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Gleichgültigkeit und Amoralismus

Über Albert Camus' Philosophie des Absurden und den ethischen Nihilismus

Título: Gleichgültigkeit und Amoralismus

Trabajo de Seminario , 2021 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Matthias Pfeiffer (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Das zentrale Anliegen dieser Arbeit soll sein, zu klären, ob aus Camus Philosophie der ethische Nihilismus, das „Alles ist erlaubt“ Iwan Karamasows folgt. Zu diesem Zweck werde ich in kurz in diesen einführen und einen Einblick in die Philosophie des Absurden geben.

Hierfür werde ich mich auf die zur Klärung der Fragestellung wesentlichen Punkte fokussieren, allen voran auf die Freiheit des absurden Menschen, Camus Position zum legitimierten Mord und seiner Konzeption der Revolte. Im Anschluss werde ich Camus Ansatz unter bestimmten Aspekten kritisch betrachten und schließlich ein Fazit ziehen, als auch einen Ausblick auf weitere Fragestellungen geben. Die hier vorliegende Betrachtung stützt sich vor allem auf Camus philosophische Essays "Le Mythe de Sisyphe und L‘Homme revolté".

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der ethische Nihilismus

3 Die Philosophie des Absurden

4 Die Freiheit des absurden Menschen

5 Die Frage nach der Legitimation des Mordes

6 Die Revolte

7 Die individuelle Revolte

8 Essenz und Existenz

9 Eine Ethik des Maßes

10 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Albert Camus' Philosophie des Absurden und dem ethischen Nihilismus. Dabei wird insbesondere analysiert, ob die von Camus konzipierte Revolte zwingend in moralischer Gleichgültigkeit oder der Rechtfertigung von Mord mündet, oder ob sie vielmehr eine Grundlage für eine Ethik des Maßes und menschlicher Solidarität bietet.

  • Die Auseinandersetzung mit dem ethischen Nihilismus nach dem Vorbild Iwan Karamasows.
  • Die Analyse der absurden Haltung und der Freiheit des Menschen in einer gottlosen Welt.
  • Die kritische Untersuchung der Legitimation von Gewalt und Mord innerhalb der absurden Philosophie.
  • Die Herausarbeitung der Konzeption der Revolte als Ausgangspunkt für eine Ethik des Maßes.
  • Die Abgrenzung von Camus' Denken zum französischen Existentialismus (insb. Sartre).

Auszug aus dem Buch

Die Philosophie des Absurden

Den Ausgangspunkt von Camus philosophischen Denken bildet das Absurde. Dieses, wie bereits erwähnt, ergibt sich aus dem Zusammenstoß zwischen dem Menschen, der nach Sinn, Klarheit und Einheit strebt und der irrationalen Welt, die ihm dies verwehrt. Das Absurde ist dabei Widerspruch und Gegenüberstellung; der Mensch mit seinem heftigen Verlangen nach Sinn findet sich in einer Welt existierend, die ihm diesen verwehrt. Zentral dabei ist, dass das Absurde weder dem Menschen noch der Welt inhärent ist, sondern sich aus deren Widerspruch ergibt. Doch Camus geht es in seinem Denken weniger um eine Analyse des Absurden oder darum zu beweisen, dass die Welt wirklich irrational ist, sondern um die Konsequenzen, die sich ergeben, wenn man sich auf das Absurde einlässt.

Die dringlichste Frage ist dabei die, ob ein sinnloses Leben lohnt gelebt zu werden. Für Camus ist die Frage nach dem rationalen Selbstmord, ob es eine Logik bis zum Tod gibt, das philosophische Problem schlechthin. Der praktische Bezug ist dabei nicht zu leugnen und um eben diesen geht es Camus in seiner Philosophie. Es geht weniger ihm weniger darum ein philosophisches System zu entwickeln, als eine praktische Haltung. Das findet seine Begründung besonders in der Ansicht Camus‘, dass jede wirkliche Erkenntnis unmöglich ist. Die Welt lässt den Menschen mit seinem Verlangen nach Klarheit unbefriedigt zurück; er stößt überall auf unauflösbare Widersprüche. Selbst die Wissenschaft hat nur rein hypothetischen Charakter und ist nicht in der Lage objektive Gewissheiten hervorzubringen. In Erwägung eines Gottes oder eines Sinnes, der über die die Welt hinausgeht, antwortet der absurde Mensch, dass er diesen nicht kenne, es ihm nicht möglich ist, diesen zu erkennen und ihm ein Sinn, der außerhalb seiner conditio liegt, im weitesten Sinne seiner Daseinsbedingungen, ihm nichts bedeute – er könne nur auf menschliche Weise begreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Nihilismus nach dem Tod Gottes und Darlegung der zentralen Fragestellung, ob daraus ein ethischer Nihilismus folgt.

