Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Psychosoziale Hilfen für weibliche Jugendliche mit Anorexia nervosa, selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität

Titel: Psychosoziale Hilfen für weibliche Jugendliche mit Anorexia nervosa, selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität

Bachelorarbeit , 2020 , 53 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Olivia Gadzala (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im ersten Teil dieser Bachelorarbeit wird das Krankheitsbild der Anorexia nervosa vorgestellt. Hierzu werden Kriterien zur Definition, Formen des Erscheinungsbildes, Ätiologie, Komorbiditäten und der Verlauf erarbeitet. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens (SVV). Eigenschaften des SVV, die Ursachen der Entstehung, die Funktionen des SVV und die möglichen Erkennungsfaktoren für Sozialarbeiterinnen werden erläutert. Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit der Suizidalität. Definition, Formen, mögliche Ursachen sowie die Erkennungsmerkmale für die Sozialarbeiterinnen werden auch hier erörtert.

Das fünfte Kapitel setzt sich mit den allgemeinen Vorgehensweisen zu Hilfsmöglichkeiten für an AN erkrankte Jugendliche auseinander. Einen zentralen Stellenwert stellen die Möglichkeiten der Sozialarbeiterinnen dar, um den Betroffenen Hilfsstellungen anzubieten. Hierfür wird das Modell der motivierenden Gesprächsführung dargestellt, welches dazu beitragen kann, dass die erkrankten Mädchen ihre Ambivalenz gegenüber der AN lösen und in eine Behandlung einwilligen. Die Behandlungsansätze der Psychotherapie und die dazugehörigen Settings (ambulant, teilstationäre und stationär) werden im nächsten Schritt vorgestellt. Die ambulanten und stationären Hilfen stellen auch einen wichtigen Aspekt zur Alltagsbewältigung dar. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit den möglichen Hilfen im sozialarbeiterischen Kontext bei anorektischen Mädchen, die Zeichen des selbstverletzenden Verhaltens und/oder Suizidalität aufweisen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anorexia nervosa

2.1. Allgemeines

2.2. Erscheinungsbild der Anorexia nervosa

2.2.1. Psychosoziales Erscheinungsbild

2.2.2. Körperliches Erscheinungsbild und Folgen

2.3. Ätiologie

2.4. Psychische Komorbiditäten

2.5. Verlauf

3. Selbstverletzendes Verhalten

3.1. Allgemeines

3.2. Ätiologie

3.3. Funktionen des selbstverletzenden Verhaltens

3.4. Erkennungsmerkmale für die Soziale Arbeit

4. Suizidalität

4.1. Allgemeines

4.2. Formen

4.3. Ätiologie

4.4. Erkennungsmerkmale für die Soziale Arbeit

5. Allgemeine Vorgehensweise zu Hilfsmöglichkeiten für an Anorexia nervosa erkrankte Jugendliche

5.1. Erkenntnis der Erkrankung und Motivationsförderung zur Behandlung

5.2. Psychotherapie

5.2.1. Ambulantes Setting

5.2.2. Teilstationäres Setting

5.2.3. Stationäres Setting

5.3. Hilfen zur Alltagsbewältigung

5.3.1. Ambulante/teilstationäre Hilfen

5.3.2. Stationäre Hilfen

6. Hilfen im sozialarbeiterischen Kontext bei anorektischen Mädchen mit selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität

6.1. Hilfen bei anorektischen Mädchen mit selbstverletzendem Verhalten

6.2. Hilfen bei anorektischen Mädchen mit Suizidalität

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelor-Arbeit untersucht, welche Hilfsmöglichkeiten Sozialarbeiterinnen bei weiblichen Jugendlichen mit Anorexia nervosa zur Verfügung stehen, insbesondere wenn die Betroffenen zusätzlich Symptome von selbstverletzendem Verhalten oder Suizidalität zeigen. Ziel ist es, fundiertes Wissen über diese Krankheitsbilder und deren Begleiterscheinungen zu vermitteln sowie Handlungsstrategien aufzuzeigen, um die Unsicherheit in der pädagogischen Praxis zu minimieren und professionelle Unterstützung zu gewährleisten.

  • Grundlagen der Anorexia nervosa: Definition, Symptomatik, Ätiologie und Verlauf.
  • Phänomenologie und Ursachen von selbstverletzendem Verhalten (SVV) und Suizidalität bei Jugendlichen.
  • Psychosoziale Interventionen und therapeutische Settings (ambulant, teilstationär, stationär).
  • Spezifische Anforderungen an die Soziale Arbeit in der Krise (Krisenintervention, Beziehungsgestaltung).
  • Methoden der Motivationsförderung und Alltagsbewältigung für betroffene Mädchen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Allgemeines

Die Anorexia nervosa (AN), auch (Pubertäts)-Magersucht genannt, ist eine Form der Essstörung und heißt übersetzt „nervös bedingte Appetitlosigkeit“ (Friedrich et al., 2014, S.5). Die Übersetzung ist missverständlich, da die Betroffenen nicht an einer Appetitlosigkeit leiden. Gerade am Anfang werden die Hungergefühle bewusst unterdrückt (vgl. Friedrich et al., 2014, S.5).

Die AN gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und ist die dritthäufigste chronische Erkrankung in der weiblichen Jugend. Sie zeigt die höchste Neuerkrankungsrate zwischen dem vierzehnten und neunzehnten Lebensjahr. Ungefähr jedes fünfzigste Mädchen in der entsprechenden Altersspanne erkrankt an einer AN. Neue Untersuchungen haben ergeben, dass die AN im Jugendalter zunimmt (vgl. Herpertz-Dahlmann, 2020, S. 327).

