Der Unterrichtsentwurf thematisiert die Fridays for Future-Bewegung und deren Aktivismus während der Corona-Pandemie. Zielgruppe dieser Unterrichtsreihe sind Schüler:innen der zehnten Klasse einer Gesamtschule.
Die Arbeit soll einen Einblick in die Strukturen und Arbeit der Fridays for Future-Bewegung geben sowie den Aktivismus während der Corona-Pandemie darstellen. Im Anschluss folgt der Unterrichtsentwurf von Severinus Scharf, welcher die Informations- und Analysephase abdeckt. In dieser Phase werden aktuelle Herausforderungen der Bewegung und der Politik in Bezug auf Klimaschutz dargestellt sowie bereits initiierte Maßnahmen gegen die Klimakrise von Politik und der Fridays für Future-Bewegung erörtert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Fachdidaktische Lernbedeutung und Legitimation des Themas
2.1 Fachdidaktische Lernbedeutung
2.1.1 Problemorientierung
2.1.2 Aktualität
2.1.3 Kontroversität
2.2 Legitimation des Themas
2.2.1 Inhaltsfeld 2: Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie
2.2.2 Inhaltsfeld 3: Nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
3 Wissenschaftliche Sachanalyse
4 Analyse der Lernbedingungen
4.1 Studie über SuS-Vorstellungen zum Unterrichtsgegenstand
4.2 Mögliche Herausforderungen für den Lernprozess
5 Ziele der Unterrichtsstunde
5.1 Sachkompetenz
5.2 Methodenkompetenz
6 Verlaufsplan zur Unterrichtsstunde
7 Begründung der didaktischen Entscheidungen
7.1 Vorbereitungsphase
7.2 Einstiegsphase
7.3 Erarbeitungs- und Sicherungsphase
7.4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Auswirkungen der Coronapandemie auf den Aktivismus der „Fridays for Future“-Bewegung zu untersuchen und in Form eines unterrichtspraktischen Entwurfs für die 10. Klasse einer Gesamtschule aufzubereiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Inwiefern hat die Coronapandemie den Aktivismus bei der Umweltbewegung ‚Fridays for Future‘ beeinflusst?“
- Strukturen und Arbeitsweisen der „Fridays for Future“-Bewegung
- Einfluss der Coronapandemie auf Protestformen und Mobilisierung
- Politische Partizipation und deren Herausforderungen in Krisenzeiten
- Didaktische Legitimation und Analyse von Schüler*innen-Vorstellungen
Auszug aus dem Buch
3 Wissenschaftliche Sachanalyse
Die Protestbewegung „Fridays for Future“, ist eine Umweltbewegung die 2018 erstmals von der damals 15-jährigen Greta Thunberg initiiert worden ist. Sie hatte im August 2018 mit einem Schulstreik vor dem schwedischen Reichstag international für viel Aufsehen gesorgt. Durch ihre Aktion gewann nicht nur sie an Aufmerksamkeit, sondern auch das Thema Klimawandel. So wurde sie 2018 erstmals zu einem Klimagipfel in Polen eingeladen. Auch die Klimastreiks, die seitdem regelmäßig an Freitagen stattfinden, haben international viel Zustimmung erfahren. In Deutschland fanden erste Streiks im Dezember 2018 statt und sind seitdem an Freitagen nicht mehr wegzudenken. Daneben etablierten sich auch sogenannte „Großdemos“, die zentral organisiert und durchgeführt werden. Sie finden oftmals International an mehreren zentralen Standorten statt.
