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Sebastian Münsters kartographische Darstellung der Frau Europa. Verbreitet die Personifikation die Auffassung einer Einheit Europas?

Título: Sebastian Münsters kartographische Darstellung der Frau Europa. Verbreitet die Personifikation die Auffassung einer Einheit Europas?

Trabajo Escrito , 2021 , 24 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Julia Stremming (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Frau Europa ist eine kartographische Darstellung Europas, die sich in der "Cosmographia" des Humanisten Sebastian Münsters wiederfindet. Die "Cosmographia", oder auch Beschreibung der Welt, ist ein Buch, welches den Anspruch hatte, eine detaillierte Darstellung der gesamten Welt und ihrer Geschichte wiederzugeben. Hierfür sammelte Münster über 20 Jahre lang Reiseberichte und Schriften der ganzen Welt, um am Ende seine Monografie durch das damalige Holzdruckverfahren für die Öffentlichkeit populär zu machen.

Wenn solch eine Kartografie nun für die Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde, stellt sich die Frage: Welche Botschaft enthält sie? Oder beinhaltet sie verschiedene Interpretationsmöglichkeiten? In der heutigen Forschung wurde oft der Versuch gestartet Frau Europa zu interpretieren. Meines Erachtens wurde der Schwerpunkt allerdings häufig auf die Analyse der Urfassung der Zeichnung gelegt oder es wurde der Versuch unternommen, eine spezielle Persönlichkeit in dem Bildnis der Frau zu erkennen.

Der Kern dieser Arbeit soll sein, zu analysieren, wie die Personifikation die Auffassung einer europäischen Einheit verbreitet. Unter diesem Aspekt soll zunächst untersucht werden, wie die Überlieferungslage der Quelle ist und welche Glaubwürdigkeit man ihr beimessen kann. Darauf folgt die Ergründung des Aufbaus der Kartografie, um anschließend den einzelnen Bildelementen ihre Bedeutung zuschreiben zu können.

Anschließend soll die Wirkung der Quelle auf den Betrachter, beeinflusst von der damaligen politischen Lage, erforscht werden. Der Interpretation wird danach die Möglichkeit gegeben, das europäische Bewusstsein zu beurteilen und Stellung zu der forschenden Frage zu nehmen. Der Schlussteil vereinigt alle bis dahin erforschte Informationen und gibt einen Ausblick auf das daraus resultierende Selbstbild Europas.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Cosmographia als Quelle und der Ursprung der Frau Europa

2.1 Überlieferungslage und Quellenwert

2.2 Die Quelleninterpretation

2.2.1 Die Kennzeichen und der Aufbau der Frau Europa

2.2.2 Die Bildelemente der Frau Europa und ihre Bedeutungen

2.2.3 Die Wirkung der Frau Europa im Kontext ihrer Zeit

2.2.4 Verbreitet die Personifikation eine Auffassung einer Einheit Europas?

Interpretation der Frau Europa mit Hinblick des europäischen Selbstbildes

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kartographische Personifikation "Frau Europa" aus Sebastian Münsters Werk "Cosmographia". Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob diese spezifische Darstellung Europas als weibliche Figur die Auffassung einer politischen und kulturellen Einheit Europas im 16. Jahrhundert verbreitet und welche Rolle sie im Kontext der damaligen habsburgischen Machtansprüche spielte.

  • Analyse der Überlieferungsgeschichte und des Quellenwerts der Cosmographia.
  • Untersuchung der ikonographischen Bildelemente und ihrer symbolischen Bedeutung.
  • Reflexion der politischen Wirkung im Kontext der Reformation und der osmanischen Bedrohung.
  • Erforschung der Verbindung zwischen der Personifikation und einem aufkommenden europäischen Selbstbild.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Die Kennzeichen und der Aufbau der Frau Europa

Im Folgenden soll untersucht werden wie der Bildaufbau der Kartografie ist und welche Bestandteile zu erkennen sind.

Zu Beginn darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der Zeichnung ein kurzer Text vorangeht.

