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Sport im Kindes- und Jugendalter. Ein Plädoyer für eine bewegungsreiche Schule

Titel: Sport im Kindes- und Jugendalter. Ein Plädoyer für eine bewegungsreiche Schule

Examensarbeit , 2020 , 66 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sport - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit soll ein Plädoyer für Bewegung bzw. sportliche Aktivität darstellen und die Wichtigkeit des Sporttreibens – insbesondere im Kindes- und Jugendalter – anhand der positiven Auswirkungen für die physische, psychische und soziale Gesundheit herausstellen. Bevor dies im Hauptteil der Arbeit geschehen wird, soll zunächst geklärt werden, was unter dem Begriff Gesundheit überhaupt verstanden wird und welche Bedeutung Bewegung allgemein für die kindliche Entwicklung hat.

Nachdem die außerordentliche Relevanz des Sports für Kinder und Jugendliche (aber auch für Individuen generell) aufgezeigt wurde, werden abschließend konkrete Bewegungsempfehlungen im Schulalltag formuliert. Mit dem Konzept der Bewegten Schule wird dabei auf eine sinnvolle Alternative hingewiesen, dem Bewegungsdrang der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Die Effekte der Bewegten Schule werden dabei verdeutlichen, dass die traditionelle Sitz-Schule für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen der Vergangenheit angehören muss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Bewegungsmangel in Kindheit und Jugend

2. Gesundheit

2.1. Der Gesundheitsbegriff der WHO

2.2. Das Konzept der Salutogenese

3. Die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung

3.1. Bewegung als Grundbedürfnis von Kindern

3.2. Der Schuleintritt als Barriere für das Bewegungsbedürfnis des Kindes

4. Ein Plädoyer für den Sport – insbesondere im Kindes- und Jugendalter

4.1. Einfluss von Bewegung auf die körperlich-motorische Leistungsfähigkeit

4.2. Sport und die psychische Gesundheit

4.2.1. Ressourcenstärkende Wirkungen von sportlicher Aktivität

4.2.2. Emotionale Befindlichkeit

4.2.3. Kognitive Fähigkeiten

4.3. Die sozialförderlichen Potentiale des Sports

4.3.1. Soziales Handeln und Lernen im Sport

4.3.2. Sportengagement und Gruppenbeziehungen

4.3.3. Die universale Integrationsfunktion des Sports

4.3.4. Sport als Plattform sozialer Anerkennung

4.3.5. Sport als Mittel zur Gewaltprävention

5. Der Doppelauftrag des Sportunterrichts im Fachprofil der Grundschule

6. Bewegungsempfehlungen für eine gesunde Entwicklung

6.1. Anregungen zur täglichen Bewegungszeit im Kindes- und Jugendalter

6.2. Aufstehen! Weniger Sitzen – Mehr Bewegung in der Schule

6.2.1. Maßnahmen zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Schulalltag

6.2.2. Das Konzept der Bewegten Schule

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen auseinander und plädiert für eine grundlegende Reform des schulischen Alltags hin zu einer bewegungsreichen Lernumgebung, um die physische, psychische und soziale Entwicklung der Heranwachsenden nachhaltig zu fördern.

  • Analyse des aktuellen Bewegungsverhaltens und gesundheitlicher Folgen von Bewegungsmangel.
  • Untersuchung der Bedeutung von Sport für die körperliche Leistungsfähigkeit und psychische Gesundheit.
  • Erörterung der sozialförderlichen Potenziale des Sports, einschließlich Integration und Gewaltprävention.
  • Darstellung des Doppelauftrags des Sportunterrichts im schulischen Kontext.
  • Evaluation des Konzepts der "Bewegten Schule" als ganzheitlicher Bildungsansatz.

Auszug aus dem Buch

4.3.4. Sport als Plattform sozialer Anerkennung

Bereits der amerikanische Psychologe Abraham Maslow bezeichnete soziale Anerkennung in seinem 1943 veröffentlichten Werk „A Theory of Human Motivation“ als Grundbedürfnis des Menschen, welches sich nie vollständig befriedigen lässt. Die Spezies Mensch reflektiert ununterbrochen, wie sie von anderen wahrgenommen wird. Infolgedessen inszenieren Individuen geradezu Situationen, um andere von den eigenen Fähigkeiten zu beeindrucken. Menschen streben als „animal ambitiosum“ (Anmerkung: ehrsüchtiges Wesen) also förmlich nach Anerkennung, oder um es mit Krockow zu formulieren: „Menschliches Verhalten ist niemals nur Handeln ‚an sich‘, sondern immer zugleich für mich und für andere; es ist Selbstinszenierung, Darstellung – eben: ‚Präsentation‘, die auf Erfolg als Anerkennung zielt.“ Spitz versuchte dieses Phänomen bereits 1945 durch eine vergleichende Studie in zwei Kinderheimen zu belegen: In beiden Kinderheimen wurden die physischen Bedürfnisse der Säuglinge befriedigt. Jedoch wurden den Babys in Kinderheim A keine Aufmerksamkeit und Liebe entgegengebracht, während sich in Kinderheim B den Säuglingen liebevoll zugewandt wurde. Bei den mit typisch elterlicher Pflege versorgten Kleinkindern wurde im weiteren Lebensverlauf häufiger eine bessere gesundheitliche Verfassung beobachtet. Demnach führt die Vernachlässigung von affektiver Zuwendung bei Babys zu psychischen, sozialen und organisch-biologischen Beeinträchtigungen, die teilweise irreversibel sind.

