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Probleme und Möglichkeiten der Anwendung und des Einsatzes der telefonischen Befragung

Eine kritische Darstellung der Methode im Vergleich zur face–to–face Befragung

Title: Probleme und Möglichkeiten der Anwendung und des Einsatzes der telefonischen Befragung

Bachelor Thesis , 2004 , 34 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anika Papez (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Empirische Informationen über die Gesellschaft sind für die Weiterentwicklung von sozialwissenschaftlichen Theorien unerlässlich. Es ist die Aufgabe der empirischen Sozialwissenschaften, wissenschaftliche oder praktische Probleme zu lösen, Erklärungen von gesellschaftlichen Phänomenen zu finden und Zusammenhänge aufzudecken. Bei der sozialwissenschaftlichen empirischen Forschung bestimmt nicht die Methode das Problem, sondern das Problem sollte vielmehr die Auswahl der Methode bestimmen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die unterschiedlichen methodischen Instrumente miteinander zu vergleichen und abzuwägen, welche Methode sich am ehesten eignet bzw. was die Vor- und Nachteile im Vergleich zu anderen Methoden sind. (vgl. Diekmann 1997: 18)
Die vorliegende Arbeit wird durch diese Feststellung motiviert und setzt sich daher kritisch mit der Methode der telefonischen Befragung im Vergleich zur face – to – face Befragung auseinander.
Die Befragung ist die meist verwendete Erhebungsmethode in den Sozialwissenschaften. (vgl. Diekmann 1997 : 372)
Gerade die telefonische Befragung gilt heute als eine der wichtigsten Methoden in der Sozialforschung. In den letzten Jahren hat sie sich weit verbreitet und von einer anfänglichen Skepsis ihr gegenüber hat sie sich weit entfernt und als seriöse Methode etabliert. Die telefonische Befragung gewinnt in der Sozialforschung immer mehr an Bedeutung. Es werden immer mehr face – to - face Befragungen durch telefonische Befragungen ersetzt. Doch dieser Ersatz ist nicht unproblematisch. Es können nämlich nicht alle Umfragen telefonisch durchgeführt werden. Durch die Methode der telefonischen Befragung entstehen nämlich Probleme, die es abzuwägen gilt.
So stellt das Telefonieren eine eigene soziale Kommunikationsform dar. Dadurch ergeben sich eigene Möglichkeiten und Probleme hinsichtlich der sozialwissenschaftlichen Befragung, besonders im Vergleich zur face – to - face Befragung. Welche Vorschriften müssen bei dieser speziellen Kommunikationsart eingehalten werden? Auf diese Regeln wird die vorliegende Arbeit eingehen und so auch einen Überblick über die Besonderheiten der telefonischen Befragung geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Umfrageforschung

2.1 Die Telefonumfrage als moderne sozialwissenschaftliche Erhebungsmethode

2.2 Telefonieren – eine spezielle Kommunikationsform

2.3 Vor- und Nachteile der telefonischen Befragung im Gegensatz zur face to face Befragung

3. Auswahlverfahren

3.1 Stichprobenziehung

3.2 RDD und RDL Verfahren

3.3 Random – Route Verfahren / ADM Design

4. Ausfälle

4.1 Nicht Erreichbarkeit

4.2 Das Problem der Verweigerung

5. Fehlerquellen im Interview

5.1 Erwünschtheitseffekte

5.2 Recency Effekte

5.3 Meinungslosigkeit

6. Möglichkeiten und Probleme durch den Einsatz von Computern

7. Zukunftsperspektiven telefonischer Umfragen

8. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Methode der telefonischen Befragung auseinander und vergleicht diese mit der klassischen face-to-face Erhebung. Ziel ist es, die spezifischen methodischen Möglichkeiten sowie die entstehenden Probleme, insbesondere bei der Stichprobenziehung und Datenerhebung, fundiert darzustellen.

  • Vergleich der Vor- und Nachteile von Telefon- und face-to-face Interviews.
  • Analyse von Stichprobenverfahren (RDD, RDL, Random-Route) und deren Fehleranfälligkeit.
  • Untersuchung von Ausfallquoten, Nicht-Erreichbarkeit und Verweigerung.
  • Evaluation von Fehlerquellen wie Erwünschtheitseffekten und Meinungslosigkeit.
  • Darstellung der Rolle von computergestützten Systemen (CATI) in der Umfrageforschung.

Auszug aus dem Buch

5.1 Erwünschtheitseffekte

Die soziale Erwünschtheit ist generell eine Fehlerquelle bei jeder Befragungsmethode der Sozialwissenschaften. In welchem Ausmass das Problem auf die telefonische Befragung angewendet werden kann, wird im folgenden Kapitel ausführlich dargestellt.

