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Gewaltdiskurs im Koran [4:34]

Gewaltdiskus vormoderner und moderner ExegetInnen

Título: Gewaltdiskurs im Koran [4:34]

Trabajo Escrito , 2020 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Hatice Kübra Yildirim (Autor)

Teología - Religión islámica
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Resumen Extracto de texto Detalles

In der Arbeit werden die Koraninterpretationen von zwei ExegetInnen miteinander verglichen, einer zählt zu den vormodernen ExegetInnen und die andere zu den modernen ExegetInnen. Der vormoderne und klassische Exeget, der hier behandelt wird, ist Muhammad b. Garir at-Tabari und die moderne Exegetin ist Amina Wadud.

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich die Interpretationen der Sure Nisa /4:34 von Amina Wadud und at-Tabari voneinander unterscheiden. Zu Beginn dieser Arbeit werden die Offenbarungsanlässe des Verses dargestellt, um seinen Inhalt besser veranschaulichen zu können. Anschließend folgt ein Kapitel zur Einführung seines Inhalts. Der Kernpunkt der Arbeit wird der Vergleich zwischen den beiden Auslegungen des Verses sein, um letztendlich die Frage zu beantworten, inwiefern die Auslegungen des Koranverses 4:34 von Amina Wadud und at-Tabari voneinander abweichen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Offenbarungsanlass der Sure Nisāʾ/4:34

3 Thematik des Verses 4:34

4 Gewaltdiskus vormoderner und moderner ExegetInnen

4.1 Muḥammad b. Ǧarīr aṭ-Ṭabarīs Tafsīr

4.2 Amina Waduds Tafsīr

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen Interpretationen des Koranverses 4:34 durch den vormodernen Exegeten aṭ-Ṭabarī und die moderne Exegetin Amina Wadud, um die Vielfalt der Auslegungen hinsichtlich der Geschlechterverhältnisse und des Gewaltdiskurses zu beleuchten.

  • Vergleich vormoderner und moderner Koranexegese (Tafsīr)
  • Analyse der Begriffe qawwāmūn und nušūz im Kontext von Geschlechterrollen
  • Untersuchung der Offenbarungsanlässe (asbāb an-nuzūl) des Verses 4:34
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau und patriarchalen Deutungsmustern
  • Diskussion der hermeneutischen Ansätze bei der Koraninterpretation

Auszug aus dem Buch

4.2 Amina Waduds Tafsīr

Amina Wadud (geb. 1952) versteht und interpretiert diesen Vers im Gegensatz zu aṭ-Ṭabarī auf eine andere Art und Weise. Zum Verständnis der ersten Passage des Verses, dass Männer qawwāmūn über Frauen seien, weist Wadud auf zwei Punkte hin, die den Vorzug der Männer bestimmen. Sie stellt zum einen die Frage, welchen Vorzug den Männern gegeben wurde und zum anderen, was Männer von ihrem Eigentum zur Unterstützung ihrer Frauen ausgeben, um qawwāmūn zu sein. Bei der semantischen Untersuchung des Verses stellt Wadud fest, dass Männer nur unter bestimmten Bedingungen qawwāmūn sein können. Diese Voraussetzungen erklärt sie wie folgt:

“In this verse it means that men are qawwamuna ʿala women only if the following two conditions exist. The first condition is ‘preference’, and the other is that they support the women from their means. ‘If either condition fails, then the man is not ‘qawwam’ over that woman’.” [Herv. im Original]

Aus ihrer Interpretation stellt sich heraus, dass nicht jeder Mann praktisch Autorität (qiwāma) in der Familie hat. Nach Waduds Lesart ist der Mann lediglich unter zwei Voraussetzungen qawwāmūn: es muss ein Privileg (tafḍīl) von Gott gegeben sein und sie müssen den Frauen von ihrem Vermögen auszahlen. Wadud nimmt an, dass unter tafḍīl (Vorzug) nur die höhere Teilhabe der Männer im Erbrecht gemeint sei. Aus diesem Grund sei diese Aussage im Vers nicht von uneingeschränkter Verbindlichkeit, das heißt, der Mann habe kein absolutes Privileg (tafḍīl). Außerdem versteht Wadud unter qiwāma, dass die Männer eine gemeinsame Verantwortung gegenüber Frauen in einem Milieu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Korans als Quelle und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der unterschiedlichen Auslegungen des Verses 4:34.

2 Offenbarungsanlass der Sure Nisāʾ/4:34: Darstellung der historischen Kontexte und Überlieferungen, die zum Verständnis des Verses und seiner Offenbarung beitragen.

3 Thematik des Verses 4:34: Analyse des Inhalts und der Struktur des Verses sowie Erörterung grundlegender Begrifflichkeiten und der Bedeutung von Übersetzungen als Interpretation.

4 Gewaltdiskus vormoderner und moderner ExegetInnen: Hauptteil, der die spezifischen Interpretationsansätze von aṭ-Ṭabarī und Amina Wadud kontrastierend gegenüberstellt.

4.1 Muḥammad b. Ǧarīr aṭ-Ṭabarīs Tafsīr: Detaillierte Betrachtung der klassischen, vormodernen Auslegung, die Männer als Vormünder und Herrscher in der Familie definiert.

4.2 Amina Waduds Tafsīr: Darstellung der modernen, feministischen Perspektive, die das Konzept der Vormundschaft an Bedingungen knüpft und neu kontextualisiert.

5 Fazit: Zusammenfassende Gegenüberstellung der Ergebnisse und Einordnung der Unterschiede in Abhängigkeit von Zeitgeist und Geschlecht der Exegeten.

Schlüsselwörter

Koran, Koranexegese, Tafsīr, Sure 4:34, Geschlechterverhältnis, qawwāmūn, nušūz, aṭ-Ṭabarī, Amina Wadud, Frauenrolle, häusliche Gewalt, hermeneutik, Vormundschaft, Ehe, Islam.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die verschiedenen Auslegungen des Koranverses 4:34, der oft im Zusammenhang mit Geschlechterrollen und dem Umgang mit Frauen in der Ehe diskutiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Koranexegese (Tafsīr), die rechtliche und soziale Rolle von Männern und Frauen im Eheleben sowie die Analyse patriarchaler vs. moderner Lesarten heiliger Texte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Interpretation des Verses 4:34 durch einen klassischen Exegeten wie aṭ-Ṭabarī von der modernen Perspektive einer Exegetin wie Amina Wadud unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine komparative Methode, bei der sie die hermeneutischen Ansätze beider Exegeten analysiert und gegenüberstellt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von aṭ-Ṭabarīs klassischem Verständnis, das Autorität und Vormundschaft betont, und Amina Waduds moderner Sichtweise, die Bedingungen für Autorität definiert und soziale Kontexte berücksichtigt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind "qawwāmūn" (Vormundschaft/Verantwortung), "nušūz" (Widerspenstigkeit/Ehestörung) und der Vergleich zwischen vormoderner Exegese und moderner, oft feministisch geprägter Koranexegese.

Wie unterscheidet aṭ-Ṭabarī das Konzept von nušūz?

Aṭ-Ṭabarī interpretiert nušūz primär als Ungehorsam der Frau gegenüber ihrem Ehemann und begründet damit das Recht des Mannes auf Disziplinierung.

Wie bewertet Amina Wadud die Rolle des Mannes laut Vers 4:34?

Wadud argumentiert, dass männliche Vormundschaft keine universelle Gegebenheit ist, sondern an die Erfüllung spezifischer Bedingungen wie finanzieller Versorgung und gegenseitigem Respekt gebunden ist.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Gewaltdiskurs im Koran [4:34]
Subtítulo
Gewaltdiskus vormoderner und moderner ExegetInnen
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Studien der Kultur und Religion des Islam)
Curso
Geschlechterkonfigurationen im Koran und in der Exegese
Calificación
1,0
Autor
Hatice Kübra Yildirim (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
20
No. de catálogo
V1194033
ISBN (PDF)
9783346635440
ISBN (Libro)
9783346635457
Idioma
Alemán
Etiqueta
Amina Wadud aṭ-Ṭabarī Tafsīr Koran [4:34]
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hatice Kübra Yildirim (Autor), 2020, Gewaltdiskurs im Koran [4:34], Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1194033
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