Allerdings verbreitete sich Anfang 2020 das Coronavirus rasant und sorgte am 16. März 2020 für die Schließung vieler Institutionen, wie etwa Schulen oder Kindergärten, sowie Absagen aller Veranstaltungen. Da Anfangs über das Coronavirus bzw. die damit verbundene Krankheit Covid-19 noch nicht viele Informationen vorlagen und weder Medikamente noch Impfstoffe existierten, verhängte die Regierung zudem strenge Kontaktbeschränkungen. Aufgrund dieser Beschränkungen und anderen Regelungen musste die Protestbewegung ihren Aktivismus auf den Straßen für einen unbestimmten Zeitraum niederlegen. Streiks an Freitagen, Großstreiks oder ähnliche Protestaktionen waren somit von heute auf morgen nicht mehr möglich. Dies war allerdings nicht das einzige Problem. Viele Ortsgruppen der Protestbewegung wurden aufgrund von Corona aufgelöst oder wurden inaktiv. So hatte Schleswig-Holstein mit einem Verlust von rund 30% der dortigen Ortsgruppen zu kämpfen. Neben stillgelegten Ortsgruppen hatte die Protestbewegung zu Beginn auch große Probleme Menschen zum Aktivismus z. B. online zu mobilisieren und zu motivieren, da die Streiks und Großdemos ursprünglich der Kernpunkt der „Fridays for Future“- Bewegung waren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema sowie die Zielgruppe vor und verortet den Unterrichtsentwurf innerhalb einer Reihe zum Thema „Fridays for Future“.
2 Fachdidaktische Lernbedeutung und Legitimation des Themas: Dieses Kapitel begründet die Relevanz des Themas anhand politikdidaktischer Prinzipien wie Problemorientierung, Aktualität und Kontroversität und verknüpft es mit dem Kernlehrplan.
3 Wissenschaftliche Sachanalyse: Hier werden die Entstehung der Bewegung sowie die einschneidenden Veränderungen und Herausforderungen durch die Coronapandemie wissenschaftlich fundiert analysiert.
4 Analyse der Lernbedingungen: Das Kapitel wertet eine Studie des BMU zu Einstellungen junger Menschen aus und antizipiert potenzielle Herausforderungen für den Lernprozess im Unterricht.
5 Ziele der Unterrichtsstunde: Hier werden die angestrebten Lernziele in den Bereichen Sachkompetenz und Methodenkompetenz konkret definiert.
6 Verlaufsplan zur Unterrichtsstunde: Ein tabellarischer Überblick über den zeitlichen Ablauf und die methodische Gestaltung der geplanten Unterrichtsstunde.
7 Begründung der didaktischen Entscheidungen: Dieser Teil liefert die theoretische und methodische Begründung für die gewählten Phasen und Lehr-Lern-Arrangements der Unterrichtsstunde.
Schlüsselwörter
Fridays for Future, Coronapandemie, Klimawandel, Politische Partizipation, Politikdidaktik, Unterrichtsentwurf, Protestbewegung, Demokratie, Nachhaltige Entwicklung, Lernbedingungen, Methodik, Medienanalyse, Jugend, Aktivismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf beschäftigt sich mit der „Fridays for Future“-Bewegung und der Frage, wie deren Aktivismus und Mobilisierung durch die Einschränkungen während der Coronapandemie beeinflusst wurden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind politische Partizipation, Klimaschutz als politisches Problem, die Auswirkungen von Krisen auf Protestbewegungen sowie didaktische Konzepte zur Unterrichtsgestaltung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines didaktischen Konzepts für die 10. Klasse, das Schüler*innen ermöglicht, die Relevanz der Klimabewegung in schwierigen politischen Kontexten kritisch zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die Analyse politikdidaktischer Prinzipien, die Auswertung repräsentativer Studien und die didaktische Planung auf Basis von Fachlehrplänen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Sachanalyse, die Analyse der Lernvoraussetzungen von Jugendlichen sowie einen konkreten Verlaufsplan für den Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Schlagworte Fridays for Future, Coronapandemie, politische Partizipation und Politikdidaktik definieren.
Wie wurde das Problem der fehlenden Präsenzmöglichkeiten während Corona gelöst?
Die Bewegung reagierte laut der Sachanalyse mit digitalen Alternativen wie Netzstreiks, Webinaren, Livestreams und einer verstärkten Nutzung von Social-Media-Kanälen zur Mobilisierung.
Welche Rolle spielen die im Anhang erwähnten „Schlagzeilen“ für den Unterricht?
Die Schlagzeilen dienen als Einstiegsmethode, um das Interesse der Schüler*innen zu wecken und durch kontroverse Perspektiven das Thema der Unterrichtsreihe eigenständig erschließen zu lassen.
- Arbeit zitieren
- Tobias Schröer (Autor:in), 2021, Fridays for Future und Aktivismus während der Coronapandemie. Ein Unterrichtsentwurf für die 10. Klasse (Fach Politik, Gesamtschule), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1191647