Die Arbeit widmet sich zentral der Frage, was soziale Kompetenz ist und was sie mit schulischem Können bzw. Erfolg zu tun hat. In diesem Zusammenhang müssen folgende Fragen beantwortet werden, die in einzelnen Abschnitten systematisch behandelt werden sollen: Welche Probleme von SuS und auch Lehrerinnen und Lehrer (LuL) existieren im Kontext der Sozialität und Emotionalität? Was versteht man unter sozialer Kompetenz? Warum brauchen dies SuS, aber auch LuL? Wie wirken soziale Fähigkeit von SuS auf das Lernen? Warum sollten LuL auch über soziale Kompetenz verfügen, was bringt das für ihren Unterricht? Hier ist der oben genannte Zusammenhang pädagogisch zu reflektieren. Es geht auch darum, das Zusammenwirken von sozialer Fähigkeit und das soziale Gelingen von Individuen in Schulen zu verstehen. Wie kann/ können die Schule bzw. LuL soziale Kompetenz fördern oder trainieren? Welche sozialen Fertigkeiten können gezielt eingeübt werden? Wie und wo kann soziales Lernen stattfinden? Hier sollen vorhandene Konzepte analytisch rezipiert werden sowie diese mit eigenen Ideen verknüpft werden. Wie, zu welchen Situationen und warum soziales Kompetenzcoaching stattfinden soll ist Hauptthema dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Soziale wie emotionale Probleme von Schülerinnen und Schülern (SuS) sowie Lehrerinnen und Lehrer (LuL)
2.1 Lehrer- Lehrer Beziehungen
2.2 Lehrer-Schüler Beziehungen
2.3 Schüler-Schüler Beziehungen
2.4 Schüler-Pubertät-Zusammenhang
2.5 Schüler (Anlage) -Umwelt Beziehungen
2.6 Schüler-Normen Beziehungen
2.7 Schüler-Schule (als staatliche Institution) Beziehungen
3 Soziale Kompetenz von und für Schülerinnen und Schüler (SuS) sowie Lehrerinnen und Lehrer (LuL)
3.1 Definition von sozialer Kompetenz
3.2 Funktion und Wirkung sozialer Kompetenz bei SuS und LuL
3.3 Bedarf/ Notwendigkeit der Aneignung oder Förderung sozialer Kompetenz für SuS und LuL
4 Soziales Kompetenztraining/ Sozial (-kompetenz-) training
4.1 Gründe und Umstände, die schulisches Sozial(-kompetenz-)training erfordern
4.2 Trainingsmodelle und -konzepte für soziale Kompetenz im schulischen Kontext
4.3 Herausforderungen von Schulen bezüglich des Sozialtrainings. Risiken von Trainingsmodellen/ -konzepten
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung sozialer Kompetenzen im schulischen Kontext und analysiert die Möglichkeiten sowie Notwendigkeiten einer gezielten Förderung von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, um sozialen wie emotionalen Problemen entgegenzuwirken und das Schulklima zu verbessern.
- Analyse sozialer und emotionaler Belastungen im Schulalltag
- Definition und Bedeutung sozialer Kompetenz als Schlüsselqualifikation
- Evaluation verschiedener Trainingsmodelle für soziale Kompetenz
- Untersuchung der Rolle der Schule als Ort sozialen Lernens
- Reflexion der Herausforderungen und Risiken schulischer Sozialtrainings
Auszug aus dem Buch
2.2 Lehrer-Schüler Beziehungen
Heute wie auch früher weisen deutsche Schulen eine hierarchische Struktur auf. Im Detail sieht es folgendermaßen aus: An oberster Stelle liegt der Staat, dem die Schule verpflichtet ist. Staatliche Aufgaben versucht das Kultusministerium zu pädagogisieren und übergibt die Hauptverantwortung für die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags diese der Schulleitung. Diese wiederum teilt ihre Aufgaben mit dem Lehrerkollegium, welche im Schulalltag diesem nachzugehen versucht. Unter diesen Beauftragten “leiden” nun die Schüler. Schüler sind einerseits Mittel zum Zweck andererseits wichtiger Bestandteil von und Ursache für Schule. Diese Problematik spiegelt sich auch in ihrem Schulleben wider: Die Lehrer üben Macht und Autorität auf den Schülern aus. Andererseits nehmen sie den Schüler als Lernenden wahr, sodass sie ihren schulischen Bedürfnissen im Kontext Unterricht versuchen nachzugehen. Zu beachten ist dabei jedoch primär, dass die curricularen Vorgaben erfüllt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die mangelnde soziale Kompetenz und Motivation bei Schülern in Deutschland und begründet die Notwendigkeit, soziale Kompetenz als zentralen Bestandteil des schulischen Bildungsauftrags zu etablieren.
