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Artusrittertum. Gegenüberstellung von Iwein und Gawein im "Iwein" Hartmanns von Aue

Titre: Artusrittertum. Gegenüberstellung von Iwein und Gawein im "Iwein" Hartmanns von Aue

Dossier / Travail , 2018 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Kim Henn (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Der "Iwein" ist der zweite Artusroman Hartmanns. In diesem breit überlieferten Werk wird neben Iwein ein weiterer Ritter öfters erwähnt: Gawein, das Ideal des Artusritters. In dieser Arbeit werden beide Figuren verglichen. Dies vor allem in Bezug auf ihre Ritterlichkeit, ihre Beziehung zueinander und ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Hierbei werden andere Figuren und deren Beziehungen zu den beiden Rittern außer Acht gelassen.
In dieser Seminararbeit wird sich vor allem auf den Primärtext (der sich auf Handschrift B stützt) und dessen Kommentar von Mireille Schnyder bezogen. Zusätzlich werden verschiedene Forschungsansichten vorgestellt und in Bezug zum Primärtext und Schnyders Kommentar gesetzt.
Angefangen wird mit der einzelnen Vorstellung der beiden Ritter Iwein und Gawein, wie sie im Artusroman "Iwein" Hartmanns auftreten. Auf diese Einführung folgt die
Gegenüberstellung des vorbildlichen Gaweins mit dem sich entwickelnden Iwein. Diese Gegenüberstellung ist in drei Hauptpunkte untergliedert: Das Hauptthema dieser Arbeit, das Artusrittertum, die Beziehung der beiden Ritter und die Thematik der Identität bzw. Identitätsverschleierung, die auch eine Gemeinsamkeit der zwei Figuren darstellt. Durch diese Gliederung soll zum Ende dieser Arbeit verdeutlicht sein, was die beiden Figuren am Anfang des Artusromans unterscheidet und wie sich dies im Laufe der Handlung verändert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Hartmannsche Iwein

3. Der Hartmannsche Gawein

4. Gegenüberstellung von Iwein und Gawein im „Iwein“ Hartmanns von Aue

4.1. (Artus)Rittertum

4.1.1. Benehmen

4.1.2. Kampfkunst

4.2. Beziehung: geselleschaft (V.2621)

4.3. Identität

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komparative Charakterentwicklung der beiden zentralen Ritterfiguren Iwein und Gawein in Hartmanns von Aue Artusroman „Iwein“. Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung Iweins vom fehlerhaften Protagonisten hin zum idealen Artusritter aufzuzeigen und dabei seine Beziehung zu Gawein als Inbegriff der ritterlichen Vollkommenheit sowie die thematischen Schwerpunkte der Identität und des Artusrittertums zu analysieren.

  • Vergleich der ritterlichen Tugenden und des Benehmens von Iwein und Gawein.
  • Analyse der spezifischen Entwicklung Iweins unter Berücksichtigung seiner Fehler und Lernprozesse.
  • Untersuchung der freundschaftlichen Beziehung zwischen den beiden Rittern im höfischen Kontext.
  • Betrachtung der Identitätsproblematik und Identitätsverschleierung bei beiden Protagonisten.
  • Bewertung des Einflusses von Gaweins Vorbildfunktion auf Iweins Reifungsprozess.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Benehmen

Tugenden und ritterliches Benehmen sind einerseits, wie bereits in Punkt 2. erwähnt, schon bei Iwein vorhanden. Allerdings wird z.B. durch die Vorwürfe klar, dass es noch gewisse Mäkel gibt und es ihm an Erfahrung fehlt. Dies steht im Gegenteil zu Gawein, dem als Ideal, Mängel an Ritterlichkeit völlig fremd sein dürften.

Hierzu wird von Schnyder das Beispiel angeführt, dass Iwein sich von Keies Worten beeinflussen und beeindrucken lässt und auf dessen Worte auch noch eingeht. Zum Vergleich gibt sie Gawan aus Wolframs „Parzival“ an, „der auf die Anwürfe von Keie vorbildlich schweigt.“

Auch die Episode von „Gaweins Rat“ verdeutlicht die Unterlegenheit Iweins, die am Anfang des Romans noch vorhanden ist. Hier gibt der fehlerfreie, erfahrenere Ritter Gawein, dem Unerfahrenen (Iwein) den wohlgemeinten (Vgl. Übersetzung V.2767) Rat, mit ihm auf aventiure zu gehen.

