Diese Arbeit handelt von der Konzeption von "retail clinics", einem Versorgungsmodell in den USA. Dabei erfolgt eine grundlegende Aufschlüsselung des Themas sowie der Bereiche Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement. Abschließend wird geprüft, ob das System auf Deutschland übertragen werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1 KONZEPTIONELLER BEZUGSRAHMEN
1.1 Geschäftsmodellansatz
1.2 Analyse der Sachfunktionen – Freiheitsgrade für niedergelassene Ärzte
2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON „RETAIL CLINICS“
2.1 Definition „retail clinics“
2.2 Marktentwicklung und aktuelle Marktsituation der „retail clinics“
3 LEISTUNGSMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“
3.1 Strukturqualität „retail clinics“ vs. Arztpraxen in Deutschland
3.2 Umfang der Leistungen von „retail clinics“
4 KUNDENMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“
4.1 Zielgruppe
4.2 Kunde oder Patient – Die Ansprache in „retail clinics“
4.3 Dimensionen der Wettbewerbsvorteilsstrategien bei „retail clinics“
5 FINANZMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“
5.1 Erlössystematik
5.2 Kostenstruktur
6 ÜBERTRAGUNG VON „RETAIL CLINICS“ IN DAS DEUTSCHE GESUNDHEITSSYSTEM
6.1 Chancen und Schwierigkeiten
6.2 Interessierte Akteure an der Umsetzung
6.3 Vergleichbare Konzepte in Deutschland
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das US-amerikanische Geschäftsmodell der „retail clinics“ (Einzelhandelskliniken) und analysiert dessen theoretische Fundierung, Managementaspekte sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen einer Übertragung auf das deutsche Gesundheitssystem.
- Strukturelle Analyse von „retail clinics“ im Vergleich zu klassischen Arztpraxen.
- Untersuchung von Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement in Einzelhandelskliniken.
- Evaluierung von Chancen und Schwierigkeiten für den deutschen Kontext.
- Identifikation relevanter Akteure und bestehender Vergleichskonzepte.
- Wissenschaftliche Einordnung anhand betriebswirtschaftlicher Analysemodelle.
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition „retail clinics“
Es ist bekannt, dass sich das Gesundheitssystem in Deutschland stark von der USA unterscheidet. In den USA gibt es kein einheitliches System, wie in Deutschland, weshalb eine allgemein gültige Absicherung der Bevölkerung ebenfalls nicht existiert. Falls keine Versicherung vorliegt, müssen die Einwohner im Krankheitsfall ihre Behandlungskosten selbst zahlen. Eine kostengünstigere Behandlungsalternative stellen die „retail clinics“ dar (BCBS, 2017). Unter „retail clinics“ versteht man Kliniken, welche sich innerhalb von Supermarktketten, Einzelhandelsgeschäften oder Apotheken befinden. Der „retail“-Aspekt wird vor allem durch den Klinikstandort definiert. Einer der großen Besonderheiten dieser Kliniken ist, dass erkrankte Personen eine medizinische Behandlung außerhalb von Krankenhäusern oder Arztpraxen in Anspruch nehmen können (RAND Corporation, 2016). Die Versorgung erfolgt durch einen Arzthelfer oder eine Krankenschwester. „Retail Clinics“ werben vor allem mit großzügigen Öffnungszeiten am Abend und am Wochenende und repräsentieren den American Way of Life (Gerste, 2007).
Im Gegenzug können „retail clinics“ jedoch nur ein begrenztes Spektrum an Gesundheitsproblemen behandeln, wie beispielsweise kleinere Verletzungen oder Infektionen (Gerste, 2007). Die Preise sind günstig und transparent und bieten dadurch eine gute Alternative zum teuren Praxisbesuch (RAND Corporation, 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1 KONZEPTIONELLER BEZUGSRAHMEN: Einführung in den Geschäftsmodellansatz und Analyse der betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für niedergelassene Ärzte.
2 GRUNDLEGENDE ASPEKTE VON „RETAIL CLINICS“: Definition des Konzepts sowie Darstellung der historischen Entwicklung und aktuellen Marktsituation in den USA.
3 LEISTUNGSMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Vergleich der Strukturqualität und des Leistungsspektrums zwischen „retail clinics“ und deutschen Arztpraxen.
4 KUNDENMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Analyse der Zielgruppen, der Patient-Kunde-Interaktion sowie der Wettbewerbsstrategien im Einzelhandelsumfeld.
5 FINANZMANAGEMENT VON „RETAIL CLINICS“: Untersuchung der spezifischen Erlössystematik sowie der Kostenstruktur innerhalb dieses Geschäftsmodells.
6 ÜBERTRAGUNG VON „RETAIL CLINICS“ IN DAS DEUTSCHE GESUNDHEITSSYSTEM: Kritische Diskussion der Chancen, Schwierigkeiten und Akteure bei einer möglichen Einführung des Konzepts in Deutschland.
Schlüsselwörter
Retail Clinics, Gesundheitsmanagement, Geschäftsmodell, Arztpraxen, Leistungsmanagement, Kundenmanagement, Finanzmanagement, Gesundheitswesen, ambulante Versorgung, Wettbewerbsstrategien, medizinische Grundversorgung, Deutschland, USA, Klinikstandorte, Patientenversorgung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Konzept der „retail clinics“ – medizinische Versorgungszentren in Einzelhandelsgeschäften oder Apotheken – und prüft deren Übertragbarkeit auf den deutschen Gesundheitsmarkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören das Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement, der Vergleich zur deutschen Arztpraxis sowie die regulatorischen und strukturellen Herausforderungen bei einer Systemübertragung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Erfolgsparameter des amerikanischen Modells zu identifizieren und kritisch zu hinterfragen, inwieweit diese in ein hochkomplexes, reguliertes System wie das deutsche integrierbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung betriebswirtschaftlicher Analysemodelle, um Organisationen im Gesundheitswesen strukturiert zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von „retail clinics“ in den USA, deren spezifische Management-Disziplinen und eine anschließende Transferanalyse in den deutschen Kontext.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind „retail clinics“, ambulante Versorgung, Strukturqualität, Geschäftsmodellansatz und deutsche Gesundheitsreform.
Welche spezifische Rolle spielen Krankenschwestern in diesem Konzept?
In den „retail clinics“ übernehmen qualifizierte Krankenschwestern oder „nurse practitioner“ einen Großteil der medizinischen Primärversorgung, während eine ärztliche Konsultation für schwerwiegende Fälle oft nicht direkt vor Ort erfolgt.
Warum wird von einer Einführung in Deutschland eher abgeraten?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der hohe Aufwand für die Anpassung an das komplexe deutsche Vergütungssystem und die drohende Fragmentierung der Versorgung die Vorteile des Konzepts überwiegen könnten.
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- Rachel Wartmann (Author), 2022, Das Konzept von "retail clinics". Grundlegende Aspekte sowie Leistungs-, Kunden- und Finanzmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195508