2 Soziale wie emotionale Probleme von Schülerinnen und Schülern (SuS) sowie Lehrerinnen und Lehrer (LuL): Dieses Kapitel analysiert verschiedene soziale Beziehungsgeflechte an Schulen, wie Lehrer-Lehrer-, Lehrer-Schüler- und Schüler-Schüler-Beziehungen, und deren Auswirkungen auf soziale und emotionale Probleme.
3 Soziale Kompetenz von und für Schülerinnen und Schüler (SuS) sowie Lehrerinnen und Lehrer (LuL): Hier werden verschiedene Definitionen sozialer Kompetenz vorgestellt sowie deren Funktion, Wirkung und die Notwendigkeit ihrer Förderung im schulischen Umfeld erörtert.
4 Soziales Kompetenztraining/ Sozial (-kompetenz-) training: Dieses Kapitel präsentiert praktische Ansätze, Modelle und Konzepte zur Förderung sozialer Kompetenzen und diskutiert deren Umsetzungsmöglichkeiten sowie spezifische Herausforderungen und Risiken.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass Schule soziale Kompetenzen gezielt fördern muss, um als gesunder Lehr- und Lernort zu fungieren und zukünftigen sozialen Anforderungen gerecht zu werden.
Schlüsselwörter
Soziale Kompetenz, Schule, Schüler, Lehrer, Sozialtraining, emotionale Probleme, Schulklima, Sozialpädagogik, Kooperatives Lernen, Zivilcourage, Bildung, Erziehungsauftrag, Konfliktbewältigung, Personalentwicklung, Werteerziehung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Relevanz und den Fördermöglichkeiten sozialer Kompetenzen innerhalb des schulischen Systems, um den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule effektiv zu erfüllen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Im Mittelpunkt stehen die Analyse sozialer Beziehungsgefüge an Schulen, die Auswirkungen von Machtstrukturen, die Notwendigkeit von Sozialkompetenz als Schlüsselqualifikation sowie verschiedene Ansätze zur Umsetzung von Sozialtrainings.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozialer Kompetenz und schulischem Erfolg aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Schulen und Lehrkräfte soziale Fähigkeiten bei Schülern und sich selbst gezielt stärken können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit pädagogischer Literatur, die Analyse von PISA-Ergebnissen und aktuellen Studien sowie die kritische Reflexion bestehender Trainingsmodelle im schulischen Kontext.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung bestehender sozialer Belastungen, die theoretische Definition und Wirkung sozialer Kompetenz sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Diskussion diverser Trainingsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Soziale Kompetenz, Schulklima, Sozialtraining, Lehrer-Schüler-Beziehung, Kooperatives Lernen und Zivilcourage.
Welche Rolle spielt die Schulsozialarbeit (SSA) in dieser Arbeit?
Die SSA wird als wichtige, aber oft unterfinanzierte und strukturell behinderte Stütze für die soziale Entwicklung an Schulen identifiziert, die in Kooperation mit Lehrkräften gestärkt werden sollte.
Wie bewertet der Autor die aktuelle Situation des Lehrerberufs?
Die Arbeit beleuchtet die hohe psychische Belastung von Lehrkräften, die oft unter Zeitdruck und fehlender Ausbildung im Bereich sozialer Kompetenz leiden, was zu Burnout und negativen Auswirkungen auf die Unterrichtsqualität führen kann.
Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich des Klassenrats?
Der Klassenrat wird als wertvolles Instrument zur Förderung demokratischer Fähigkeiten und sozialer Kompetenz hervorgehoben, dessen Erfolg jedoch stark von der bestehenden Klassengemeinschaft und der institutionellen Unterstützung abhängt.
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- Asuman Ciftci (Author), 2017, Soziale Kompetenzen an und für Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192416