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Die Weiterführung des Bildungsbegriffs in ehemaligen deutschen Kolonien

Title: Die Weiterführung des Bildungsbegriffs in ehemaligen deutschen Kolonien

Term Paper , 2021 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Leonie Hollers (Author)

Pedagogy - General
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Die Zielsetzung dieser Hausarbeit liegt darin den Bildungsbegriff zu definieren und ihn von dem häufig fälschlicherweise synonym verwendeten Begriff des Lernens abzugrenzen. Im dritten Kapitel wird erklärt, was eine Kolonie ist, welche Kolonien zu Deutschland gehörten und wie die Bildungspolitik der Kolonialmacht Deutschland aussah. Im vierten Kapitel wird das Land Namibia näher betrachtet, da dieses eine frühere Kolonie war und in einem Vergleich von der Kolonialzeit zur heutigen Zeit die Weiterführung des Bildungsbegriffes analysiert werden kann. Im letzten Kapitel folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die Beantwortung der Fragestellung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Bildungsbegriff

3 Die Kolonialmacht Deutschland

3.1 Kolonien

3.2 Die Bildungspolitik

4 Bildung in Namibia während der Kolonialzeit

5 Bildung in Namibia zum heutigen Zeitpunkt

6 Fazit und Ausblick

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die Weiterführung des spezifisch deutschen Bildungsbegriffs im Kontext der ehemaligen deutschen Kolonien, mit besonderem Fokus auf das heutige Namibia, und analysiert dabei sowohl koloniale Bildungspraktiken als auch gegenwärtige bildungspolitische Herausforderungen.

  • Definition des Bildungsbegriffs und Abgrenzung zum Lernbegriff
  • Strukturen und Ziele der deutschen kolonialstaatlichen Bildungspolitik
  • Historische Analyse des namibischen Bildungswesens in der Kolonialzeit
  • Aktueller Status und strukturelle Probleme des Bildungssystems in Namibia
  • Einfluss der deutschen Kolonialgeschichte auf moderne Bildungsprojekte

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Bildungspolitik

Deutschland legte in den Kolonialländern Wert auf ein einheitliches Schulsystem, bei dem mit „vergleichbaren Inhalten und Qualifikationen, mit Abschlußprüfungen [sic!] und Zeugnissen, mit internen Differenzierungen und Schulstufen“ (Adick 1996: 156) gearbeitet wurde. Dies konnte durch die deutsche kolonialstaatliche Bildungspolitik jedoch erst zur Jahrhundertwende realisiert werden, da in der vorigen Zeit deutsche sowie ausländische Missionsgesellschaften ihre eigenen schulpolitischen Ziele verfolgten. Die Missionsgesellschaften waren Partner der Kolonieverwaltung und fokussierten sich auf die Missionierung, was die Verbreitung des christlichen Glaubens umfasste, der Bevölkerungsgruppen (vgl. Beth 2019: o. S.). Daher gab es vor der Jahrhundertwende Bildungsgänge im Sinne der Missionszwecke, wie beispielsweise „Lehrer- und Katechistenseminare, Handwerksschulen für den Missionsbedarf (und [Anm. d. Verf.]) Haushaltsschulen zur Heranbildung christlicher Hausfrauen“ (Adick 1996: 157).

Natürlich gab es auch vor der Kolonialisierung Erziehung und Schule in unterschiedlichen Formen, beispielsweise Initiationsschulen, bei denen Mädchen und Jungen für eine gewisse Zeit von ausgewählten Betreuer*innen Kenntnisse über die Religion, Sitte, Geschichte, Haushalts- oder die Naturkunde erwarben. Die deutsche Bildungspolitik brachte dann jedoch den Schulunterricht und das Ziel einer Allgemeinbildung, die sich an alle Menschen richten sollte, in die Kolonialländer (vgl. Adick 1993: o. S.).

Nach den Missionsschulen wurden die ersten Regierungsschulen gegründet. Diese Schulen waren besser ausgestattet und die Absolventen konnten bei guten Leistungen die Chance bekommen, im deutschen Kolonialdienst angestellt zu werden. Diese Art von Schulen schlossen auch elementarbildende Schulen, wie Regierungsfortbildungsschulen, Handwerkerschulen und Ackerbauschulen ein, wie es beispielsweise in Togo der Fall war (vgl. Adick 1996: 152).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die koloniale Vergangenheit Deutschlands ein und formuliert die zentrale Fragestellung, inwiefern der deutsche Bildungsbegriff in ehemaligen Kolonien weitergeführt wurde.

2 Der Bildungsbegriff: Dieses Kapitel definiert den spezifisch deutschen Bildungsbegriff als Prozess der Selbstbestimmung und allgemeinen Bildung und grenzt ihn klar vom reinen Lernbegriff ab.

3 Die Kolonialmacht Deutschland: Hier werden der Begriff der Kolonie definiert und die allgemeine deutsche Kolonialpolitik sowie die spezifische Ausrichtung des kolonialen Schulsystems erläutert.

4 Bildung in Namibia während der Kolonialzeit: Das Kapitel analysiert die konkrete Implementierung von Missions- und Regierungsschulen in Südwestafrika und deren Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung.

5 Bildung in Namibia zum heutigen Zeitpunkt: Diese Untersuchung betrachtet den aktuellen Zustand des Bildungssystems in Namibia und identifiziert zentrale Herausforderungen wie Kosten und infrastrukturelle Gegebenheiten.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass der Bildungsbegriff das Bildungssystem nachhaltig geprägt hat, betont jedoch die machtpolitischen Hintergründe der Kolonialherrschaft.

Schlüsselwörter

Bildungsbegriff, Kolonialismus, Namibia, Bildungspolitik, Missionsschulen, Regierungsschulen, Deutschland, Pädagogik, Allgemeinbildung, Kolonialgeschichte, Selbstbestimmung, Schulsystem, Entwicklungszusammenarbeit, Bildungsgerechtigkeit, Fremdherrschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Einfluss der deutschen Kolonialpolitik auf das Bildungswesen in ehemaligen deutschen Kolonien, insbesondere in Namibia, und untersucht die Beständigkeit des deutschen Bildungsbegriffs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Bildung gegenüber dem Lernen, der Struktur deutscher Kolonialschulen sowie der Analyse des Bildungssystems in Namibia von der Kolonialzeit bis heute.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es zu ergründen, ob und wie der deutsche Bildungsbegriff in den ehemaligen Kolonialländern weitergeführt wurde und welche Rolle er in der historischen sowie gegenwärtigen Bildungsstruktur spielt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische und historische Analyse von Sekundärliteratur und Quellen, um den Transfer und die Transformation von Bildungskonzepten wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Was ist das zentrale Thema des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Schulwesens in Namibia, die Rolle der Missionsschulen im Vergleich zu staatlichen Institutionen und die aktuellen Herausforderungen im namibischen Bildungswesen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Bildungsbegriff, Kolonialismus, Bildungspolitik, Namibia und deutsche Kolonialgeschichte.

Welche Rolle spielten Missionsgesellschaften bei der Einführung des Schulwesens?

Missionsgesellschaften waren vor der Jahrhundertwende maßgebliche Partner der Kolonialverwaltung und fokussierten sich primär auf die Verbreitung des christlichen Glaubens und die Ausbildung für den Missionsbedarf.

Warum wird im Fazit kritisch auf die deutsche Kolonialmacht geblickt?

Die Autorin hebt hervor, dass der Aufbau des Bildungssystems primär eigenen machtpolitischen Interessen und der Stabilisierung der Kolonialherrschaft diente, statt den Lebensstandard der unterdrückten Bevölkerung verbessern zu wollen.

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Details

Title
Die Weiterführung des Bildungsbegriffs in ehemaligen deutschen Kolonien
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Pädagogik)
Course
Grundbegriffe und Grundfragen der Pädagogik
Grade
1,7
Author
Leonie Hollers (Author)
Publication Year
2021
Pages
11
Catalog Number
V1190838
ISBN (PDF)
9783346627179
Language
German
Tags
Bildungsbegriff Kolonien Namibia Pädagogik Bildung Kolonialländer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leonie Hollers (Author), 2021, Die Weiterführung des Bildungsbegriffs in ehemaligen deutschen Kolonien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190838
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