Gibt es eine Erfolgsblianz terroristischer Organisationen?


Magisterarbeit, 2008

92 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arbeitsdefinition Terrorismus

3. Abgrenzung Terrorismus und sinnverwandte Phänomene
3.1. Terrorismus und Terror
3.2. Terrorismus und Guerilla
3.3. Terrorismus und Kriminalität

4. Kategorien des Terrorismus
4.1. Ethno- nationalistischer Terrorismus
4.2. Sozialrevolutionärer Terrorismus
4.3. Rechtsextremistischer Terrorismus
4.4. Religiös- fundamentalistischer Terrorismus

5. Eine Strategietheorie über das Handeln terroristischer Organisationen
5.1. Die Kommunikationsstrategie
5.1.1. Kategorien der Kommunikationsstrategie
5.1.2. Ziele der Kommunikationsstrategie
5.1.3. Misserfolg der Kommunikationsstrategie
5.2. Die Provokationsstrategie
5.2.1. Kategorien der Provokationsstrategie
5.2.2. Ziele der Provokationsstrategie
5.2.3. Misserfolg der Provokationsstrategie
5.3. Radikalisierung und politische Partizipation
5.3.1. Ziele der Radikalisierung und der politischen Partizipation
5.3.2. Misserfolg der Radikalisierung und der politischen Partizipation
5.4. Das übergeordnete Ziel: Die Veränderung der bestehenden Ordnung
5.4.1. Misserfolg des Ziels eine bestehende Ordnung zu verändern
5.5. Der Faktor Zeit in der terroristischen Strategie

6. Fallbeispiel: Al-Qaida im Irak
6.1. Die Kommunikationsstrategie von AQI
6.1.1. Ziele der Kommunikationsstrategie von AQI
6.2. Die Provokationsstrategie von AQI
6.2.1. Ziele der Provokationsstrategie von AQI
6.3. Erfolg und Misserfolg der Kommunikations- und der Provokationsstrategie
6.4. Die Radikalisierungsstrategie von AQI und dessen Misserfolg
6.5. Das übergeordnete Ziel von AQI und der Faktor Zeit

7. Fazit

8. Bibliographie

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Mit den Anschlägen auf das World Trade Center am 11.09.2001 ist das Wort Terrorismus zu einem der wichtigsten in der Politik und in der Politikwissenschaft geworden. Zahlreiche Aufsätze und Bücher wurden infolge der Anschläge veröffentlicht, welche sich mit Terrorismus befassen. Jedoch gab es nur selten eine wirklich strategische Befassung mit dem Phänomen Terrorismus in Bezug auf seine Vorgehensweise. Fest zu stellen ist hierbei, dass klassische Strategien, wie man sie für den konventionellen Krieg entwickelt hatte, keine oder nur in wenigen Anteilen Anwendung finden konnten.[1] Dabei hat sich Terrorismus bzw. haben sich terroristische Organisationen als strategische Denker in einem Konflikt bewiesen. Nur, wenn dies festgestellt und angenommen wird, kann es eine analytische Betrachtung des Phänomens geben.

Im Folgenden soll dabei festgestellt werden, wie sich dieses strategische Vorgehen von terroristischen Organisationen darstellt. Dazu ist es zunächst unabdingbar, eine Definition festzulegen, welche für diese Arbeit Gültigkeit besitzt. Des Weiteren ist es wichtig, den Terrorismus, wie er hier verstanden werden soll, von anderen Phänomenen abzugrenzen. Eine solch präzise Eingrenzung ist von Nöten, da nur so erfasst werden kann, was zu Terrorismus hinzuzuzählen ist, und für welche Organisationen die Analyse gelten soll.

Im Anschluss an eine Eingrenzung des Begriffs wird in dieser Arbeit dann ein Modell vorgestellt, welches aufzeigt, wie Terroristen strategisch vorgehen, um ihre Ziele zu erreichen. Das Modell hat jedoch keine Gültigkeit für alle Formen des Terrorismus und bezieht sich nur auf ethno- nationalistischen und religiös- fundamentalistischen Terrorismus.

Es wird in dem Modell davon ausgegangen, dass Terrorismus drei große Strategiekategorien verfolgt. Diese sind: die Kommunikations-, die Provokations-, und die Radikalisierungsstrategie. Alle drei haben dabei eine eigenständige Intention und verfolgen verschiedene Ziele. Sie machen das Kernstück des Modells für terroristische Strategien aus. Neben diesen drei Elementen gibt es aber in der terroristischen Strategie noch zusätzlich den Faktor Zeit, sowie ein übergeordnetes Ziel, welches Terroristen immer verfolgen. Grundsätzlich versucht Terrorismus immer in irgendeiner Form eine politische Ordnung zu verändern. Sei es territorial oder auch eine Veränderung des Systems. Die Frage, welche mit dem Modell für terroristische Strategie beantwortet werden soll ist, ob es eine „Erfolgsbilanz“ terroristischer Organisationen bisher gegeben hat. Es soll also nachvollzogen werden, welche Strategien von terroristischen Organisationen angewandt werden und welche Ziele diese Strategien haben. Anhand der Ziele und der Strategien, welche zum Erreichen der Ziele genutzt wurde, kann dann festgestellt werden, ob das Vorgehen erfolgreich war oder nicht. Aus Gründen des vorgegebenen Umfangs der Arbeit ist es jedoch nicht möglich alle terroristischen Organisationen ausführlich anhand des Modells zu prüfen. Folglich wird ein Beispiel des religiös- fundamentalistischen Terrorismus gewählt, um aufzuzeigen, wie terroristische Organisationen strategisch vorgehen. Das hier ausgewählte Beispiel ist al-Qaida im Irak (AQI). Da AQI eine erst 2004 entstandene Organisation ist, lässt sich an ihrem Beispiel gut zeigen, wie sich terroristische Strategien im Laufe der Zeit entwickeln können. Abschließend kann so dann für AQI festgestellt werden, ob sie Erfolge im Irak erzielen konnte.

2. Arbeitsdefinition Terrorismus

Eines der größten Probleme bei der analytischen Beschäftigung mit dem Phänomen Terrorismus ist eine fehlende einheitliche Definition des Begriffs. Weder die internationale Staatengemeinschaft, noch Wissenschaftler konnten bisher festlegen, wobei es sich um Terrorismus handelt und wobei nicht.[2] Es mangelt sowohl an einer extensionalen als auch an einer intensionalen Definition. Das bedeutet, es ist weder quantitativ festgelegt, welches Spektrum an Personen und Gruppen zum Terrorismus hinzuzurechnen ist, noch qualitativ festgelegt, was die Eigenschaften des Terrorismus sind.[3]

Dadurch, dass der Begriff in höchstem Maße politisch aufgeladen ist und eine negative Konnotation innehat, neigen sogar Terroristen dazu sich nicht als solche zu bezeichnen. Sie verwenden Begriffe wie Freiheit, Befreiung oder berechtigte Vergeltung. Somit unterscheidet sich der Terrorist bereits maßgeblich von einem politischen Extremisten, wie beispielsweise einem Kommunisten. Dieser würde wahrscheinlich stolz zugeben für seine Überzeugung einzustehen. Dadurch wird belegt, wie subjektiv sich die Feststellung, ob jemand Terrorist ist oder nicht, darstellt. Derjenige, welcher durch eine gewaltsame Tat negativ beeinflusst wird, gibt dieser Tat die Bezeichnung Terrorismus. Derjenige, der sich jedoch an der Tat beteiligt und sie aus einer eher positiven Perspektive betrachtet, findet hier keine Form von Terrorismus. Wenn also beispielsweise eine Autobombe in einer belebten Innenstadt detoniert, behaupten viele Terroristen, es sei ihre einzige Möglichkeit gegen den Feind vorzugehen, aufgrund der materiellen Unterlegenheit. Dabei sterben dann in der Folge zwar Zivilisten, doch Terroristen bringen das Argument hervor, dass große Staaten in Kriegen nicht anders vorgehen, wenn sie bei Flächenbombardements Zivilisten töten. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass jede Form von Krieg zwischen Staaten nach anerkannten Regeln verläuft, wie zum Beispiel den Genfer Konventionen, während sich Terrorismus an selbige nicht hält. Sollten Staaten, was in der Vergangenheit auch passiert ist, diese Regeln brechen, besteht die Möglichkeit rechtliche Schritte gegen die Kriegsverbrecher einzuleiten.

