In dieser Arbeit soll unter anderem die Wechselwirkung der Beziehung von Mensch, Umwelt und Natur bearbeitet werden. Das bedeutet, dass die Menschenwürde im Alter von Umweltbedingungen wie zum Beispiel wirtschaftlichen Krisen beeinflusst wird, die dann wiederum zu personellen Veränderungen in der Altenhilfe führen und somit eine würdevolle Begleitung und Pflege älterer Menschen erschweren. In der Enzyklika ,,Laudato si“ des Papstes steht im vierten Kapitel geschrieben, dass es von großer Bedeutung ist, die direkte Umgebung des Menschen zu betrachten, denn diese beeinflusst die Art und Weise, wie der Mensch fühlt und handelt. Außerdem ist die Würde der Person, welche oft im Gegensatz zur unorganisierten und chaotischen Umwelt steht, nicht zu vernachlässigen.
In Deutschland und allgemein in Europa wird aufgrund des demografischen Wandels angenommen, dass die Bevölkerungszahl abnimmt, die Bevölkerung immer älter wird und der Anteil der Erwerbsfähigen sinken wird. Somit verändert sich der komplette Altersaufbau und es kommt zu einer demografischen Alterung der EU-Bevölkerung. Daraus resultiert, dass es immer mehr Menschen höheren Alters gibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen
3. Definitionen und Bedeutungen im Hinblick auf alte Menschen
3.1 Humanökologie
3.2 Menschenwürde
3.3 Achtsamkeit
4. Begleitung am Ende des Lebens am Beispiel der Altenhilfe
4.1 Ethische Aspekte
4.2 Bedürfnisse alternder Menschen
4.3 Der alte und verwirrte Mensch
4.4 Probleme in der Altenhilfe
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und der zunehmenden Pflegebedürftigkeit, wie eine würdevolle Begleitung alter Menschen unter Wahrung von Menschenwürde und Achtsamkeit gelingen kann, wobei institutionelle Rahmenbedingungen und ethische Herausforderungen kritisch beleuchtet werden.
- Wechselwirkung zwischen Mensch, Umwelt und Natur im Alter
- Bedeutung von Menschenwürde und Achtsamkeit in der Pflege
- Analyse der Pflege-Charta als ethische Orientierung
- Herausforderungen durch den Pflegenotstand und Ressourcenverteilung
- Bedarfe und Autonomie alter und verwirrter Menschen
Auszug aus dem Buch
4.3 Der alte und verwirrte Mensch
Die untere Grenze des Alters bezeichnen Demographen und Gerontologen aktuell zwischen 60 und 65. Das sogenannte funktionelle Alter wird durch die Fähigkeit bestimmt, Aufgaben zu erfüllen, die es von einer eigenständigen Person zu erfüllen gilt. Als alt gilt man dann, wenn man diesen Aufgaben nicht mehr nachgehen kann. Ergänzend dazu spricht man vom kulturellen Alter, wenn eine Person alt aussieht und auch von ihrem Umfeld alt behandelt wird. Hierbei zeigt sich unser Wertesystem, denn Individuen werden in unserer Gesellschaft als alt betitelt, wenn sie sich dementsprechend kleiden oder weiteren äußerlichen Merkmalen entsprechen.
Wenn man in Wörterbüchern nachschlägt, findet man unter den Begriffen Verwirrung, Verwirrtsein und Verworrenheit die Erklärung beziehungsweise Gleichsetzung mit den Worten Unklarheit, Unordnung und Durcheinander. Verwirrtheit wird zusätzlich als formale Denkstörung bezeichnet. In der Fachsprache wird außerdem von einer Bewusstseinstrübung gesprochen, die mit Unruhe und Nichterkennen der Umgebung sowie mit Begehen von sinnlosen Handlungen einhergeht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den demografischen Wandel und die damit verbundene steigende Relevanz einer würdevollen Begleitung und Pflege alter Menschen.
2. Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen: Dieses Kapitel erläutert die Pflege-Charta als Leitfaden und deren Bedeutung für die Rechte von Pflegebedürftigen, insbesondere hinsichtlich Selbstbestimmung und Teilhabe.
3. Definitionen und Bedeutungen im Hinblick auf alte Menschen: Hier werden zentrale theoretische Konzepte wie Humanökologie, Menschenwürde und Achtsamkeit für das Verständnis der Lebenswelt alter Menschen definiert.
4. Begleitung am Ende des Lebens am Beispiel der Altenhilfe: Das Kapitel analysiert ethische Aspekte, Bedürfnisse alternder Menschen, das Phänomen des "alten und verwirrten Menschen" sowie aktuelle Probleme wie den Pflegenotstand.
5. Fazit: Das Fazit fasst die ethische Notwendigkeit zusammen, trotz Pflegenotstand die Würde und Achtsamkeit im Umgang mit vulnerablen, alten Menschen sicherzustellen.
Schlüsselwörter
Altenhilfe, Menschenwürde, Achtsamkeit, Demografischer Wandel, Pflege-Charta, Pflegenotstand, Humanökologie, Autonomie, Vulnerabilität, Lebensqualität, Ethik, Alter, Soziale Arbeit, Pflegeversicherung, Selbstbestimmung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den ethischen Herausforderungen einer würdevollen Begleitung alter und pflegebedürftiger Menschen in einer Gesellschaft, die von einem demografischen Wandel geprägt ist.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Menschenwürde, der Begriff der Achtsamkeit, die Pflege-Charta, die Bedürfnisse alternder Menschen und die strukturellen Probleme in der deutschen Altenhilfe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, auszuführen, wie eine würdevolle Begleitung unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und institutioneller Schwierigkeiten gelingen kann, und einen Ausblick auf die Zukunft zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit ethischen Diskursen, Fachliteratur und der Analyse sozialwissenschaftlicher sowie humanökologischer Konzepte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung ethischer Grundlagen, die Analyse der Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen, eine Definition der Begriffe Menschenwürde und Achtsamkeit sowie die kritische Betrachtung aktueller Probleme wie des Pflegenotstands.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe Altenhilfe, Menschenwürde, Achtsamkeit, Pflegenotstand, Autonomie und Lebensqualität.
Wie wird "Verwirrtheit" in dieser Arbeit definiert?
Verwirrtheit wird als eine formale Denkstörung bzw. Bewusstseinstrübung beschrieben, die mit Unruhe und dem Nichterkennen der Umgebung einhergeht, wobei jedoch auch die gesellschaftliche Zuschreibung dieses Begriffs kritisch hinterfragt wird.
Warum ist die Humanökologie für dieses Thema relevant?
Die Humanökologie dient dazu, die Wechselwirkung zwischen dem alten Menschen, seiner Umwelt und der Natur zu betrachten, da die Umgebung maßgeblich beeinflusst, wie sich ein Mensch fühlt und handelt.
- Citation du texte
- Leonie Staudenecker (Auteur), 2019, Menschenwürde und Achtsamkeit. Würdevolle Begleitung am Ende des Lebens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1189910