Sebastian Münster schildert Europa als fruchtbar und wohlbebautes Land und vergleicht es mit dem Kontinent Afrikas, der, trotz seiner Größe, schlecht besiedelt ist und bei dem man auf große Hitze und unfruchtbaren Sand trifft.12

In der Zeichnung fallen zuerst die klaren Linien auf. Durch sie kommen die Umrisse des europäischen Kontinents und die Andeutungen ihrer Landschaft zur Geltung.

Einen weiteren Blickfang bieten die schriftlichen Bezeichnungen der jeweiligen Länder in lateinischer Sprache. Durch den Einsatz von starken Kontrasten, stechen sie auf Anhieb ins Auge und gerade die obere und die mittlere Region des europäischen Festlandes werden dadurch betont.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet die Fragestellung in den historischen Kontext des 16. Jahrhunderts ein und erläutert die Bedeutung der Cosmographia als zentrales kartographisches Werk.

2. Die Cosmographia als Quelle und der Ursprung der Frau Europa: In diesem Hauptkapitel wird die Überlieferungsgeschichte analysiert, die ikonographische Bedeutung der Bildelemente untersucht sowie die politische Wirkung und die Frage nach der Vermittlung europäischer Einheit erörtert.

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, wie die Personifikation zur Herausbildung eines europäischen Identitätsbewusstseins beitrug, welches über die konfessionellen Spaltungen der Zeit hinausging.

Schlüsselwörter

Sebastian Münster, Cosmographia, Frau Europa, Kartographie, Personifikation, Europa, 16. Jahrhundert, Renaissance, Habsburger, Universalmonarchie, Europäische Identität, Holzschnitt, Ikonographie, Reformation, Machtanspruch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kartographischen Darstellung "Frau Europa" innerhalb der Cosmographia von Sebastian Münster und untersucht deren Funktion als politisches und kulturelles Symbol im 16. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören die historische Quellenkritik des Werkes, die ikonographische Analyse der Personifikation sowie der politische Kontext, insbesondere der habsburgische Machtanspruch und die konfessionellen Spannungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, inwiefern die kartographische Personifikation "Frau Europa" aktiv die Auffassung einer Einheit Europas verbreitete und wie dieses Bild mit dem europäischen Selbstbild der Zeit korreliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine historische Quelleninterpretation, bei der die Kartografie als "Überrest" analysiert und in ihren Entstehungs- sowie Wirkungskontext eingebettet wird.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Bildaufbaus, die Deutung spezifischer Bildelemente wie der Reichsinsignien sowie eine Analyse der politischen Wirkung der Darstellung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Begriffe wie "Personifikation", "Universalmonarchie", "Europäisches Selbstbild" und "Konfessionelle Spaltung" sind zentral für das Verständnis der Argumentation.

Welche Rolle spielten die Reichsinsignien im Bild?

Die Autorin argumentiert, dass Krone, Reichsapfel und Zepter die Figur nicht nur als Frau, sondern als triumphierende Herrscherin stilisieren, was den Anspruch des Hauses Habsburg auf eine Universalmonarchie unterstreicht.

Warum war England in der Karte anders dargestellt?

Die Autorin deutet die periphere Stellung Englands als möglichen Hinweis auf die zunehmende Distanz des Landes zum europäischen Festland und zum Katholizismus, insbesondere nach der Suprematsakte von 1534.

Welche Bedeutung hatte die Donau in der Darstellung?

Die Donau wird als zentraler Fluss interpretiert, der, ähnlich einem Paradiesfluss, für die Fruchtbarkeit und die göttliche Auserwählung des europäischen Kontinents steht.

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Detalles

Título
Sebastian Münsters kartographische Darstellung der Frau Europa. Verbreitet die Personifikation die Auffassung einer Einheit Europas?
Universidad
University of Paderborn
Calificación
2,0
Autor
Julia Stremming (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
24
No. de catálogo
V1192124
ISBN (PDF)
9783346641465
ISBN (Libro)
9783346641472
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kartografie Frau Europa Sebastian Münster Europa Regina Königin Europa Cosmographia Karte Europas Europa Johannes Putsch Heinrich Bünting Kosmografie Personifikation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Stremming (Autor), 2021, Sebastian Münsters kartographische Darstellung der Frau Europa. Verbreitet die Personifikation die Auffassung einer Einheit Europas?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192124
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