Des Weiteren wird der Begriff Terrorismus in den Medien häufig in diversen Zusammenhängen gebraucht. So erscheinen in Beiträgen für ein und dieselbe Tat häufig neben dem Begriff Terrorismus auch noch die Begriffe Guerilla, Extremismus oder Fundamentalismus. Ebenso werden die Begriffe Terror und Terrorismus gleichwertig benutzt. Diese Gleichstellung verschiedenster Begriffe führt dazu, dass es keine einheitlich akzeptierte Definition von Terrorismus gibt.

So findet auch international eine Diskussion darüber statt, welche Definition von Terrorismus zur Bekämpfung des Phänomens am sinnvollsten ist, da nur Einheitlichkeit ein gemeinsames Vorgehen garantieren kann. Jedoch ist jeder Versuch einzelner Staaten immer damit behaftet, eine Definition zu finden, welche zum eigenen Vorteil genutzt werden kann.[4]

Die hier aufgezeigte mediale und politische Debatte ist jedoch zu unterscheiden von der wissenschaftlichen Debatte. Hier geht es nicht um Eigeninteressen bei der Verwendung des Begriffes, sondern vielmehr darum bedeutende Fachtermini korrekt zu verwenden.[5] Zwar hat auch die Wissenschaft keine allgemeingültige Definition gefunden, doch ist man sich über gewisse Merkmale einig. Demnach ist Terrorismus eine Form von Gewalt um politische Ziele zu erreichen und somit auch ein strategisches Vorgehen im politischen Kampf. Solches strategische Vorgehen wird in der Regel nicht von einzelnen Akteuren genutzt, sondern von Gruppen. Diese sind durch gemeinsame Ideologien verbunden.[6]

In der wissenschaftlichen Debatte lassen sich zwei wichtige Aspekte finden, bei welchen Uneinigkeit herrscht. Zum einen ist dies die Frage, ob Terrorismus auch von staatlicher Seite durchgeführt werden kann und der Staat somit als terroristischer Akteur auftritt. In dieser Arbeit soll aber davon ausgegangen werden, dass Terrorismus nicht staatlicher Natur sein kann und somit von Terror abgegrenzt werden muss.[7] Zum anderen ist es fraglich, ob Terrorismus sich nur gegen zivile Ziele wenden kann, oder aber auch gegen militärische. Bei der Annahme, dass sich Terrorismus nur gegen zivile Ziele wenden kann, wird davon ausgegangen, dass Terroristen ausschließlich Unschuldige, Nichtkombattanten oder Zivilisten angreifen. So müssten beispielsweise bei einer Abgrenzung ein Großteil der Anschläge der Partiya Karheren Kurdistan (PKK) gegen die Türkei als Kriegshandlung gezählt werden, da die Anschläge sich fast ausschließlich gegen das türkische Militär richten. Jedoch ist die PKK deutlich als terroristische Organisation zu klassifizieren. Aus diesem Grund wird eine solche Unterscheidung für diese Arbeit nicht vorgenommen.

Die Wahl des Opferkreises erfolgt in der Regel willkürlich, als ein Teil terroristischer Strategie. So zeigt die Willkürlichkeit der Bevölkerung auf, dass jeder Opfer eines Anschlags sein könnte. Jedoch besteht auch hier die Möglichkeit von Ausnahmen, beispielsweise durch gezielte Ermordungen mit Symbolcharakter. Deshalb soll die Willkür für die folgende Definition keine Rolle spielen. Trotz der Tatsache, dass sie sehr wohl ein Element terroristischer Strategie sein kann.[8]

Die hier vorgestellte Definition von Terrorismus versteht sich prinzipiell als Arbeitsdefinition und gilt als revidierbar, falls neue Erkenntnisse Anlass hierzu geben. Vor dem aktuellen Stand der Wissenschaft legt diese Arbeit folgende Definition zugrunde:

„Terrorismus wird verstanden als asymmetrische Gewaltstrategie nichtstaatlicher Akteure, die aus dem Untergrund heraus agieren und systematisch versuchen, durch Androhung oder Anwendung von Gewalt eine Gesellschaft in Angst und Schrecken zu versetzen, um politische Ziele, i. d. R. den Umsturz der bestehenden politischen Ordnung, zu kommunizieren und letztlich durchzusetzen.“[9]

3. Abgrenzung Terrorismus und sinnverwandte Phänomene

Um sich dem Phänomen Terrorismus noch präziser nähern zu können, soll in der Folge eine Abgrenzung zu sinnverwandten Phänomenen stattfinden. Hierzu soll unterschieden werden zwischen Terrorismus und Terror, Guerilla und organisierter Kriminalität.

3.1. Terrorismus und Terror

Das Wort Terrorismus findet seinen Ursprung in der Französischen Revolution im régime de la terreur aus dem Jahre 1793/94 . Zu dieser Zeit wurde es als ein Instrument der Herrschaft zur Durchsetzung der Ordnung eingerichtet. Hiermit sollte die Macht der neuen Regierung gefestigt werden. Als Mittel wählte die Regierung die Einschüchterung aller derer, die sich gegen den neuen Staat auflehnen wollten. Die Einschüchterung erfolgte durch öffentliche Hinrichtungen und Verhaftungen.[10]

Doch die Begriff des damaligen Terrors und des heutigen Terrorismus haben einen Bedeutungswandel erfahren und es bedarf einer Differenzierung der Begrifflichkeiten. Grundsätzlich wird dabei Terror „von oben“ praktiziert, also durch die bestehende Herrschaftsform als eine Schreckensherrschaft. Terrorismus hingegen wird „von unten“ praktiziert, beispielsweise durch eine revolutionäre Gruppe, welche die bestehende Ordnung angreift.[11]

Das Mittel des Terrors ist es, mit einer bereits bestehenden Regierung oder durch Machthaber eine Opposition zu unterdrücken oder auch zu beseitigen. Dies gilt sowohl für totalitäre, diktatorische, als auch demokratische Staaten. Die Mittel des Rechtsstaats die installiert wurden zum Schutze der Bevölkerung, werden hier benutzt, um Ziele durchzusetzen. Dabei setzt die Durchführung des Terrors dann die Regeln des Rechtsstaats teilweise oder vollständig außer Kraft.[12] Die Mittel des Rechtsstaats sind: Streitkräfte, Polizei, Geheimpolizei oder auch Attentäter, wobei letztere nicht die Straffreiheit im Sinne von Immunität wie die ersten drei besitzen.[13]

Terror und Terrorismus nutzen zwar beide die Strategie der Verbreitung von Angst und Schrecken, doch gibt es elementare Unterschiede zwischen den Begrifflichkeiten. Erstens fordert Terror meist wesentlich mehr Menschenleben, als Terrorismus. Auch wenn Terrorismus in der heutigen Zeit wesentlich gewalttätiger geworden ist, so zeigen doch Beispiele wie das Naziregime oder die Sowjetunion unter Stalin, dass Terror mehr Opfer fordert. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ein Staat über wesentlich mehr Ressourcen verfügt, um seine Ziele zu verfolgen.

