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Das Verlagshaus Ullstein

Projektarbeit zu seiner Geschichte, wichtigen Zeitungen und Zeitschriften, und Ullstein als Mutterhaus des deutschen Medienmarketings

Title: Das Verlagshaus Ullstein

Project Report , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Carol Petri (Author)

Communications - Print Media, Press
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Die Zeitungsständer in der deutschen Hauptstadt sind dicht gefüllt – auch heutzutage, wo Nachrichten im Fernsehen, Radio oder gar Internet und via Handy verbreitet werden. Neben bekannten nationalen und internationalen Blättern ragen zwei durch ihre reißerische, bildhafte Aufmachung hervor: BILD, und daneben, etwas handlicher, die B.Z. Schnell klimpert das Kleingeld der Kunden in den Händen der Verkäufer, und wortlos verschwinden die Käufer in einem der zahlreichen Busse oder in der U-Bahn Berlins.

Am Breitscheidplatz, in der City „des Westens“, zwischen Tauentzienstraße und dem berühmten Kurfürstendamm, prangt eine riesige Leuchtreklame in grün-weißer Farbe: Berliner Morgenpost leuchtet es hastenden Großstädtern und Touristen entgegen, während am Platz ein Bus mit dem einprägsamen Slogan „B.Z. – Die größte Zeitung Berlins“ hält. Überall in Berlin sind diese beiden Zeitungen, B.Z. und die Berliner Morgenpost, präsent – wenn teilweise auch verwittert als Giebelreklamen an vielen Berliner Mietshäusern. Sie erscheinen, ebenso wie viele Taschenbücher, unter dem Namen Ullstein – auch wenn die Zeitungen heute zum Axel-Springer-Verlag gehören. Außerhalb Berlins wird mit dem Namen Ullstein nicht mehr viel verbunden. Dreht man die Zeit 100 Jahre oder etwas mehr zurück, wird man sehen, dass dieses Verlagshaus einst das größte Europas, wenn nicht gar der Welt, war und die deutsche Presse- und Medien-, wie auch Buch- und Werbelandschaft tiefgehend geprägt hat.

Im Folgenden werden die Geschichte des großen Hauses Ullstein, seiner Zeitungen (besonders der B.Z. (am Mittag) und der Berliner Illustrirten ), alte (und neue) Marketingkonzepte, sowie die Bedeutung von Büchern für den Verlag beleuchtet werden. Ullstein wird heute fast ausschließlich mit Büchern in Verbindung gebracht, jedoch war und ist Ullstein mehr, Ullstein „ist“ Berlin und gehört zur Hauptstadt wie die Berliner Weiße, die Currywurst und die so weltoffene Art der Hauptstädter.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Auftakt. Berlin, 2008

2. Anfänge und der Weg zum Erfolg (Zeitungsproduktion)

3. Zwei herausragende Zeitungen des Ullstein-Hauses

a) Berliner Illustrirte Zeitung

b) B.Z. am Mittag

4. Die weiteren Zeitungen des Hauses

5. Das Marketingkonzept des Hauses

6. Bücher bei Ullstein

7. Die politische Richtung (bis 1933)

8. Ullstein ab 1933

9. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

10. Kurzes Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Verlagshauses Ullstein, dessen innovative Zeitungs- und Marketingkonzepte sowie die prägende Rolle des Verlags als Mutterhaus des deutschen Medienmarketings bis 1933.

  • Geschichte und wirtschaftliche Entwicklung des Ullstein-Konzerns
  • Strategien des modernen Zeitungswesens und der Leserbindung
  • Die Bedeutung von Fortsetzungsromanen und crossmedialer Vermarktung
  • Ullsteins innovative Rolle als Vorreiter im deutschen Marketing
  • Politisches Selbstverständnis und die Zäsur durch die NS-Zeit

Auszug aus dem Buch

3. Zwei herausragende Zeitungen des Ullstein-Hauses.

b) B.Z. am Mittag.

Bis 1904 erschien die Berliner Zeitung als Vormittags- und Abendausgabe. Die Produktionsabläufe im Druck waren zwischenzeitlich modernisiert worden und Ullstein besaß damals die schnellsten Rotationspressen der Welt. Man entdeckte eine Marktlücke und wollte zugleich die Kapazitäten der Pressen ausnutzen, welche am Vormittag stillstanden und entschied sich, eine Mittagszeitung herauszubringen – die Berliner Zeitung am Mittag. Sie gilt als erstes Boulevardblatt Deutschlands. Der Vertrieb im Abonnement war jedoch unmöglich, da die Leser zur Mittagszeit nicht zu Hause waren, sondern arbeiten oder in der Stadt unterwegs. Schnell merkte man bei Ullstein, dass der Name für die Marken- und Sloganbildung, wie für das Ausrufen auf der Straße zu lang war und verkürzte den Namen einfach auf B.Z. am Mittag. Zugute kam Ullstein auch die bereits erwähnte Aufhebung des Verbots vom Verkauf von Zeitungen auf der Straße. Der Erfolg war so durchschlagend, dass bereits 1905 die Morgen- und Abendausgabe der Berliner Zeitung zu Gunsten der B.Z. am Mittag eingestellt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Auftakt. Berlin, 2008: Das Kapitel führt in die aktuelle Präsenz der Marke Ullstein in Berlin ein und erläutert die Relevanz der historischen Untersuchung des Verlags.

