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Antisemitismus in der DDR. Wie braun war die DDR?

Eine Untersuchung des Staates auf antisemitische Züge

Título: Antisemitismus in der DDR. Wie braun war die DDR?

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2020 , 34 Páginas , Calificación: 1,2

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Antisemitismus bleibt ein Problem in Deutschland. Verbale und körperliche Angriffe auf Menschen jüdischen Glaubens oder auch Synagogen sind keine Seltenheit auch in unserer Demokratie. Allein schon im letzten Jahr gab es nur in vier Bundesländern 1.253 antisemitische Vorfälle. Darüber hinaus verschlimmert die aktuelle Corona-Situation die Gewaltdelikte, da antisemitische Verschwörungstheorien im Internet kursieren und in Anti-Corona-Demonstrationen zu Wort kommen. Eine wichtige Frage, die man sich an diesem Punkt stellen kann, ist: Wie geht der Staat damit um?

Im Hinblick auf die deutsche Geschichte kann man diese Fragestellung auch auf das Ende des NS-Regimes und die Gründung der BRD und der DDR übertragen. Dabei wird die DDR unter die Lupe genommen und auf ihr Verhalten gegenüber dem Antisemitismus untersucht. Aber warum muss man sich auf den Staat konzentrieren und nicht auf das Individuum in der Bevölkerung? Entscheidend ist hierbei die Tatsache, dass der Staat das Volk in seinem Denken und Handeln lenkt. Die staatlichen Instanzen beeinflussen durch zum Beispiel Medien und Politiker das Denkverhalten der Bevölkerung. Außerdem repräsentiert der Staat das Volk nach Innen und Außen. Deswegen ist es wichtig die DDR nicht nur auf ihrem Umgang mit dem Antisemitismus im eigenen Staat zu untersuchen, sondern auch die Innen- und Außenpolitik genauer zu betrachten. Zudem muss ebenfalls überprüft werden, ob der Staat selbst antisemitische Züge aufweist, um gegebenenfalls damit auch die Einstellung und Haltung nachzuvollziehen. Deshalb wird ein Aspekt orientierte Vorgehensweise verwendet, um auf die verschiedenen Teilbereiche, wie z.B. Innen- und Außenpolitik einzugehen und letztlich in Anbetracht der verschiedenen Aspekte ein Fazit gezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Politisches Auftreten der DDR nach dem zweiten Weltkrieg

1.1 Wiedergutmachungsleistungen und Rückgabe jüdischen Eigentums nach Staatsgründung

1.2 Umgang und Maßnahmen gegen bestehenden Antisemitismus

1.3 Stalinistischer Herrschaftseinfluss und marxistisch-leninistische Staatsideologie in der DDR-Politik

1.4 Antisemitische Säuberungswelle 1952/1953

1.5 Wortanalyse anhand des Artikels „Den Zionismus entschieden bekämpfen!“

2.Die Haltung der DDR zu Israel

2.1 Antizionismus und Propaganda- Schuldsuche und Bloßstellung

2.2 DDR im Nahostkonflikt

2.3 Sekundärer Antisemitismus- „Victim blaming“

2.4 Antizionismus gleich Antisemitismus?

3. Jüdisches Leben in der DDR

3.1 staatlicher Umgang mit jüdischen Gemeinden

3.2 Gemeinden als Alibi für die DDR-Politik

3.3 Beharren auf jüdischer Identität

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit der DDR-Staatsapparat antisemitische Züge aufwies, indem sie die Innen- und Außenpolitik des Staates gegenüber jüdischen Menschen und Israel analysiert. Dabei liegt der Fokus darauf, wie staatliche Ideologie und Propaganda das Bild vom Judentum beeinflussten und ob offizielle Rhetorik als Deckmantel für antisemitische Vorurteile diente.

  • Staatliche Wiedergutmachungspolitik und deren Verweigerung
  • Die antifaschistische Staatsdoktrin als Instrument zur Schuldentlastung
  • Propaganda im Kontext des Nahostkonflikts und der Haltung zu Israel
  • Die Politisierung und Vereinnahmung jüdischer Gemeinden
  • Widersprüche zwischen staatlicher Rhetorik und der Lebensrealität jüdischer Bürger

Auszug aus dem Buch

1.1 Wiedergutmachungsleistungen und Rückgabe jüdischen Eigentums nach der Staatsgründung

„Die Juden sind im Ausland, denen muss man doch nichts geben“1. Mit diesem Satz wurde Israel 1953 konfrontiert, als sie im Gespräch mit der DDR Rückerstattung jüdischen Eigentums und Entschädigungszahlungen verlangten. Anstelle von Besonnenheit und Einsicht zur ausgeübten Ermordung und Verfolgung der Menschen jüdischen Glaubens durch den Nationalsozialismus und Übernahme der Verantwortung, tritt Empörung bei den damaligen SED-Politikern auf. Diese weigerten sich jegliche Art von Entschädigung zu zahlen und bewerteten das Verlangen der ausgewanderten Juden als „zügellose Hetze gegen die DDR“.2 Man versuchte sich der Schuld zu entziehen und stattdessen bei der israelischen Bevölkerung zu suchen, indem dieser „Ausplünderung“3 und „Verschiebung des deutschen Volksvermögens“4 durch die verlangten Entschädigungszahlungen vorgeworfen wurde.

Dementsprechend wurde auch Paul Merkers Wunsch den israelischen Anforderungen nachzukommen als „Verteidigung der Interessen zionistischer Monopolkapitalisten“ gewertet.5 Diese Aussagen zeigen deutlich, dass die DDR sich in Gefahr vor der jüdischen „Ausplünderung“ sah und somit ein antisemitisches Motiv gehabt haben muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Politisches Auftreten der DDR nach dem zweiten Weltkrieg: Dieses Kapitel behandelt die anfängliche Weigerung der DDR, Entschädigungen zu leisten, und analysiert die antifaschistische Staatsdoktrin, die zur Schuldverdrängung genutzt wurde.

2.Die Haltung der DDR zu Israel: Hier wird untersucht, wie die Außenpolitik der DDR durch das sowjetische Weltbild geprägt war und warum Israel als Feindbild konstruiert wurde, was oft in antisemitische Propaganda mündete.

3. Jüdisches Leben in der DDR: Das Kapitel beleuchtet die Situation jüdischer Gemeinden, deren teilweise staatliche Förderung sowie ihre Instrumentalisierung für politische Alibi-Funktionen.

Schlüsselwörter

DDR, Antisemitismus, Zionismus, Nationalsozialismus, SED, Israel, Wiedergutmachung, Antizionismus, Opfermythos, Staatsdoktrin, Propaganda, Nahostkonflikt, Jüdische Gemeinden, Victim Blaming, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Facharbeit untersucht das politische Handeln der DDR in Bezug auf Antisemitismus, insbesondere die Frage, ob der Staatsapparat antisemitische Züge in seiner Innen- und Außenpolitik aufwies.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Haltung zur Wiedergutmachung, die propagandistische Auseinandersetzung mit Israel, der Einfluss stalinistischer Ideologie und der Umgang mit in der DDR lebenden jüdischen Gemeinden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die DDR durch eine spezifische antifaschistische Staatsideologie versuchte, die eigene Verantwortung für die NS-Vergangenheit auszublenden und jüdische Anliegen politisch zu instrumentalisieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine aspektorientierte Vorgehensweise, bei der verschiedene Teilbereiche wie Innen- und Außenpolitik auf Basis von Sekundärliteratur und Quellenanalysen, etwa Zeitungsartikeln, untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Auseinandersetzung nach 1945, die antizionistische Haltung gegenüber Israel sowie die Analyse des jüdischen Lebens in der DDR unter staatlicher Beobachtung und Förderung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Antisemitismus, Antizionismus, Staatsdoktrin, Propaganda, Victim Blaming und die Gleichsetzung von Judentum und Zionismus durch den DDR-Staatsapparat.

Welche Bedeutung hatte der Tod Stalins für die antisemitische Säuberungswelle?

Der Tod Stalins im März 1953 markierte das Ende der intensiven antisemitischen Säuberungswelle, in deren Verlauf jüdische Funktionäre in der SED inhaftiert oder entlassen wurden.

Wie wurde die Geschichte des „Feuerdrachen Zion“ zur Propaganda genutzt?

Die Geschichte diente als antizionistisches Erziehungsmittel für Kinder, wobei der Name und die Darstellung des Drachen als aggressiv eindeutige Parallelen zu NS-Sprachbildern aufwiesen und so das Judentum negativ besetzten.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Antisemitismus in der DDR. Wie braun war die DDR?
Subtítulo
Eine Untersuchung des Staates auf antisemitische Züge
Calificación
1,2
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
34
No. de catálogo
V1193399
ISBN (PDF)
9783346637376
Idioma
Alemán
Etiqueta
Antisemitismus DDR
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Antisemitismus in der DDR. Wie braun war die DDR?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193399
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