Zweitens geht Staatsterror ein weit weniger großes Risiko ein, als Terrorismus. Terroristen riskieren stets ihr eigenes Leben oder zumindest eine hohe Haftstrafe. Die Sicherheitskräfte eines Staates als Instrument des Terrors haben hier weniger zu fürchten und können meist recht ungehindert morden und verfolgen. Woraus sich schlussfolgern lässt, warum die Mordrate beim Terror wesentlich höher ist, als beim Terrorismus. Dies führt auch zu drittens, dass Terroristen auf Sympathisanten und Partner in der Bevölkerung angewiesen sind, da sie in ihrer Struktur gegenüber dem Staat eher schwach erscheinen. Somit hat Terrorismus eine strategische Grenze, während der Staatsterror recht unabhängig von der Meinung der Bevölkerung durchgeführt werden kann.[14]

Und viertens ist die Wahl des Opferkreises bei Terror nicht willkürlich und richtet sich somit nicht wahllos gegen Zivilisten. Vielmehr wird gezielt versucht gegen solche vorzugehen, die das Regime aktiv bedrohen. Innerhalb dieses Opferkreises kann die Wahl allerdings wiederum willkürlich sein.[15]

Eine Zwischenform, welche nicht klar von den beide Kategorien Terrorismus und Terror zu unterscheiden ist, stellt der staatlich geduldete und der staatlich finanzierte Terrorismus dar.

Die staatliche Duldung von Terrorismus bezieht sich ausschließlich auf Aktionen gegen andere Staaten oder Gruppen in Staaten, welche als potentielle Bedrohung für den unterstützenden Staat wahrgenommen werden. Die Unterstützung für solche Formen des Terrorismus ist generell immateriell und erfolgt durch Sympathiebekundungen oder Solidarisierung mit der terroristischen Vereinigung. Der Staat verzichtet dabei bewusst auf die Möglichkeit terroristische Handlungen zu unterbinden. Den Grund für einen staatlich geduldeten Terrorismus bietet das Nullsummenspiel. Hiernach wird alles, was dem potentiellen Gegner schadet, als eigener Vorteil angesehen. Solange dem Staat durch aktive Unterstützung des Terrorismus ein höheres Risiko entsteht als durch eine Einmischung in den Konflikt, wird er seine passive Unterstützung fortsetzen.

Hingegen ist der staatlich finanzierte Terrorismus eine aktive Form der Unterstützung. Diese erfolgt sowohl finanziell, als auch logistisch. Hierzu zählen Waffen, Söldner oder auch Aufklärungsdaten, zur Auswahl von Anschlagszielen. Der staatlich finanzierte Terrorismus richtet sich gegen die Bürger und Regierungen anderer Staaten. Dabei werden meist gut ausgewählte Ziele angegriffen wie Militäreinrichtungen oder hohe Repräsentanten. Zwischen dem Förderer und dem Täter steht also eine unmittelbare Beziehung. Der Zweck von staatlich finanziertem Terrorismus liegt darin, außenpolitische Ziele in einer Konfliktbeziehung mit anderen Staaten oder Organisationen auf indirektem Wege durchzusetzen.[16] Da jedoch nicht präzise festgelegt werden kann, wie hoch der Einfluss sowohl bei staatlich geduldetem als auch bei staatlich finanziertem Terrorismus ist, wird dieses Phänomen als eine spezifische Form des Terrorismus eingeordnet.[17]

3.2. Terrorismus und Guerilla

'Guerillas wollen den Raum, Terroristen das Denken besetzen'[18]. Auf diese einfache Formel ließe sich der Unterschied zwischen Terrorismus und Guerilla herunter brechen. Doch gibt es weitere Determinanten, welche darstellen, warum Terrorismus und Guerilla zwei unterschiedliche Formen des Kampfes sind. Hier sollen drei wichtige Faktoren aufgezeigt werden, welche die Unterscheidung deutlich machen: 1. Funktion von Gewalt, 2. Soziale Unterstützung und 3. Territorialer Faktor.[19]

Bei der Funktion von Gewalt wendet sich selbige vonseiten der Guerillas meist gegen militärische Ziele.[20] Sie sind von der Anzahl ihrer Soldaten durchaus in der Lage direkte Feuergefechte mit dem gegnerischen Militär einzugehen. Dabei werden Territorien erobert und auch gehalten. Terroristen hingegen meiden jeden direkten Kontakt mit dem gegnerischen Militär, treten nicht als bewaffnete Einheit auf und wollen auch keine Gebiete erobern. Weder von der Anzahl der Soldaten, noch von logistischer Seite wären sie in der Lage wie Guerillas vorzugehen.[21] Anstatt also auf physische Gewalt zu setzten, ist die Funktion der Gewalt bei Terroristen psychischer Natur. Die Asymmetrie des Konfliktes bietet lediglich die Möglichkeit aus dem Untergrund zu agieren und nicht erkennbar Anschläge durchzuführen, um so Angst und Schrecken zu verbreiten.[22]

Die soziale Unterstützung stellt die häufig verschwimmende Linie zwischen Terrorismus und Guerilla dar. So sucht sich der Terrorist eine eher schmale Basis in einer intellektuellen Mittelschicht, um hier Unterstützung zu erhalten, während der Guerilla eine breite Einbeziehung der Bevölkerung braucht, vor allem im besetzten Gebiet, aber auch in dem angestrebten Gebiet.[23] Je dichter dabei das soziale Netzwerk des Terroristen wird, desto besser wird seine Position. Dann wandelt sich die terroristische Strategie immer mehr zu einer Guerillastrategie. Nichts desto trotz ist eine Unterstützung der Bevölkerung eine wichtige Bedingung für das Vorgehen von Terroristen, da auch sie sich einer Basis sicher sein müssen, in dem Land, in welchem sie ihre Strategie verfolgen.[24]

Der dritte Aspekt, territorialer Faktor, definiert sich schlicht über das besetzte Gebiet. Während Terroristen keine territoriale Basis haben, ist dies das Hauptelement der Guerillas. Der Gegner soll von hieraus räumlich eingekreist und beseitigt werden. Nach und nach geht es um die Eroberung von Städten, um dem Feind kein Machtgebiet mehr zu überlassen. Terrorismus bleibt im Gegensatz dazu stets bei Strategien, welche nicht darauf ausgelegt sind, fremdes Gebiet zu besetzen.[25]

Eine vollständige Abgrenzung zwischen Terrorismus und Guerilla kann jedoch nur auf analytischer Ebene erfolgen. Die Grenzen zwischen beiden Formen des Kampfes sind oft fließend. Dies liegt vor allem darin begründet, dass die Taktiken von Guerillas häufig ähnlich zu denen der Terroristen sind. Guerillas nutzen durchaus Attentate, Entführungen, Bombenanschläge oder Geiselnahmen um ihre Ziele zu erreichen. Des Weiteren tragen Terroristen keine Uniformen oder Identifikationsabzeichen, was auch nicht selten bei Guerillas der Fall ist. So sind beide in vielen Fällen schwer von Nichtkombattanten zu unterscheiden.[26]

