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Das deutsche und dänische Suchthilfesystem

Ein Vergleich

Title: Das deutsche und dänische Suchthilfesystem

Term Paper , 2022 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Bulgrin (Author)

Social Work
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Die Suchthilfe ist ein spannendes und beliebtes Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit. In der ambulanten Suchthilfe sind beispielsweise mit 69 % von allen Arbeitenden die SozialarbeiterInnen die am stärksten vertretene Berufsgruppe. Doch wie funktioniert das Suchthilfesystem in Deutschland? Und kann es mit einem anderen europäischen Land verglichen werden?

Um diese Fragestellungen zu bearbeiten, wird in erster Instanz das Suchthilfesystem in Deutschland dargestellt. Um die Vergleichbarkeit mit einem anderen System der Suchthilfe herzustellen, muss der Blick auf die Europäische Union geweitet werden. Diese verfügt in der Drogen- und Suchtpolitik nur über eine begrenzte Zuständigkeit. Denn durch den Vertrag von Lissabon fallen die Politikfelder wie die Gesundheits- und Sozialpolitik in den Kompetenzbereich der Mitglieder. Jedoch gibt die EU eine Strategie vor, die darauf abzielt, das Wohl der Gesellschaft und des Einzelnen zu wahren und zu steigern, die Volksgesundheit zu schützen, der Öffentlichkeit ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten und das Drogenphänomen mit einem ausgewogenen, integrierten und faktengestützten Konzept anzugehen. Um diese zu erfüllen, gibt es die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD). In Bezug auf die EBDD kann also ein Vergleich zwischen zwei europäischen Ländern stattfinden, um die zweite Fragestellung bearbeiten zu können. Meine Wahl ist hierbei auf das deutsche Nachbarland Dänemark gefallen. Das dänische Suchthilfesystem wird dementsprechend als zweiter Punkt dargestellt. Der Vergleich soll im dritten Schritt anhand ausgewählter Indikatoren stattfinden. Die Indikatoren umfassen den Aufbau und die Struktur, Behandlungsangebote und Kosten bzw. Finanzierung des Systems. Hierbei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Nachbarländer verdeutlicht und ausgewertet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Suchthilfesystem in Deutschland

2.1 Hintergrund und Aufbau des Systems

2.2 Strukturen und Angebote der Suchthilfe

2.3 Kosten und Finanzierung

3 Das dänische Suchthilfesystem

3.1 Aufbau und Struktur

3.2 Kosten und Finanzierung

3.3 Prävention, Präventionsmaßnahmen und Schadensminimierung

3.4 Das Behandlungssystem und Behandlungsangebote

4 Vergleich zwischen den Suchthilfesystemen

4.1 Aufbau und Struktur

4.2 Behandlungsangebote

4.3 Kosten und Finanzierung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Suchthilfesystem in Deutschland und Dänemark im Hinblick auf Aufbau, Struktur, Behandlungsangebote sowie Finanzierung zu vergleichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der Suchthilfe in beiden Ländern
  • Strukturelle Unterschiede zwischen föderalen und zentralistischen Systemen
  • Vergleich der Präventions- und Schadensminimierungsstrategien
  • Analyse der komplexen Finanzierungsmodelle im Gesundheitswesen

Auszug aus dem Buch

2.2 Strukturen und Angebote der Suchthilfe

Die Drogen- und Suchtpolitik in Deutschland beruht auf vier Ebenen. Diese sind aufgebaut in Prävention, Beratung und Behandlung, Maßnahmen zur Schadensreduzierung sowie Angebotsreduzierung und Strafverfolgung (Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung beim Bundesministerium für Gesundheit 2019, 9). In dem komplexen deutschen Suchthilfesystem gibt es daher diverse Angebote und Strukturen, worauf im nachfolgenden Abschnitt eingegangen wird (vgl. Laging 2018, 117-118). Es gibt niedrigschwellige Angebote der Suchthilfe die in Form von Streetwork oder in Konsumräumen angeboten werden. Hier werden schadensminimierende und überlebenssichernde Maßnahmen durchgeführt. Es kann ein möglicher Erstkontakt zu konsumierenden Personen aufgebaut werden und ein hinführendes Angebot zum Hilfesystem sein. In Sucht- und Behandlungsstellen sind KlientInnen schon näher an das Hilfesystem gebunden. Sie gelten als Anlaufstellen für Kommunen und bieten Beratungen und Betreuungen von suchtgefährdeten oder abhängigen Menschen an. Es wird versucht Motivation zur Abstinenz aufzubauen, Hilfepläne und weitere Angebote werden vermittelt, Substitutionsbehandlungen begleitet oder Selbsthilfegruppenangebote geschaffen.

Das Angebot der Selbsthilfe ist eine generelle, wichtige Ergänzung zu den professionellen Hilfen. Es lebt von dem Prinzip der Freiwilligkeit der Mitglieder, wird ganz ohne Zuweisungen oder Kontrolle der TeilnehmerInnen von Betroffenen geleitet. Bei abhängigen Personen, die in das Suchthilfesystem eingebunden werden, geht meist kaum ein Weg an der Entgiftung und dem qualifizierten Entzug vorbei. Hier werden stationär die Entzugserscheinungen vom Konsum teilweise medikamentös aufgefangen und psychosozial begleitet. Im Anschluss daran kann eine ambulante oder stationäre medizinische Rehabilitation erfolgen. Diese wird individuell an KlientInnen angepasst und ist zeitlich begrenzt. Ziel ist es, sie beruflich zu (re-) integrieren. Weitere Maßnahmen zur sozialen Rehabilitation können ebenfalls bei mehrfachgeschädigten Abhängigen in Anspruch genommen werden. Beispielsweise gibt es hier Hilfen zum Wohnen, für Arbeit oder der gesellschaftlichen Teilhabe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Suchthilfe dar und führt in die Fragestellung ein, wie die Systeme in Deutschland und Dänemark funktionieren und verglichen werden können.

2 Das Suchthilfesystem in Deutschland: Hier wird der Hintergrund, der komplexe Aufbau, die Angebotsstruktur sowie die vielschichtige Finanzierung der deutschen Suchthilfe beleuchtet.

3 Das dänische Suchthilfesystem: In diesem Kapitel wird das dänische System hinsichtlich seiner Struktur, Finanzierung, Präventionsarbeit und Behandlungsangebote detailliert beschrieben.

4 Vergleich zwischen den Suchthilfesystemen: Die Arbeit vergleicht in diesem Teil systematisch die strukturellen Gegebenheiten, die Behandlungsangebote sowie die Kostenmodelle beider Länder.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ähnlichkeiten in der Ausrichtung sowie die Unterschiede in der Finanzierung zusammen und reflektiert die Erkenntnisse sowie Grenzen des Vergleichs.

Schlüsselwörter

Suchthilfe, Deutschland, Dänemark, Drogenpolitik, Suchthilfesystem, Schadensminimierung, Abstinenz, Prävention, Behandlungsangebote, Finanzierung, Sozialarbeit, Gesundheitssystem, Suchtberatung, Rehabilitation, Gesundheitsbehörde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Suchthilfesysteme in Deutschland und Dänemark, um deren Aufbau, Strategien und Finanzierungsweisen gegenüberzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die historische Entwicklung, die Organisationsstrukturen, die konkreten Angebote der Suchthilfe sowie die verschiedenen Finanzierungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Suchthilfesysteme auf Basis ausgewählter Indikatoren wie Aufbau, Struktur und Finanzierung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine vergleichende Analyse an, die auf existierender Fachliteratur und Berichten von Institutionen wie der EU-Drogenbeobachtungsstelle basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst beide nationalen Systeme detailliert beschrieben und anschließend anhand definierter Indikatoren direkt miteinander verglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Suchthilfe, Drogenpolitik, Schadensminimierung, Finanzierung und Sozialarbeit im Kontext beider Länder.

Wie unterscheidet sich die Finanzierung in Deutschland von der in Dänemark?

Deutschland nutzt ein komplexes System mit vielen Kostenträgern und Krankenversicherungen, während Dänemark ein zentralistisches, steuerfinanziertes Modell nach dem Beveridge-Prinzip verfolgt.

Welche Rolle spielt die Schadensminimierung in den untersuchten Systemen?

Sowohl in Deutschland als auch in Dänemark gewinnt die Schadensminimierung zunehmend an Bedeutung, um gesundheitliche Folgen und Todesfälle durch Drogenkonsum effektiv zu reduzieren.

Gibt es einen rechtlichen Anspruch auf Behandlung in den beiden Ländern?

Ja, beide Länder haben Mechanismen etabliert, um den Zugang zur Behandlung zu erleichtern, wobei Dänemark beispielsweise einen gesetzlichen Anspruch auf Beginn einer Behandlung innerhalb von 14 Tagen vorsieht.

Welche Herausforderungen identifiziert die Autorin beim Systemvergleich?

Herausforderungen sind vor allem die unterschiedlichen historischen und politischen Entwicklungen sowie die Sprachbarriere bei der tiefergehenden wissenschaftlichen Recherche in dänischen Quellen.

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Details

Title
Das deutsche und dänische Suchthilfesystem
Subtitle
Ein Vergleich
College
Erfurt University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Jan Bulgrin (Author)
Publication Year
2022
Pages
21
Catalog Number
V1192586
ISBN (PDF)
9783346631329
ISBN (Book)
9783346631336
Language
German
Tags
suchthilfesystem vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Bulgrin (Author), 2022, Das deutsche und dänische Suchthilfesystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192586
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