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Einfluss von gewaltbereitem Erziehungsverhalten auf die Jugenddelinquenz

Title: Einfluss von gewaltbereitem Erziehungsverhalten auf die Jugenddelinquenz

Term Paper , 2022 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magdalena Kastner (Author)

Psychology - General
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Wird den Jugendlichen durch das gewaltbereite Verhalten der Eltern und die dadurch vermittelten Normen das gewaltbereite Verhalten praktisch in die Wiege gelegt? Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, inwiefern lerntheoretische Ansätze, unter spezieller Betrachtung des Modelllernens, in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen. Es stellt sich konkret die Frage, welchen Einfluss ein gewaltbereites Erziehungsverhalten auf die Gewaltdelinquenz von Jugendlichen hat.

Um die Frage beantworten zu können, widmet sich das erste Kapitel der Erziehungsstilforschung. Hierzu werden zunächst die Erziehungsstile miteinander verglichen und evaluiert, welches Erziehungsverhalten sich als nachteilig für Kinder und Jugendliche herausgestellt hat. Des Weiteren werden die verschiedenen Formen von Gewalt in der Erziehung erklärt und die möglichen Ursachen erarbeitet. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit der Jugenddelinquenz, wo speziell die Langzeitstudie von Boers und Reinecke (2019) über die Entstehung, Entwicklung und Kontrolle delinquenten Verhaltens betrachtet wird. Das vorletzte Kapitel widmet sich der sozialen Lerntheorie nach Albert Bandura (1925 bis 2021). Hierzu erfolgt eine Übertragung seiner Erkenntnisse auf den familiären Kontext. In der Schlussbetrachtung werden die wichtigsten Inhalte zusammengefasst und die Fragestellung beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erziehungsstilforschung

2.1 Typen der elterlichen Erziehung

2.2 Forschungsergebnisse

3 Gewalt als Erziehungsmaßnahme

3.1 Psychische und physische Gewalt

3.2 Mögliche Ursachen für familiäre Gewalt

4 Jugenddelinquenz

5 Soziale Lerntheorie nach Bandura

6 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen gewaltbereitem Erziehungsverhalten und der Entstehung von Jugenddelinquenz. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit lerntheoretische Ansätze, insbesondere das Modelllernen nach Albert Bandura, erklären können, wie durch elterliche Gewalt vermittelte Normen zu delinquentem Verhalten bei Jugendlichen führen können.

  • Grundlagen der Erziehungsstilforschung
  • Formen und Ursachen familiärer Gewalt
  • Analyse der Jugenddelinquenz anhand der CrimoC-Studie
  • Anwendung der sozialen Lerntheorie auf den familiären Kontext
  • Diskussion über Schutzfaktoren und Präventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

Soziale Lerntheorie nach Bandura

Neben der klassischen und operanten Konditionierung, hat sich im Bereich des Sozialverhaltens besonders das Modelllernen als eine der wichtigsten Lernformen herausgestellt (Bodenmann, Perrez & Schär, 2016, S. 242). 1977 veröffentlichte Albert Bandura (1925–2021) seine experimentell gewonnen Erkenntnisse über das Modelllernen in seinem Buch über die soziale Lerntheorie (Sell, 2021, S. 27). Unter dem Begriff Modelllernen oder auch Beobachtungslernen versteht man die Aneignung oder Abänderung neuer bzw. bestehender Verhaltensweisen durch das Beobachten des Modellverhaltens (Albers, 2021, o.S.).

Bekannt wurde vor allem Anfang der 1960er Jahre das Experiment der „Bobo doll“ von Bandura und seinen Kollegen. Durch diese Untersuchung konnten sie eindeutig belegen, dass Kinder aggressives Verhalten durch das Beobachten von Modellen nachahmen (Sell, 2021, S. 27). In diesem Experiment verhielten sich erwachsene Modellpersonen gegenüber der Bobo-Puppe äußerst aggressiv. Die Kinder konnten dieses Verhalten beobachten und die Mehrheit zeigte daraufhin ähnlich aggressive Verhaltensweisen im Umgang mit dieser Puppe (Myers, 2014, S. 318f.). Wie bereits erwähnt, kann beim kognitiven Prozess des Modelllernens nicht nur neues Verhalten erworben, sondern bereits bestehende Verhaltensweisen verstärkt oder abgeschwächt werden.

Wird die Modellperson zum Beispiel für sein Verhalten belohnt (=positive Konsequenz), erfolgt eine Verstärkung, wohingegen eine Bestrafung (=negative Konsequenz) einen abschwächenden Effekt erzielt. Je positiver die Konsequenz, desto eher wird das Verhalten nachgeahmt (Bodenmann et al., 2016, S. 236).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik von Jugenddelinquenz im Kontext von Gewalt in der Erziehung und legt das Ziel fest, lerntheoretische Zusammenhänge hierzu aufzuzeigen.

2 Erziehungsstilforschung: Dieses Kapitel definiert verschiedene Erziehungsstile und fasst Forschungsergebnisse zusammen, die den autoritativen Stil als günstig und vernachlässigende Erziehung als nachteilig identifizieren.

3 Gewalt als Erziehungsmaßnahme: Hier werden Formen psychischer und physischer Gewalt sowie deren Ursachen im familiären Kontext erörtert.

4 Jugenddelinquenz: Das Kapitel beleuchtet Erkenntnisse der CrimoC-Studie zur Entstehung delinquenten Verhaltens und analysiert die Bedeutung familiärer Risiko- und Schutzfaktoren.

5 Soziale Lerntheorie nach Bandura: Die Theorie wird auf den familiären Kontext übertragen, um zu erklären, wie aggressives elterliches Verhalten durch Modelllernen von Kindern übernommen werden kann.

6 Diskussion: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, wobei betont wird, dass erlebte Gewalt nicht zwangsläufig in Kriminalität mündet, aber präventive Ansätze essenziell sind.

Schlüsselwörter

Jugenddelinquenz, Erziehungsstilforschung, Gewalt in der Erziehung, Modelllernen, Soziale Lerntheorie, CrimoC-Studie, Physische Gewalt, Psychische Gewalt, Aggressionsverhalten, Kindeswohlgefährdung, Prävention, Soziale Normen, Autoritäre Erziehung, Verhaltensauffälligkeiten, Modellverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie gewaltbereites Erziehungsverhalten durch die Übermittlung negativer Normen die Entwicklung von Gewaltdelinquenz bei Jugendlichen begünstigen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Erziehungsstilforschung, die verschiedenen Formen familiärer Gewalt, die empirische Langzeitstudie zur Jugenddelinquenz sowie die Anwendung der sozialen Lerntheorie nach Bandura.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Einfluss von gewaltgeprägten Erziehungsmustern auf straffälliges Verhalten Jugendlicher mithilfe von lerntheoretischen Ansätzen zu verstehen und zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse aktueller psychologischer Forschungsergebnisse und Langzeitstudien (wie der CrimoC-Studie) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert elterliche Erziehungstypen, die Problematik von körperlicher und seelischer Gewalt in der Familie, die Entstehung von Delinquenz im Altersverlauf und die Mechanismen des Modelllernens bei Kindern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Jugenddelinquenz, Modelllernen, familiäre Gewalt, Erziehungsstile und die soziale Lerntheorie.

Welche Rolle spielt die CrimoC-Studie in der Argumentation?

Die Studie dient als empirische Grundlage, um die Entstehung von delinquentem Verhalten über einen langen Zeitraum zu betrachten und die Bedeutung familiärer Kontexte für die Entwicklung Jugendlicher zu belegen.

Warum wird Albert Banduras Theorie als zentrales Erklärungsmodell genutzt?

Banduras Theorie des Modelllernens erklärt wissenschaftlich, warum Kinder aggressive Verhaltensweisen ihrer Eltern beobachten, verinnerlichen und in eigenen Konfliktsituationen selbst anwenden.

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Details

Title
Einfluss von gewaltbereitem Erziehungsverhalten auf die Jugenddelinquenz
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Magdalena Kastner (Author)
Publication Year
2022
Pages
13
Catalog Number
V1192331
ISBN (PDF)
9783346631985
ISBN (Book)
9783346631992
Language
German
Tags
einfluss erziehungsverhalten jugenddelinquenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magdalena Kastner (Author), 2022, Einfluss von gewaltbereitem Erziehungsverhalten auf die Jugenddelinquenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192331
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