3.3. Terrorismus und Kriminalität

Terrorismus ist aufgrund seiner Ziele, die er verfolgt, von gewöhnlicher Kriminalität zu unterscheiden. Zwar verwenden auch Kriminelle Gewalt zu einem bestimmten Zweck, doch die Intention der Gewalt hat eine andere Ursache. So wird ein Krimineller im Falle eines Überfalls, einer Entführung oder auch einer Ermordung stets aus selbstsüchtigen Zwecken handeln, um einen persönlichen Profit zu erhalten. Meist ist dieser materieller Natur. Des Weiteren ist die Ausübung der Tat nicht damit verbunden, eine nachträgliche Wirkung zu erlangen. Ein Krimineller verfolgt also nicht das Ziel Angst und Schrecken zu verbreiten und somit auch keine psychologische Strategie. Der einzig psychologische Effekt kann im Moment der Tat vollzogen werden, wenn ein Opfer beispielsweise bei einem Überfall eingeschüchtert werden soll, indem es mit einer Waffe bedroht wird. Dadurch wird dem Opfer jedoch keine politische oder ähnliche Nachricht übermittelt. Es dient lediglich dem Zweck der möglichst zügigen Bereicherung und Durchführung der Tat. Der Kriminelle hat durch seine Tat auch keinerlei Interesse die öffentliche Meinung zu beeinflussen.[27] Aus diesem Grunde finden kriminelle Taten häufig so statt, dass sie möglichst verdeckt ausgeführt werden. Durch diese Vorgehensweise erkennt der Kriminelle indirekt die Gültigkeit der bestehenden Rechtsordnung an. Zwar wird auch der Terrorist versuchen einen Anschlag verdeckt durchzuführen, aus Angst vor den Repressionen des Staates, doch im Gegensatz zum Kriminellen versucht der Terrorist mit dem Anschlag möglichst viel öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen und sieht den Anschlag selber als einen Versuch das bestehende System anzugreifen und zu verändern.[28]

Doch auch in diesem Falle gibt es eine verschwimmende Linie zwischen Terrorismus und Kriminalität. So findet transnational organisiertes Verbrechen auch immer mehr Einzug in terroristische Organisationen. Doch um diese Linie besser ziehen zu können, besteht die Möglichkeit zwei grundsätzliche Unterscheidungen zu machen. Diese sind maßgeblich nach ihrer Motivation zu unterscheiden. Auf der einen Seite gibt es Profit motivierte Kriminalität und auf der anderen politisch motivierte Kriminalität. Bei der Profit motivierten Kriminalität sind die Motive rein finanziell, das Ziel ist eine passive Regierung, welche nicht gegen sie vorgeht, die Mitwirkenden sind reine Kriminelle und das politische Vorgehen ist reaktionär und anonym. Hingegen ist die politisch motivierte Kriminalität mit dem Ziel belegt einen revolutionären Sieg über das System zu erlangen. Seine Mitwirkenden sind Aktivisten und das politische Vorgehen ist öffentlich.[29]

Aus dieser Argumentation heraus ließen sich Kriminalität und Terrorismus unter einen Begriff fassen bzw. unter geringer Ausdifferenzierung ließe sich von terroristischer Kriminalität sprechen. Doch aus analytischer Sicht ist eine Unterscheidung und klare Trennung wesentlich sinnvoller. Auch wenn terroristische Vereinigungen zu Verbrechen wie Drogenhandel, Überfällen oder Schutzgelderpressungen greifen, ist dies doch meist nur ein kurzfristiges Vorgehen, um sich finanzielle Mittel zu beschaffen.[30] Studien hierzu haben gezeigt, dass Terroristen aus Konflikten materielle Vorteile erlangen können. Wird ein Konflikt in diesem Falle aus rein finanziellen Gründen aufrechterhalten, können sich Terroristen in einer Grauzone zwischen Terrorismus und Kriminalität befinden.[31] Langfristig gibt es meist jedoch eine grundsätzlich unterschiedliche Handlungslogik, wie bereits oben aufgezeigt, weshalb eine Unterscheidung für die Analyse sinnvoll ist.[32]

4. Kategorien des Terrorismus

Im Allgemeinen hat Terrorismus eine politisch- ideologische Motivation und richtet sich gegen eine bestehende Herrschaftsordnung oder ein System. Doch lassen sich die Kategorien des Terrorismus je nach ideologischer Ausrichtung unterscheiden.[33]

4.1. Ethno- nationalistischer Terrorismus

Ethno- nationalistischer Terrorismus ist als eine Form oder Ausprägung des bekannteren reinen Nationalismus zu verstehen. Der Nationalismus versucht dabei den politischen Status quo zu verändern. Er orientiert sich stets an der Idee einer Nation, welche verteidigt oder erschaffen werden soll.[34] Er hat ein hohes Rekrutierungspotenzial und eine große Zerstörungskraft. Nationalismus hat meistens das Ziel der ethnischen Säuberung und duldet keine Pluralität.[35]

Ethno- nationalistischer Terrorismus ist hingegen nicht derart radikal. Hier wird der Terrorismus zwar auch als eine gewaltsame Strategie verwendet, doch das Spektrum des angestrebten Ziels reicht weiter. So ist sowohl das Streben nach Mitbestimmungsrechten, Unabhängigkeit sowie Autonomie denkbar.[36] Dabei ist diese Kategorie des Terrorismus keine Weltanschauung, sondern meist regional beschränkt. Es geht ausschließlich um die Befreiung von einer Fremdherrschaft in seinen oben genannten Abstufungen.[37] Seinen Ursprung findet der ethno- nationalistische Terrorismus in einem Konflikt zwischen einer Gruppe und einer Macht, welche diese Gruppe politisch, wirtschaftlich, kulturell oder auch religiös überlagert und entmündigen kann. Kriterien für eine Gruppe wären: Zusammenleben auf einem gemeinsamen Gebiet, gemeinsame historische Erfahrungen, häufig auch eine eigene Sprache und eine gemeinsame Religion. Die Bewegung gegen diese Überlagerung oder Entmündigung beginnt durch die Blockade von friedlichen Versuchen der Opposition, Eigenständigkeit anzustreben. Daraus resultiert eine Radikalisierung, die unter den Vorraussetzungen der militärischen Schwäche, zu Terrorismus führen kann.[38]

Eine weitere Ursache kann das Auftreten von Krisensituationen sein, welche zu Verteilungskonflikten zwischen den Gruppen und einer Macht führen kann, oder auch eine noch nicht stabile politische Ordnung, die eine solche Bewegung ermöglicht. Hier entsteht eine besondere Unsicherheit im System, wie etwa beispielsweise beim Systemwechsel nach dem Untergang des Ostblocks in Europa.

Selten entsteht jedoch ein Begehren nach einer Unabhängigkeit oder Autonomie von einer ganzen Bevölkerungsgruppe. So versteht sich der ethno- nationalistische Terrorismus auch als ein maßgeblicher sozialer Akteur. Dieser soll es vollbringen, Massen zu mobilisieren, eine Identität zu schaffen, sowie Ziele und Forderungen zu formulieren.[39]

Klassische Beispiele für den ethno- nationalistischen Terrorismus bieten die Euskadi Ta Askatasuna (ETA), PKK, Irish Republican Army (IRA) oder auch die Palestine Liberation Organisation (PLO). Allerdings muss hier erwähnt werden, dass ethno- nationalistischer Terrorismus in seiner Durchführung nicht immer auf eine Volksgruppe bezogen sein muss. Gerne wird durch eine terroristische Organisation der Konflikt zu einem ethnischen hoch sterilisiert, um ihm so einen Charakter zu verleihen, der eine Unabwendbarkeit des selbigen demonstriert.[40] Beispielhaft hierfür ist die PKK, welche in der kurdischen Bevölkerung in der Türkei keine große Unterstützung ihres Vorgehens mehr findet.[41] Trotzdem führt sie ihren Kampf gegen die Türkei unter der Vorgabe der Befreiung der Kurden und der Errichtung eines autonomen Staates.

4.2. Sozialrevolutionärer Terrorismus

Diese Kategorie des Terrorismus fand seine Hochphase in den 1970er Jahren. Jedoch klang er Ende der 80er Anfang der 90er immer mehr ab. Heute findet sozialrevolutionärer Terrorismus praktisch keine Anwendung mehr.[42] Aus diesem Grunde soll an dieser Stelle eine etwas ausführlichere Darstellung dieser Art des Terrorismus stattfinden, da er später in der empirischen Erhebung keine Rolle mehr spielen wird. Trotzdem ist es wichtig zu erwähnen, dass es sozialrevolutionären Terrorismus gab, da er in seiner Kategorisierung klar von den anderen Arten zu unterscheiden ist.