2 Der ethische Nihilismus: Untersuchung des ethischen Nihilismus am Beispiel von Iwan Karamasow aus Dostojewskis Werk, der das Prinzip „Alles ist erlaubt“ verkörpert.

3 Die Philosophie des Absurden: Definition des Absurden als Widerspruch zwischen menschlicher Sinnsuche und der irrationalen Welt sowie Ablehnung des Suizids.

4 Die Freiheit des absurden Menschen: Analyse der Freiheit, die sich aus der Abwesenheit göttlicher Gebote und der daraus resultierenden Gleichgültigkeit ergibt.

5 Die Frage nach der Legitimation des Mordes: Kritische Reflexion darüber, ob die absurde Logik Mord legitimiert oder neutral gegenübersteht.

6 Die Revolte: Konzeption der Revolte als Akt der Negation und Affirmation, der das nihilistische „Alles ist erlaubt“ überwindet.

7 Die individuelle Revolte: Hinterfragung der Rolle des Individuums und seiner Identifikation mit einem universellen Wert der menschlichen Natur.

8 Essenz und Existenz: Vergleich und Abgrenzung von Camus' Denken zum Existentialismus Jean-Paul Sartres in Bezug auf die menschliche Natur.

9 Eine Ethik des Maßes: Entwicklung einer ethischen Haltung, die versucht, das Unrecht in der Welt zu verringern, ohne das Ziel eines absoluten Sieges anzustreben.

10 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Absage an den Nihilismus und Ausblick auf die Relevanz von Camus' Philosophie im 21. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Absurdes, Nihilismus, Camus, Iwan Karamasow, Ethik des Maßes, Revolte, menschliche Natur, Existentialismus, Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit, Dostojewski, Philosophie des Lebens, Moral, Weltanschauung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Albert Camus den Nihilismus in seiner Philosophie des Absurden verarbeitet und ob er eine moralische Grundlage finden kann, ohne auf göttliche Instanzen zurückzugreifen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind das Absurde, die Freiheit, die Revolte sowie der ethische Nihilismus im Vergleich zur existenzphilosophischen Tradition.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob Camus' Philosophie unweigerlich zu der Schlussfolgerung „Alles ist erlaubt“ führt oder ob sie eine Basis für ethisches Handeln bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Analyse von Camus' Hauptwerken („Der Mythos des Sisyphos“, „Der Mensch in der Revolte“) unter Einbeziehung von Sekundärliteratur und literarischen Beispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition des Absurden, das Verhältnis von Freiheit und Mord, das Wesen der Revolte und die Abgrenzung zum Existentialismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Absurdes, Nihilismus, Revolte, Freiheit und Ethik des Maßes charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich Camus' Freiheitsbegriff von dem Sartres?

Camus' Freiheit ist eine unmittelbare, endliche Handlungsfreiheit in einem konkreten Moment, während Sartre Freiheit ontologisch begründet und im Engagement für einen Entwurf verortet.

Warum ist das Konzept der „menschlichen Natur“ für Camus so wichtig?

Für Camus ist die menschliche Natur das Fundament, auf dem die Revolte aufbaut und das die Solidarität zwischen Menschen erst ermöglicht, um den totalen Nihilismus zu überwinden.

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Detalles

Título
Gleichgültigkeit und Amoralismus
Subtítulo
Über Albert Camus' Philosophie des Absurden und den ethischen Nihilismus
Universidad
University of Stuttgart  (Institut für Philosophie)
Curso
Ethik der Existenz bei jean-Paul Sartre und Albert Camus
Calificación
1,0
Autor
Matthias Pfeiffer (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
19
No. de catálogo
V1191402
ISBN (PDF)
9783346629128
ISBN (Libro)
9783346629135
Idioma
Alemán
Etiqueta
Philosophie des Absurden Albert Camus Ethik Nihilismus Amoralismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matthias Pfeiffer (Autor), 2021, Gleichgültigkeit und Amoralismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1191402
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