Während „Iweins Wahnsinn“ verwendet der Erzähler den Begriff des adamas rîterlîcher tugende (V.3256). Dies erinnert an die Metapher des Rohdiamanten, der noch geschliffen werden muss um zum vollkommenen Edelstein zu werden. Diese kann als Veranschaulichung der Entwicklung Iweins gelesen werden: Iwein scheint alle ritterlichen Eigenschaften, seit Beginn, in sich zu tragen. Er muss diese aber noch ausarbeiten und vorhandene bzw. begangene Fehler ausgleichen, bevor er zum vollkommenen Ritter wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Vergleich zwischen Iwein und Gawein hinsichtlich ihrer Ritterlichkeit, ihrer Beziehung und ihrer Entwicklung im Roman als zentrales Forschungsziel.

2. Der Hartmannsche Iwein: Dieses Kapitel stellt Iwein als einen Ritter von adliger Herkunft vor, der trotz seiner positiven Anlagen zu Beginn noch Defizite in seinem höfischen Benehmen und seiner Mäßigung aufweist.

3. Der Hartmannsche Gawein: Gawein wird als das in sich vollkommene Ideal des Artusritters eingeführt, der als Ratgeber fungiert, dessen Ratschläge jedoch auch kritisch hinterfragt werden können.

4. Gegenüberstellung von Iwein und Gawein im „Iwein“ Hartmanns von Aue: Hier erfolgt der systematische Vergleich der beiden Ritter in den Bereichen Rittertum, Kampfkunst, gesellschaftliche Beziehung und ihrer Identitätsbildung.

5. Fazit: Das Fazit schließt ab, dass Iwein seine Entwicklung durchläuft und schließlich den Status eines vorbildlichen Ritters erreicht, der dem Ideal Gaweins gleichgestellt ist.

Schlüsselwörter

Iwein, Gawein, Hartmann von Aue, Artusroman, Ritterlichkeit, Artusritter, Identität, höfisches Benehmen, Kampfkunst, triuwe, geselleschaft, Literaturanalyse, Mittelalter, Identitätsverschleierung, Vorbildfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Figuren Iwein und Gawein im Artusroman „Iwein“ von Hartmann von Aue, um deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie Iweins Entwicklung zum idealen Ritter zu verdeutlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit konzentriert sich primär auf das Artusrittertum, die ritterliche Kampfkunst, die freundschaftliche Beziehung der beiden Ritter sowie die Thematik der Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung Iweins vom anfangs fehlerhaften Ritter hin zur vollkommenen Ebenbürtigkeit mit dem Idealbild Gawein nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen Textanalyse, die sich auf den Primärtext sowie auf wissenschaftliche Kommentare und Forschungsmeinungen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der beiden Protagonisten und eine detaillierte Gegenüberstellung hinsichtlich ihrer Tugenden, ihrer Kampfkunst, ihrer Beziehung zueinander und ihrer Identität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ritterlichkeit, Iwein, Gawein, höfisches Benehmen, Identitätsverschleierung und triuwe.

Welche Bedeutung hat das „triuwe“-Versagen für Iweins Entwicklung?

Das Versagen in der triuwe und der daraus resultierende Wahnsinn markieren einen Wendepunkt, der Iwein dazu zwingt, seine ritterlichen Tugenden und Pflichten neu zu reflektieren und sich stetig zu verbessern.

Warum fungiert Gawein als Vergleichsinstanz für Iwein?

Gawein verkörpert das statische Ideal des Artusritters, an dem Iweins dynamischer Entwicklungsprozess messbar gemacht wird, bis er gegen Ende des Romans selbst diesen idealen Rang erreicht.

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Résumé des informations

Titre
Artusrittertum. Gegenüberstellung von Iwein und Gawein im "Iwein" Hartmanns von Aue
Université
University of Trier
Note
1,7
Auteur
Kim Henn (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
13
N° de catalogue
V1190310
ISBN (PDF)
9783346626332
ISBN (Livre)
9783346626349
Langue
allemand
mots-clé
artusrittertum gegenüberstellung iwein gawein hartmanns erec rittertum mediävistik artus king arthur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kim Henn (Auteur), 2018, Artusrittertum. Gegenüberstellung von Iwein und Gawein im "Iwein" Hartmanns von Aue, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190310
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Extrait de  13  pages
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