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Lübecker Ratsurteile über die „vulle mascopey“

Titel: Lübecker Ratsurteile über die „vulle mascopey“

Quellenexegese , 2002 , 15 Seiten , Note: 13

Autor:in: Yonca Kiel (Autor:in)

Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgabenstellung: Schreibe in dem ersten Teil Deiner Arbeit allgemein etwas zu den Lübecker Ratsurteilen. Untersuche in einem zweiten Teil die abgedruckten Urteile näher und stelle im Referat anhand von Urteilen Deine Ergebnisse bzgl. der Ratsurteile und „vulle mascopey" etc. dar.

Leseprobe


Struktur der Untersuchung

A. Übersetzung

B. Quellenexegese

I. Die Lübecker Ratsurteile

II. Der geschichtliche Hintergrund der Urteile

1. Die Geschichte der Stadt Lübeck

2. Das lübische Stadtrecht

3. Der Rat der Stadt Lübeck

4. Die lübischen Kaufleute

5. Die mittelalterlichen, hansischen Handelsgesellschaften

6. Die Lübecker Gerichtsbarkeit

III. Auslegung

1. Äußere Form

2. Inhalt

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von elf Lübecker Ratsurteilen aus den Jahren 1465 bis 1544 die historische Ausprägung der „vullen mascopey“ als speziellen hansischen Handelsgesellschaftstyp. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob diese Form als anerkannte Außengesellschaft mit eigener Vertretungsmacht und Haftung in der mittelalterlichen Geschäftspraxis etabliert war.

  • Rechtshistorische Analyse Lübecker Ratsurteile des 15. und 16. Jahrhunderts.
  • Differenzierung der hansischen Handelsgesellschaftsformen (Societas, Wedderlegginge, Sendeve).
  • Die „vulle mascopey“ als Instrument der Außenhaftung und Vertretungsmacht.
  • Historischer Kontext der Stadt Lübeck, des Rats und des Stadtrechts.
  • Funktionsweise der Lübecker Gerichtsbarkeit und des Oberhofs.

Auszug aus dem Buch

Die „vulle mascopey“

Ab Mitte des 15. Jahrhunderts kann man von einer neuen, erweiterten Form der bisherigen Gesellschaftsformen, der „vullen mascopey“ sprechen. Sie war die einzige Außengesellschaftsform unter den mittelalterlichen, hansischen Handelsgesellschaftstypen und begründete eine Außenhaftung mit Vertretungsmacht der Gesellschafter.

Durch die voranschreitende Komplexität im Wirtschaftsleben der Hanse wurde eine Weiterentwicklung der bestehenden handelsgesellschaftlichen Formen erforderlich. Durch die Geschäftspraxis mit den vorhandenen handelgesellschaftlichen Typen, waren die hansischen Kaufleute bereits darauf vorbereitet diese weiterentwickelte Gesellschaftsform, die „vulle mascopey“, anzunehmen. Jedoch findet sie außer in 11 Lübecker Ratsurteilen, kaum Erwähnung.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Übersetzung: In diesem Kapitel werden zwei ausgewählte Urteile aus den Jahren 1465 und 1486 inhaltlich wiedergegeben.

B. Quellenexegese: Hier wird der Bestand der untersuchten Lübecker Ratsurteile sowie deren Erschließung durch Wilhelm Ebel dokumentiert.

I. Die Lübecker Ratsurteile: Einführung in die Quellengrundlage, die 11 spezifische Urteile zur „vullen mascopey“ umfasst.

II. Der geschichtliche Hintergrund der Urteile: Darstellung der historischen Rahmenbedingungen wie der Stadtentwicklung, des Rats, des Kaufmannsrechts und der verschiedenen Gesellschaftsformen.

III. Auslegung: Analyse der äußeren Form (Sprache/Aufbau) und des Inhalts der Urteile mit Bezug auf die Fallbeispiele von 1465 und 1486.

Schlüsselwörter

Lübecker Ratsurteile, Vulle mascopey, Hansische Handelsgesellschaften, Lübisches Recht, Mittelalterliches Handelsrecht, Fernhandel, Societas, Wedderlegginge, Außenhaftung, Vertretungsmacht, Lübeck, Rechtsgeschichte, Handelsgesellschaft, Wirtschaftsgeschichte, Rechtsprechung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung und rechtliche Einordnung des hansischen Handelsgesellschaftstyps der „vullen mascopey“ auf Basis von Ratsurteilen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der hansischen Handelsstrukturen, der Abgrenzung von Gesellschaftsformen und der Analyse von Ratsentscheiden zur Haftung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit die „vulle mascopey“ als anerkannte Außengesellschaft mit Haftungsfunktion in der Praxis existierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtshistorische Quellenanalyse, bei der primäre Gerichtsakten und einschlägige Fachliteratur herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem historischen Hintergrund Lübecks, der Systematisierung der Handelsgesellschaften und der detaillierten Auslegung zweier spezifischer Ratsurteile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „vulle mascopey“, hansisches Handelsrecht, Außenhaftung und Lübecker Ratsurteile definiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Innen- und Außengesellschaft eine Rolle?

Die Differenzierung ist essentiell, um zu verstehen, ob ein Gesellschafter Vertretungsmacht nach außen besaß und damit die Gesellschaft durch seine Handlungen rechtlich binden konnte.

Welche Bedeutung haben die Ratsurteile von 1465 und 1486?

Diese Urteile dienen als konkrete Fallbeispiele, um die Verfügungsbefugnisse und Haftungsfragen innerhalb einer „vullen mascopey“ im Streitfall aufzuzeigen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lübecker Ratsurteile über die „vulle mascopey“
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Seminar Vormodernes Handelsrecht
Note
13
Autor
Yonca Kiel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V118976
ISBN (eBook)
9783640224319
ISBN (Buch)
9783640224708
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lübecker Ratsurteile Seminar Vormodernes Handelsrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yonca Kiel (Autor:in), 2002, Lübecker Ratsurteile über die „vulle mascopey“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118976
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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