Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation

Die spanische Bombe

Die Hohenzollernkandidatur in Spanien

Titre: Die spanische Bombe

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Johannes Thoböll (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Hohenzollernkandidatur in Spanien 1870 und der daraus resultierenden Konfrontation zwischen Preußen und Frankreich. Die zentrale Frage hierbei ist, wieso aus der Frage um den vakanten spanischen Thron ein Konflikt zwischen Preußen und Frankreich entstand.
Als erstes wird auf die spanische Revolution und die damit einhergehende Thronfrage eingegangen. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich mit dem Verhalten Bismarcks und Preußens bei der Aufnahme der Kandidatur des Erbprinzen Leopolds von Hohenzollern-Sigmaringen. Anschließend wird die französische Reaktion auf die Kandidatur dargestellt mit dem Schwerpunkt, wieso Frankreich so viel Anstoß an einer solchen Kandidatur nahm. Der letzte Abschnitt behandelt die Forschungskontroverse zwischen Josef Becker und Eberhard Kolb, wobei der Fokus auf die Intention und Voraussicht Bismarcks bei der Forcierung der Kandidatur gelegt ist.
Die Quellenlage zu diesem Themenkomplex ist äußerst umfangreich und zum größten Teil auch vollständig. Neben den Akten der auswärtigen Politik Preußens, sowie den gesammelten Werken Bismarcks, stehen Quelleneditionen von Richard Fester und Jochen Dittrich zur Verfügung, die genauen Einblick über die Korrespondenzen zwischen Spanien, Preußen und Frankreich in den Jahren von 1868 bis 1870 geben.
Des Weiteren ist die Thronkandidatur in der Literatur breit behandelt worden, so dass ein guter Überblick über die Ereignisse gegeben ist. Insbesondere die Werke von Herbert Geuss, Eberhard Kolb und Josef Becker bieten eine Fülle von Informationen zugleich muss zwischen den Publikationen der Autoren differenziert werden, da sie von unterschiedlichen Standpunkten das Thema behandeln.
Zum einen wird der mentalitätsgeschichtliche Aspekt im Verhalten der Franzosen erörtert, zum anderen wird versucht Bismarcks Intentionen in der Kandidatur näher zu beleuchten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die spanische Revolution und der Weg zur Hohenzollernkandidatur

2.1 Die spanische Revolution 1868

2.2 Die spanische Thronfrage

3 Bismarck, Preußen und die Genese der Hohenzollernkandidatur

4 Frankreich und die Hohenzollernkandidatur

4.1 Frankreichs Außenpolitik in Spanien nach der Septemberrevolution

4.2 Frankreichs Reaktion auf die Hohenzollernkandidatur

5 Die Absichten Bismarcks in der Kontroverse Becker/Kolb

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Hohenzollernkandidatur von 1870 und analysiert, warum die Thronvakanz in Spanien zu einer direkten Konfrontation zwischen Preußen und Frankreich eskalierte, wobei insbesondere Bismarcks Intentionen und die französische Reaktion kritisch beleuchtet werden.

  • Die Auswirkungen der spanischen Revolution von 1868 auf die internationale Politik.
  • Die machtpolitischen Hintergründe der Hohenzollernkandidatur für den spanischen Thron.
  • Die französische Außenpolitik und das Streben nach Vermeidung preußischer Hegemonie.
  • Die forschungsgeschichtliche Kontroverse zwischen Josef Becker und Eberhard Kolb zu Bismarcks Zielen.

Auszug aus dem Buch

3 Bismarck, Preußen und die Genese der Hohenzollernkandidatur

Den Vorgängen in Spanien widmete Bismarck ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, denn er erblickte im Sturz der mit Frankreich sympathisierenden Isabella II. einen Vorteil für Preußen, da Napoleon auf diese Weise eines Bundesgenossen beraubt war. Bismarck telegrafierte an das auswärtige Amt am 3.10.1868:

„In unserem Interesse liegt es, dass die spanische Frage als Friedens- Fontanelle offen bleibe, und eine Napoleon angenehme Lösung ist schwerlich die für uns nützliche.“

Dementsprechend ordnete er an, dass „die neue Regierung in Madrid auf das Freundlichste und Zuvorkommendste behandelt werde.“

Die Frage einer Kandidatur eines Hohenzollern für den spanischen Thron trat erst im Februar 1870 an Bismarck heran, als Marshall Prim dem Erbprinzen Leopold in offizieller Form die Thronkandidatur anbot. Dittrich stellt in diesem Zusammenhang fest, dass der rein spanische Ursprung der Kandidatur nicht mehr ernsthaft bezweifelt werden könne. Es ist allerdings schwer nachzuvollziehen, inwieweit Bismarck schon früher die Chance auf einen Hohenzollern auf dem spanischen Thron in sein politisches Kalkül mit einbezogen hatte. Ein Indiz hierfür könnte sein, dass Bismarck schon 1867 von Freiherrn von Werthern – also vor dem Pronunciamento Prims – auf die Möglichkeit einer Hohenzollernkandidatur in Spanien aufmerksam gemacht worden war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die zentrale Fragestellung zur Entstehung des Konflikts zwischen Preußen und Frankreich infolge der spanischen Thronfrage und gibt einen Überblick über die Quellenlage.