Dieses Grundbedürfnis des Menschen nach Anerkennung „kann im Sport deswegen realisiert werden, weil er die Bedingungen, Formen und Prozesse, die das soziale Leben in modernen Gesellschaften prägen, geradezu klassisch in sich trägt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bewegungsmangel in Kindheit und Jugend: Das Kapitel thematisiert den drastischen Rückgang täglicher Bewegungszeiten bei Kindern und Jugendlichen und identifiziert Bewegungsmangel als gesellschaftliches Problem.

2. Gesundheit: Hier wird der Wandel vom traditionellen Krankheitsbegriff hin zu einem ganzheitlichen, salutogenetischen Gesundheitsverständnis erörtert.

3. Die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert, warum Bewegung als elementares Grundbedürfnis für die kindliche Entwicklung fungiert und wie der Schuleintritt dieses Bedürfnis einschränken kann.

4. Ein Plädoyer für den Sport – insbesondere im Kindes- und Jugendalter: Es werden umfassend die physischen, psychischen und sozialen Effekte sportlicher Aktivität dargestellt, von der motorischen Leistungsfähigkeit bis zur Gewaltprävention.

5. Der Doppelauftrag des Sportunterrichts im Fachprofil der Grundschule: Das Kapitel beschreibt die doppelte Zielsetzung des Sportunterrichts, nämlich Erziehung zum Sport und Erziehung durch Sport.

6. Bewegungsempfehlungen für eine gesunde Entwicklung: Es werden konkrete Empfehlungen für tägliche Bewegungszeiten sowie das Konzept der „Bewegten Schule“ als praxisnahe Alternative zur Sitz-Schule vorgestellt.

7. Schlussbetrachtung: Ein zusammenfassendes Plädoyer, das die Unverzichtbarkeit von Bewegung als festen Bestandteil im gesamten Schulalltag hervorhebt.

Schlüsselwörter

Bewegungsmangel, Gesundheit, Salutogenese, Kindesentwicklung, Schulsport, Psychische Gesundheit, Soziale Integration, Gewaltprävention, Bewegte Schule, Bewegungserziehung, Motorische Leistungsfähigkeit, Handlungsfähigkeit, Soziales Lernen, Sportengagement, Körperkonzept.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Zulassungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die negativen Auswirkungen von Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen und argumentiert für eine ganzheitliche Integration von mehr Bewegung in den Schulalltag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt gesundheitswissenschaftliche Grundlagen, die Entwicklungspsychologie der Kindheit, soziologische Aspekte des Sports sowie pädagogische Konzepte zur Reform der Schule.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf Basis empirischer Befunde die Notwendigkeit einer „Bewegten Schule“ aufzuzeigen, um den Bewegungsdrang der Schüler adäquat zu unterstützen und Lernprozesse zu optimieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse und Synthese aktueller wissenschaftlicher Studien, Theorien und empirischer Befunde zur Bewegungs- und Gesundheitsforschung basiert.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil besonders im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von physischen, psychischen und sozialen Gesundheitswirkungen des Sports sowie die praktische Umsetzung durch das Modell der „Bewegten Schule“.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Bewegungsmangel, Gesundheit, Salutogenese, Schulsport, Bewegte Schule, soziale Integration und Gewaltprävention bilden den Kern der inhaltlichen Arbeit.

Wie unterscheidet sich die „Bewegte Schule“ vom traditionellen Sportunterricht?

Während Sportunterricht ein zeitlich fixiertes Fach ist, integriert das Konzept der „Bewegten Schule“ Bewegung als konstitutives Element in den gesamten Schulalltag, einschließlich Unterrichtsphasen und Pausen.

Welche Bedeutung kommt dem Kohärenzgefühl nach Antonovsky für Kinder zu?

Das Kohärenzgefühl dient als zentrale Widerstandsressource, die es Kindern ermöglicht, Herausforderungen besser zu bewältigen und sich im Leben gut zurechtzufinden.

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Details

Titel
Sport im Kindes- und Jugendalter. Ein Plädoyer für eine bewegungsreiche Schule
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
66
Katalognummer
V1193455
ISBN (PDF)
9783346640093
ISBN (Buch)
9783346640109
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sport kindes- jugendalter plädoyer schule bewegte entwicklung kindesalter vorteile bewegteschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Sport im Kindes- und Jugendalter. Ein Plädoyer für eine bewegungsreiche Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193455
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