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Sterbehilfe: Grundsätzliche Positionen des Christentums und des Islams

Title: Sterbehilfe: Grundsätzliche Positionen des Christentums und des Islams

Seminar Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Theol Franjo Ninic (Author)

Theology - Practical Theology
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Summary Excerpt Details

Sterbehilfe ist heute im Zusammenhang mit der Bioethik wieder zu einem viel diskutierten
Thema geworden. In dieser Arbeit wird eine interreligiöse Frage zur Sterbehilfe gestellt.
Erster Teil der Arbeit beschreibt im Allgemeinen den Begriff und Etymologie der Sterbehilfe
und präsentiert die Interdisziplinarität dieser Frage. Im zweiten Teil werden die christlichen
Grundpositionen zur Sterbehilfe untersucht, und schließlich im dritten Teil werden die
Positionen der zweiten großen Religion der Welt, des Islams, kurz dargestellt.
Beide so genannte abrahamische Religionen begründen ihre Positionen in den eigenen
heiligen Schriften: in der Bibel und im Koran. Einerseits basieren Christentum und die
christlich-theologische und ethische Tradition ihre Positionen im Dialog mit den
philosophischen und bioethischen Überlegungen, und anderseits basiert der Islam seine
Position im Bezug auf den Koran und hadith.
Die Übereinstimmungen beider Religionen über die grundsätzlichen ethischen Fragen sind in
heutiger Situation für den Dialog und für das Zusammenleben von den Angehörigen beider
Religionen von großer Bedeutung geworden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. DIE INTERRELIGIÖSE FRAGE ZUR STERBEHILFE

1.1. Begriff und Etymologie

1.2. Verschiedene Diskurspositionen

2. STELLUNGSNAHME DES CHRISTENTUMS

2.1. Tradition und das kirchliche Lehramt

2.2. Weitere Argumente gegen die aktive Sterbehilfe

3. STELLUNGSNAHME DES ISLAMS

3.1. Gemeinsame Quellen von Recht und Ethik im Islam

3.2. Das islamische Selbstmordverbot

3.3. Aktive und passive Sterbehilfe im Islam

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die interreligiöse Perspektive auf die Sterbehilfe im Christentum und Islam, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der ethischen Bewertung der Lebensbeendigung herauszuarbeiten und den interreligiösen Dialog zu fördern.

  • Etymologische und begriffliche Grundlagen der Sterbehilfe
  • Christliche Positionen auf Basis von Tradition und kirchlichem Lehramt
  • Islamische Rechts- und Ethikauffassung im Kontext der Sharia
  • Die enge Verknüpfung von Selbstmordverbot und Sterbehilfe im Islam
  • Potenziale für den interreligiösen Dialog und das Zusammenleben

Auszug aus dem Buch

1.1. Begriff und Etymologie

Das Wort „Sterbehilfe“, das in der deutschen Sprache nach dem Zweitem Weltkrieg statt dem Begriff „Euthanasie“ verwendet wird, bedeutet ursprünglich nach seiner Etymologie „ein guter oder schöner Tod“.

Im griechischen und römischen Bereich hatte das Wort nicht den Sinn einer Hilfe zum Sterben, sondern den eines leichten und würdigen Todes. Heute dagegen bedeutet es zumeist die beabsichtige Tötung gequälter, unheilbar Kranker. Im Westen unterscheiden wir zwischen aktiver Sterbehilfe, d. h. die bewusste Tötung eines Kranken oder Sterbenden durch medizinische Maßnahmen oder deren Unterlassung, und passiver Sterbehilfe. Passive Sterbehilfe bedeutet „den Verzicht auf künstliche Lebensverlängerung bei einem ohnehin Sterbenden, wenn ärztliche Maßnahmen nur noch Leiden, Schmerzen und das Sterben unnötig verlängern würden“. Und schließlich spricht man über die indirekte Sterbehilfe. Unter indirekter Sterbehilfe versteht die Medizin eine mögliche Beschleunigung des Todeseintritts durch die Gabe von Medikamente, die zur Linderung von Leiden und Schmerzen unabdingbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DIE INTERRELIGIÖSE FRAGE ZUR STERBEHILFE: Dieses Kapitel führt in die Begrifflichkeiten und die interdisziplinäre Bedeutung der Sterbehilfe ein und erläutert die verschiedenen gesellschaftlichen Diskurspositionen.

2. STELLUNGSNAHME DES CHRISTENTUMS: Hier werden die theologischen Grundlagen gegen die aktive Sterbehilfe untersucht, insbesondere das Tötungsverbot als Eingriff in die Hoheitsrechte Gottes.

3. STELLUNGSNAHME DES ISLAMS: Dieses Kapitel analysiert das islamische Verständnis von Leben und Sterben, die Bedeutung der Sharia sowie die restriktive Haltung gegenüber Suizid und aktiver Sterbehilfe.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Euthanasie, Christentum, Islam, Bioethik, Weltethos, Sharia, Selbstmordverbot, Lebensschutz, medizinische Ethik, Gottesbild, interreligiöser Dialog, aktive Sterbehilfe, passive Sterbehilfe, indigene Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethische und religiöse Bewertung der Sterbehilfe im Christentum und Islam.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Thematisiert werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Lebensauffassung in den abrahamischen Religionen sowie deren Haltung zur aktiven und passiven Lebensbeendigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis der theologischen Lehren ein Verständnis für den interreligiösen Dialog zur Bioethik zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ethisch-theologische Analyse unter Einbeziehung von heiligen Schriften und zeitgenössischen theologischen Werken angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spezifischen Argumentationslinien gegen aktive Sterbehilfe, die in der christlichen Tradition und den islamischen Rechtsquellen begründet liegen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Sterbehilfe, Bioethik, Weltethos, Sharia und interreligiöser Dialog.

Wie definiert der Islam den Umgang mit lebensverlängernden Apparaten?

Der Islam differenziert hierbei stark: Das Abschalten von Geräten bei Hirntoten wird von einigen Gelehrten als Akzeptanz des göttlichen Willens gewertet, sofern die Trennung vom Leben bereits eingetreten ist.

Welche Rolle spielt das Gottesbild bei der Argumentation?

In beiden Religionen ist das Leben ein anvertrautes Gut, dessen Ende allein bei Gott liegt, was die aktive Sterbehilfe als unzulässigen Eingriff in diese Ordnung erscheinen lässt.

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Details

Title
Sterbehilfe: Grundsätzliche Positionen des Christentums und des Islams
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Münster  (Seminar für Moraltheilogie)
Grade
1,3
Author
Dipl. Theol Franjo Ninic (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V119064
ISBN (eBook)
9783640225729
ISBN (Book)
9783640227303
Language
German
Tags
Sterbehilfe Grundsetzliche Positionen Christentums Islams
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Theol Franjo Ninic (Author), 2008, Sterbehilfe: Grundsätzliche Positionen des Christentums und des Islams, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119064
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