Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Psychologie - Méthodes

Mediation. Die Kunst konstruktiver Konfliktlösung

Titre: Mediation. Die Kunst konstruktiver Konfliktlösung

Mémoire de Maîtrise , 2008 , 71 Pages , Note: 1,8

Autor:in: Alexandra Stutz (Auteur)

Psychologie - Méthodes
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Konflikte können in jeder Lebenslage, in jeder Beziehung und zwischen den unterschiedlichsten Personen, Gruppen oder Staaten auftreten. Die Folgen können verhärtete Fronten, Gewalt oder im extremsten Fall auch Krieg sein. Wenn der Mord, die letzte Eskalationsstufe eines Konfliktes, passiert ist, werden Polizei, Anwälte und Richter tätig. Wenn die Ehe gescheitert ist, treten Scheidungsanwalt und Familiengericht auf den Plan. Es wird also eher auf die Vergangenheit eingegangen und die Zukunft bleibt weitestgehend nicht mit gestaltet.
Die nachstehende Arbeit soll sich mit einer konstruktiven Konfliktlösungmethode beschäftigen, die einsetzt, bevor Misstrauen, Vergeltungswünsche oder Gewalt sich ihren Weg gebahnt haben – die Mediation.
Mediation bietet Wege, Möglichkeiten und Strategien Konflikte beizulegen. Mediation ist nicht nur auf dem Gebiet der Psychologie zu Hause, sondern vereinigt Handlungsperspektiven und Theorien aus unterschiedlichen Fachrichtungen. So beschäftigen sich neben der Psychologie auch Pädagogen, Kommunikationswissenschaftler sowie Straf- und Zivilrechtler mit dieser Thematik. Obwohl die Mediation interdisziplinär verankert ist, soll hier die psychologische Seite im Vordergrund stehen.
Der erste Teil der Arbeit wird sich mit dem zentralen Gegenstand der Mediation beschäftigen, der Begriffsbestimmung des Konfliktes, deren Formen, deren Wesen und dem Aufzeigen von Zusammenhängen.
Im zweiten, dem Hauptteil der Arbeit soll auf die Konfliktlösemethode der Mediation eingegangen werden. Dafür wird zunächst nach einer Definition der Mediation gesucht, die das Verfahren umfassend erklärt.
Im Anschluss daran werden die theoretischen Grundlagen in Form des verhandlungs- und lösungsorientierten Ansatzes, des Harvard- Konzeptes und des weiterentwickelten Transformationsansatzes Beachtung finden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gegenstand der Mediation- der Konflikt

2.1. Definition des Begriffs Konflikt

2.2. Konflikttypologie

2.2.1. Intensität

2.2.2. Beteiligte

2.2.2.1. Intrapsychischer Konflikt

2.2.2.2. Sozialer Konflikt

2.2.3. Streitgegenstände

2.2.4. Erscheinungsform

2.2.5. Merkmale der Beteiligten

2.3. Konfliktvermeidung

3. Das Verfahren der Mediation

3.1. Definition

3.2. Merkmale der Mediation

3.2.1. Mediator als externer Dritter

3.2.2. Allparteilichkeit/Neutralität

3.2.3. Die Eigenverantwortlichkeit

3.2.4. Das Fallspezifische

3.2.5. Die Ergebnisoffenheit

4. Theoretische Grundlagen der Mediation

4.1. Der verhandlungs- und lösungsorientierte Ansatz- Das Harvard- Konzept

4.2. Der Transformationsansatz

5. Die Rolle des Mediators

5.1. Vertrauensaufbau

5.2. Problembewätigungskompetenz

5.3. Lösungsfindungskompetenz

5.4. Emotionale Intelligenz

5.5. Passung von Mediator und Fall

6. Ablauf der Mediation

6.1. Phase I: Vorbereitung

6.2. Phase II: Informations- und Themensammlung

6.3. Phase III: Klärung der Interessen

6.4. Phase IV: Lösungsoptionen suchen und bewerten

6.5. Phase V: Bewertung und Auswahl der Lösungsoptionen

6.6. Phase VI: Mediationsvereinbarung

7. Probleme

7.1. Kommunikationsfallen und Störungen

7.2. Eskalation

7.3. Intervention

8. Anwendungsfelder

8.1. Ehe- und Familienmediation

8.2. Schulmediation

8.3. Wirtschaftsmediation

8.4. Umweltmediation

8.5. Interkulturelle Konflikte

8.6. Täter- Opfer- Konflikte

8.7. Online- Mediation

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Mediation als konstruktive Konfliktlösungsmethode umfassend zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf psychologischen Aspekten des Verfahrens liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Mediatoren durch spezifische Kompetenzen und eine strukturierte Prozessführung dazu beitragen können, verhärtete Konflikte in Richtung einer nachhaltigen Win-Win-Lösung zu lenken.

  • Grundlagen und Typologie von sozialen Konflikten
  • Methodische Ansätze der Mediation (Harvard-Konzept vs. Transformationsansatz)
  • Die Rolle und notwendigen Qualifikationen des Mediators
  • Phasenmodell des Mediationsverfahrens und Umgang mit Störungen
  • Anwendungsfelder und Besonderheiten der Mediation in der Praxis

Auszug aus dem Buch

(1) Trenne Sache und Person

Wie im Vorangegangenen bereits erläutert wurde, entsteht ein Konflikt auf mehreren Ebenen, der Sachebene, auf der es um den Streitgegenstand geht und der Beziehungsebene, in der auch Emotionen und Befindlichkeiten zum tragen kommen. Beide Ebenen stehen sich nicht isoliert und separat gegenüber, sondern sie beeinflussen sich gegenseitig und greifen ineinander (Hösl, 2002, S. 69).