Kennzeichen des sozialrevolutionären Terrorismus ist das Ziel einer vollständigen politischen und sozialen Neuordnung, meist nach marxistischem Vorbild. Wichtig ist hierbei, dass alle Möglichkeiten des politischen Protestes, die das System bietet, abgelehnt werden.[43] Im Gegensatz zum ethno- nationalistischen wendet sich der sozialrevolutionäre Terrorismus mit seinen Zielen nicht an eine bestimmte Bevölkerungsgruppe. Vielmehr wird versucht ein ganzes Volk gegen die bestehende Ordnung zu mobilisieren. Es findet also keine Identifikation mit einer Herkunftsgruppe statt, sondern es wird in Anspruch genommen stellvertretend für eine Drittgruppe den Kampf zu führen. Dieser Drittgruppe wird dabei automatisch unterstellt, sie wolle diese Form des Kampfes durch die terroristische Organisation geführt sehen.[44]

Die einzige Gemeinsamkeit, welche ethno- nationalistischer und sozialrevolutionärer Terrorismus aufweisen, ist dabei die Ablehnung des Kapitalismus. Häufig gibt es bei beiden Formen die Herstellung einer Verbindung des Kapitalismus und Imperialismus im Zusammenhang mit amerikanischer Präsenz in Form von Militär oder kapitalistischen Wirtschaftsunternehmen. Diese Ablehnung von amerikanischer Präsenz und Kapitalismus führte teilweise zu einer Kooperation der beiden Formen des Terrorismus. Wie im Falle der PLO und der Roten Armee Fraktion (RAF).[45]

Die RAF ist hierbei das klassische Beispiel für sozialrevolutionären Terrorismus. Auf dieses soll im Folgenden etwas genauer eingegangen werden, um ein Scheitern des Terrorismus dieser Art zu erklären.

Die in den 1970er Jahren agierende RAF hatte es zum Ziel mit möglichst viel Propaganda das gesamte Volk der Bundesrepublik Deutschland gegen die bestehende kapitalistische Ordnung zu mobilisieren. Des Weiteren wollte man an der Seite der „unterdrückten Völker“ der dritten Welt gegen den Imperialismus der USA kämpfen und eine Signalwirkung auf die damals in Deutschland existierende radikale Linke bewirken. Von der radikalen Linken erhoffte sich die RAF die größte Unterstützung. Auffällig ist bei den Bezugsgruppen, dass sie sich relativ abstrakt bildeten. Sie entstanden nicht durch eine gemeinsame Vergangenheit oder Ähnliches, sondern erhielten ihren Status unfreiwillig und durch die entwickelte Ideologie der RAF. So ist beispielsweise die Bezugsgruppe der Völker der dritten Welt nur damit zu erklären, dass man, wie bereits oben angesprochen, von einem Imperialismus der Amerikaner ausging, welchen man ablehnte. Die Ideologie bestimmt bei sozialrevolutionären Gruppen also dessen Bezugsgruppen und damit auch das Ziel und Handeln der Gruppe. Ergo, für wen gekämpft wird und wer zu mobilisieren ist. Dabei haben die Terroristen ein Selbstverständnis, in welchem sie sich als die Avantgarde erkennen. Der revolutionäre Kampf kann nur stattfinden, da sie allein die Wirklichkeitserkenntnis besitzen. Laut der RAF könne nur ein Kampf der Avantgarde die Revolution einleiten, da sie so in das Bewusstsein der Zielgruppe käme.

Daraus resultierte schließlich auch das größte Problem der RAF. Nämlich die Ablehnung des terroristischen Vorgehens durch die Zielgruppe. Aus der Berliner linken Szene entstanden, isolierte sich die RAF sehr bald von selbiger und führte eine eigenständige Existenz. Die Mitglieder brachen mit dem Schritt zu einer Untergrundorganisation sogar Kontakte zu Familie und Freunden ab. Durch ihre Untergrundexistenz hatte die RAF somit fast keine Möglichkeiten mehr in direktem sozialen Kontakt mit ihrer Zielgruppe zu treten. Dies geschah fast ausschließlich über Erklärungen oder Bekennerschreiben. Somit hatte die RAF keine soziale Verwurzelung mehr in der Gesellschaft. Als Folge hieraus gab es in der Bevölkerung für das terroristische Vorgehen der RAF Ablehnung und Entsetzen. Spätestens mit einer Serie von Bombenanschlägen im Mai 1972 kam es zur endgültigen Ablehnung der RAF in der deutschen Bevölkerung. Es fand sogar eine Billigung repressiver Maßnahmen durch den Staat statt. Die Verhaftung mehrerer RAF- Führungsmitglieder 1972 konnte gerade durch Hinweise aus der Bevölkerung erfolgen. Die Reaktion der RAF war eine Abwendung von dem gesamten deutschen Volk als Zielgruppe ihrer Ideologie. Man sprach also nicht mehr vom Industrieproletariat als Zielgruppe, sondern anstelle dessen von Jugendlichen und Intellektuellen. Schließlich wurde das Hauptziel der RAF die Befreiung von inhaftierten Gruppenmitgliedern und somit der Hauptadressat die eigene terroristische Vereinigung.[46] Die Gründe für das Scheitern der RAF waren also zum einen die Ablehnung der Gewalt in der Gesellschaft. Dies lag vor allem daran, dass die These, die BRD sei ein repressiv-faschistischer Staat, schwer nachvollziehbar war. Und zum anderen war es die Arroganz, mit welcher die RAF auftrat. Die Vorstellung man habe einen absoluten Wahrheitsanspruch, vertrieb auch solche, die grundsätzlich Interesse an dem Vorhaben und der Ideologie der RAF hatten.[47]

An dem Beispiel der RAF lässt sich gut zeigen, welchen Grundproblematiken sozialrevolutionärer Terrorismus in seiner Hochphase unterlag. Die Rückbindung zur Zielgruppe für die durchgeführten Taten fehlte teilweise vollständig. Dadurch kam es zu einem Wechsel der Bezugsgruppen. Dieser Wechsel jedoch kann die Glaubwürdigkeit der Organisation drastisch herab setzten. Jede Zielgruppe scheint prinzipiell austauschbar zu sein, wenn sie nicht nach erwarteten Vorgaben der terroristischen Organisation handelt. Sozialrevolutionäre Terroristen betrachten sich und ihre Ziele im Gegensatz zum ethno- nationalistischen Terrorismus nicht als Teil der eigenen Gemeinschaft. Aus diesem Grunde führen repressive Maßnahmen des Staates auch nicht zu einer Solidarisierung mit der Organisation.

Daraus lässt sich schließen, dass die wichtigste Herausforderung des sozialrevolutionären Terrorismus die Gewinnung einer Basis in der Zielgruppe sein muss. Eine Ideologie, welche sie von der Zielgruppe entfernt, nimmt ihr die Unterstützung, welche sie für den Erfolg ihres Vorhabens benötigt. Daraus bekommt sozialrevolutionärer Terrorismus eine kürzere Lebensdauer und die wesentlich geringere Fähigkeit sich gegen Rückschläge und staatliche Maßnahmen zu wehren.[48]

Sicherlich gibt es auch Beispiele wie die „Bewegung 2. Juni“ zu Beginn der 1970er Jahre in Deutschland, die weniger dogmatisch war und fest den Kurs verfolgte sich nicht von der sozialen Basis in der Bevölkerung zu entfremden, doch auch sie geriet mit ersten terroristischen Anschlägen in die Isolation.[49]

4.3. Rechtsextremistischer Terrorismus

Der rechtsextremistische Terrorismus unterscheidet sich vor allem in einem wesentlichen Punkt von den beiden vorher genannten Kategorien. Er strebt keine Veränderung des status quo an und ist somit keine genuine Kategorie des Terrorismus. Im extremsten Falle ist das Ziel eine Rückkehr zu vergangenen Systemen mit einem Führer an der Spitze des Staates. Durchgeführte Anschläge richten sich somit auch nicht gegen politische Institutionen oder gegen hochrangige Regierungsmitglieder, sondern gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen. Angriffe gegen die Regierung bzw. das System erfolgen nur dann, wenn die Terroristen annehmen, dass die Regierung entweder in der Hand der ausgemachten Feinde zu sein scheint, oder sie mit selbigen gemeinsame Vorhaben verfolgt.[50] Die Wahl des Opferkreises außerhalb dieses genannten Ausnahmefalles erfolgt recht willkürlich. So können dies Mitglieder bestimmter ethnischer Gruppen sein, oder auch die ganze Bevölkerung eines Landes.[51]

Die Entstehung solcher Gruppen scheint wellenförmig zu verlaufen. So gibt es häufig eine Phase mit erhöhter rechtsextremistischer Gewalt, welche im Anschluss aber auch wieder abebbt. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es eine solche aufsteigende Phase, während der rechtsextremistische Terrorismus danach eher zum Randphänomen wurde. Die Entstehung ist hierbei kein langsamer Prozess, welcher mit großen Protestbewegungen beginnt. Vielmehr kommt es zu gewaltsamen, häufig unstrukturierten Aktionen gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe.[52] Die Organisation erfolgt dabei meist in kleinen Gruppen, welche eher als „Straßengangs“ auftreten.[53] Der Auslöser für die gewaltsamen Akte rechtsextremistischer Gewalt ist häufig ein Gefühl von Verunsicherung und Bedrohung in bestimmten Schichten der Bevölkerung. Durch dieses Gefühl versucht die betroffene Bevölkerungsschicht eine unterlegene Minderheit zu finden, um ein Ventil für Unsicherheit und Bedrohung zu bekommen. Dabei wird sich darauf berufen, der Wert oder die Ideologie der Bewegung sei eine bestimmte Rasse, Nation oder auch Volksgemeinschaft. Alle welche nicht zu dieser als bevorzugt angesehenen Rasse gehören, können somit automatisch Teil des Opferkreises werden.

In ihrer Erscheinung und im Vorgehen unterscheiden sich rechtsextremistische Terroristen weiterhin aus folgenden Gründen stark von ethno- nationalistischen und sozialrevolutionären Terroristen. Zunächst wird nicht aus dem Untergrund operiert, da sich Anschläge nicht gegen Organe des Staates wenden, sondern gegen Gesellschaftsgruppen. Häufig ist es dabei schon vorgekommen, dass die Ordnungshüter des Staates sich passiv verhielten und das Vorgehen der Terroristen billigten. Des Weiteren findet bei der Wahl der Ziele keine langfristige Planung statt und es kommt eher zu kurzfristig beschlossenen oder gänzlich spontanen Aktionen. Eine langfristige Planung erübrigt sich für diese Gruppen in vielen Fällen, da man nicht daran interessiert ist, gut geschützte staatliche Einrichtungen zu attackieren. Der Angriff auf schutzlose Minderheiten kann hingegen kurzfristig und ohne Planung erfolgen. Rechtsextremistischer Terrorismus ist dabei fast immer ein Gruppendelikt. Das Ziel der Anschläge ist dabei ähnlich den vorher beschriebenen Kategorien des Terrorismus. Zum einen ist es die Verbreitung von Angst und Schrecken. Zum anderen versucht rechtsextremistischer Terrorismus aber auch Überlegenheit gegenüber Minderheiten zu demonstrieren und diese zum Verlassen eines Landes oder eines Gebietes zu bewegen.[54]

Neben der beschriebenen Form des ethnisch oder rassischen rechtsextremistischen Terrorismus gibt es auch noch die Form des antikommunistischen. Dieser ist eher eine Ideologie, als reiner Rassismus. Das Entstehen solcher Bewegungen ist eine Reaktion auf Linksparteien mit marxistischer Ausrichtung, welche sich an der Regierung beteiligen, oder diese sogar führen. Ein Beispiel hierfür ist die 1974 in Argentinien entstanden Alianza Antikommunista Argentina (AAA). Sie veröffentlichte Listen mit Anwälten, Priestern oder auch Journalisten, von welchen vermutet wurden, sie würden mit Kommunisten sympathisieren. Die sich auf der Liste befindlichen Personen wurden aufgefordert das Land zu verlassen und es kam sogar zu Ermordungen wegen nicht Befolgung der Aufforderung.

Solche Gruppen haben häufig Unterstützung aus der Regierung oder der Opposition, da auch diese die kommunistischen Parteien im System nicht dulden. Die Unterstützung kann dabei finanzieller oder logistischer Natur sein. Dabei bevorzugen es die Gruppen, nicht in die mediale Öffentlichkeit zu gelangen. Hier reicht es völlig aus die Zielgruppe über Mundpropaganda zu erreichen und sie somit in Angst und Schrecken zu versetzen. Das nutzen von Medien zum erreichen der Zielgruppe bildet eher die Ausnahme.[55]

Beiden Kategorien des rechtsextremistischen Terrorismus ist gemein, dass die Gefahr, die von ihnen ausgeht, nicht zu überschätzen ist. Der Grund dafür liegt erstens darin, dass es keine zentrale Führungsgewalt gibt. Es gibt zwar eine Netzwerkverbindung von Gruppen, welche auch transnational ist, doch diese operiert nicht koordiniert. Es mangelt also an einer handlungsfähigen politischen Kraft, welche größere Ziele umsetzt. Meist bleibt es bei eher „kleineren“ Aktionen. Ein zweiter Grund ist, dass sich rechtsextremistische Terroristen an demokratische Spielregeln halten. So unterwerfen sie sich Mehrheitsentscheidungen und politischen Oppositionen, akzeptieren die durch Wahlen entstandenen Mehrheiten und beugen sich ihnen. Ein letzter Grund lässt sich in der Innenpolitik finden. Immer wenn diese einen Rechtsruck erfährt, wird den rechtsextremistischen Terroristen der Nährboden genommen. Die derzeitige Reaktion von vielen westlichen Regierungen auf die Bedrohung des religiösen Terrorismus (dazu mehr im nächsten Kapitel) ist eine schärfere Kontrolle von Ausländern, sowie eine Limitierung von Migranten. Durch das Auftauchen dieser Themen auf der politischen Agenda fehlt es rechtsextremistischen Terroristen häufig an Argumenten und Themen, um ihre Ideen voranzubringen. Hiermit kann auch erklärt werden, warum rechtsextremistischer Terrorismus sich derzeit eher in einer Phase befindet, in welcher er abebbt.[56]

4.4. Religiös- fundamentalistischer Terrorismus

Zunächst muss an dieser Stelle geklärt werden, was religiös- fundamentalistisch bedeutet. Hierbei handelt es sich um eine Ideologie, welche in einer Minderheitenbewegung das Ziel verfolgt gegen die Entwicklungen der Moderne vorzugehen. Dabei werden religiöse Motive politisiert, um das angestrebte Ziel zu verfolgen mittels einer allumfassenden Werteordnung. Diese allumfassende Werteordnung bedeutet dabei, dass es eine Herrschaft durch Gott geben soll.[57] Dabei kann der religiöse Fundamentalismus sowohl gewaltfrei, als auch mit gewaltsamen Mitteln praktiziert werden. Dieses Kapitel soll sich ausschließlich mit dem gewaltsamen islamistischen Fundamentalismus beschäftigen, welcher der aktuell bekannteste und dominierende ist.[58]

Zwei entscheidende Ereignisse haben zu der Entwicklung des religiös- fundamentalistischen Terrorismus geführt und ihn zu dem Bedeutendsten unserer Zeit gemacht. Zum einen war es die islamische Revolution des Jahres 1979 im Iran unter Ajatollah Khomeini. Durch diese Revolution schafften es religiöse Oberhäupter an die Spitze eines Staates und der Iran förderte den Export des Systems finanziell, materiell und personell. Gewaltbereite Gruppen erkannten, dass ein Mittel gegen den kapitalistischen Westen und seine Einstellung gefunden war.

