Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Lage der Shopping Center Betreiber auf den Märkten in Österreich und Europa, stellt die verschiedenen Shopping Center Typen vor und erläutert, wie die erlebnisorientierte Gestaltung von Shopping Centern erzeugt werden kann. Auch nimmt die Arbeit die Begriffe des Erlebnismarketings hinsichtlich der Gestaltung von Shopping Centern auf. Weiterhin wird auf den Begriff ´Dritter Ort´ sowie dessen Unterbegriffe Landmarks, Malling, Concept Line und Core Attractions eingegangen. Anhand bereits bestehender spektakulärer Shopping Center wird auch die praktische Umsetzung dieser Elemente gezeigt.
Aufgrund des wirtschaftlichen Wohlstandes von Gesellschaften wird Einkaufen längst nicht mehr ausschließlich als Notwendigkeit gesehen, sondern stellt vielmehr eine wichtige gesellschaftliche und kulturelle Tätigkeit dar. Längst werden Shopping Center als Teil einer Freizeit- und Shoppingkultur wahrgenommen und somit gewinnt auch die Erschaffung von Erlebnissen immer mehr an Bedeutung. Shopping Center versuchen, neben einem Produkt oder einer Dienstleistung, dem Kunden Emotionen zu vermitteln und so den Kauf zu einem persönlichen Erlebnis werden zu lassen.
Kunden haben längst eine größere Auswahl an Shopping Centern in ihrer näheren Umgebung und können bei Nichterfüllung ihrer Bedürfnisse sehr einfach in ein anderes Shopping Center wechseln. Auch hat die Fokussierung auf Online-Shopping sowie die Auswirkungen von Covid-19 zu einem stark geänderten Kundenverhalten und dadurch stark erhöhtem Verdrängungswettbewerb zwischen den Shopping Centern geführt. Es ist daher umso wichtiger, dass die Konsumenten im Mittelpunkt des Interesses stehen. Denn nur Sie entscheiden mit Ihrer Wahl des Shopping Centers und Ihr Bindung an dieses, über den Erfolg oder Misserfolg eines Shopping Centers.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG
1.2 AUFBAU UND METHODIK
2. SHOPPING CENTER
2.1 DEFINITION DES BEGRIFFES SHOPPING CENTER
2.2 DIE ENTWICKLUNG VON SHOPPING CENTERN IN EUROPA UND ÖSTERREICH
2.2.1 Die Entwicklung in Europa
2.2.2 Die Entwicklung in Österreich
2.3 ARTEN UND TYPEN VON SHOPPING CENTERN
2.3.1 Traditionelle Shopping Center Typen
2.3.2 Spezialisierte Center Typen
2.3.3 Bauliche Ausführung von Shopping Centern
3. ERLEBNISORIENTIERTE GESTALTUNG VON SHOPPING CENTERN
3.1 DER BEGRIFF DES ERLEBNISMARKETINGS
3.2 DIE EINGLIEDERUNG DES ERLEBNISMARKETINGS IN DIE GESTALTUNG VON SHOPPING CENTERN
3.3 DER DRITTE ORT UND SEINE GESTALTUNGSELEMENTE
3.3.1 Landmarks
3.3.2 Malling
3.3.3 Concept Line
3.3.4 Core Attraction
3.4 DIE BEDEUTUNG VON ANKERMIETERN
3.5 DESIGN – MALLS
3.5.1 Mall of America
3.5.2 Forum Shops Las Vegas
4. CONCLUSIO
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die erlebnisorientierte Gestaltung von Shopping Centern zu untersuchen, um aufzuzeigen, wie Betreiber durch emotionale Inszenierung in einem gesättigten Markt erfolgreich bestehen und Kunden binden können.
- Analyse der Marktsituation für Shopping Center in Österreich und Europa.
- Differenzierung verschiedener Shopping-Center-Typen und deren baulicher Konzepte.
- Erläuterung des Erlebnismarketings und seiner Integration in Handelsimmobilien.
- Untersuchung der Bedeutung von "dritten Orten" (Landmarks, Malling, Concept Line, Core Attractions).