Es wird oft vergessen, dass bei einem Konflikt die Gegenseite genauso aus Menschen besteht, mit eigenen Gefühlen und Wertvorstellungen, aus unterschiedlichten Bereichen und nicht aus abstrakten Parteien. Stellen die Parteien ihre Interessen ihrem Gegenüber sachlich dar und schildern sie auch ihre Gefühle und Emotionen, kann ein Verhältnis zwischen den Parteien geschaffen werden, dass von Vertrauen, Verständnis und Respekt geprägt ist, welches auch Verhandlungen in Zukunft positiv beeinflusst und Probleme effizienter lösen lässt. Bezieht man aber ein sachlich bestehendes Problem auf den Streitgegner und schreibt ihm zu, der Verursacher zu sein, fühlt dieser sich angegriffen und wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht objektiv reagieren.

Die Folge kann eine durch die innere Dynamik ausgelöste Eskalation des Konfliktverlaufs sein. Um dieser destruktiven Entwicklung entgegenzuwirken, ist es die Aufgabe des Mediators Sach- und Beziehungsebene zu entwirren. Dies erfolgt indem die Sache von den Personen getrennt wird. Bleibt dies aus, ist kein sachliches Arbeiten im Mediationsverfahren möglich. Gegenteilig dürfte der Ton während des Verfahrens von Schuldvorwürfen und wenig konstruktiver Kritik geprägt sein. Durch die Trennung der Ebenen wird eine bessere Beziehungsebene geschaffen, die es ermöglicht, den Konflikt sachlich anzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Mediation als eine konstruktive Methode zur Konfliktlösung vor, bei der psychologische Aspekte eine zentrale Rolle einnehmen.

2. Gegenstand der Mediation- der Konflikt: Dieses Kapitel definiert den Begriff Konflikt und bietet eine detaillierte Typologie an, um die verschiedenen Formen und Ursachen von Konflikten besser zu verstehen.

3. Das Verfahren der Mediation: Hier wird das Verfahren der Mediation definiert und seine wesentlichen Merkmale, wie Allparteilichkeit und Ergebnisoffenheit, erörtert.

4. Theoretische Grundlagen der Mediation: Es erfolgt eine Analyse der zwei zentralen Ansätze: der verhandlungs- und lösungsorientierte Harvard-Ansatz sowie der Transformationsansatz.

5. Die Rolle des Mediators: Dieses Kapitel beleuchtet die erforderlichen Kompetenzen und Qualifikationen eines Mediators, wie Vertrauensaufbau und emotionale Intelligenz.

6. Ablauf der Mediation: Der Prozess der Mediation wird in seine sechs idealtypischen Phasen unterteilt und detailliert dargestellt.

7. Probleme: Hier werden mögliche Störungen im Mediationsprozess, wie Eskalationen und Kommunikationsfallen, sowie entsprechende Interventionsstrategien behandelt.

8. Anwendungsfelder: Die praktische Anwendung der Mediation wird anhand verschiedener Felder wie Familien-, Schul-, Wirtschafts- und Umweltmediation sowie Täter-Opfer-Ausgleich aufgezeigt.

9. Schluss: Die Arbeit endet mit einem Fazit über die Bedeutung der Mediation als erlernbare Kunst der Konfliktlösung und ihre positive Verbreitung in verschiedenen Lebensbereichen.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktlösung, Harvard-Konzept, Transformationsansatz, Mediator, Kommunikation, Allparteilichkeit, Konflikttypologie, Eigenverantwortlichkeit, WIN-WIN-Lösung, Konfliktvermeidung, Schulmediation, Wirtschaftsmediation, Interventionsstrategien, Emotionale Intelligenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Mediation als Methode zur konstruktiven Konfliktlösung und beleuchtet dabei insbesondere die psychologischen Hintergründe und die Rolle des Mediators.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Mediation, das Phasenmodell des Ablaufs, die Anforderungen an den Mediator sowie die verschiedenen Anwendungsbereiche in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Wirkungsweise der Mediation zu erklären und aufzuzeigen, wie Mediatoren durch ihre Kompetenz dazu beitragen können, verhärtete Konflikte in konstruktive Bahnen zu lenken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und greift auf Konzepte wie das Harvard-Modell, den Transformationsansatz, die Transaktionsanalyse und die personzentrierte Kommunikation nach Rogers zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Konfliktbegriffs, das Verfahren der Mediation selbst, die Rolle des Mediators sowie den detaillierten sechsphasigen Ablauf des Mediationsprozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mediation, Win-Win-Lösung, Allparteilichkeit, Kommunikation, Konfliktlösung und den Transformationsansatz charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Transformationsansatz vom Harvard-Konzept?

Während das Harvard-Konzept primär lösungsorientiert ist und auf einen Interessenausgleich abzielt, steht beim Transformationsansatz die Stabilität der Beziehung durch soziales Lernen und den Wandel der Haltung der Konfliktparteien im Mittelpunkt.

Warum ist das "Fallspezifische" ein wichtiges Merkmal der Mediation?

Weil jeder Konflikt einzigartig ist und eine individuelle Lösung erfordert. Musterlösungen würden dem Prinzip der Eigenverantwortlichkeit widersprechen und die langfristige Nachhaltigkeit der gefundenen Lösung gefährden.

Fin de l'extrait de 71 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Mediation. Die Kunst konstruktiver Konfliktlösung
Université
University of Hagen  (FernUniversität Hagen)
Note
1,8
Auteur
Alexandra Stutz (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
71
N° de catalogue
V118985
ISBN (ebook)
9783640224333
ISBN (Livre)
9783656595212
Langue
allemand
mots-clé
Mediation Kunst Konfliktlösung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexandra Stutz (Auteur), 2008, Mediation. Die Kunst konstruktiver Konfliktlösung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118985
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  71  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint