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Gemeinnützige Stiftung und Familienstiftung

Darstellung und finanzwirtschaftliche Beurteilung aus Anlegersicht

Title: Gemeinnützige Stiftung und Familienstiftung

Term Paper , 2008 , 19 Pages

Autor:in: Christian Krämer (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Das Stiftungswesen gewinnt seit den 90er Jahren, ganz besonders aber
ab dem Jahr 2000 in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Dabei stellt
sich die Frage, was konkret unter einer Stiftung zu verstehen ist und welche
Charaktereigenschaften sie besitzt.
Gesetzlich ist der Begriff Stiftung nicht definiert, allerdings besitzen alle
Stiftungen bestimmte einheitliche Wesensmerkmale. Nach allgemeiner
Meinung versteht man unter einer Stiftung eine selbständige Organisation
(Institution), die einem vom Stifter bestimmten Zweck mit Hilfe eines dazu
gewidmeten Vermögens dauernd dienen soll.
Der Zweck, den ein Stifter zur Gründung einer Stiftung motiviert, kann
sehr vielfältig sein. Meist ist er privat- oder gemeinnütziger Natur, wobei
95% aller Stiftungen in Deutschland den Zweck der Wohltätigkeit erfüllen. Sie sind daher gemeinnützige Stiftungen. Die Intention einer gemeinnützigen
Stiftung ist es, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder
sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Dabei wird das Stiftungsvermögen
beispielsweise zur Unterstützung bestimmter Forschungsgebiete, zur Hilfe
bei sozialen Problemen oder zur stärkeren Beachtung des Umweltschutzes
eingesetzt. Wichtig hierbei ist, wie auch bei allen anderen Stiftungen,
dass nicht das Stiftungsvermögen selbst, sondern nur die Erträge dieses
Vermögens für den bestimmten Zweck benutzt werden. Das Stiftungsvermögen
bleibt somit ungeschmälert.
Den gemeinnützigen Stiftungen stehen privatnützige Stiftungen gegenüber.
Ein Hauptanwendungsfall privatnütziger Stiftungen stellen Familienstiftungen
dar. Sie sollen das vom Stifter gewidmete Vermögen vor Zersplitterung
im Erbgang bewahren und somit der Familie insgesamt verfügbar
halten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gemeinnützige Stiftung

2.1 Definition und Abgrenzung

2.2 Ziel und Zweck einer gemeinnützigen Stiftungsgründung

2.3 Bedeutende Anerkennungsvoraussetzungen

3 Familienstiftung

3.1 Definition, Abgrenzung und Besonderheiten

3.2 Ziel und Zweck der Familienstiftung

4 Direkte finanzwirtschaftliche Gegenüberstellung von gemeinnütziger- und Familienstiftung aus Anlegersicht

4.1 Gegenüberstellung

4.2 Interpretation

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Stiftungswesen in Deutschland und analysiert den grundlegenden Unterschied zwischen gemeinnützigen Stiftungen und Familienstiftungen aus finanzwirtschaftlicher Sicht, insbesondere im Hinblick auf steuerliche Aspekte und die Motivation zur Stiftungsgründung.

  • Grundlagen und Wesensmerkmale des Stiftungsrechts
  • Anerkennungsvoraussetzungen für gemeinnützige Stiftungen
  • Die Familienstiftung als Instrument der Vermögenserhaltung
  • Vergleichende Analyse der steuerlichen Vorteile
  • Bedeutung der Stiftung als Instrument der Unternehmensnachfolge

Auszug aus dem Buch

2.2 Ziel und Zweck einer gemeinnützigen Stiftungsgründung

Die Anzahl der Neugründungen und die Bedeutung gemeinnütziger Stiftungen haben seit dem Jahr 2001 in Deutschland sehr stark zugenommen. Dabei stellt sich die Frage der Motivation und Kausalität dieser positiven Entwicklung.

Was motiviert den Anleger zur Gründung einer gemeinnützigen Stiftung und welchen Zweck verfolgt der Staat mit einer Steuerbegünstigung? Die Motive des Anlegers zur Stiftungsgründung können sehr facettenreich sein. Allgemein lässt sich aber sagen, dass häufig gesellschaftliche Probleme, mit denen sich der Stifter persönlich identifiziert, Auslöser für eine Stiftungsgründung sind. Zudem hat er meist ein großes Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft. Oftmals ist es dem Stifter in der Vergangenheit durch die Unterstützung der Gesellschaft gut ergangen. Als Konsequenz hieraus möchte er der Gesellschaft jetzt mit der Gründung einer Stiftung etwas zurückgeben. Neben diesen Gründen spielt aber häufig auch die positive Publizität des Stifters und eine erhöhte Anerkennung in der Gesellschaft eine Rolle. Er möchte mit der Stiftungsgründung ein Denkmal setzen und mit seinem Lebenswerk in Erinnerung bleiben. Weiterhin lässt sich sicherlich auch nicht ganz verneinen, dass bei einigen Anlegern mitunter auch steuerliche Beweggründe zur Stiftungsgründung führen.

Dabei stellt sich andererseits die Frage, warum der Staat gemeinnützige Stiftungen steuerlich bevorzugt.

Als gegen Ende der 90er Jahre die Konjunktur abflaute, die Zahl der Arbeitslosen anstieg und die Steuereinnahmen zurückgingen, war man sich in Regierungskreisen einig, dass zukünftig nicht mehr die bisher übernommenen gesellschaftlichen Aufgaben erfüllt werden können. Vor allem die steigende Arbeitslosigkeit belastete den Staat in zweifacher Hinsicht. Arbeitslose kosten den Staat nicht nur aufgrund von Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe Geld; vielmehr kosten Arbeitslose den Staat vor allem deshalb Geld, weil Sie keine Steuern mehr bezahlen können. Zudem wurden die Förderungsgebiete des Staates im Laufe der Zeit immer umfangreicher und verursachten dementsprechend immer höhere Aufwendungen. Es musste eine Lösung gefunden werden um diese Aufgaben anders zu organisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung des Stiftungswesens in Deutschland seit den 90er Jahren und stellt die Forschungsfrage nach den Unterschieden zwischen gemeinnützigen und privatnützigen Stiftungen.

2 Gemeinnützige Stiftung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der gemeinnützigen Stiftung, erläutert die Ziele einer Stiftungsgründung und beschreibt die formalen Voraussetzungen, die für eine steuerliche Anerkennung erfüllt sein müssen.

3 Familienstiftung: Das Kapitel befasst sich mit dem Wesen der Familienstiftung als privatnützige Form, wobei insbesondere die Vermögenserhaltung und die Funktion als Instrument der Unternehmensnachfolge hervorgehoben werden.

4 Direkte finanzwirtschaftliche Gegenüberstellung von gemeinnütziger- und Familienstiftung aus Anlegersicht: Hier erfolgt ein detaillierter Vergleich der steuerlichen Rahmenbedingungen, inklusive eines Rechenbeispiels zu Spendenabzugsmöglichkeiten bei gemeinnützigen Stiftungen.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Unterschiede der Stiftungstypen und bestätigt, dass der finanzwirtschaftliche Aspekt bei einer Stiftungsgründung meist hinter dem konkreten Stiftungszweck zurücksteht.

Schlüsselwörter

Stiftungswesen, Gemeinnützige Stiftung, Familienstiftung, Finanzwirtschaft, Stiftungsrecht, Steuerbegünstigung, Abgabenordnung, Vermögenserhaltung, Stifter, Steuerrecht, Erbschaftssteuer, Erbersatzsteuer, Unternehmensnachfolge, Gemeinwohl, Steuerfreibetrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das deutsche Stiftungswesen und vergleicht gemeinnützige Stiftungen mit Familienstiftungen im Hinblick auf deren Zweck, steuerliche Behandlung und finanzwirtschaftliche Relevanz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Abgrenzung von Stiftungen, die steuerlichen Voraussetzungen für Gemeinnützigkeit sowie die Rolle von Familienstiftungen bei der Erhaltung von Vermögen und Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die finanzwirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Stiftungstypen darzustellen und zu analysieren, ob steuerliche Vorteile für Anleger einen entscheidenden Anreiz zur Gründung bilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung gesetzlicher Bestimmungen (u.a. AO, EStG, ErbStG) und einer vergleichenden Gegenüberstellung der Stiftungstypen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die rechtlichen und definitorischen Grundlagen beider Stiftungstypen erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Analyse der steuerlichen Aspekte und einer Gegenüberstellung aus der Sicht eines Stifters.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Stiftungswesen, Gemeinnützigkeit, Familienstiftung, Steuerersparnis, Erbersatzsteuer und Vermögenserhaltung.

Warum spielt die Familienstiftung bei der Unternehmensnachfolge eine Rolle?

Sie dient dazu, das Vermögen bzw. das Unternehmen im Familienbesitz zu halten und eine Zersplitterung durch Erbgänge zu verhindern, wodurch Risiken für die Unternehmensführung minimiert werden.

Bieten Familienstiftungen dem Stifter direkte Steuervorteile?

Nein, der Stifter profitiert bei einer Familienstiftung finanziell nicht direkt; die steuerlichen Vorteile (wie Freibeträge) kommen primär den Begünstigten der Stiftung zugute.

Welche Bedeutung hat das Jahr 2000 für die Stiftungslandschaft?

Ab dem Jahr 2000 wurden durch die Reform des Stiftungsrechts steuerliche Vorteile für Stifter eingeführt, um privates Engagement für gesellschaftliche Aufgaben zu fördern.

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Details

Title
Gemeinnützige Stiftung und Familienstiftung
Subtitle
Darstellung und finanzwirtschaftliche Beurteilung aus Anlegersicht
College
Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg
Course
Schwerpunktfach Finanzwirtschaft
Author
Christian Krämer (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V119388
ISBN (eBook)
9783640236169
ISBN (Book)
9783640238255
Language
German
Tags
Gemeinnützige Stiftung Familienstiftung Schwerpunktfach Finanzwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Krämer (Author), 2008, Gemeinnützige Stiftung und Familienstiftung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119388
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