Die soziale Erwünschtheit kann als ein eindeutiges Befragungsmerkmal bezeichnet werden. Das heisst, dass alle sozialen Aktivitäten und Eigenschaften Bewertungen unterzogen werden. Diese Bewertungen variieren individuell je nach Schicht, sozialer Klassenzugehörigkeit, Geschlecht, Bildung und weiteren unzähligen Merkmalen. Die soziale Erwünschtheit wird also immer subjektiv von den Versuchspersonen empfunden. Es handelt sich bei diesem Phänomen nicht um die Erwünschtheit, die tatsächlich durch den Forscher von der Versuchsperson als Antwort erwünscht wird, sondern um eine von der Versuchsperson geglaubten Erwünschtheit bezüglich ihrer Person.

Die Befragten antworten aber immer so, dass sie das bestmögliche Bild der Gesellschaft widerspiegeln. Umso anonymer die Interviewersituation ist, desto unverzerrter sind die Antworten im Hinblick auf die soziale Erwünschtheit. Bei persönlichen Interviews möchte der Befragte dem Interviewer am ehesten gefallen. (vgl. Esser 1974 : 120)

Bei Telefonumfragen spielt sie anscheinend eine weniger große Rolle, als bei der persönlichen Befragung. Die Interviewermerkmale, wie Kleidung, Auftreten, Alter, können über das Telefon schwieriger erkannt werden und verzerren also weniger. (vgl. Petermann, 2001/2002 : 438)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die methodische Auseinandersetzung mit der telefonischen Befragung und begründet deren zunehmende Bedeutung trotz bestehender Herausforderungen gegenüber face-to-face Verfahren.

2. Umfrageforschung: Es werden Grundlagen sozialwissenschaftlicher Interviewmethoden erläutert und die spezifische Kommunikationsform des Telefonierens im Vergleich zum persönlichen Kontakt gegenübergestellt.

3. Auswahlverfahren: Das Kapitel behandelt die Herausforderungen der Repräsentativität und stellt verschiedene Stichprobenverfahren wie RDD und das ADM Design vor.

4. Ausfälle: Hier werden die Gründe für hohe Ausfallquoten, wie Nichterreichbarkeit und Verweigerung, sowie Strategien zu deren Reduktion diskutiert.

5. Fehlerquellen im Interview: Es erfolgt eine detaillierte Analyse spezifischer Verzerrungseffekte, die bei telefonischen Befragungen auftreten können.

6. Möglichkeiten und Probleme durch den Einsatz von Computern: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz von CATI-Systemen zur Optimierung des Interviewablaufs und zur Vermeidung von Fehlern.

7. Zukunftsperspektiven telefonischer Umfragen: Es wird der zukünftige Stellenwert der Telefonumfrage im Kontext technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen bewertet.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion, dass die Eignung der Telefonmethode stark vom jeweiligen Forschungsziel abhängt und keine pauschale Überlegenheit existiert.

Schlüsselwörter

Telefonische Befragung, Umfrageforschung, face-to-face, Stichprobenziehung, Sozialforschung, Erwünschtheitseffekte, CATI, Nicht-Erreichbarkeit, Methodik, Datenqualität, Verweigerungsquote, Auswahlverfahren, empirische Sozialforschung, Recency-Effekt, Repräsentativität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die telefonische Befragung als sozialwissenschaftliche Erhebungsmethode und stellt sie den klassischen face-to-face Interviews gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Aspekte sind Auswahlverfahren, die Problematik von Ausfällen (Nichterreichbarkeit und Verweigerung), Fehlerquellen wie soziale Erwünschtheit sowie der Einsatz computergestützter Interviewsysteme.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, die methodischen Vor- und Nachteile beider Befragungsarten aufzuzeigen, um eine fundierte Entscheidungshilfe für Forscher zu bieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse etablierter deutsch- und englischsprachiger Fachpublikationen aus der empirischen Sozialforschung und Methodenforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Stichprobenverfahren, die Problematik von Ausfällen sowie spezifische Verzerrungsrisiken und technische Unterstützungsmöglichkeiten wie CATI.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Telefonumfrage, Stichprobenfehler, Sozialforschung, Datenqualität und methodischer Vergleich geprägt.

Inwiefern beeinflusst der Faktor Zeit die Qualität bei telefonischen Interviews?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Antwortverhalten durch Zeitdruck oder längere Antwortpausen beeinflusst werden kann, was Auswirkungen auf die Qualität der erhobenen Daten hat.

Warum ist das ADM Design für die Sozialforschung relevant?

Das ADM Design dient als Antwort auf die Probleme bei der Ziehung von Zufallsstichproben, um Verzerrungen durch unvollständige Melderegister bei face-to-face Befragungen zu minimieren.

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Details

Title
Probleme und Möglichkeiten der Anwendung und des Einsatzes der telefonischen Befragung
Subtitle
Eine kritische Darstellung der Methode im Vergleich zur face–to–face Befragung
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
2,0
Author
Anika Papez (Author)
Publication Year
2004
Pages
34
Catalog Number
V119171
ISBN (eBook)
9783640228324
ISBN (Book)
9783640230280
Language
German
Tags
Probleme Möglichkeiten Anwendung Einsatzes Befragung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anika Papez (Author), 2004, Probleme und Möglichkeiten der Anwendung und des Einsatzes der telefonischen Befragung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119171
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