Zum anderen war der Einmarsch der „Roten Armee“ in Afghanistan 1979 ein wichtiges Ereignis. Der Einmarsch wurde als ein genereller Angriff gegen den Islam gewertet. Als Folge hieraus gingen viele freiwillige Kämpfer aus anderen islamistischen Ländern nach Afghanistan, um die „Glaubensbrüder“ im Kampf zu unterstützen. Unter anderem auch Osama Bin Laden, der Kämpfer ausbildete und finanzierte. Mit dem Ende des Krieges 1989 gingen viele Kämpfer in ihre Heimatländer zurück und schlossen sich dort terroristischen Gruppen an.[59]

Beim dem sich daraus entwickelten religiös- fundamentalistischen Terrorismus gibt es zwei grundlegende Motive. Erstens der rein religiöse Charakter des Terrorismus. Dabei werden Anschläge nur aufgrund von religiösen Motiven durchgeführt. Und zweitens eine Einbindung in ethno- nationalistische Ziele und eine Politisierung der Religion. Religion gilt hier als Basis für eine gemeinsame Identität, um Vorhaben zu legitimieren.[60] Dabei wird die Religion so interpretiert, dass die Terroristen sich hieraus einen Absolutheitsanspruch der Wahrheit ziehen und damit ihr Handeln legitimieren.[61] Die Häufigere der beiden Formen stellt dabei Letztere dar.

Charakteristisch für den politisierten religiös- fundamentalistischen Terrorismus sind drei Dinge. Zunächst gibt es eine unüberschaubare Anzahl an Organisationen und Splittergruppen, was einen generellen Überblick erschwert. Zwischen den Organisationen gibt es sogar einen Wettstreit, welche die höchste Opferbereitschaft zeigt. Auf diesem Wege will eine Organisation sein Ansehen steigern und in der Gunst der anzusprechenden Bevölkerungsgruppe steigen. Solch eine Rivalität lässt sich ausschließlich beim religiös- fundamentalistischen Terrorismus finden. Des Weiteren bilden geistige Führer eine zentrale Rolle bei dieser Form des Terrorismus. Sowohl im Islam, als auch im Juden- oder Christentum. Geben die geistigen Führer für einen Anschlag nicht ihre Zustimmung, so fehlt es an Legitimität und es kann zu einer Ächtung durch die religiöse Gemeinschaft kommen. Selbstmordattentate gelten dabei häufig als umstritten, jedoch sind sie eine zentrale Vorgehensweise des religiös- fundamentalistischen Terrorismus. Zwar gibt es ein solches Vorgehen auch im ethno- nationalistischen Terrorismus, wie beispielsweise bei den tamilischen Rebellen auf Sri Lanka, doch scheint ein religiös- fundamentalistischer Terrorist eher dazu zu neigen, sein Leben für das Ziel zu opfern.[62] Gründe hierfür finden sich in der Weltanschauung des Terroristen. Der Anschlag hat für ihn keine weltliche Fügung, sondern ist ein von Gott bestimmter Weg. Somit hält sich der Terrorist nicht an moralische Vorgaben oder ähnliches, wozu weltliche Terroristen eher neigen. Bei weltlichen Terroristen können Anschläge mit hohen zivilen Opferzahlen sogar eher kontraproduktiv sein, da ein solches Handeln nicht immer mit den politischen Zielen übereinstimmt. Beim religiös- fundamentalistischen Terrorismus wird ein hohes Maß an Gewalt hingegen oft als notwendig erachtet, um Ziele zu erreichen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sich religiös- fundamentalistische Terroristen im Gegensatz zu anderen nicht als Teil eines politischen Systems betrachten und somit auch nicht dessen Erhalt oder eine Korrektur wollen. Ihnen geht es um eine grundlegendere Veränderung. Dadurch ist jeder der nicht der Glaubensgemeinschaft angehört ein Feind und auch potentielles Opfer.[63] Der Selbstmordanschlag hat für den Terroristen außerdem einige weitere Vorteile, was ihn besonders „attraktiv“ macht. Der Terrorist muss sich keinerlei Gedanken um sein Überleben oder einen Fluchtweg nach dem Anschlag machen. Ebenso wie er keine Repressionen des Staates fürchten muss. Hinzu kommt, dass der Anschlag in zweierlei Richtung einen unglaublich großen Publizitätseffekt hat. Auf der einen Seite, kann dem Feind gezeigt werden, dass solch ein Anschlag immer und überall stattfinden kann und somit wird Angst und Schrecken verbreitet. Hohe zivile Opferzahlen sind den Terroristen durchaus recht. Auf der anderen Seite ist es eine Botschaft mit Signalwirkung an die Glaubensgemeinschaft. Mit dem Opfer des eigenen Lebens zeigt der Selbstmordattentäter, wie groß sein Engagement für den Kampf ist. Auf diese Weise lassen sich neue Kämpfer rekrutieren. Die Rekrutierung von neuen Kämpfern ist hierbei auch ein zentraler Aspekt des religiös- fundamentalistischen Terrorismus. Dabei lässt sich durch die Vielzahl an Organisationen keine bestimmte Bevölkerungsschicht ausmachen, welche ein erhöhtes Rekrutierungspotenzial bietet. Jedoch lassen sich zwei große Gruppen für die Unterstützung des Terrorismus erkennen. Auf der einen Seite die muslimische Bevölkerung in Nordafrika sowie den Ländern des Nahen und Fernen Ostens und auf der anderen Seite Diasporagemeinschaften, welche in westlichen Ländern durch Zuwanderung entstanden sind. Bei ersterer lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wie hoch das Rekrutierungspotential ist. Bei eigener Darstellung der Organisationen scheinen sie in allen Ländern auf dem Vormarsch zu sein. Genauere Analysen zeigen jedoch, dass die muslimische Bevölkerung terroristische Organisationen eher ablehnt. Dies ist nicht besonders verwunderlich, da terroristische Anschläge politische Verfolgung und Repressionen nach sich ziehen und es sogar zu einem bewaffneten Dauerkonflikt kommen kann, wodurch auch die Bevölkerung des Landes betroffen ist. Dabei besteht gar die Möglichkeit, dass die Transnationalität des Terrorismus daraus entstanden ist, dass Terroristen im eigenen Land nicht erwünscht sind. Die Einstellung der Bevölkerung zu Terrorismus kann jedoch auch positiv sein, wenn sich ein religiöser Anspruch mit einem nationalen Befreiungsvorhaben verbinden lässt.

[...]


[1] Siehe Neumann, Peter R. und Smith, M.L.R.: The Strategy of Terrorism- How it works, and why it fails, New York 2008, S.94.

[2] Siehe Löckinger, Georg: Terrorismus, Terrorismusabwehr, Terrorismusbekämpfung, Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie- Sonderpublikation 03/2005, Wien 2005, S.35 f.

[3] Siehe Kemmesies, E. Uwe: Zukunftsaussagen wagen: Zwischen Verstehen und Erklären- Methodologische und theoretische Notizen zur Prognoseforschung im Phänomenbereich Extremismus/ Terrorismus, in: Kemessis, E. Uwe (Hrsg.): Terrorismus und Extremismus- der Zukunft auf der Spur, München 2006, S.8-9.