2 Die spanische Revolution und der Weg zur Hohenzollernkandidatur: Dieses Kapitel behandelt die „glorreiche Septemberrevolution“ von 1868 sowie die schwierige Suche Spaniens nach einem neuen, außenpolitisch opportunen Monarchen.

3 Bismarck, Preußen und die Genese der Hohenzollernkandidatur: Hier wird analysiert, wie Bismarck auf das spanische Thronangebot reagierte und inwiefern der Prinz von Hohenzollern-Sigmaringen in seine strategischen Überlegungen passte.

4 Frankreich und die Hohenzollernkandidatur: Dieses Kapitel beleuchtet die französische Außenpolitik nach 1868 und die tiefgreifende Kränkung der französischen Ehre durch die drohende Hohenzollern-Monarchie in Spanien.

5 Die Absichten Bismarcks in der Kontroverse Becker/Kolb: Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage, ob Bismarck den Krieg gezielt provozierte oder lediglich auf die politische Gesamtsituation reagierte.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass die Hohenzollernkandidatur als Katalysator fungierte, der die bereits bestehenden Spannungen zwischen Preußen und Frankreich zur Entladung brachte.

Schlüsselwörter

Hohenzollernkandidatur, Spanien, Preußen, Frankreich, Otto von Bismarck, Napoleon III., Thronfolge, Septemberrevolution, Diplomatische Krise, Prestigepolitik, Machtgleichgewicht, Historische Kontroverse, Josef Becker, Eberhard Kolb, Deutsch-Französischer Krieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe, die zur Konfrontation zwischen Preußen und Frankreich aufgrund der spanischen Thronkandidatur des Hauses Hohenzollern im Jahr 1870 führten.

Welche thematischen Felder stehen im Fokus?

Zentral sind die spanische Revolution von 1868, die diplomatischen Kalküle Bismarcks, die französische Außenpolitik unter Napoleon III. und die historische Forschungskontroverse zu den wahren Absichten der preußischen Führung.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, warum aus der Suche Spaniens nach einem neuen Thronfolger ein direkter Konflikt zwischen den europäischen Großmächten Preußen und Frankreich erwachsen konnte.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Der Autor führt eine analytische Auswertung von Quelleneditionen, diplomatischen Berichten, zeitgenössischer Literatur sowie eine vergleichende Darstellung der Forschungspositionen von Josef Becker und Eberhard Kolb durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spanische Revolution, Bismarcks politisches Kalkül bei der Akzeptanz der Kandidatur, die verzweifelte französische Reaktion und die Debatte um die bewusste Herbeiführung einer kriegerischen Auseinandersetzung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Hohenzollernkandidatur, das Machtgleichgewicht in Europa, das napoleonische Prestigestreben und der Begriff des „Köderlegens“ in der Bismarckschen Politik.

Warum empfand Frankreich die Hohenzollernkandidatur als „Anschlag“?

Aufgrund der Geheimhaltung der Verhandlungen und des Gefühls einer strategischen Einkreisung sah die französische Regierung die Kandidatur als eine eklatante Verletzung ihres Anspruchs auf Vorherrschaft in Europa.

Wie bewertet der Autor Bismarcks Rolle bei der Entstehung des Krieges?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Bismarcks Aussagen ambivalent bleiben und es nicht eindeutig belegt werden kann, ob er den Krieg gezielt suchte, wenngleich er die massive Reaktion Frankreichs hätte antizipieren müssen.

Fin de l'extrait de 20 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die spanische Bombe
Sous-titre
Die Hohenzollernkandidatur in Spanien
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Historisches Seminar)
Cours
Proseminar: Deutschland und Frankreich im 19. Jahrhundert
Note
1,3
Auteur
Johannes Thoböll (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
20
N° de catalogue
V118953
ISBN (ebook)
9783640225378
ISBN (Livre)
9783640227075
Langue
allemand
mots-clé
Bombe Proseminar Deutschland Frankreich Jahrhundert
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Johannes Thoböll (Auteur), 2008, Die spanische Bombe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118953
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint