Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques

Hannah Ahrendt und Aristoteles

Antiker und moderner Politikbegriff im Vergleich

Titre: Hannah Ahrendt und Aristoteles

Dossier / Travail , 2007 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Patrick Müller (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung wird mitunter die gesteigerte Bedeutung
der Auseinandersetzung mit dem Werk Hannah Arendts vor dem Hintergrund
der Terroranschläge vom 11. September 2001 betont. Oft liegt dabei, was durchaus
nahliegend ist, der Schwerpunkt auf Arendts Hauptwerk „Elemente und Ursprünge
totaler Herrschaft“. Dieses gestiegene Interesse an Hannah Arendt lässt es sinnvoll
erscheinen sich auch mit ihrem anderen Hauptwerk, „Vita Activa oder Vom tätigen
Leben“, verstärkt auseinanderzusetzen. Zu eben dieser Auseinandersetzung will die
vorliegende Arbeit einen Beitrag leisten.
Zweck dieser Untersuchung soll die Auseinandersetzung mit zwei in der wissenschaftlichen
Publizistik zu findenden *esen sein. Die erste dieser *esen ist die
Dolf Sternbergers gemäß welcher das Denken Hannah Arendts seinen Ursprung
nicht, wie von ihr selbst in ihren Werken mitunter angedeutet, im platonischen sondern
vielmehr im aristotelischen Denken hat. Die andere *ese ist eine Lesart des
arendtschen Denkens welche von Margaret Canovan stammt, und welche unter anderem
auch von Richard J. Bernstein vertreten wird, nach der der Ursprung der politischen
Philosophie Hannah Arendts nicht in ihrer Auseinandersetzung mit der
antiken politischen Philosophie sondern in der Erfahrung des Totalitarismus liegt.

[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Das politische Denken in der Antike: Der Politikbegriff des Aristoteles

Vorbedingung aristotelischen Denkens

Die griechische Polis

Das voraristotelische politische Denken

Der Begriff des Politischen bei Aristoteles

Das Ziel des Politischen

Die Polis als einzig politischer Raum

Der Politikbegriff Hannah Arendts

Politik als Handeln: Einführung in den Politikbegriff Hannah Arendts

Der politische Raum und die ihn konstituierenden Elemente

Das Handeln in Abgrenzung zum Herstellen und Arbeiten

Vom Verhältnis der Politikbegriffe Hannah Arendts und Aristoteles

Die Normativität des Politikbegriffs

Bezugnahmen Hannah Arendts auf Aristoteles

Die Kritik des Zoon Politikon

Spontanität als Element des Politischen

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Schlusswort und Fazit der Untersuchung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem antiken Politikbegriff des Aristoteles und dem modernen Politikverständnis von Hannah Arendt, um die theoretische Verankerung ihres Denkens in der antiken Philosophie zu prüfen und kritisch zu diskutieren.

  • Vergleichende Analyse des aristotelischen Politikbegriffs und der Polis-Konzeption.
  • Untersuchung des Politikverständnisses Hannah Arendts mit Fokus auf das Werk "Vita Activa".
  • Abgrenzung der Begriffe Handeln, Herstellen und Arbeiten im Denken Arendts.
  • Diskussion der Thesen von Dolf Sternberger und Margaret Canovan zum Ursprung von Arendts Philosophie.
  • Identifikation von Gemeinsamkeiten und Differenzen in der normativen Ausrichtung beider Denker.

Auszug aus dem Buch

Das Handeln in Abgrenzung zum Herstellen und Arbeiten

Grundsätzlich unterscheidet Hannah Arendt das Handeln von den Begriffen des Herstellens und des Arbeitens. Um die Abgrenzung zu ermöglichen lohnt sich dabei eine Betrachtung der Begriffe des Herstellens und Verwaltens. Entscheidende Merkmale des Herstellens sind dabei einerseits dessen klar bestimmter zeitlicher Umfang, wobei von besonderer Relevanz das Vorhandensein eines klar bestimmten Endes ist welches dem Handeln fehlt, und andererseits seine Widerrufbarkeit, also die Möglichkeit das Hergestellte zu zerstören, die dem Handeln ebenfalls fremd ist. Das Arbeiten wiederum sichert als Tätigkeit das „Am-Leben-Bleiben des Individuums und das Weiterleben der Gattung“. Es erscheint nun an dieser Stelle geboten auf die eigentliche Definition des Handlungsbegriffes einzugehen. Diese ergibt sich daraus, dass das Handeln per Definition einen Neuanfang, welchen Arendt in seiner Losgelöstheit von den Kausalitäten der Welt in der das Handeln stattfindet gar als „Wunder“ beschreibt, darstellt. Wie die bereits angestellten Betrachtungen des politischen Raumes nahe legen ist Handeln grundsätzlich nur in einem solchen möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung führt in die wissenschaftliche Debatte über die Ursprünge des Denkens von Hannah Arendt ein und definiert den Zweck der Untersuchung, die Arendts Politikverständnis mit dem des Aristoteles vergleicht.

