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Eine kurze Geschichte der Sprachwissenschaft

Title: Eine kurze Geschichte der Sprachwissenschaft

Scientific Essay , 2007 , 23 Pages

Autor:in: Andre Schuchardt (Author)

Speech Science / Linguistics
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Ziele diese Abhandlung sind vor allem eine knappe Übersicht zu bieten und dabei trotzdem die wichtigsten Entwicklungen und Anstöße anzuzeigen, von den Junggrammatikern bis hin zu neuesten Erkenntnissen.
Grundlage waren vor allem B. Bartschat: Methoden der Sprachwissenschaft (Berlin 1996) sowie die genannten Originaltexte.
Besonders zu den Junggrammatikern und dem Sprachwandel ist aber auch folgendes empfehlenswert: M. Steinberg – Sprachwandelmodelle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Eine kurze Geschichte der Sprachwissenschaft

Einleitung

Die Anfänge (~4.Jh.v. Chr. - 1800)

Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft (~1816 – 1940)

Die moderne Linguistik und der Strukturalismus (seit 1916)

Der Prager Kreis (1929 – 1939)

Die Glossematik (1935 – 1943)

Die deskriptive Linguistik (~1933 – 1960)

Vergleich der Strukturalisten

Generative Linguistik (seit 1951)

Neuere pragmatische Entwicklungen (seit 1955)

Auswahl der wichtigsten Werke im Zeitrahmen:

H. Osthoff & K. Brugmann: Vorwort zu „Morphologische Untersuchungen“ (1878)

F. de Saussure: „Mémoire sur le système primitif des voyelles des langues indoeuropéennes“ (1879)

H. Paul: „Prinzipien der Sprachgeschichte“ (1880)

F. de Saussure: „Cours des linguistiqe générale“ (1916)

L. Bloomfield: „A Set of Postulates for the Description of Language“ (1926)

Thesen des Prager Linguistenkreises (1929)

W. v. Wartburg: „Das ineinandergreifen von deskriptiver und historischer Sprachwissenschaft“ (1931)

R. Jakobson: „Beitrag zur allgemeinen Kasuslehre“ (1936)

N.S. Trubetzkoy: „Grundzüge der Phonologie“ (1939)

Z. Harris: „Textanalyse“ (1952) „Discourse analysis“

N. Chomsky: „Aspects of a Theory of Syntax“ (1965) (Standardtheorie, Gesamtgrammatik)

J. Searle „Speech Acts“ (1969)

H. Sacks „A simplest systematics“ (1974)

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet eine prägnante Übersicht über die Entwicklung der Sprachwissenschaft, ausgehend von den Junggrammatikern bis hin zu modernen linguistischen Ansätzen. Das Ziel ist es, zentrale methodische Umbrüche und theoretische Meilensteine historisch nachzuvollziehen und deren wechselseitige Einflüsse darzulegen.

  • Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft und ihre methodischen Grundlagen.
  • Strukturalistische Ansätze und die Etablierung der Linguistik als systemhafte Wissenschaft.
  • Die Entstehung und Entwicklung der generativen Grammatik durch Noam Chomsky.
  • Pragmatische Wenden und Ansätze der Konversationsanalyse.
  • Die Bedeutung von Originalwerken für die wissenschaftstheoretische Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft (~1816 – 1940)

Die Zeit der Aufklärung war Beginn der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft. Es wurden immer mehr Sprachen entdeckt und beschrieben und bereits Leibniz forderte, sie alle zu vergleichen. 1786 berichtete schließlich William Jones von seiner Entdeckung, dass Sanskrit mit den Sprachen Europas verwandt sei. Damit löste er größere Bestrebungen aus diese Verwandtschaft zu erforschen. Wilhelm von Humboldt betrieb dies noch auf einer eher philosophischen Basis, 1808 forderte F. Schlegel eine historisch-vergleichende Sprachwissenschaft (h-vgl SW) und gründete damit diesen Terminus. 1814 erschienen Rasmus Rask (1787 – 1832) Ergebnisse zur Verwandtschaft und Ursprung des Altnordischen. Er erkannte bereits, dass man für den Beweis einer Verwandtschaft nicht so lexikalische sondern eher morphologische Bezugspunkte heranziehen musste, ähnliches erkannte auch der Russe A. Vostokov. Rask formulierte auch die ersten Lautgesetze.

1816 erschien Franz Bopps (1791 - 1867) Vergleich der Konjugation von Sanskrit mit anderen indoeuropäischen Sprachen, der methodische Beweis für Jones Feststellung. Bopp erhielt wenig später von seinem Schüler W.v.Humboldt einen eigens eingerichteten Stuhl für Indogermanistik an der neuen Universität Berlin, womit dieses Fach erstmalig gegründet wurde. 1833 erschien Bopps vergleichende Grammatik zahlreicher indoeuropäischer Sprachen, noch ohne Syntax und Semantik, auf Morphologie, Phonetik und ein bisschen Lexikon beruhend. Auf die Gesellschaft hatte dies einen so großen Einfluss wie die Entdeckungen Newtons. Auch formulierte er die These, dass Endungen entstanden sein durch allmähliche Agglutination von Pronomina, womit er Sprachen als Organismen klassifizierte, mit Geburt, Aufstieg, Höhepunkt und Verfall.

Zusammenfassung der Kapitel

Eine kurze Geschichte der Sprachwissenschaft: Einleitender Überblick über die Zielsetzung und die verwendeten methodischen Grundlagen dieser Abhandlung.

Einleitung: Definition der Ziele der Abhandlung und Benennung der maßgeblichen Literaturquellen.

Die Anfänge (~4.Jh.v. Chr. - 1800): Betrachtung der frühen, philosophisch geprägten Sprachreflexion von der griechischen Antike bis zur Grammatik von Port Royal.

Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft (~1816 – 1940): Analyse der Entstehung des Sprachvergleichs, der Lautgesetze und der Auffassung von Sprachen als organische Systeme.

Die moderne Linguistik und der Strukturalismus (seit 1916): Darstellung der Arbeiten von Baudouin de Courtenay und Ferdinand de Saussure als Ausgangspunkte der modernen, synchronen Linguistik.

Der Prager Kreis (1929 – 1939): Erläuterung der funktionalen und strukturalistischen Ansätze sowie der Begründung der Phonologie durch Trubetzkoy und Jakobson.

Die Glossematik (1935 – 1943): Vorstellung der hochformalisierten, mathematisch orientierten Sprachtheorie von Hjelmslev und Uldall.

Die deskriptive Linguistik (~1933 – 1960): Beschreibung der amerikanischen Forschungstradition, die sich durch Feldforschung an Indianersprachen und den Behaviorismus auszeichnete.

Vergleich der Strukturalisten: Synthese und Gegenüberstellung der verschiedenen Ansätze und ihrer jeweiligen wissenschaftstheoretischen Einflüsse.

Generative Linguistik (seit 1951): Untersuchung der Ansätze von Noam Chomsky zur formalen Beschreibung von Sprachkompetenz und Grammatikgenerierung.

Neuere pragmatische Entwicklungen (seit 1955): Einblick in die Sprechakttheorie sowie Ansätze der Text- und Konversationsanalyse.

Auswahl der wichtigsten Werke im Zeitrahmen: Kommentierte Auflistung essenzieller Originalwerke und deren Kernbeiträge zur linguistischen Theoriebildung.

Schlüsselwörter

Sprachwissenschaft, Strukturalismus, Generative Linguistik, Lautgesetz, Phonologie, Sprachwandel, Zeichensystem, Synchronie, Diachronie, Deskriptive Linguistik, Konversationsanalyse, Sprechakt, Syntax, Morphologie, Universalgrammatik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine strukturierte Übersicht über die Entwicklung der Sprachwissenschaft, von den philologischen Anfängen bis zu den modernen Ansätzen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historisch-vergleichende Methode, der strukturalistische Umbruch durch de Saussure, die generative Grammatik nach Chomsky sowie pragmatische und diskursanalytische Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Abhandlung?

Das primäre Ziel ist es, eine knappe, aber fundierte Übersicht über die wichtigsten theoretischen Anstöße und methodischen Entwicklungen in der Linguistik zu geben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden beleuchtet?

Beleuchtet werden unter anderem die komparative Methode der Junggrammatiker, die Strukturanalyse des Prager Kreises, die formale Beschreibung der Glossematik und die Transformationsanalyse der deskriptiven Linguistik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Phasen: von der historisch-vergleichenden Schule über den europäischen Strukturalismus und die amerikanische deskriptive Linguistik bis zur generativen Transformationstheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachwandel, Systemhaftigkeit, Phonologie, Generative Grammatik, Competence/Performance und Zeichensystem charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die generative Linguistik von der deskriptiven Linguistik?

Während die deskriptive Linguistik primär auf der systematischen Erfassung und Segmentierung vorhandener Sprachdaten basiert, zielt die generative Linguistik auf die formale Modellierung der unendlichen menschlichen Sprachfähigkeit ab.

Welche Bedeutung hat das Konzept der Universalgrammatik bei Chomsky?

Chomsky postuliert die Universalgrammatik als angeborenes System von Prinzipien, das erklärt, warum Kinder trotz unterschiedlicher Erfahrung zu identischen, hochkomplexen Grammatiksystemen gelangen.

Wie wird das Konzept des Sprachzeichens bei Ferdinand de Saussure definiert?

De Saussure definiert das Sprachzeichen als eine untrennbare Einheit aus dem Bezeichnenden (significant, Lautbild) und dem Bezeichneten (signifié, Idee), deren Wert durch die Stellung innerhalb eines Systems bestimmt wird.

Was unterscheidet den Prager Kreis vom Atomismus der Junggrammatiker?

Im Gegensatz zum Atomismus der Junggrammatiker, der einzelne Lautphänomene isoliert betrachtete, betrachtete der Prager Kreis die Sprache als ein dynamisches Gesamtsystem, beeinflusst durch die Gestaltpsychologie.

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Details

Title
Eine kurze Geschichte der Sprachwissenschaft
Author
Andre Schuchardt (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V119403
ISBN (eBook)
9783640226245
Language
German
Tags
Eine Geschichte Sprachwissenschaft Junggrammatiker Leipzig de Saussure Chomsky Prager Schule linguistik trubetzkoy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andre Schuchardt (Author), 2007, Eine kurze Geschichte der Sprachwissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119403
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