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Die Außenpolitik des George W. Bush und die Neokonservativen

Zenith einer politischen Denkschule?

Title: Die Außenpolitik des George W. Bush und die Neokonservativen

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Ludwig (Author)

Politics - Region: USA
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“America can exercise power without arrogance and pursue its interests without hectoring and bluster. When it does so in concert with those who share its core values, the world becomes more prosperous, democratic, and peaceful. That has been America’s special role in the past,
and it should be again as we enter the next century.” Mit dieser Vision beendet Condoleezza RICE ihre Skizze einer künftigen republikanischen Außenpolitik im
Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2000, der sich als einer der ungewöhnlichsten der USGeschichte herausstellen sollte. Der äußerst knappe, daher umstrittene und erst durch Urteil des Supreme Court ermöglichte Sieg George W. BUSHS, hat in den Vereinigten Staaten und in aller Welt zu regen Debatten über die Legitimität und Befähigung des ehemaligen texanischen
Gouverneurs für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten geführt – gerade auch in außenpolitischen Fragen, in denen BUSH, wie vielen seiner Vorgänger, nachweislich die Erfahrung zu Beginn der Präsidentschaft fehlte.
Der Mangel an Legitimität durch des Fehlen eines „eindeutigen“ Votums der US-Amerikaner, gepaart mit dem großen Misstrauen gegenüber dem 4. Präsidenten der Vereinigten Staaten, gerade von europäischer Seite, tragen von Anbeginn der Administration zu schwierigen Beziehungen zwischen beiden Seiten des Atlantiks bei. Abgesehen von den Solidaritätsbekundungen der Europäer nach den Ereignissen des 11. September 2001, verharren die Beziehungen dauerhaft auf unterkühltem Niveau. Der Irak-Konflikt verschärft die gespannten Verhältnisse weiter. BUSHS Gegner, die den Präsidenten „von Anfang an für
einen geistig unterentwickelten, christlich-fundamentalistischen Eiferer“3 halten, sehen sich in dieser Ansicht mehr denn je bestätigt. Richard HERZINGER fängt diese negative Grundhaltung von Teilen der deutschen Öffentlichkeit mit einem angepassten Zitat von Margaret THATCHER am besten ein, wenn er schreibt: „Bush könnte morgen über das Wasser laufen, und alle würden sagen: „Wir wussten es, er kann nicht einmal schwimmen.“

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

I. Der Beginn der Präsidentschaft – Berater und Prioritäten eines ‚accidental president’

1. Die „Vulcans“ – ein Kompetenzteam für den Präsidenten

2. Außenpolitische Schwerpunkte nach dem Amtsantritt

II. Der 11. September 2001 – Wendepunkt der Präsidentschaft

1. Die Bush-Doktrin – Außenpolitik nach 9/11

2. Hintergründe des neokonservativen Charakters der Doktrin

III. Der Irak-Krieg – Zenith neokonservativer Macht?

1. Realisten vs. Neokonservatige – Widerstreit der Denkschulen

2. Niedergang neokonservativer Dominanz in der Außenpolitik durch die Folgen des Krieges

Abschlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Neokonservatismus auf die Außenpolitik der Ära George W. Bush, insbesondere im Hinblick auf die Frage, ob diese Ära als Verkörperung neokonservativen Gedankengutes zu verstehen ist oder ob dieser Einfluss lediglich einen temporären "Moment" darstellte.

  • Analyse der personellen Strukturen des außenpolitischen Beraterstabes ("Vulcans")
  • Untersuchung der außenpolitischen Kursänderungen nach dem 11. September 2001
  • Darstellung der Entstehung und der Postulate der Bush-Doktrin
  • Gegenüberstellung der Denkschulen Realismus und Neokonservatismus im Irak-Konflikt
  • Beurteilung des Machtverlustes neokonservativer Denker durch die Nachkriegsentwicklung im Irak

Auszug aus dem Buch

II. Der 11. September 2001 – Wendepunkt der Präsidentschaft

Wenige Ereignisse haben die Welt in den vergangenen Jahrzehnten derart erschüttert und verändert wie der Angriff auf das New Yorker World Trade Center und das Pentagon am 11. September 2001. Seit 1814 ist das amerikanische homeland nicht mehr Ziel einer solchen Attacke geworden und die Konsequenzen dieser Anschläge rechtfertigen sicherlich den Vergleich mit dem japanischen Überraschungsschlag gegen die US-Pazifikflotte in Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. „Die lange Zeit der außenpolitischen Orientierungslosigkeit seit dem Ende des Kalten Krieges, die Charles Krauthammer ‚our holiday from history’ nennt, war vorüber.“ Die Veränderungen im außenpolitischen Auftreten der Vereinigten Staaten und ihren größeren Zielsetzungen sind in kürzester Zeit nach den Anschlägen augenscheinlich geworden, „von einem Tag auf den anderen wandelten sich die Vereinigten Staaten von einem ‚zurückhaltenden Sheriff’, der die weltweiten Herausforderungen nur zögernd annahm, zu einem entschlossenen Akteur, der seine gesamte Außenpolitik dem Ziel der Bekämpfung des internationalen Terrorismus unterordnete.“ In der öffentlichen Wahrnehmung, wie in der der politischen Eliten, befindet sich Amerika seit diesem Zeitpunkt in einem Krieg gegen den Terrorismus – dem war on terror. Die Reaktion in Gesellschaft, Medien und Politik auf den 11. September, die darauffolgenden Entscheidungen der Bush-Administration und ihre Langzeitfolgen veranlassen David RANKIN von den „two presidencies of George W. Bush“ zu sprechen, derjenigen vor dem 11. September 2001 und der danach, die außenpolitisch vor allem durch die sogenannte Bush-Doktrin gekennzeichnet ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Legitimität des Amtsantritts von George W. Bush und die erste außenpolitische Orientierungsphase unter dem Eindruck europäischer Skepsis.