Das politische Denken in der Antike: Der Politikbegriff des Aristoteles: Dieses Kapitel erläutert die Bedingungen der griechischen Polis sowie das Ziel des Politischen bei Aristoteles, das im Erreichen des höchsten Gutes für die Gemeinschaft besteht.

Der Politikbegriff Hannah Arendts: Hier wird Arendts Verständnis von Politik als Handeln dargestellt und durch die Abgrenzung zu den Tätigkeiten des Herstellens und Arbeitens präzisiert.

Vom Verhältnis der Politikbegriffe Hannah Arendts und Aristoteles: Dieses Kapitel analysiert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Denker, insbesondere hinsichtlich ihrer Normativität und Arendts kritischer Bezugnahme auf den aristotelischen Begriff des Zoon Politikon.

Schlusswort und Fazit der Untersuchung: Das Fazit bewertet die diskutierten Thesen von Sternberger und Canovan vor dem Hintergrund der herausgearbeiteten theoretischen Schnittstellen zwischen Arendt und Aristoteles.

Schlüsselwörter

Hannah Arendt, Aristoteles, Politikbegriff, Handeln, Polis, Vita Activa, Zoon Politikon, Politischer Raum, Gemeinschaft, Normativität, Totalitarismus, Pluralismus, Freiheit, Griechische Antike, Politische Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem Vergleich des politischen Denkens von Hannah Arendt und Aristoteles, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer jeweiligen Politikbegriffe herauszuarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition des Politischen, die Bedeutung der Polis, die Kategorien des Handelns, Herstellens und Arbeitens sowie die normative Begründung politischen Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein Urteil über die These zu ermöglichen, ob Arendts Denken wesentlich im aristotelischen Denken verwurzelt ist oder primär aus der Erfahrung des Totalitarismus resultiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der die Texte von Hannah Arendt (insbesondere "Vita Activa") und Aristoteles gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der aristotelischen Polis-Theorie, eine Erläuterung von Arendts Handlungsbegriff und eine vergleichende Untersuchung der normativen Gemeinsamkeiten und Divergenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Politikbegriff, Handeln, Polis, Vita Activa und Zoon Politikon charakterisieren.

Warum lehnt Arendt den Begriff des Zoon Politikon teilweise ab?

Arendt argumentiert in ihren Fragmenten, dass der Mensch nicht von Natur aus politisch ist, sondern Politik erst zwischen Menschen durch deren wechselseitigen Bezug entsteht.

Inwiefern unterscheiden sich die Zwecke des Politischen bei Arendt und Aristoteles?

Während Aristoteles das höchste Gut und Glückseligkeit als Ziel des Politischen sieht, begreift Arendt Politik primär als Organisation des Zusammenlebens zur Sicherung des Überlebens.

Wie definiert Arendt den Unterschied zwischen Handeln und Herstellen?

Handeln ist durch Unvorhersehbarkeit und Neuanfang gekennzeichnet, während Herstellen durch ein klares Ende, zeitlichen Umfang und Widerrufbarkeit bestimmt ist.

Fin de l'extrait de 14 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Hannah Ahrendt und Aristoteles
Sous-titre
Antiker und moderner Politikbegriff im Vergleich
Université
University of Bonn  (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie)
Cours
Übung
Note
1,7
Auteur
Patrick Müller (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
14
N° de catalogue
V118898
ISBN (ebook)
9783640221622
ISBN (Livre)
9783640223510
Langue
allemand
mots-clé
Hannah Ahrendt Aristoteles
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrick Müller (Auteur), 2007, Hannah Ahrendt und Aristoteles, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118898
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint