Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Méthodes, Recherche

Männerforschung - neue Perspektiven für die Geschlechterforschung

Titre: Männerforschung - neue Perspektiven für die Geschlechterforschung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 9 Pages , Note: 1,3

Autor:in: M.A. Carsten Bobe (Auteur)

Politique - Méthodes, Recherche
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Politikwissensenschaftliche Geschlechterforschung war in Deutschland bisher weitestgehende identisch mit politikwissenschaftlicher
Frauenforschung und wurde de meis eist mit feministischer Frauenforschung geichgesetzt (vgl. gl. Dögen 2004: 61). Kritische
Männerforschung will nun die Innenperspektive männnlicher Macht
analysieren und die Frage nach Blockaden eines allgemeinen
Wandels der vorherrschende den Männerrolle untersuchen und betont dabei stark die Unterschiedlichkeit männlicher Lebenszusmmenhänge und –entwürfe (vgl. gl. Döge 2001: 01: 25 f.) Dies erweitert die Perspektive der Geschlechterforschung gesamt, denn bisher wurden sowohl Frauen als auch Männer noch
weitestgehend als homogener Geschlechterblock angesehen,
weswegen die Binnenheterogenität der Geschlechterblöcke unterbelichtet blieb. Es wurde in der Regel von einer einmütigen
Männerdoinanz ausgegangen, wobei analog dazu das Kollektiv-
Subjekt „Frau“ kontruiert wurde. Um nicht unterkomplex zu bleiben,
müssen auch Interaktionen unterschiedlicher Differenzen und
Diskriminierungstatbestäne im Prozess des Politischen stärker
berücksichtigt werden (vgl. Döge 2004: 61 f.)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. These

3. Argumentation und Hintergrund

4. Neue Perspektiven

5. Resümee

6. Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der traditionellen politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung auseinander, die bisher primär als Frauenforschung verstanden wurde. Das Ziel ist es, durch die Einbeziehung der Männerforschung neue Perspektiven auf die Geschlechterforschung zu eröffnen, die Binnenheterogenität innerhalb der Geschlechtergruppen zu beleuchten und Machtverhältnisse differenzierter, auch unter Berücksichtigung biologischer und soziokultureller Faktoren, zu analysieren.

  • Kritische Analyse der Männerrolle und männlicher Machtstrukturen.
  • Konzeptualisierung von hegemonialer Männlichkeit und deren Auswirkungen.
  • Untersuchung der Mehrdimensionalität von Herrschaftsverhältnissen (Tripple-Oppression-Ansatz).
  • Diskurs über das Verhältnis von Natur, Kultur und Biopolitik in der Geschlechterforschung.
  • Plädoyer für einen differenzierten Ansatz unter Einbeziehung des Diversity-Begriffs.

Auszug aus dem Buch

Argumentation und Hintergrund

Es stehen dabei vielzählige Männlichkeitsmuster in einem hierarchischen Verhältnis zueinander, wobei es ein spezifisches Modell gibt, das dem „richtig Mann Sein“ entspricht (vgl. Döge 2004: 62 f.). Dieses Konzept der hegemonialen Männlichkeit (Connell 1987; Connell 1995) ist aber keineswegs multioptional, sondern in Westeuropa und den Vereinigten Staaten immer heterosexuell und weiß, wohingegen homosexuelle und farbige Männer marginalisierte Männlichkeiten darstellen (vgl. Connell 1995: 77 ff.). Weitere Attribute hegemonialer Männlichkeit sind „Macht“ im Sinne eines körperlich nicht eingeschränkten, naturbeherrschenden Menschen und „ökonomischer Erfolg“ im Sinne des Familienernährers (vgl. Döge 2004: 64). Von der unterschiedlich starken Akzentuierung dieser einzelnen Attribute hängt der Zugang von Männern und Frauen zu sozialen Räumen und Ressourcen ab (vgl. Döge 2001: 148). Aber obwohl nur relativ wenige Männer diese idealtypische hegemoniale Männlichkeit verkörpern, profitiert die Mehrheit von ihnen von der subtilen Wirkung des Konzepts der hegemonialen Männlichkeit in Form der so genannten patriarchalen Dividende, die sich aus der allgemeinen Unterordnung der Frauen ergibt (vgl. Connell 1995: 79). Eine deutliche Abweichung von dem Männlichkeitsideal ist für Männer jedoch auch extrem schwierig: „Kein ‚richtiger’ Mann zu sein entwertet die Person augenscheinlich mehr, als keine ‚richtige’ Frau zu sein.“ (Meuser 2000: 72)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung konstatiert eine bisherige Gleichsetzung von politikwissenschaftlicher Geschlechterforschung mit feministischer Frauenforschung und führt die kritische Männerforschung als notwendige Erweiterung zur Analyse männlicher Machtstrukturen ein.

2. These: Die zentrale These besagt, dass Geschlechterhierarchien nicht nur Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen, sondern ebenso hierarchische Machtverhältnisse zwischen verschiedenen Männlichkeiten darstellen.

3. Argumentation und Hintergrund: In diesem Kapitel wird das Konzept der hegemonialen Männlichkeit dargelegt und erläutert, wie durch das Aufstellen von Normen Machtverhältnisse innerhalb der Geschlechterrollen etabliert und aufrechterhalten werden.

4. Neue Perspektiven: Hier wird die Diskussion um soziale Konstruktionen und die Bedeutung biologischer Faktoren im Hinblick auf Differenzbildung und Hierarchisierung geführt, wobei der Diversity-Ansatz als Zielperspektive diskutiert wird.

5. Resümee: Das Resümee betont, dass trotz der Schwierigkeit, biologische und soziokulturelle Ursachen für Verhalten eindeutig zu trennen, interdisziplinäre Forschungsansätze essenziell sind, um Hierarchisierungen differenzierter zu verstehen.

6. Literatur: Dieses Kapitel listet die für die Hausarbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen auf.

Schlüsselwörter

Geschlechterforschung, Männerforschung, Politikwissenschaft, hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterhierarchie, Machtverhältnisse, Binnenheterogenität, Diversity, Biopolitik, soziale Konstruktion, Gender Mainstreaming, patriarchale Dividende, Männlichkeitsmuster, Interdependenz, Geschlechterdemokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit, die politikwissenschaftliche Geschlechterforschung um die Männerforschung zu erweitern, um ein umfassenderes Verständnis von Geschlechterverhältnissen und Machtstrukturen zu erlangen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind hegemoniale Männlichkeit, die Hierarchisierung innerhalb der Geschlechter, das Spannungsfeld zwischen biologischen und soziokulturellen Einflüssen sowie der Diversity-Ansatz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Überwindung einer einseitigen Betrachtung von Geschlecht als homogenen Block und die Analyse der Binnenheterogenität, um Diskriminierungsdimensionen besser zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze der Geschlechter- und Männerforschung, wie etwa von Connell oder Döge, synthetisiert und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte zur Macht von Männern, die Bedeutung der hegemonialen Männlichkeit, die Konstruktion von Differenzen sowie das komplexe Verhältnis von Biologie und Kultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechterforschung, hegemoniale Männlichkeit, Machtverhältnisse, Diversity und Interdisziplinarität charakterisiert.

Was versteht die Arbeit unter der "patriarchalen Dividende"?

Der Begriff beschreibt den Nutzen, den die Mehrheit der Männer aus dem Konzept hegemonialer Männlichkeit zieht, da sie von der allgemeinen Unterordnung der Frauen profitiert, auch wenn sie selbst das Ideal nicht vollständig verkörpern.

Wie bewertet der Autor den Einfluss biologischer Faktoren?

Der Autor argumentiert, dass biologische Faktoren nicht ignoriert werden sollten, eine monokausale Erklärung von Verhalten durch Biologie jedoch meist nicht haltbar ist und ein komplexes Zusammenspiel mit sozialen Faktoren vorliegt.

Warum wird der Begriff "Diversity" als Ziel vorgeschlagen?

Er dient als Zielperspektive, um körperliche und sozial-kulturelle Differenzen zu würdigen, ohne diese zwangsläufig hierarchisch zu bewerten.

Welche Rolle spielt die "Binnenheterogenität"?

Sie ist zentral, um zu erkennen, dass Geschlechtergruppen nicht homogen sind und dass Machtverhältnisse auch innerhalb einer Geschlechtergruppe bestehen, beispielsweise durch soziale Schichtung oder sexuelle Orientierung.

Fin de l'extrait de 9 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Männerforschung - neue Perspektiven für die Geschlechterforschung
Université
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft )
Cours
Gender und Politik
Note
1,3
Auteur
M.A. Carsten Bobe (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
9
N° de catalogue
V119094
ISBN (ebook)
9783640225897
Langue
allemand
mots-clé
Mä̈nnerforschung Perspektiven Geschlechterforschung Gender Politik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Carsten Bobe (Auteur), 2006, Männerforschung - neue Perspektiven für die Geschlechterforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119094
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  9  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint