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Soziale Arbeit und Gesundheit. Systematiken der Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung in der Arbeit mit Migranten

Titel: Soziale Arbeit und Gesundheit. Systematiken der Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung in der Arbeit mit Migranten

Hausarbeit , 2021 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit wird sich im Rahmen einer Gruppenarbeit mit der gesundheitsbezogenen Sozialarbeit auseinandersetzen und unterteilt sich in zwei Hauptteile.

In unserer Gesellschaft wird die gesundheitliche Fürsorge in Bezug auf körperlicher und geistiger Unversehrtheit der Menschen von den Erkenntnissen und Behandlungsmethoden der Schulmedizin dominiert. Diese Vorgaben der Prävention zum Schutz von Menschen sind häufig streng reglementierten und eindimensional gefasst. Die Soziale Arbeit mit ihren unterstützenden, begleitenden und klientenzentrierten Merkmalen erweitert die Erkenntnisse und Handlungsvorgaben der Schulmedizin und ermöglicht so einen ganzheitlichen gesundheitsfördernden Blickwinkel auf die Bevölkerung. Soziale Konzepte wie die Lebensweltorientierung oder das Empowerment beziehen sich fundiert auf das physische und psychische Wohlbefinden der Klient*innen. Diese Konzepte tragen entscheidende Erkenntnisse zur Wechselwirkung zwischen Lebensweltbezüge und Milieus auf die gesundheitliche Entwicklung der Menschen bei. Tendenziell lässt sich feststellen, dass die Medizin ihre Sichtweise wandelt, um den Menschen ganzheitlicher wahrzunehmen. Soziale Ansätze halten in den letzten Jahrzehnten immer mehr Einzug in der modernen Medizin. Jedoch noch nicht in dem Maße, in dem es aus soziologischer Perspektive förderlich und wünschenswert wäre.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Systematiken der Krankheitsprävention

1. Definition der Krankheitsprävention

2. Modelle der Systematiken der Krankheitsprävention

2.1 Das Triadische/Nosologische Strukturmodell

2.2 Das Triadische Spezifitätsmodell

3. Gegenüberstellung und Bewertung

4. Praxisbeispiel

5. Fazit

II. Gesundheitsförderung in der Arbeit mit Migrant*innen

1. Einleitung

2. Was bedeutet migrations-/kultursensible Gesundheitsförderung

3. Was heißt interkulturelle Öffnung von Versorgung und Prävention

3.1 Was ist notwendig für „Gute Praxis“ einer interkulturell offenen, kultursensiblen Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention

3.2 Praxis-/Projektbeispiel „Guter Praxis“

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit in den Bereichen Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung, mit besonderem Fokus auf die heterogene Zielgruppe der Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei wird analysiert, wie bestehende Präventionsmodelle durch migrations- und kultursensible Ansätze ergänzt werden müssen, um einen gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

  • Vergleich und Bewertung klassischer und moderner Systematiken der Krankheitsprävention.
  • Analyse der Barrieren beim Zugang zu Gesundheitsleistungen für Menschen mit Migrationshintergrund.
  • Bedeutung der interkulturellen Öffnung von Regelangeboten im Gesundheitssektor.
  • Rolle von integrierten kommunalen Strategien zur Gesundheitsförderung.
  • Praktische Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe.

Auszug aus dem Buch

3.2 Praxis-/Projektbeispiel „Guter Praxis“

Um das Thema Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung bei Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen praxisnah betrachten zu können, stelle ich hier meine Tätigkeit in der stationäre Kinder-und Jugendhilfe vor.

Ich arbeite in einer Jugendwohngemeinschaft in Berlin-Kreuzberg und betreue im Rahmen der stationäre Kinder-und Jugendhilfe vier junge Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren, die in den letzten Jahren als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Berlin kamen. Es handelt sich um eine sehr heterogene Gruppe. Sie kommen aus unterschiedlichen afrikanischen und asiatischen Ländern und ihre Lebensgeschichten unterscheiden sich stark voneinander. Entsprechend unterschiedlich sind auch ihre Lebensgewohnheiten und Haltungen zum Thema Gesundheit. Die Krankheitsgeschichten sind, wie ihre Fluchtgeschichten, sehr unterschiedlich. Sie besitzen unterschiedliche Aufenthaltstitel und damit verschiedene rechtliche Voraussetzungen und Möglichkeiten. Während einige alle drei Monate ihre Duldung verlängern lassen müssen, besitzen andere bereits ein gesichertes Aufenthaltsrecht für drei Jahre, haben die Möglichkeit zu verreisen und können selbstbestimmter über ihr Leben beschreiten.