- Bedeutung von Ankermietern und innovativem Mietermix für das Einkaufserlebnis.
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Landmarks
Ein dritter Ort muss einen starken Auftritt haben, denn wenn eine extrovertierte Außenwirkung fehlt, wird kein Kunde einen dritten Ort betreten. Um diese Außenwirkung zu unterstützen, werden Landmarks geschaffen. Landmarks sind der in Abbildung 12 dargestellte Eiffelturm in Paris sowie das London Eye, Abbildung 13. Als Landmark wird jede architektonische Abweichung von der Norm bezeichnet, dieses Abweichen begründet auch die Einzigartigkeit des Ortes und macht aus ihm ein Wahrzeichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Wandel des Einkaufsverhaltens sowie die aktuelle Marktsituation der Shopping Center in Österreich unter Berücksichtigung des Verdrängungswettbewerbs.
2. SHOPPING CENTER: Dieses Kapitel definiert den Begriff Shopping Center, skizziert die historische Entwicklung und kategorisiert die verschiedenen Typen anhand ihrer baulichen und strukturellen Merkmale.
3. ERLEBNISORIENTIERTE GESTALTUNG VON SHOPPING CENTERN: Hier wird der Fokus auf das Erlebnismarketing und dessen praktische Anwendung im Center-Management gelegt, inklusive der Strategien zur Gestaltung eines "dritten Ortes".
4. CONCLUSIO: Das Schlusskapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit kontinuierlicher Innovation und Revitalisierung für den langfristigen Erfolg von Shopping Centern.
Schlüsselwörter
Shopping Center, Erlebnismarketing, Dritter Ort, Landmarks, Malling, Concept Line, Core Attraction, Einzelhandel, Konsumentenverhalten, Markenführung, Mietermix, Revitalisierung, Shopping Mall, Architektur, Erlebnisökonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation von Shopping Centern vom reinen Verkaufsort zu erlebnisorientierten Freizeitzielen, um in einem zunehmend gesättigten Markt bestehen zu können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Felder sind die historische Entwicklung von Shopping Centern, die verschiedenen Center-Typologien, die Konzepte des Erlebnismarketings sowie spezifische Gestaltungselemente wie Landmarks oder der Mietermix.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, Betreibern von Shopping Centern einen Überblick über die Marktsituation zu geben und aufzuzeigen, wie sie durch erlebnisorientierte Gestaltung und gezielte Inszenierung eine stärkere emotionale Bindung zum Kunden aufbauen können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autorin stützt sich primär auf eine umfangreiche Literaturrecherche (Fachliteratur, Journalartikel) sowie auf die Analyse aktueller Internetquellen, um einen theoretisch fundierten und praxisorientierten Blick auf die Thematik zu gewährleisten.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Markt- und Definitionsebene sowie einen Gestaltungsteil, in dem konkrete Instrumente wie Story Lines, die Bedeutung der Architektur und das Konzept des "dritten Ortes" anhand internationaler Beispiele erläutert werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?
Wichtige Begriffe, die die Arbeit prägen, sind unter anderem das Erlebnismarketing, der "dritte Ort", die "kognitive Landkarte" sowie spezifische Gestaltungselemente wie Landmarks, Malling und Core Attractions.
Was genau versteht die Autorin unter einem "dritten Ort" in diesem Kontext?
In Anlehnung an Ray Oldenburg beschreibt der "dritte Ort" ein Shopping Center als einen Raum, der über den reinen Konsum hinausgeht und als soziale Oase zwischen Heim und Arbeitsplatz fungiert, an dem sich Kunden wohlfühlen und verweilen können.
Welche Rolle spielt die "kognitive Landkarte" bei der Gestaltung?
Die kognitive Landkarte hilft Konsumenten bei der räumlichen Orientierung innerhalb eines Centers. Durch strategische Platzierung von Landmarks und abwechslungsreiche Wegeführung können Betreiber das Center für den Besucher erfahrbar machen und so die Verweildauer signifikant erhöhen.
- Citation du texte
- Mario Röhrenbacher (Auteur), 2022, Erlebnisorientierte Gestaltung von Shopping Centern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192807