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Zwei Systeme der Demokratie - Direkte Demokratie vs. Repräsentative Demokratie

Title: Zwei Systeme der Demokratie - Direkte Demokratie vs. Repräsentative Demokratie

Essay , 2006 , 8 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Ludwig (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Die Aufklärung schafft, durch die Ideen des Rechtsstaates und der Volkssouveränität die Grundlagen für den modernen Verfassungsstaat; die Verbindung der beiden durch die Französische Revolution bedeutet den Beginn eines Balanceaktes zwischen direkt- und repräsentativdemokratischen Elementen in den Staaten, der den Konflikt zwischen den Vertretern beider demokratischen Ausprägungen stets aktuell erhält.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsgeschichte der Demokratie

3. Entwicklung des modernen demokratischen Staates

4. Die Bedeutung der Volkssouveränität

5. Kombination von direkten und repräsentativen Elementen

6. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Das Ziel der Arbeit ist die Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen direkter und repräsentativer Demokratie im modernen Verfassungsstaat sowie die Analyse der historischen Herleitung dieser unterschiedlichen Ausprägungen.

  • Historische Entwicklung der Demokratiebegriffe
  • Einfluss der Aufklärung auf die moderne Staatstheorie
  • Rolle der Volkssouveränität im politischen System
  • Vergleich der Modelle (USA, Frankreich, Schweiz, Deutschland)
  • Balanceakt zwischen Effizienz und Partizipation

Auszug aus dem Buch

Die Ambivalenz der direkten Demokratie im modernen Kontext

Der moderne Verfassungsstaat, der auf Gewaltenteilung basiert, Minderheiten Schutz gegenüber dem Willen der Mehrheit einräumt und aber zu gleich einer möglichst großen Zahl, idealerweise allen Bürgern die Möglichkeit der Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen gewährt, ist daher immer eine Mischung aus einer direktdemokratisch-plebiszitären Demokratie antiken Vorbildes und einer repräsentativen Demokratie, in der die Bürger in der Regel nur alle vier Jahre über Wahlen ihre Souveränität artikulieren. Auch die Methoden zur Verhinderung von all zu großen Partikularinteressen lassen sich beliebig kombinieren.

Es ist daher nur die Frage, wie stark die beiden konstituierenden Elemente der modernen Demokratie und die beiden Methoden gegen Partikularinteressen in einem Staatswesen ausgeprägt sind, ob ein starkes direktdemokratisches Element existiert, oder ob rein auf repräsentative Demokratie, in Form des Parlamentarismus und strikter Gewaltentrennung gesetzt wird. Bereits die historische Entwicklung zeigt, dass es in verschiedenen Ländern unterschiedliche Ansätze und Denktraditionen gibt, und das Gewicht der Idee der Volkssouveränität mehr oder weniger stark ausgeprägt sein kann.

So findet man in den Vereinigten Staaten in einigen Bundesstaaten, wie Kalifornien oder Oregon, durchaus direktdemokratische Elemente, wie die Wahl von Amtsträgern oder Plebiszite zu verschiedenen Themenbereichen. In Frankreich findet man wesentlich stärker ausgeprägte direktdemokratische Elemente. So wird nicht nur der Präsident der Republik tatsächlich direkt vom Volk gewählt, sondern das Volk bestimmt die Politik über Volksentscheide, auch auf nationaler Ebene direkt mit. Dieses Verständnis, das natürlich stark durch die Ideen Rousseaus bis heute geprägt ist, macht Referenden zu den wichtigsten Themen auf nationaler Ebene notwendig, wie zum Beispiel der Ratifizierung des geplanten Verfassungsvertrages der Europäischen Union, die im letzten Jahr am Willen des Volkes gescheitert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Balanceakts zwischen direkter und repräsentativer Demokratie anhand des Art. 20 des Grundgesetzes.

2. Begriffsgeschichte der Demokratie: Untersuchung der etymologischen Wurzeln und der aristotelischen Kritik an der athenischen Demokratie bis hin zum Renaissance-Gedanken in der Aufklärung.

3. Entwicklung des modernen demokratischen Staates: Analyse der Entstehung des Rechtsstaats in England und der Bedeutung der englischen Aufklärung für spätere Revolutionen.

4. Die Bedeutung der Volkssouveränität: Vergleich der unterschiedlichen Konzepte von Volkssouveränität bei Hobbes, Locke und Rousseau sowie deren Auswirkungen auf die Staatssysteme.

5. Kombination von direkten und repräsentativen Elementen: Analyse der praktischen Umsetzung in den USA, Frankreich und der Schweiz sowie der Bedeutung für den modernen Staat.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass eine Mischform aus Repräsentation und direkter Partizipation in verschiedenen Ausprägungen einen notwendigen Balanceakt darstellt.

Schlüsselwörter

Demokratie, Direkte Demokratie, Repräsentative Demokratie, Volkssouveränität, Verfassungsstaat, Rechtsstaat, Partizipation, Gewaltenteilung, Aufklärung, Federalist Papers, Rousseau, Montesquieu, Politische Gleichheit, Referendum, Politische Eliten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretische und historische Auseinandersetzung zwischen den beiden Systemen der direkten und der repräsentativen Demokratie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Begriffsgeschichte der Demokratie, die Rolle der Aufklärung für moderne Verfassungsstaaten und der Vergleich internationaler Demokratiemodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Balanceakt zwischen Partizipation und Effizienz in modernen Demokratien zu beleuchten und aufzuzeigen, wie verschiedene Staaten diese Elemente kombinieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung von Staatstheorien und historischen Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der historischen Entwicklung der Demokratie, dem Einfluss der Revolutionen auf die Staatsform sowie dem Vergleich der Volkssouveränitätskonzepte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Volkssouveränität, Rechtsstaatlichkeit, Partizipation und die theoretischen Ansätze von Rousseau und den Federalists geprägt.

Wie unterscheidet sich das Verständnis von Volkssouveränität bei Rousseau von dem der Federalist Papers?

Während Rousseau eine dauerhafte und aktive Beteiligung der Bürger an der Herrschaftsausübung fordert, setzen die Federalists auf Delegation und ein System der gegenseitigen Kontrolle, um Partikularinteressen zu neutralisieren.

Warum wird die Schweiz im Dokument als Beispiel für eine "radikaldemokratische" Ausprägung genannt?

Die Schweiz wird so bezeichnet, da sie durch obligatorische Volksabstimmungen und zahlreiche Möglichkeiten für Referenden direktdemokratische Elemente fest in ihre Kantons- und Bundesstruktur integriert hat.

Welche Rolle spielt die "Angst vor dem Pöbel" in der Theoriebildung?

Diese Angst, die bereits auf Aristoteles zurückgeht, diente Vordenkern der Aufklärung und den Gründervätern der USA als Argument für eine stärkere Repräsentation und gegen eine uneingeschränkte, direkte Teilhabe der Massen.

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Details

Title
Zwei Systeme der Demokratie - Direkte Demokratie vs. Repräsentative Demokratie
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1,3
Author
Andreas Ludwig (Author)
Publication Year
2006
Pages
8
Catalog Number
V119050
ISBN (eBook)
9783640222032
Language
German
Tags
Zwei Systeme Demokratie Direkte Demokratie Repräsentative Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Ludwig (Author), 2006, Zwei Systeme der Demokratie - Direkte Demokratie vs. Repräsentative Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119050
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