Das Thema Gesundheitsförderung und die Unterstützung bei gesundheitlichen Problemen ist einer der Schwerpunkte meiner beruflichen Praxis.

Neben dem körperlichen und psychischen Leid, aufgrund der traumatische Erlebnisse auf dem Fluchtweg und in den Herkunftsländern, stehen die Jugendlichen unter enormen Druck in der neuen Gesellschaft. Oft ist ihr Aufenthaltsstatus von ihrer Integration abhängig, sie müssen die Zeit in der Jugendhilfe effektiv nutzen, und für sich die Perspektiven (Schul-, Berufs-, Wohn- und vor allem Bleibeperspektive) für die Zeit nach der Jugendhilfe, die spätestens mit dem Erreichen des 21. Lebensjahr beendet wird, klären.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Systematiken der Krankheitsprävention: Dieses Kapitel erläutert das triadische/nosologische Strukturmodell sowie das Spezifitätsmodell, bewertet deren Bedeutung für die Soziale Arbeit und verdeutlicht sie an einem Praxisbeispiel aus der Jugendhilfe.

II. Gesundheitsförderung in der Arbeit mit Migrant*innen: Dieser Abschnitt analysiert die Barrieren beim Zugang zur Gesundheitsversorgung für Migrant*innen und diskutiert notwendige Ansätze der interkulturellen Öffnung sowie integrierte kommunale Strategien anhand eines Praxisbeispiels aus der stationären Kinder- und Jugendhilfe.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Gesundheit, Krankheitsprävention, Gesundheitsförderung, Migrationshintergrund, Interkulturelle Öffnung, Kultursensible Gesundheitsförderung, Diversität, Fluchterfahrungen, Lebensweltorientierung, Empowerment, Regelsystem, Sozialraum, Partizipation, Zielgruppenstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie gesundheitsbezogene Soziale Arbeit Konzepte der Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung effektiv anwenden kann, insbesondere im Hinblick auf Menschen mit Migrationshintergrund.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet die Systematiken der Prävention, die Herausforderungen durch Barrieren im Gesundheitswesen für vulnerable Gruppen sowie Strategien zur interkulturellen Öffnung von Versorgungsangeboten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine migrations- und kultursensible Ausrichtung soziale Ungleichheiten im Zugang zu Gesundheitsleistungen abgebaut werden können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden für die Prävention herangezogen?

Die Arbeit stützt sich primär auf das klassische triadische/nosologische Strukturmodell und das modernere Spezifitätsmodell (universell-selektiv-indiziert).

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Präventionsmodelle konzeptionell bewertet als auch die spezifische Lebenslage von Geflüchteten in der stationären Jugendhilfe betrachtet.

Wie lassen sich die zentralen Begriffe der Arbeit zusammenfassen?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Migrationssensibilität, interkulturelle Öffnung, Gesundheitsgerechtigkeit und ressourcenorientierte Soziale Arbeit charakterisiert.

Wie unterscheidet sich das nosologische Modell vom Spezifitätsmodell?

Während das nosologische Modell primär auf den zeitlichen Ablauf von Krankheiten fokussiert (primär, sekundär, tertiär), kategorisiert das Spezifitätsmodell präventive Maßnahmen nach der Spezifität und dem Ausmaß der gesundheitlichen Gefährdung der Zielgruppe.

Warum stellt der Migrationshintergrund eine besondere Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem dar?

Es bestehen strukturelle, sprachliche und kulturelle Barrieren sowie eine mangelnde Niedrigschwelligkeit, die den Zugang zur Regelversorgung für Menschen mit Migrationshintergrund erschweren.

Welche Rolle spielt die Kommune bei der interkulturellen Öffnung?

Die Kommune wird als „Schlüssel-Setting“ beschrieben, in dem durch Vernetzung von Fachbereichen und lokale Kooperationen handlungsübergreifende Gesundheitsstrategien wirksam umgesetzt werden können.

Welche Bedeutung hat das Praxisbeispiel aus der stationären Jugendhilfe?

Es veranschaulicht, wie die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge mit dem Druck des Aufenthaltsstatus und individuellen Gesundheitsbedürfnissen in der Praxis verknüpft werden muss, um wirksame Unterstützungsleistungen anzubieten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Arbeit und Gesundheit. Systematiken der Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung in der Arbeit mit Migranten
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
15
Katalognummer
V1194636
ISBN (PDF)
9783346639554
ISBN (Buch)
9783346639561
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale arbeit gesundheit systematiken krankheitsprävention gesundheitsförderung migranten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Soziale Arbeit und Gesundheit. Systematiken der Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung in der Arbeit mit Migranten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1194636
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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