschaftswissenschaften
- Der anthropogene Treibhauseffekt - die naturwissenschaftliche Basis
- Ursachen des anthropogenen Treibhauseffektes
- Bedeutung des CO2 für den Treibhauseffekt
- MBH98 - die "Hockeyschlägerkurve"
- Klimaschutz im Modell der Ökonomie
- Internalisierungskonzept nach Pigou
- Ökonomische Analyse des Umweltproblems
- Externe Effekte in der Umweltökonomie
- Der anthropogene Treibhauseffekt - die naturwissenschaftliche Basis
- Umweltpolitik
- Prinzipien der Umweltpolitik
- Hauptinstrumente der Umweltpolitik
- Chronik des Klimaschutzes
- Ziele des Kyoto-Protokolls
- Festlegung neuer Emissionsrichtlinien auf der letzten Klimakonferenz in Kyoto
- Deutschland als Vorreiter
- Prinzipien der Umweltpolitik
- Emissionsrechte
- Prinzip des Emissionshandels
- Emissionshandel: Klima schonen bringt Geld
- Vergabe der Zertifikate
- Grandfathering (freie Vergabe)
- Auctioning (Versteigerungsverfahren)
- Joint Implementation (JI)
- Gültigkeit der Zertifikate
- Unbefristet gültige Zertifikate
- Zeitlich befristete Zertifikate
- Die räumliche Differenzierung von Emissionsrechten
- Räumlich uneingeschränkt gültige Emissionsrechte
- Emissionsorierte Verschmutzungsrechte (EDP)
- Lokal orientierte Verschmutzungsrechte (LDP)
- Immissionsorientierte Emissionszertifikate (ADP)
- Funktionsweise des Emissionshandels
- Rahmenbedingungen
- Handelsabwicklung
- Praktische Umsetzung
- Notwendigkeit eines Emissionsmanagements
- Allgemeine rechtliche Anforderungen
- Bedeutung der CO2-Vermeidungskosten
- Bedeutung und Einflussfaktoren des Zertifikatspreises
- Acid Rain Program
- Bubble-Policy - Glocken-Politik
- Offset-Policy - Ausgleichspolitik
- Banking & Leasing – Umweltbanken
- Kritische Beurteilung des Emissionsrechtehandels
- Ökonomische Effizienz
- Ökologische Effizienz
- Innovationseffizienz
- Politische Akzeptanz
- Unternehmen müssen für die Nutzung der Umwelt zahlen
- Natur oder Industrie - wem nützt der Emissionshandel?
- Ein Grab für Kohlendioxid
- Flüssiges Kohlendioxid durch Pipelines
- Öl-Felder unter Niedersachsen
- Große Hoffnung: Buntsandstein
- Klimakonferenz in Paris
- Weltumweltorganisation nimmt Gestalt an
- Charta der Umweltrechte
- "Beispiellose Erderwärmung"
- EU-Klimaziele beschäftigen Ministerrunde
- Bundesregierung gibt mehr Geld für Klimaforschung
- EU will Fluggesellschaften zum Klimaschutz zwingen
- Nicht-EU-Staaten lehnen Pläne ab
- Fliegen bald nur noch mit Zertifikat
- Flugzeuge sollen ab 2011 CO2-Zertifikate vorlegen
- Was tun gegen den Klimawandel?
- Kyoto-Protokoll nur ein Anfang
- Emissionshandel soll Anreize schaffen
- Erneuerbare Energien und Erdwärme
- Passivhaus und Altbausanierung
- Weniger Heizen, Elektrogeräte aus!
- Sprit sparen oder Erdgas tanken
- Wenn die Politik nicht will: Selbst handeln!
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Studienarbeit befasst sich mit dem Thema des CO2-Emissionshandels. Sie analysiert die Funktionsweise dieses klimapolitischen Instruments, beleuchtet seine ökonomischen, ökologischen und politischen Implikationen und diskutiert die Chancen und Herausforderungen, die mit dem Emissionshandel verbunden sind.