I. Der Beginn der Präsidentschaft – Berater und Prioritäten eines ‚accidental president’: Dieses Kapitel analysiert die Zusammensetzung des Beraterstabes, die sogenannten "Vulcans", und stellt fest, dass in den ersten Monaten eine realistische, nicht neokonservative Politik vorherrschte.

II. Der 11. September 2001 – Wendepunkt der Präsidentschaft: Der Anschlag markiert einen Paradigmenwechsel hin zur Bush-Doktrin, die durch eine präemptive Strategie und die Bekämpfung des Terrorismus als zentralem Ziel geprägt ist.

III. Der Irak-Krieg – Zenith neokonservativer Macht?: Das Kapitel beleuchtet den Irak-Krieg als Testfall der Bush-Doktrin und beschreibt den Widerstreit zwischen Realisten und Neokonservativen sowie den anschließenden Einflussverlust letzterer aufgrund der schwierigen Nachkriegsentwicklung.

Abschlussbetrachtungen: Die Autor stellt fest, dass der neokonservative Einfluss auf die Bush-Administration zeitlich begrenzt war und eher dem Trauma der Anschläge sowie dem Fehlen realpolitischer Alternativen zuzuschreiben ist.

Schlüsselwörter

George W. Bush, Außenpolitik, Neokonservatismus, Bush-Doktrin, 11. September 2001, Irak-Krieg, Vulcans, Realismus, Nationalismus, Terrorismus, Demokratisierung, Regimewechsel, Präemption, Condoleezza Rice, Sicherheitspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Außenpolitik der Regierung unter George W. Bush vom Neokonservatismus dominiert wurde und wie sich die Machtverhältnisse zwischen den verschiedenen außenpolitischen Denkschulen im Laufe seiner Präsidentschaft verschoben haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die personelle Struktur des Beraterteams ("Vulcans"), die Entstehung und Anwendung der Bush-Doktrin, der Einfluss der Neokonservativen auf den Irak-Krieg sowie die Rolle des Realismus und Nationalismus in der amerikanischen Außenpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, der These nachzuspüren, ob die gesamte Ära Bush als neokonservativ zu bezeichnen ist oder ob der neokonservative Einfluss nur einen temporären Höhepunkt während der Irak-Krise darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen und historischen Analyse von Fachliteratur, Reden, strategischen Dokumenten (wie der National Security Strategy) und Diskursen innerhalb der US-Administration.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Phasen: Die Zeit vor dem 11. September (Realismus), den Wendepunkt durch die Anschläge und die Etablierung der Bush-Doktrin, sowie die Irak-Krise als Zenith und anschließender Wendepunkt des neokonservativen Einflusses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Typische Begriffe sind Neokonservatismus, Bush-Doktrin, Realismus, Irak-Krieg, Kriegsführung, Sicherheitspolitik, "War on Terror" und die "Vulcans" als Beraterstab.

Inwiefern hat der 11. September die Rolle der Neokonservativen gestärkt?

Die Anschläge boten den Neokonservativen die Gelegenheit, ihre bereits vor 2001 formulierten Ideen (wie das "Project for the New American Century") in die offizielle Sicherheitspolitik einzubringen, da die traditionellen Konzepte der Realisten keine ausreichenden Antworten auf die neue Terrorbedrohung lieferten.

Warum wird im Buch von "zwei Präsidentschaften" George W. Bushs gesprochen?

Dieser Begriff verweist auf die Zäsur durch den 11. September 2001, der die außenpolitische Ausrichtung der Regierung fundamental von einer pragmatisch-realistischen hin zu einer ideologisch-präemptiven und militärisch offensiveren Strategie verschob.

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Details

Title
Die Außenpolitik des George W. Bush und die Neokonservativen
Subtitle
Zenith einer politischen Denkschule?
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Das politische System der Vereinigten Staaten
Grade
1,3
Author
Andreas Ludwig (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V119042
ISBN (eBook)
9783640221974
ISBN (Book)
9783640223756
Language
German
Tags
Außenpolitik George Bush Neokonservativen System Vereinigten Staaten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Ludwig (Author), 2008, Die Außenpolitik des George W. Bush und die Neokonservativen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119042
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