[4] Siehe Hoffman, Bruce: Terrorismus- der unerklärte Krieg, Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), Bonn 2006, S.50ff.

[5] Siehe Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.2.

[6] Siehe Knelangen, Wilhelm: Terrorismus- im Zentrum der politischen Debatte, immer noch an den Rändern der Forschung?, in: Lange, Hans-Jürgen/ Reichertz, Jo u.a. (Hrsg.): Auf der Suche nach neuer Sicherheit. Fakten, Theorien und Folgen, Wiesbaden 2008, S.5.

[7] Siehe hierzu den nachfolgenden Abschnitt „Abgrenzung Terrorismus und Terror“

[8] Siehe Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.24-25.

[9] Ebd. S.25.

[10] Siehe Hoffman, Bruce: Terrorismus- der unerklärte Krieg, Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), Bonn 2006, S.23-24.

[11] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.17.

[12] Siehe Gießmann, Hans- Joachim: Terrorismus mit staatlicher Duldung, in: Hirschmann, Kai und Gerhard, Peter (Hrsg.): Terrorismus als weltweites Phänomen, Berlin 2000, S.125.

[13] Siehe Löckinger, Georg: Terrorismus, Terrorismusabwehr, Terrorismusbekämpfung, Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie- Sonderpublikation 03/2005, Wien 2005, S.36-37.

[14] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.17 ff.

[15] Siehe Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.25.

[16] Siehe Gießmann, Hans- Joachim: Terrorismus mit staatlicher Duldung, in: Hirschmann, Kai und Gerhard, Peter (Hrsg.): Terrorismus als weltweites Phänomen, Berlin 2000, S.125.

[17] Siehe Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.26.

[18] Hirschmann, Kai: Internationaler Terrorismus, in: BPB ( Hrsg.): Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert, Informationen zur politischen Bildung, 2.Quartal 2006, S.24

[19] Siehe Waldmann, Peter: Analyseansatz, in: Waldmann, Peter (Hrsg.): Determinanten des Terrorismus, Weilerswist 2004, S.33.

[20] Siehe Schmid, Alex P.: Political Terrorism, Amsterdam 1983, S.42.

[21] Siehe Hoffman, Bruce: Terrorismus- der unerklärte Krieg, Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), Bonn 2006, S.72f.

[22] Vgl. Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.26.

[23] Siehe Waldmann, Peter: Analyseanatz, in: Waldmann, Peter (Hrsg.): Determinanten des Terrorismus, Weilerswist 2004, S.33.

[24] Vgl. Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.26.

[25] Siehe Dietl, Wilhelm/Hirschmann, Kai und Tophoven, Rolf: Das Terrorismuslexikon, Frankfurt am Main 2006, S.20.

[26] Siehe Hoffman, Bruce: Terrorismus- der unerklärte Krieg, Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), Bonn 2006, S.72.

[27] Siehe Ebd., S.74.

[28] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.20f.

[29] Siehe Martin, Gus: Understanding Terrorism, Challenges, Perspectives and Issues, California 2003, S.186ff.

[30] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.22.

[31] Siehe Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.27.

[32] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.22.

[33] Siehe Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.8.

[34] Siehe Helmerich, Anke: Ethnonationalismus und das politische Potenzial nationalistischer Bewegungen, in: BPB (Hrsg.) Aus Politik und Zeitgeschichte, 20. September 2004, S.20f.

[35] Siehe Townshend, Charles: Terrorismus, Stuttgart 2005, S.104.

[36] Siehe Hirschmann, Kai: Terrorismus, Wissen 3000, Knüllig, Christina (Hrsg.), S.19.

[37] Siehe Hirschmann, Kai: Internationaler Terrorismus, in: BPB ( Hrsg.): Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert, Informationen zur politischen Bildung, 2.Quartal 2006, S.25.

[38] Siehe Hess, Henner: Terrorismus: Quo vadis? Kurzfristige Prognosen und mittelfristige Orientierungen, in: Kemmesies, Uwe E(Hrsg.).: Terrorismus und Extremismus der Zukunft auf der Spur, München 2006, S.114.

[39] Siehe Helmerich, Anke: Ethnonationalismus und das politische Potenzial nationalistischer Bewegungen, in: BPB (Hrsg.) Aus Politik und Zeitgeschichte, 20. September 2004, S.20f.

[40] Siehe Helmerich, Anke: Ethnonationalismus und das politische Potenzial nationalistischer Bewegungen, in: BPB (Hrsg.) Aus Politik und Zeitgeschichte, 20. September 2004, S.19.

[41] Siehe Park, Bill: Turkey´s policy towards northern Iraq: Problems and Perspectives, in: International Institute for Strategic Studies (Hrsg.), 2006, S.18.

[42] Siehe Hirschmann, Kai: Terrorismus, Wissen 3000, Knüllig, Christina (Hrsg.), S.18.

[43] Siehe Löckinger, Georg: Terrorismus, Terrorismusabwehr, Terrorismusbekämpfung, Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie- Sonderpublikation 03/2005, Wien 2005, S.38.

[44] Siehe Malthaner, Stefan: Terroristische Bewegungen und ihre Bezugsgruppen, in: Waldmann, Peter (Hrsg.): Determinanten des Terrorismus, Weilerswist 2004, S.99.

[45] Siehe Weinberg, Leonard und Davis, Paul: Political Terrorism, New York 1989, S.58.

[46] Siehe Malthaner, Stefan: Terroristische Bewegungen und ihre Bezugsgruppen, in: Waldmann, Peter (Hrsg.): Determinanten des Terrorismus, Weilerswist 2004, S.99ff.

[47] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.102.

[48] Siehe Malthaner, Stefan: Terroristische Bewegungen und ihre Bezugsgruppen, in: Waldmann, Peter (Hrsg.): Determinanten des Terrorismus, Weilerswist 2004, S.105f.

[49] Siehe Ebd.

[50] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.115f.

[51] Siehe Martin, Gus: Understanding Terrorism, Challenges, Perspectives and Issues, California 2003, S.170.

[52] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.117.

[53] Siehe Martin, Gus: Understanding Terrorism, Challenges, Perspectives and Issues, California 2003, S.170.

[54] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.117f.

[55] Siehe Weinberg, Leonard und Davis, Paul: Political Terrorism, New York 1989, S.70ff.

[56] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.120f.

[57] Siehe Hirschmann, Kai: Internationaler Terrorismus, in: Woyke, Wichard (Hrsg.): Handwörterbuch internationale Politik, Bonn 2004, S.256f.

[58] Siehe Eichhorst, Kristina: Terrorismus- Eine Begriffsbestimmung, in: Jahrbuch Terrorismus 2006, Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (Hrsg.), S.31.

[59] Siehe Hirschmann, Kai: Terrorismus, Wissen 3000, Knüllig, Christina (Hrsg.), S.21.

[60] Siehe Martin, Gus: Understanding Terrorism, Challenges, Perspectives and Issues, California 2003, S.187f.

[61] Siehe Hirschmann, Kai: Internationaler Terrorismus, in: BPB ( Hrsg.): Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert, Informationen zur politischen Bildung, 2.Quartal 2006, S.25.

[62] Siehe Waldmann, Peter: Terrorismus- Provokation der Macht, Hamburg 2005, S.136f.

[63] Siehe Hoffman, Bruce: Terrorismus- der unerklärte Krieg, Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), Bonn 2006, S.148f.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten

Details

Titel
Gibt es eine Erfolgsblianz terroristischer Organisationen?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
92
Katalognummer
V119356
ISBN (eBook)
9783640228737
ISBN (Buch)
9783640230471
Dateigröße
820 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gibt, Erfolgsblianz, Organisationen
Arbeit zitieren
Julian Nagel (Autor), 2008, Gibt es eine Erfolgsblianz terroristischer Organisationen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119356

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