- Der anthropogene Treibhauseffekt und seine Folgen für das Klima
- Die ökonomischen Grundlagen des Emissionshandels
- Die Funktionsweise des Emissionshandels auf nationaler und internationaler Ebene
- Die kritische Beurteilung des Emissionshandels als klimapolitisches Instrument
- Mögliche Lösungsansätze für den Klimaschutz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema des CO2-Emissionshandels ein und erläutert die Relevanz des Themas im Kontext des globalen Klimaschutzes. Es werden die wichtigsten Begriffsdefinitionen, wie Emissionshandel und anthropogener Klimawandel, eingeführt und der historische Kontext des Klimawandels beleuchtet.
Kapitel 2 beschäftigt sich mit der ökonomischen Analyse des Umweltproblems. Es werden verschiedene Konzepte zur Internalisierung externer Effekte, wie das Pigou-Konzept und das Coase-Theorem, vorgestellt und ihre Relevanz für den Emissionshandel diskutiert.
Kapitel 3 bietet einen Überblick über die wichtigsten Prinzipien und Instrumente der Umweltpolitik. Der Fokus liegt auf der Darstellung des Emissionshandels als einem Instrument der Umweltpolitik und der Analyse seiner Funktionsweise.
Kapitel 4 befasst sich mit der praktischen Umsetzung des Emissionshandels. Es werden die Rahmenbedingungen, die Handelsabwicklung und die Bedeutung des Zertifikatspreises erläutert. Außerdem werden verschiedene Ansätze zur Optimierung des Emissionshandels, wie die Bubble-Policy und die Offset-Policy, vorgestellt.
Kapitel 5 analysiert die kritischen Aspekte des Emissionsrechtehandels. Es werden die ökonomischen, ökologischen und politischen Effizienz des Systems diskutiert und die wichtigsten Herausforderungen, die mit dem Emissionshandel verbunden sind, benannt.
Kapitel 6 bietet einen Ausblick auf die Zukunft des Emissionshandels. Es werden die wichtigsten Lösungsansätze für den Klimaschutz diskutiert und die Rolle des Emissionshandels im Kontext der globalen Klimapolitik beleuchtet.
Schlüsselwörter
CO2-Emissionshandel, Treibhausgase, Klimawandel, Kyoto-Protokoll, Umweltpolitik, Ökonomische Effizienz, Ökologische Effizienz, Politische Akzeptanz, Externe Effekte, Internalisierung, Zertifikate, Zertifikatspreis, Emissionsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Was verspricht der Emissionshandel als klimapolitisches Instrument?
Er verspricht ökonomische Effizienz (Kostenminimierung) und ökologische Treffsicherheit (Erreichen von CO2-Zielen).
Was ist der Unterschied zwischen Grandfathering und Auctioning?
Grandfathering bezeichnet die kostenlose Vergabe von Zertifikaten basierend auf historischen Emissionen, während beim Auctioning Zertifikate versteigert werden.
Was besagt die „Hockeyschlägerkurve“ (MBH98)?
Sie ist ein naturwissenschaftliches Modell, das den rasanten Anstieg der globalen Temperaturen im Kontext des anthropogenen Treibhauseffekts verdeutlicht.
Was versteht man unter der „Bubble-Policy“?
Die Glocken-Politik ermöglicht es, mehrere Emissionsquellen unter einer gemeinsamen „Glocke“ zusammenzufassen und die Emissionen im Verbund zu steuern.
Welche Rolle spielt CO2 für den Treibhauseffekt?
CO2 ist das maßgebliche Gas des anthropogenen Treibhauseffekts, dessen Reduktion durch den Emissionshandel finanziell attraktiv gemacht werden soll.
Was sind die Ziele des Kyoto-Protokolls?
Das Protokoll legt völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern fest.
- Citar trabajo
- Anika Erdmann (Autor), 2007, CO2 Emmisionshandel und Umweltpolitik in der Unternehmenswirtschaft. Definitionen und Handlungsvorschläge, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118867