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Handlungsempfehlungen für die Integration eines Manufacturing Execution Systems (MES) in einem KMU

Titre: Handlungsempfehlungen für die Integration eines Manufacturing Execution Systems (MES) in einem KMU

Travail d'étude , 2021 , 37 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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Um im aktuell dynamischen Umfeld der Automobilbranche zu bestehen, wettbewerbsfähig zu bleiben und gestärkt aus der Krise hervorzugehen, ist es unerlässlich, dass gerade KMU ihre Kosten noch stärker im Blick behalten beziehungsweise diese senken und Innovationen beispielsweise im Fertigungsmanagement vorantreiben, wo in aktueller Zeit eine neue leistungsfähigere Klasse von Anwendungssystemen, die Manufacturing Execution Systems (MES) eine große Aufmerksamkeit erfahren.

Als MES bezeichnet man eine Softwarelösung, die die vertikale Informationslücke in der Prozesslandschaft eines Unternehmens zwischen dem Enterprise Ressource Planning System (ERP) und der Automatisierungsebene der Anlagen in der Produktion respektive zwischen der Planungsebene und den operativen Fertigungsbereichen schließt. Das Management der Fertigung, mit allen unmittelbar fertigungsbeeinflussenden Prozessen, wird zunehmend zu einer informationstechnologischen Herausforderung, insbesondere durch die steigende Komplexität, Flut und Verarbeitungsgeschwindigkeit von Daten. Somit ist die Implementierung und prozessorientierte Integration sowie Anwendung von MES eine strategische Stoßrichtung.
Für die Integration eines MES in die Prozesslandschaft eines mittelständischen Unternehmens der Automobilzulieferindustrie ist das Ziel dieser Arbeit, Handlungsempfehlungen auszusprechen. Diese sollen aufzeigen, welche prozessorientierten Gedanken und Anforderungen in der Vorbereitung und Planung beachtet werden sollten.

Das Ziel dieser Vertiefungsarbeit ist es, zunächst die theoretischen Grundlagen von Prozessmanagement und speziell der MES darzustellen und Erfolgsfaktoren abzuleiten. Auf dieser Grundlage sollen Voraussetzungen für die erfolgreiche Integration von MES in die Prozesslandschaft und IT-Architektur identifiziert und folglich Handlungsempfehlungen für die Vorbereitung einer sinnvollen MES Integration und Strategie für ein KMU der Automobilindustrie ausgesprochen werden.

Diese Empfehlungen sollen anhand eines Fallbeispiels spezifisch formuliert werden, sodass ein individuelles Fazit gezogen werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Bedeutung, Motivation und Problemstellung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Wissenschaftliche Methodik

1.4 Aufbau der Arbeit

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Prozessmanagement

2.2 Manufacturing Execution System

3 Theoretische Grundlagen

3.1 Prozessmanagement

3.1.1 Ziele und Strategie des Prozessmanagement

3.1.2 Prozessebenen und Prozesstypen im Prozessmanagement

3.2 Manufacturing Execution System

3.2.1 Referenzmodell und Module von MES

3.2.2 Nutzenpotentiale von MES

4 Handlungsempfehlungen

4.1 Anforderungen an das Prozessmanagement in der Automobilindustrie

4.2 Handlungsempfehlungen für die Strategie und Organisation

4.3 Handlungsempfehlungen für die Prozess- und IT-Architektur

5 Fallbeispiel

5.1 Beschreibung des MES der iT Engineering Manufacturing Solutions GmbH

5.2 Integration des MES im Unternehmen

5.3 Fallspezifische Handlungsempfehlungen

6 Schlussteil

6.1 Zentrale Erkenntnisse

6.2 Kritische Reflexion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Integration eines Manufacturing Execution Systems (MES) in die Prozesslandschaft von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Automobilzulieferindustrie zu entwickeln, um deren Wettbewerbsfähigkeit durch gesteigerte Prozesstransparenz und Flexibilität zu sichern.

  • Theoretische Fundierung von Prozessmanagement und MES
  • Analyse der Anforderungen und Nutzenpotenziale in der Automobilindustrie
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für Strategie, Organisation und IT-Architektur
  • Praktisches Fallbeispiel zur Implementierung bei einem Federnhersteller
  • Identifikation von kritischen Erfolgsfaktoren für die Systemintegration

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Referenzmodell und Module von MES

Verschiedene internationale Organisationen wie die MESA, ISA, ANSI als auch eine Arbeitsgruppe des VDI haben funktionsorientierte Referenzmodelle kreiert und für die Anwendung in der Prozessindustrie aufbereitet.

Das abstrakte allgemeingültige MES Referenzmodell nach GERBERICH (siehe Anhang 2) ist charakterisiert durch Herstellerneutralität, Modularität, Anwendbarkeit in der Automobilindustrie, standardisierte SAP-Schnittstellen sowie Konformität mit den Definitionen und Inhalten der Normenreihen von VDI, MESA und ISA.