2. Anfänge und der Weg zum Erfolg (Zeitungsproduktion): Hier wird die Gründung des Konzerns durch Leopold Ullstein 1877 und die Etablierung vertikaler Verflechtungen beschrieben.

3. Zwei herausragende Zeitungen des Ullstein-Hauses: Das Kapitel analysiert die Berliner Illustrirte Zeitung und die B.Z. am Mittag als Prototypen für neue Zeitungsformate und Vertriebswege.

4. Die weiteren Zeitungen des Hauses: Es wird das breitere Portfolio des Verlags beleuchtet, inklusive der Vossischen Zeitung und der Berliner Morgenpost im Kontext des Produktportfolios.

5. Das Marketingkonzept des Hauses: Das Kapitel untersucht die innovativen Werbe- und Bindungsmethoden, wie Sponsoring und Merchandising, mit denen Ullstein zum Vorreiter des Marketings wurde.

6. Bücher bei Ullstein: Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf den Buchmarkt und die Gründung des Propyläen Verlags werden hier detailliert dargestellt.

7. Die politische Richtung (bis 1933): Die Arbeit charakterisiert das liberale und demokratische Selbstverständnis des Verlags vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten.

8. Ullstein ab 1933: Hier wird die Zerschlagung des Familienunternehmens und die Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten beschrieben.

9. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: Dieses Kapitel behandelt die Restitution des Verlags, die Nachkriegskrise und die Übernahme durch den Axel-Springer-Verlag.

10. Kurzes Fazit: Eine abschließende Betrachtung, die Ullstein als Mutterhaus des deutschen Medienmarketings würdigt.

Schlüsselwörter

Ullstein, Berliner Illustrirte Zeitung, B.Z. am Mittag, Zeitungsgeschichte, Medienmarketing, Pressemarkt, Verlagswesen, Boulevardzeitung, Berliner Presse, Medienkonzern, Verlagsgeschichte, Printmedien, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Kulturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Projektarbeit thematisiert die Unternehmensgeschichte des Verlags Ullstein, insbesondere seine Rolle als Vorreiter des modernen Medienmarketings im Berlin des frühen 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Zeitungs- und Buchproduktion, die vertikale Integration der Konzernstruktur sowie die innovativen Marketingstrategien zur Leserbindung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Haus Ullstein durch unternehmerischen Mut und marketingorientiertes Denken die Medienlandschaft in Deutschland maßgeblich geprägt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse historischer Dokumente sowie Fachliteratur zur Presse- und Mediengeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu den wichtigsten Publikationen (B.Z., Illustrirte), der Marketingstrategie, dem Buchverlag und der politischen Entwicklung bis 1933.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Verlagsgeschichte, Medienmarketing, Zeitungsformat, Boulevardisierung, Berliner Presse und vertikale Unternehmensverflechtung.

Welche Bedeutung hatte das Marketing für Ullstein?

Marketing war für Ullstein nicht nur ein Add-on, sondern ein integraler Bestandteil des Geschäftsmodells, um durch Synergien und Markenbindung eine breite Leserschaft zu erreichen.

Wie veränderte sich die Rolle von Büchern bei Ullstein über die Zeit?

Bücher begannen als Nebeneinkunftsquelle, entwickelten sich aber durch den Propyläen Verlag und die Zweitverwertung von Inhalten zu einem wichtigen Standbein des Konzerns.

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Details

Title
Das Verlagshaus Ullstein
Subtitle
Projektarbeit zu seiner Geschichte, wichtigen Zeitungen und Zeitschriften, und Ullstein als Mutterhaus des deutschen Medienmarketings
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (Bereich Buchwissenschaft / PR))
Course
Seminar Buchwissenschaft (Politik und Ökonomie der Kommunikation)
Grade
1,7
Author
Carol Petri (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V118897
ISBN (eBook)
9783640220182
Language
German
Tags
Verlagshaus Ullstein Seminar Buchwissenschaft Kommunikation)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carol Petri (Author), 2008, Das Verlagshaus Ullstein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118897
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