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Tourismusentwicklung seit dem Fall des eisernen Vorhangs. Kann in Berlin bereits von Massentourismus gesprochen werden?

Titel: Tourismusentwicklung seit dem Fall des eisernen Vorhangs. Kann in Berlin bereits von Massentourismus gesprochen werden?

Seminararbeit , 2020 , 23 Seiten , Note: 2

Autor:in: Axel Kolbeinsson (Autor:in)

Tourismus - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, ob in Berlin von Massentourismus gesprochen werden kann. Berlin erfuhr zu Beginn der 1990er Jahre einen starken Tourismuszuwachs, der bis heute anhält. Waren es 1993 noch knapp über sieben Millionen Nächtigungen, gab es 2009 bereits fast 19 Millionen. Obwohl es auch immer wieder Jahre mit einem Minus zum Vorjahr bei den Nächtigungszahlen gibt, was sich vermutlich durch eine Verschiebung in Richtung Tagestourismus erklären lässt, geht der Trend klar nach oben und die Nächtigungsrückgänge werden meist mit einem viel größeren Zuwachs im darauffolgenden Jahr wettgemacht. In manchen Jahren gab es sogar Zuwächse von deutlich über 10% und das Millenniumsjahr schlug gar mit 20% Zuwachs zu Buche. Solche rasante Steigerungen haben natürlich einen Grund und sind nicht folgenlos, wie in den nächsten Kapiteln erläutert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Entwicklung des Tourismus seit dem Mauerfall

1.1 Welche Gründe für Tourismus gibt es?

1.2 Was wurde getan, um Tourismus zu steigern?

1.3 Aufwertung verschiedener Stadtviertel?

2 Wie sieht Tourismus in Berlin heute aus?

2.1 Overtourism

2.1.1 Begriffsdefinition

2.1.2 Gründe für Overtourism

2.2 Berlin heute

2.2.1 Zahlen und Fakten

2.2.2 Probleme

2.2.3 Ausblick und Chancen

2.2.4 Interview Busunternehmer

2.3 Vergleich von Berlin mit anderen europäischen Städten

2.3.1 Tourismushochburgen und ihre Maßnahmen

2.3.2 Gegenmaßnahmen in Berlin

3 Schlussfolgerungen und Reflexion des Forschungsprozesses

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die touristische Entwicklung Berlins seit dem Mauerfall und analysiert kritisch, ob in der deutschen Hauptstadt bereits von Massentourismus (Overtourism) gesprochen werden kann und welche Steuerungsmöglichkeiten existieren.

  • Historische Entwicklung des Berliner Tourismus nach 1989
  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Overtourism
  • Analyse der aktuellen touristischen Situation in Berlin anhand von Daten und Experteninterviews
  • Vergleich der Berliner Situation mit anderen europäischen Tourismushochburgen
  • Diskussion von Lösungsansätzen und Gegenmaßnahmen zur Stadtverträglichkeit

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Begriffsdefinition

Um die Thematik des anglistischen Begriffes Overtourism, zu Deutsch, Massentourismus analysieren zu können bedarf es initial einer Begriffsdefinition. Dieser Begriff hat sich in den letzten Jahren in verschiedenen Sektoren, darunter der akademischen Welt, Politikformulierungen, sozialen Bewegungen und den Medien verbreitet. Als relativer neuer Term wird er unter anderem mit „einen Ort zum Sterben gernhaben“, „mit Erfolg umgehen“ und „Tourismusphobie“ gleichgesetzt. Milano et al. definiert Overtourism wie folgt:

„the excessive growth of visitors leading to overcrowding in areas where residents suffer the consequences of temporary and seasonal tourism peaks, which have enforced changes to their lifestyles, access to amenities and general well-being.” (Dodds und Butler, 2019)

Damit wird die Einschränkung des Lebens der lokal ansässigen Bevölkerung durch zu viele Touristen beschrieben. Goodwin (Dodds und Butler, 2019) findet, dass Overtourism dann eintritt, wenn Hosts oder Gäste, die lokale Bevölkerung oder Besucher das Gefühl haben, dass sich zu viele Besucher an einem Ort befinden und dadurch die Lebensqualität und vor allem die Urlaubsqualität drastisch sinkt. Sowohl akademische als auch Unterhaltungsliteratur beinhaltet Overtourism: zu viele Touristen an einem Ort, rücksichtsloses oder unangemessenes Verhalten von Touristen, Feindseligkeit zwischen Touristen und Anrainern, Verlust von Authentizität, Belastung der Infrastruktur sowie Verlust von Lebensqualität seitens der Anrainer und der Urlaubsfreude seitens der Touristen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Entwicklung des Tourismus seit dem Mauerfall: Dieses Kapitel skizziert den starken touristischen Zuwachs Berlins seit den 1990er Jahren, nennt Ursachen wie verbesserte Infrastruktur und beschreibt die städtebauliche sowie soziale Aufwertung durch den Tourismus.

2 Wie sieht Tourismus in Berlin heute aus?: In diesem Hauptteil wird der Begriff Overtourism theoretisch definiert, die aktuelle Lage in Berlin anhand von Statistiken und Experteninterviews analysiert sowie ein Vergleich zu anderen europäischen Metropolen gezogen.

3 Schlussfolgerungen und Reflexion des Forschungsprozesses: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, bewertet die subjektiven Eindrücke aus der Exkursion und betont die Notwendigkeit einer nachhaltigen, kiezbasierten Tourismussteuerung.

Schlüsselwörter

Berlin, Tourismus, Overtourism, Massentourismus, Mauerfall, Gentrifizierung, Stadtentwicklung, Infrastruktur, Lebensqualität, nachhaltiger Tourismus, Besucherströme, Tourismusmanagement, Stadtverträglichkeit, Übernachtungszahlen, Luftreinhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die massive touristische Entwicklung Berlins seit der Wiedervereinigung und hinterfragt, ob die Stadt bereits mit den Phänomenen des Overtourism konfrontiert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung des Tourismus, die theoretische Einordnung von Overtourism, die Auswirkungen auf die Stadtviertel (Gentrifizierung) sowie die Suche nach stadtverträglichen Lösungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob der Berliner Tourismus bereits ein Ausmaß erreicht hat, das die Lebensqualität der Bewohner beeinträchtigt, und ob bereits effektive Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Komponente, die Experteninterviews (z.B. mit einem Busunternehmer) und Beobachtungen vor Ort (Exkursion) beinhaltet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung des Overtourism, eine detaillierte Analyse der Berliner Situation (Zahlen, Fakten, Probleme) und einen Vergleich mit anderen europäischen Städten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Berlin-Tourismus, Massentourismus, Overtourism, nachhaltige Tourismussteuerung, Infrastrukturbelastung und die soziale Auswirkung auf Berliner Kieze.

Warum wird der Begriff "Gentrifizierung" im Kontext des Tourismus genannt?

Der Autor verknüpft Tourismus mit Gentrifizierung, da die touristische Aufwertung von Stadtvierteln oft zu steigenden Preisen und der Verdrängung der ursprünglichen Wohnbevölkerung führt.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit anderen Städten wie Venedig oder Amsterdam?

Der Vergleich verdeutlicht, dass Berlin im internationalen Vergleich bei den Regulierungsmaßnahmen (z.B. Zufahrtsbeschränkungen für Busse) noch Nachholbedarf hat und von anderen Städten lernen kann.

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Details

Titel
Tourismusentwicklung seit dem Fall des eisernen Vorhangs. Kann in Berlin bereits von Massentourismus gesprochen werden?
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Note
2
Autor
Axel Kolbeinsson (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
23
Katalognummer
V1191930
ISBN (PDF)
9783346679406
ISBN (Buch)
9783346679413
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berlin Eiserner Vorhang Massentourismus Overtourism
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Axel Kolbeinsson (Autor:in), 2020, Tourismusentwicklung seit dem Fall des eisernen Vorhangs. Kann in Berlin bereits von Massentourismus gesprochen werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1191930
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Leseprobe aus  23  Seiten
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