Die Analyse der einschlägigen Literatur zeigt, dass es keine allgemein akzeptiere Definition darüber gibt, welche funktionalen oder prozessorientierten Bestandteile bzw. Module ein MES tatsächlich umfassen muss, sodass eine Vergleichbarkeit der auf dem Markt verfügbaren MES darunter leidet.

Nach GERBERICH in Anlehnung an die VDI-Richtlinie 5600 kann ein MES folgende betrieblichen Aufgaben durch neun standardisierte Module übernehmen.

Leistungsanalyse & Reporting (M1) realisiert im Fertigungsumfeld einerseits kurze Regelkreise zur operativen Beeinflussung des Prozesses aufgrund der festgestellten Soll-Ist-Abweichungen als auch lange Regelkreise zur Optimierung des Prozesses und Qualifizierung der Vorgaben andererseits.

Durch Soll-Ist-Vergleiche und das simultane Berechnen sowie Darstellen von Kennzahlen (KPIs wie OEE, TEEP oder MTTR) wird das Fertigungscontrolling in Echtzeit unterstützt.

Datenerfassung (M2), untergliedert in Betriebsdaten- (BDE), Maschinendaten- (MDE) und Prozessdatenerfassung, erfasst ereignisgesteuert, automatisch, halbautomatisch oder manuell alle relevanten auftrags-, maschinen- und personalbezogenen Daten aus den Prozessen eines Produktionsbetriebs, stellt Statusinformationen bereit und gibt diese gesammelt und komprimiert an andere Module weiter.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von MES zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU in der Automobilbranche und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „Prozessmanagement“ und „Manufacturing Execution System“ definiert, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3 Theoretische Grundlagen: Dieser Teil liefert die theoretische Basis durch die Erläuterung von Prozessmodellen, Strategien sowie der Funktionsweise und Nutzenpotenziale eines MES.

4 Handlungsempfehlungen: Hier werden konkrete Anforderungen an das Prozessmanagement in der Automobilindustrie definiert und strategische sowie technische Empfehlungen für die Integration eines MES ausgesprochen.

5 Fallbeispiel: Das Kapitel wendet die theoretischen Erkenntnisse auf ein konkretes Praxisbeispiel bei einem mittelständischen Automobilzulieferer an und formuliert fallspezifische Handlungsempfehlungen.

6 Schlussteil: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert kritisch die erarbeiteten Ansätze sowie den Ausblick für zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Manufacturing Execution System, MES, Prozessmanagement, Automobilzulieferindustrie, KMU, Digitalisierung, Industrie 4.0, Fertigungsmanagement, Prozesslandschaft, Systemintegration, IT-Architektur, Effizienzsteigerung, Transparenz, Change Management, Erfolgsfaktoren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Lösungswege bei der Integration eines Manufacturing Execution Systems (MES) in die bestehende Prozesslandschaft kleiner und mittlerer Unternehmen der Automobilzulieferbranche.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind das Prozessmanagement, die technische Systemintegration, die organisatorische Transformation sowie die Steigerung von Effizienz und Transparenz in der Produktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, fundierte Handlungsempfehlungen zu geben, die Unternehmen bei der Vorbereitung, Planung und technischen Umsetzung einer MES-Einführung unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche, die Einbindung theoretischer Grundlagen sowie eine anwendungsorientierte Analyse anhand eines realen Unternehmensfalls.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Anforderungen an das Prozessmanagement, Empfehlungen zur Strategie und IT-Architektur sowie die Anwendung dieser Konzepte in einem Fallbeispiel.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind MES, Prozessmanagement, Automobilzulieferer, Digitalisierung, KMU, Systemintegration und industrielle Prozessarchitektur.

Warum ist das Fallbeispiel für die Arbeit relevant?

Das Fallbeispiel verdeutlicht die Herausforderungen bei der Integration eines MES in einer spezifischen Nische (Federnherstellung) und erlaubt die Ableitung praxisnaher, individueller Handlungsempfehlungen.

Welche Rolle spielen Mitarbeiter bei der MES-Einführung?

Die Arbeit betont, dass Mitarbeiter eine zentrale Rolle einnehmen; ihr Einbezug, ihre Schulung und ein aktives Change Management sind entscheidend für die Akzeptanz und den Erfolg des neuen Systems.

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Titre
Handlungsempfehlungen für die Integration eines Manufacturing Execution Systems (MES) in einem KMU
Université
Wilhelm Büchner Hochschule Private Fernhochschule Darmstadt
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
37
N° de catalogue
V1193285
ISBN (ebook)
9783346641298
ISBN (Livre)
9783346641304
Langue
allemand
mots-clé
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Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Handlungsempfehlungen für die Integration eines Manufacturing Execution Systems (MES) in einem KMU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193285
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Extrait de  37  pages
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