Im Vordergrund der Erkrankung stehen hierbei der willentlich herbeigeführte extrem hohe Gewichtsverlust und die daraus resultierende Folge des dauerhaft zu niedrigen Körpergewichts. Die Betroffenen haben panische Angst vor einer der Norm entsprechenden Gewichtszunahme und denken trotz des Untergewichts, dass sie zu dick sind (vgl. Preuß, 2010, S. 179).

Weitere charakteristische Züge sind das schwierige Essverhalten, geprägt durch die dauerhafte Beschäftigung mit dem Thema „Essen“, die extreme Sorge um das Gewicht und eine gestörte Wahrnehmung des eigenen Körperbildes, indem sie ihr eigenes, abgemagertes Erscheinungsbild selbst nicht wahrnehmen (vgl. Simchen, 2016, S.47).

Für die Einteilung der AN im Jugendalter sind drei Typen relevant. Die Unterscheidung findet zwischen der Form des passiven/restriktiven Typus (der Gewichtsverlust gelingt durch die Begrenzung der Nahrungszufuhr und/oder exzessive körperliche Aktivität), des aktiven/bulimischen Typus (neben der eingeschränkten Nahrungszufuhr kommt es zur Einnahme von Laxativum, Diuretikum oder selbst herbeigeführtem Erbrechen) und des atypischen Typus (hierbei sind nur einige klinische Kriterien vorhanden) statt (vgl. Preuß, 2010, S.179; Steinhausen, 2019, S.233).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Anorexia nervosa, ihre psychischen Folgen und die Relevanz der Unterstützung durch die Soziale Arbeit bei begleitendem selbstverletzendem Verhalten.

2. Anorexia nervosa: Detaillierte Darstellung des Krankheitsbildes, seiner Erscheinungsformen, Ursachen und psychischen Komorbiditäten bei Jugendlichen.

3. Selbstverletzendes Verhalten: Analyse des Phänomens SVV, seiner Funktionen als Bewältigungsstrategie und der notwendigen Erkennungsmerkmale für pädagogische Fachkräfte.

4. Suizidalität: Erläuterung der Formen und Hintergründe von Suizidalität im Jugendalter sowie Darstellung der Warnsignale, die ein sofortiges Handeln erfordern.

5. Allgemeine Vorgehensweise zu Hilfsmöglichkeiten für an Anorexia nervosa erkrankte Jugendliche: Überblick über therapeutische Ansätze und verschiedene Settings sowie Strategien zur Motivationsförderung und Alltagsbewältigung.

6. Hilfen im sozialarbeiterischen Kontext bei anorektischen Mädchen mit selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität: Konkrete Interventionsmöglichkeiten und Krisenbewältigung für Sozialarbeiterinnen bei Vorliegen dieser komplexen Begleitsymptome.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Fragestellung und Ausblick auf die Bedeutung fachlicher Qualifizierung für die Arbeit mit dieser Zielgruppe.

Schlüsselwörter

Anorexia nervosa, Soziale Arbeit, Mädchen, Jugendalter, Selbstverletzendes Verhalten, Suizidalität, Essstörung, Krisenintervention, Psychosoziale Hilfe, Motivationsförderung, stationäre Behandlung, psychiatrische Komorbidität, Bewältigungsstrategien, therapeutisches Setting, Jugendhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Unterstützungsmöglichkeiten, die Sozialarbeiterinnen für an Anorexia nervosa erkrankte Mädchen anbieten können, sofern diese zusätzlich selbstverletzendes Verhalten oder Suizidalität aufweisen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Anorexia nervosa als Essstörung, die Phänomenologie von SVV und Suizidalität sowie die verschiedenen klinischen und pädagogischen Hilfesettings für betroffene Jugendliche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Fachwissen der Leser über diese Krankheitsbilder zu vertiefen und konkrete Handlungsoptionen für die Soziale Arbeit aufzuzeigen, um Unsicherheiten im professionellen Umgang abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer kritischen Auseinandersetzung mit vorhandenen Fachpublikationen, um Hilfsmöglichkeiten systematisch abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der drei Störungsbilder (AN, SVV, Suizidalität) sowie die anschließende Darstellung konkreter Hilfs- und Interventionsangebote im sozialpädagogischen Alltag.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Anorexia nervosa, Soziale Arbeit, Krisenintervention, Selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität beschreiben.

Welche Rolle spielt die „Motivierende Gesprächsführung“ (MI) bei der Behandlung von Anorexia nervosa?

Die MI dient dazu, die oft ambivalente Haltung der Betroffenen gegenüber einer Behandlung zu adressieren und durch einen kooperativen Gesprächsstil die intrinsische Motivation zur Veränderung zu fördern.

Was ist das Konzept „BELLA“ im Kontext der Krisenintervention?

BELLA ist ein Akronym für die fünf wichtigsten Aspekte der Krisenintervention: Beziehungsaufbau, Erfassung der Situation, Linderung der Symptomatik, Einbezug des sozialen Umfelds und Aktivierung von Ressourcen.

Warum ist die Arbeit in Wohngruppen bei anorektischen Mädchen besonders relevant?

Wohngruppen bieten einen intensiven Lebenskontext, in dem Sozialarbeiterinnen rund um die Uhr Unterstützung bei der Alltagsbewältigung und der Etablierung eines gesunden Essverhaltens leisten können.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychosoziale Hilfen für weibliche Jugendliche mit Anorexia nervosa, selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,5
Autor
Olivia Gadzala (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
53
Katalognummer
V1188691
ISBN (PDF)
9783346623119
ISBN (Buch)
9783346623126
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychosoziale hilfen jugendliche anorexia verhalten suizidalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olivia Gadzala (Autor:in), 2020, Psychosoziale Hilfen für weibliche Jugendliche mit Anorexia nervosa, selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188691
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  53  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum