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Biopolitik und der Diskurs um Sicherheit im Angesicht des War on Terror. Eine Interpretation mit Hilfe des Werks von Michel Foucault

Título: Biopolitik und der Diskurs um Sicherheit im Angesicht des War on Terror. Eine Interpretation mit Hilfe des Werks von Michel Foucault

Ensayo , 2022 , 12 Páginas

Autor:in: Vera Mair (Autor)

Política - Tema: Relaciones internacionales
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Anhand von Michel Foucaults Werken wird in diesem Essay der Krieg gegen den Terrorismus interpretiert. Zunächst wird die diskursive Dimension des War on Terror beleuchtet, um zu verstehen, welche Handlungsspielräume daraus erfolgen. Im Anschluss daran wird das foucaultianische Konzept der Biopolitik betrachtet, und wie diese mit dem Sicherheitsdiskurs zusammenhängt und welche realpolitischen Implikationen daraus folgen. Darin liegt letztendlich die Beantwortung der Frage: Wie kann der Krieg gegen den Terrorismus und die damit einhergehenden Maßnahmen legitimiert werden?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Diskursive Dimension des „War on Terror“

Biopolitik und Sicherheit

Das Konzept der Biopolitik

Das Sicherheitsdispositiv

Das dichotomisierende „Wir“

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den "War on Terror" aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive unter Anwendung der foucaultianischen Theorie. Ziel ist es, die diskursive Konstruktion des "Krieges gegen den Terror" als Mittel zur biopolitischen Sicherung des Staates zu dekonstruieren und zu hinterfragen, wie dieser Diskurs staatliche Handlungsspielräume erweitert.

  • Diskursive Konstruktion von Realität durch Metaphern
  • Die Rolle der Biopolitik in der modernen Staatsführung
  • Das Sicherheitsdispositiv als Antwort auf soziale Notstände
  • Dichotomisierung und die Konstruktion eines feindlichen "Anderen"
  • Legitimationsgrundlagen staatlicher Maßnahmen im Ausnahmezustand

Auszug aus dem Buch

Diskursive Dimension des „War on Terror“

Am Tag nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 vermittelten die Aufmacher der Titelseiten vieler internationaler Zeitungen bereits die Botschaft des Krieges. So titelte die USA Today „U.S. under attack“, The Dallas Morning News „War at home“ und die Süddeutsche Zeitung „Terror-Krieg gegen die USA“. Heute ist es nicht mehr zu rekonstruieren wann und von wem der Begriff „Krieg“ im Zusammenhang mit den Anschlägen zum ersten mal benutzt wurde. Möglicherweise war es der NBC-Korrespondent Tom Brokaw, der um 10:30 Uhr, zum Zeitpunkt des Einstürzens des zweiten Turms des World Trade Centers sagte: „there has been a declaration of war by terrorists on the United States, there’s nothing short of that“ (Kirchhoff 2018, S. 181). Bedeutsamer als die Tatsache, wer den Begriff in diesem Zusammenhang zuerst verwendete, ist der Fakt, dass er sich rasend schnell ausbreitete und international den Diskurs über den Umgang mit Terror prägte.

Der Diskurs stellt ein zentrales Konzept in Fouaults Werken dar. Der Begriff ist jedoch, wie so oft bei Foucault, nicht statisch sondern wandelt sich in seiner Bedeutung im Verlauf seiner Werke (Lynch 2014, S.120-126). Diskurse sind einerseits Abfolgen von sozialen Wissensvorräten durch die Zeit, in denen gesellschaftliche Bedeutungsproduktion erfolgt und Dingen ihr allgemein anerkannter Sinn verliehen wird (Kirchhoff 2018, S. 179). Ein Diskurs ist für Foucault andererseits ein Zusammenspiel aus Polemik, Sprache und Strategie. Im Gegensatz zu strukturalistischen Ansätzen, die den Bedeutungswandel und die Beziehungen von Aussagen auf rein sprachlicher Ebene untersuchen, ordnet Foucault den Diskurs im Rahmen einer bestimmten sozialen Praxis und Strategie ein. Damit sind Diskurse Möglichkeitsräume des Sagbaren, in denen unterschieden wird, welche Wahrheit bzw. welches Wissen gültig und welches un-gültig ist (Lynch 2014, S. 120-126). Nach Jochen Hörisch lautete die Leitfrage von Foucaults Diskurstheorie: „Wer darf in wessen Namen mit welchen Folgen was zu wem sagen?“ (Hörisch 2004, S. 83). Die Folgen die sich aus dem Diskurs des „War on Terror“ ergeben, lassen sich nachvollziehen, wenn wir die Phrase historisch und politisch einordnen. „War on Terror“ kann heute als feststehende Metapher betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Folterskandal von Abu-Ghuraib und stellt die Forschungsfrage, wie der "War on Terror" mit Michel Foucaults Konzepten der Biopolitik und des Diskurses interpretiert werden kann.

Diskursive Dimension des „War on Terror“: Dieses Kapitel analysiert die sprachliche Konstruktion des "Krieges" gegen den Terrorismus und zeigt auf, wie durch die Etablierung dieser Metapher neue diskursive Möglichkeitsräume für staatliches Handeln geschaffen werden.

Biopolitik und Sicherheit: Das Kapitel erläutert Foucaults Konzepte der Biopolitik und des Sicherheitsdispositivs, um zu erklären, wie der Staat durch den Sicherheitsvertrag seine Handlungen gegenüber der Bevölkerung legitimiert.

Das dichotomisierende „Wir“: Der Autor untersucht hier die Identitätsstiftung durch die Schaffung eines feindlichen "Anderen", die als notwendige Bedingung für die Ausübung staatlicher Macht und die Legitimation von Kriegen fungiert.

Fazit: Das Fazit schließt mit der Erkenntnis, dass der "War on Terror" weniger eine Reaktion auf eine existenzielle Bedrohung, sondern vielmehr eine biopolitische Maßnahme zur Sicherung der staatlichen Integrität und Legitimität ist.

Schlüsselwörter

War on Terror, Biopolitik, Michel Foucault, Sicherheitsdiskurs, Sicherheitsdispositiv, Ausnahmezustand, Terrorismus, Macht, Diskursanalyse, Gouvernementalität, Identität, Überwachung, Legitimität, Politische Philosophie, Internationale Beziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den "War on Terror" aus einer philosophischen und politikwissenschaftlichen Perspektive unter Anwendung der Theorie von Michel Foucault.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Diskursmacht, biopolitische Gouvernementalität, die Konstruktion von Feindbildern und das Sicherheitsdispositiv moderner Staaten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie der "War on Terror" diskursiv legitimiert wird und welche realpolitischen sowie machttheoretischen Konsequenzen sich daraus unter Einbezug von Foucaults Biopolitik ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die foucaultianische Genealogie und Diskursanalyse, um die historischen und machtpolitischen Hintergründe des Sicherheitsbegriffs zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Diskurses über den "War on Terror", die biopolitische Verankerung von Sicherheitspraktiken und die Rolle der Dichotomie zwischen "Wir" und den "Anderen".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Biopolitik, Sicherheitsdispositiv, Ausnahmezustand, Diskursmacht und Identitätsstiftung.

Welche Rolle spielen die sogenannten "Torture Memos" für die Argumentation?

Sie dienen als konkretes Beispiel für die Erweiterung exekutiver Handlungsspielräume und die Aufweichung rechtlicher Standards im Namen der Sicherheit.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit?

Entgegen der häufigen Annahme eines Nullsummenspiels sieht der Autor, gestützt auf Foucault, Sicherheit und Freiheit als korrelative Elemente innerhalb moderner Sicherheitsapparate.

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Detalles

Título
Biopolitik und der Diskurs um Sicherheit im Angesicht des War on Terror. Eine Interpretation mit Hilfe des Werks von Michel Foucault
Autor
Vera Mair (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
12
No. de catálogo
V1190710
ISBN (PDF)
9783346632180
ISBN (Libro)
9783346632197
Idioma
Alemán
Etiqueta
biopolitik diskurs sicherheit angesicht terror eine interpretation hilfe werks michel foucault
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vera Mair (Autor), 2022, Biopolitik und der Diskurs um Sicherheit im Angesicht des War on Terror. Eine Interpretation mit Hilfe des Werks von Michel Foucault, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190710
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